Und im Endeffekt müssen diese Menschen selbst dafür Sorgen, dass ihre Staaten funktionieren.
Ja das dauert, aber es ist alternativlos.
Das ist unmöglich, solange wir uns in ihre Staaten einmischen. Die Anerkennungsquote für Marokko ist zum Beispiel niedrig, aber größer als Null. Das Land hat eine autokratische Regierung und ist Besatzungsmacht - trotzdem ist Land "wichtiger Partner", besagte Regierung Empfänger von Hilfsgeldern in 9 stelliger Höhe und betreibt Milliardenschweren Handel mit Deutschland (und noch mehr mit anderen EU-Ländern) und soll demnächst ein Freihandelsabkommen abschließen. Wie soll der kleine Mann von der Straße dagegen ankämpfen? Und ein Marokkaner hätte es noch leicht. Ein Saudi-Araber, der keine Lust mehr auf Diktatur hat, steht vor einem mit unseren Spritgeldern gekauften Leopard 2. Für Tunesien wurde der Export einer ganzen Fuchs-Fabrik genehmigt.
Na dann viel Spaß beim Forderungen brüllen. Die Bastille war ein Klacks dagegen.
Die einzigen, die solche Regime stürzen können, sind gewaltbereite, schwer bewaffnete Extremisten. Und genau das ist das Problem, vor dem wir heute stehen:
Gadafi
Mubarak
Assad
Ben Ali
Ohne Rückhalt in Europa wären diese Diktatoren schon lange in "normalen" Putschen abgesetzt worden und es hätte sich ggf. eine neue Ordnung herausgebildet. Aber dank europäischer Unterstützung konnte sich unter ihrer Unterdrückung solange Dampf aufbauen, bis alles in die Luft fliegt. Und jetzt tun alle überrascht, dass gut organisierte Islamisten (von saudischen "Freunden", denen wir weiterhin viel Geld überweisen, ausgestattet), die als einzige Kraft stark genug waren die Diktatoren trotzdem zu stürzen, jetzt weiterhin die stärkste Macht in diesen Staaten sind, denen die Bevölkerung wortwörtlich "nichts" entgegenzusetzen "hat", weswegen nur noch die Flucht bleibt.
Geradezu billig ? Ich glaube DU solltest nochmal nachrechnen und wo willst du überhaupt noch Menschen unterbringen ?
Die Errichtung von Zäunen zahlst du einmal und nicht monatlich.
Wozu haben wir einen Grenzschutz, Zoll und die Bundeswehr, wenn nicht zum Schutze der Grenzen und des eigenen Volkes ?
Glaubst du Silvester in Köln bleibt ein Einzelfall ?
Und wenn die LKW an der Grenze stundenlang warten müssen, das ist doch tausend mal besser als wenn einfach immer mehr Menschen in unser Land strömen, obwohl die Lager bereits überfüllt sind.
Eine Katastrophe für unser Land ? Die hast du in absehbarer Zeit, wenn die Grenzen nicht geschlossen werden.
Als würde keiner mehr deutsche Waren kaufen, weil man hier endlich zur Vernunft kommt...
Und ganz davon abgesehen - sollte die Regierung nun plötzlich eine Obergrenze für Asylsuchende verkündigen, glaubst du die Grenze muß dann nicht gesichert werden ?
Nachdem gerade ein Post, dessen Erstellung locker eine Stunde gedauert hat, im System verschwunden ist, hier nur die Eckdaten:
Deutsche Grenze: 3757 km
Zaun in Heiligendamm: 12 km, 92 Millionen auf freier Wiese
geforderte Grenzanlagen: Deutlich mehr als ein Zaun, auf im Schnitt schwerer zu bebauenden Gelände, das vor allen Dingen erst aufgekauft werden müsste. Ich würde jeweils Faktor 2 veranschlagen und komme so für den gesamten Grenzzaun inklusvie Patrouillienweg, etc. auf 105 Milliarden Euro bei normaler Bauzeit.
Gefordert ist aber die Fertigstellung bis zum Sommer, was bei einem Projekt von der Größe von 15 BERs quasi unmöglich ist und fast alle Ressourcen Europas bündeln würde. Geht man daumen*pi davon aus, dass eine Halbierung der Bauzeit die Baukosten um mindestens 50% steigert, dann wird die Fertigstellung bis zum 2016 statt 2036 also locker mal 1,5 bis 2 Billionen Euro kommen. So viel zur Einmalinvestition - eigentlich erübrigt sich alles weitere zu dieser Utopie...
Laufende Kosten:
- Haltbarkeit obiger Anlagen <40 Jahre, d.h. pro Jahr mindestens 2,5 Milliarden für Ausbesserung, Teilerneuerung, etc.
- Grenzschutz mindestens 120000 Grenzer (Rechnungsgrundlage: Die DDR brauchte für ihre deutlich kürzere Grenze 44000 und da musste man nur Leute aufhalten, die etwas zu verlieren hatten. Hoffnungslose Flüchtlinge sind schwerer zu aufzuhalten, siehe Mittelmeerroute). Und diese sind zusätzlich zum heutigen Personal übrig, dass offensichtlich mit anderen Aufgaben beschäftigt sind. Für 1500 Netto (sehr wenig für so eine verantwortungsvolle Position) im Monat muss man rund 3000 Euro auf Arbeitgeberseite veranschlagen, dazu würde ich umgelegt 2000 Euro für Ausbildung, regelmäßiges Training und vor allem Ausrüstung (einschließlich Überwachungstechnik, KFZ, Sprit, Waffen,...) einplanen. Macht summa summarum 7,5 Milliaren im Jahr für Grenzschutzpersonal (zzgl. Gebäude und deren Unterhalt, die dieses Personal zumindest in einigen Gebieten benötigt)
- Zollkontrollen derzeit rund 100000 LKW täglich, dazu geschätzt die zehnfache Menge Autos auf den Straßen und Reisebusse. Ich weiß nicht, ob du mal zu Vor-Schengen-Zeiten durch Europa gereist bist, aber 15 Minuten reine Abfertigungszeit pro KFZ (zzgl. stundenlange Wartezeit) wären schon eine absolute Spitzenleistung, wenn Papiere jedes Reisenden und der Kofferaum geprüft werden soll. Mit 4 facher Besetzung für 365-Tage-3-Schichtbetrieb und einer Auslastung von 1/3 (oft werden an einzelnen Übergängen Teile des Tages Teile des Personals nichts zu tun haben, da Peaks stundenweise und punktuell auftreten) komme ich auf 250000 Kontrolleure. Sind billiger, als Grenzschützer, aber sicherlich weitere 5-6 Milliarden pro Jahr teuer. Zzgl. Kontrollanlagen, insbesondere die tausende LKW-Röntgengeräte weren schweine teuer
Gesamtbilanz: 16 Milliarden im Jahr, 1,6 Billionen Grundinvestition bei schneller Einführung. Umgelegt auf die nächsten 25 Jahre (danach sollten Flüchtlinge eingemeindet sein) also rund 7 Milliarden Euro (zzgl. Grenzschutz und Kontrollgebäuden zzgl. Verluste an Wirtschaftsleistung) im Monat für die "Grenzen dichtmachen" Forderung.
Jetzt rechne mal gegen, wieviele Flüchtlinge kommen müssen, damit diese deutlich mehr kosten würden.