6 Tage Bahnstreik

  • Ersteller Ersteller Gast1771456204
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Wie stehen Sie zum erneuten Streik der GDL

  • Find ich gerechtfertigt.

    Stimmen: 33 29,2%
  • Absolute Frechheit der GDL.

    Stimmen: 53 46,9%
  • Gott, bitte lass die Tarifeinheit kommen!

    Stimmen: 24 21,2%
  • Die Bahn ist schuld.

    Stimmen: 24 21,2%
  • Die GDL ist schuld.

    Stimmen: 38 33,6%

  • Umfrageteilnehmer
    113
Das heist Personalaufstockung, dieses neue Personal muss auch am WE arbeiten und kriegt natürlich auch die 4,7%. Wo führt das hin ?
Als ich vor 20 Jahren meinen Job angenommen habe wußte ich klip und klar auf was ich mich einlasse mit der Schicht, wie jeder Bäcker oder Nachtwächter auch, soll ich jetzt rumheulen ? Manche Jobs gehen halt nicht ohne Überstunden und WE-Arbeit. Irgendwo sind halt Grenzen, auch bei der Mitbestimmung.

Klar gibts Grenzen, trotzdem besser als keine Mitbestimmung und eine Einheitspartei oder -Gewerkschaft.
Allerdings ist eigentlich jeder Punkt verhandelbar, darum gibts eigentlich keine Grenzen. Einstellung/ Kündigung, Arbeitszeitregelungen, alles kann der Betriebsrat/Gewerkschaft mitbestimmen.

Manche Jobs gehen nicht ohne Überstunden? Was stimmt bei dir denn nicht? Diese Aussage ist sowas von daneben. Naja zu lange im Hamsterrad denkt man eben auch es geht voran...:nene:
 
@Cleriker:
Ähm nein, die kleinen Gewerkschaften spielen einfach keine Rolle mehr. Ich hab aber die Möglichkeit mich der Gewerkschaft anzuschließen die meine Interessen am besten vertritt, was auch immer das wäre oder selber eine zu gründen. All das wäre abgeschafft und ich mundtot gemacht, weils ja eine große Partei, ups Gewerkschaft gibt die weiß was gut für mich ist... vorsicht Ironie.

Sind Mitglieder der ver.di etwa Mundtot? Nein! Allein schon der Ansatz mehr Geld und weniger Stunden, ist doch vollkommener Schwachsinn! Die Lockführer haben diesbezüglich und auch was ihr Einkommen im allgemeinen betrifft, keinen Grund etwas zu fordern.
Dann das Thema Überstunden... Wer mehr Geld will, macht überstunden, das ist der einfachste und fairste Weg. Sich hinzusetzten und nichts zu tun, dann aber Streiken, für weniger Stunden ist dreist.

Klar geb ich dir Recht im Bezug auf die Rolle kleiner Gewerkschaften, aber diese hier macht sich halt selbst das Leben schwer. Große Gewerkschaften fordern natürlich nicht dauernd und vollkommen verhältnisfern, aber sie fordern ebenso. Das hat doch nicht nur negative Seiten.

Sag mir doch mal bitte, was es deiner Meinung nach konkret an Verlust bedeuten würde, wenn es tatsächlich so kommen sollte. Ich sehe da nämlich keine großartigen Änderungen, außer dass nicht mehr (gefühlt) ständig wegen des Geldes gestreikt wird. Die GDL hat ihren Bogen einfach überspannt.

Du macht es dir mMn etwas zu leicht, -Shorty-.
 
Manche Jobs gehen nicht ohne Überstunden? Was stimmt bei dir denn nicht? Diese Aussage ist sowas von daneben. Naja zu lange im Hamsterrad denkt man eben auch es geht voran...:nene:

Das heist nur, dass ein Job manchmal in 8Std. am Tag nicht zu schaffen ist und ab 8Std. Zuschläge bezahlt werden. Ich weiss, war früher in Zwickau nicht so ...;)
 
Überstunden sind ja nicht nur was negatives, sie sind ein einfacher Weg sein Gehalt aufzustocken und das auch noch zu besseren Konditionen.
 
Es kämen Tarifabschlüsse am Rande des Mindestlohns zustande. Deutlich mehr Ausfälle und Verspätungen durch unmotiviertes/krankes Personal.

Was hast du denn immer mit Ver.di, haben die Tarifeinheit? Oder kann es sein das dieser Gewerkschaftszusammenschluss verschiedener Branchen auch verschiedene Tarifverträge für diese Mitglieder aushandelt? Und selbst da gibts neben Ver.di noch zig Gewerkschaften die dieselben Branchen abdecken, der eine eben mehr mit christlichem Leitbild der andere malt sich n Fisch auf die Fahne. Die dürfen dass und wir haben das Recht uns in einer Gewerkschaft unseres Vertrauen zu organisieren, ob Ver.di oder sonstwer.

Große Gewerkschaften fordern nicht dauernd?
Im Stuttgarter Raum wohnst du aber nicht, oder? Was dort regelmäßig alle 2 Jahren abgeht wenn die IG-Metall Wünsche äußert...

Ist doch alles sehr stark von der Wahrnehmung abhängig.



Das heist nur, dass ein Job manchmal in 8Std. am Tag nicht zu schaffen ist und ab 8Std. Zuschläge bezahlt werden. Ich weiss, war früher in Zwickau nicht so ...;)

Wir arbeiten hier auch nicht mehr wie vor 20 Jahren. :ugly:

Überstunden sind generell ein Indiz für Fehlplanung, sei es auf Seiten welche die Arbeit verteilen oder die sie erledigen. Da mach ich nur für Chirurgen Hebammen und Klempner Ausnahmen, hehe.
 
Er hat doch recht. Manche Jobs gehen halt nicht ohne Überstunden oder Arbeit am Wochenende. Ich spreche da aus Erfahrung, ich arbeite Schicht und ich arbeite auch am Wochenende und an Feiertagen. Das wusste ich aber als ich damals den Vertrag unterschrieben habe. ;)
 
Soso, manche, dann ist bestimmt leicht Jobs ohne Überstunden zu nennen? Nein? Merkste?
Wir lassen uns so lange vom System den Kopf nudeln und glauben irgendwann es ginge nicht anders, sozusagen alternativlos. Sehe ich nicht so, Arbeit gibts genug in Deutschland, genauso Leute die diese erledigen können. Anstatt das sinnvoll aufzuteilen, mehr Löhne zu zahlen, Mitarbeiter zu entlasten und länger arbeitsfähig zu halten passiert genau das Gegenteil. Einer arbeitet für 2, steht stärker unter Stress und wird daran auch eher zu leiden haben.
Mir klar das wir nicht in Utopia leben, aber ich weigere mich zu sagen es ginge nicht anders.

Überstunden sind fast immer Fehlplanung und Missmanagement. Wie gesagt, Ausnahmen für mich nur im Gesundheitsbereich oder in der Arbeit direkt mit Menschen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auf Anhieb alle die hier beim Kunden im Büro oder Lager arbeiten. Keine Überstunden (falls doch mal nur mit Zustimmung des Betriebsrates), Samstagsarbeit nur auf freiwilliger Basis usw.. Also es gibt solche Jobs.
 
Überstunden sind generell ein Indiz für Fehlplanung, sei es auf Seiten welche die Arbeit verteilen oder die sie erledigen. Da mach ich nur für Chirurgen Hebammen und Klempner Ausnahmen, hehe.

Erstmal Arbeit haben die DU dann perfekt verteilen oder ausführen kannst.

Lokführer arbeiten nicht direkt mit, aber direkt für Menschen, die sich zB. kein Auto leisten können und trotzdem pünktlich zur Arbeit müssen.
 
Keine Überstunden, nie? Oder keine Auszahlung von Überstunden? Das ein Unterschied.
Samstagsarbeit auf freiwilliger Basis, komm hör doch auf^^ und selbst da, warum sollte ich Samstag kommen wenn ich meine Arbeit doch so gut von Mo- Fr ohne Überstunden schaffe? ;)


Erstmal Arbeit haben die DU dann perfekt verteilen oder ausführen kannst.

Ach, das geht schneller als du denkst. Beim Outsourcing fielen damals ähnliche Äußerungen, heute kommt für jede Glühbirne ein externer... Das geht, ganz locker.
Muss auch nicht perfekt sein, hatte nie den Anspruch. Nur besser als jetzt, reicht zu.
 
Es soll Leute geben denen macht ihre Arbeit spass und sind sehr zufrieden. ;)

Was spricht dagegen Samstags freiwillige Überstunden zu kloppen um das Gehalt aufzubessern, oder einen Kunden glücklich zu machen der dann bestimmt wiederkommt ?
 
Es soll Leute geben denen macht ihre Arbeit spass und sind sehr zufrieden. ;)
Von denen gibts wirklich welche, kenne auch einen. ;)
Aber traurig wenn diese Leute nicht mal bis 60 ihren Beruf ausüben können, weil sie geistig oder körperlich am Ende sind. Viele von denen wollen arbeiten und gehen zu Haus regelrecht kaputt. Wo wäre der Nachteil wenn Leute die wollen und dann noch können mit über 60 Jahren ihren Job erledigen?

Alles in allem sagt dein Satz nix zum Thema aus. Und ganz ehrlich ist mir diese Einstellung etwas unheimlich, mir macht meine Freizeit, Familie und Freunde Spaß und mich zufrieden. Mein Job sagt mir nur wie tief ich mich bücken muss um Kohle zu bekommen, kann man brauchen, ich nicht zum Leben, nur überleben.
 
Es soll Leute geben denen macht ihre Arbeit spass und sind sehr zufrieden. ;)

Was spricht dagegen Samstags freiwillige Überstunden zu kloppen um das Gehalt aufzubessern, oder einen Kunden glücklich zu machen der dann bestimmt wiederkommt ?

Dagegen spricht überhaupt nichts, und wenn dir das gefällt und du sogar die Wahl zu haben scheinst, dann ist das aus deiner Sicht natürlich gut.

Es gibts aber auch Betriebe wo es anders läuft, da wird von 3 Mitarbeitern halt auf 2 Mitarbeiter "gespart" und das bei gleichbleibender Arbeit.
Die haben dann vom Chef aus auch eine "Wahl" --> "Seht zu das der Mist fertig wird, oder ich such mir wen anderes!".
Und solche Zustände gibt weit öfter als man denkt.

Bei dem Streik der GDL bin ich zwiegespalten, weil ich ehrlich nicht weiß ob die Forderungen überhaupt durchsetzbar sind.
Das es bei der Bahn eine "Mitarbeiter-verarsche" gibt, sollte schon bei dem Wort "Rangierlokführer" auffallen.....laut Bahn ist der nämlich kein "richtiger" Lokführer und wird daher weit schlechter bezahlt.
Ist halt auch ein Grund warum die GDL schäumt.

schwierig schwierig......
 
@shorty

Arrangiere dich mit dem Feind wenn du ihn nicht besiegen kannst.:D

@aloha84

ich bezog mich auf den Post von Amon. Bei mir ist genau diese Version im Einsatz: "von 3 Mitarbeitern halt auf 2 Mitarbeiter gespart und das bei gleichbleibender Arbeit"

Die haben dann vom Chef aus auch eine "Wahl" --> "Seht zu das der Mist fertig wird, oder ich such mir wen anderes!".
Und solche Zustände gibt weit öfter als man denkt.


Da geb ich dir recht, wahrscheinlich eher die Regel als die Ausnahme. Ist bei mir zum Glück nicht so und bei den Lokführern denke ich auch nicht.
 
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@shorty

Arrangiere dich mit dem Feind wenn du ihn nicht besiegen kannst.:D

Mir gings nur um die Wahrnehmung, wenn in den Nachrichten mal wieder von "Streikterrorismus" und "Bahnsinn" die Rede ist, muss man im Hinterkopf haben dass die Leute da auch besseres zu tun hätten, aber keine andere Wahl haben, keiner Interesse an Verkehrschaos oder stehender Industrie hat. Die haben sicher auch eine Familie zu ernähren und mit den beispielhaften einmal 1000€ und 5% gehen bei ner 4-köpfigen Familie spätesten nach 2 Wochen die Lichter aus. Wie lächerlich sind solche Angebote.

Solang wir uns von Medien / Konzernen die Meinung gerade rücken lassen sägen wir am eigenen Ast.

Unterstützen müssten wir die Streikenden und denen da Oben klar machen dass die breite Masse hinter den Forderungen steht. Was glaubt ihr denn, wie lange der Streik dann noch ginge... Solang sich alle gegeneinander zerfetzen lehnen die sich da Oben zurück und wir klauen uns gegenseitig noch die letzten 50Cent ausm Beutel...

Wenn man diese Form von Arbeitskampf kritisiert, sollte man mal Richtung Asien blicken.
Selbst dort horcht man erst nach dem 10ten Suizid auf und ändert dann doch nix. Solang ich lebe möchte ich diese Zustände als Arbeitnehmer nicht erfahren.
 
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Die Streikenden unterstützen ist verdammt schwer, wenn man selber davon betroffen ist und sie von einem egozentrischem Rowdy angeführt werden.;)
 
Ich seh schon beide Seiten, und doch sind es genau diese Medienwirksamen Begriffe wie "egozentrischem Rowdy" die nerven. Der Mann vertritt eine Gewerkschaft mit über 10.000 Mitgliedern. Wenn auch das Auftreten nicht nach jedem Geschmack ist, der Mann hat keinen Grund klein bei zu geben oder sonstwas, der hat die Interessen seiner Mitglieder zu verhandeln. Und eines kann er immer noch besser als unsere aktuelle Regierung, die Richtung beibehalten... und dabei glaubwürdig bleiben...

so nu hab ich aber auch genug vom Thema...
:cool:
 
Sorry, aber bei Sprüchen wie "wenn zwei kranke ins Bett gehen" oder "... sollen doch von München nach Berlin mit dem Rad fahren" ist es ausgesprochen schwer, auch nur irgendwas wie gehobenen Respekt für den Mann aufzubringen. ;)
Dafür sind keine einseitig berichtenden Medien notwendig, um zu so einer Meinung zu kommen, daran ist er einfach selber schuld. Sowas ist auch als Gewerkschaftschef mit 10.000+ Mitgliedern absolut unnötig.:schief:
 
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