Kuessende, haendchenhaltende junge Menschen sind beei uns eher ein gewohntes Bild als Burka tragende Frauen.
Eine Burka impliziert bei vielen Leuten, behaupte ich mal, das das nicht freiwillig ist, sondern das die Maedchen im Kindesalter schon darauf getrimmt werden, irgendwann mal ihren Kopf zu verdecken.
Liest man da bisschen in einschlaegigen Foren, dann festigt sich so ein Bild. Ich habe da nur ein bisschen gelesen, aber was mir da unter gekommen ist. Zitat wenn ich das richtig im Kopf habe: "Ab welchem Alter sollte man die Tochter an ein Kopftuch gewoehnen?"
Was bei uns ein gewohntes Bild ist sollte nicht darüber unterscheiden, was richtig oder falsch ist.

Ich habe erst mal nur vom Kopftuch geschrieben, eine Burka habe ich hier in freier Wildbahn noch nie gesehen, obwohl ich auch öfter in "kritischen" Vierteln unterwegs bin.
Wie viele letztendlich zum Kopftuch gezwungen werden kann sicher keiner beurteilen, bei mir zumindest impliziert ein Kopftuch erst mal nichts. Und Foren würde ich auch nicht überschätzen. Es hat ja auch nicht jeder im deutschsprachigen Raum einen i7 mit GTX 980.
Du hast die Frau Merkel in deiner Auflistung vergessen.
Die alte Frage, ob man Intoleranz gegenüber Tolerant sein muss... ich toleriere keine Meinungen, die Menschen das Recht auf Leben absprechen, nur weil sie von woanders kommen und die falsche Religion haben. Wenn Merkel dass mit Rechtsradikalen genau so macht finde ich das in Ordnung, auch wenn ich sie weiterhin für eine bekackte Kanzlerin halte. Ausgenommen natürlich in der aktuellen "Krise", wo ihre Haltung grundsätzlich richtig ist, sie ihren Punkt aber schlecht rüberbringt.
Akzeptanz funktioniert aber in alle Richtungen.
Ich kann hier nicht nur sagen: joa die Neuankoemmlinge haben halt eine andere Kultur und Religion, es ist vollkommen in Ordnung das sie das hier alles genauso weiterfuehren wie gehabt.
Da muss der Moslem auch von seinen festen Strukturen abruecken. Ich halte es eher fuer richtig, das ich mich als Gast dem Gastgeber anpasse, anstatt verlange das der Gastgeber mir unbedingt eine mir gewohnte Umgebung verschafft.
Ich halte den Vergleich Gast<->Flüchtling für nicht besonders glücklich. Einen Gast lädt man ein und tut sein Möglichstes, ihm einen angenehmen Aufenthalt zu bereiten. Flüchtlinge kommen von alleine und man gibt sich keine große Mühe mit ihnen. Gäste müssen sich auch nicht groß anpassen, weil sie eingeladen werden, weil sie sind wie sie sind. Ich lade ja auch nicht Hoeneß und Schwarzer ein und verlange dann, mit denen den ganzen Abend über Steuerflüchtlinge herziehen zu können, nur weil sie sich an ihren Gastgeber anpassen müssen.

Für mich muss ein Muslim genau so wenig von seinen "Strukturen" abrücken wie ein erzkonservativer Katholik, solange es mit den Gesetzen vereinbar ist. Beides geht mir im Grunde tierisch auf die Nüsse, aber wir haben Religionsfreiheit.
Von "gewohnter Umgebung" kann in vielen Unterkünften übrigens keine Rede sein. Oft gibt es kein Strom, keine Heizung, nicht genug sanitäre Anlagen, Schimmel oder Ratten, Terroranschläge... ich glaube viele wären mit weitaus weniger zufrieden als ihrer gewohnten Umgebung.
Was soll denn gemacht werden bei gut integrierten Familien?
Die die sich gut in Deutschland eingelebt haben, duerfen bleiben, der Rest wird weiterhin nach Asylgesetz wie vorhergesehen abgeschoben?
Laesst sich ja auch nicht unbedingt mit "alle sind gleich" und so vereinbaren.
mMn muss dieses ganze Asyl und Einwanderungsgesetz angepasst werden.
Naja, da muss man eben Fingerspitzengefühl zeigen. Vielleicht reicht es fürs erste, wenn man das Gesetz ändert, den Entscheidern mehr Spielraum gibt und dafür sorgt, dass nur wirklich Qualifizierte den Job annehmen können, damit die Entscheidungen einigermaßen korrekt sind. Schwieriges Thema...