Zu viel oder zu wenig Strom für E-Autos? Und woher eigentlich?

Da hat Sparanus wohl nichts neueres gefunden, dann helfe ich mal ...

Ändert zwar nichts am Sinn, aber am Ergebnis, denn der Anteil an EE hat sich gewaltig geändert im Gesamtbild seit 2016.

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Gibt erst einen relativ neuen Beitrag von Quarks, wo die Atomkraft behandelt wird. Also einfach mal „googeln“ sollte genügen :)
Warum sollte ich für dich irgendwo deine nicht näher spezifizierten Argumente heraussuchen? :what:

Okay, ich spiele mal mit, damit es hier vorangeht und gehe davon aus, du meinst diesen Artikel:
Ich zitiere:

Die Treibhausgase entstehen besonders vor und nach der Stromproduktion, etwa beim Uranabbau, beim Kraftwerksbau oder -rückbau bis hin zur Endlagerung.
[...]
Dem Bericht der weltweiten Klimakommission IPCC aus dem Jahr 2014 zufolge emittieren die Kernkraftwerke zwischen 3,7 bis 110 Gramm CO2-Äquivalente pro Kilowattstunde, wahrscheinlich eher im Bereich von 12 Gramm."
[...]
Jedes Jahr fallen in Deutschland derzeit schätzungsweise rund 150 Tonnen hoch radioaktive, abgebrannte Brennelemente an.
[...]
Das nun beschlossene Lager Konrad kann bisher die Hälfte des schwach und mittelradioaktiven Abfalls einlagern. Für die andere Hälfte fehlt bisher eine endgültige Unterbringung und Einlagerung.

Per Gesetz muss die sichere Lagerung für hoch radioaktive Abfälle für mehr als eine Million Jahre gewährleistet sein. Vermutlich ein Ding der Unmöglichkeit.

Wie Atomkraft damit die - deiner Aussage nach - "naturfreundlichste Energiegewinnung" sein soll, erklärt das nun wirklich nicht.
Windkraftanlagen kommen auf 4 Gramm CO2/kWh, Solaranlagen auf 6 Gramm Co2/kWh, wenn man die Produktion und Entsorgung einkalkuliert. Das ist ein Drittel bzw. die Hälfte dessen, was bei Atomstrom anfällt. Selbst wenn man spaßeshalber mal kurz so tut, als würden sich alle Kernkraftwerke im unteren Bereich der CO2-Äquivalente bewegen, sind sie bestenfalls in der Laufstufe genauso umweltfreundlich wie regenerative Energie, schleppen dann aber immer noch den Rattenschwanz der Endlagerung mit sich herum.

Wo ist ein Verkauf bei dem ich am Ende dem Abnehmer Geld gebe ökonomisch sinnvoll? Um es direkt zu beantworten: Nie.
Dann wäre auch Welthandel unökonomisch, denn jeder tritt irgendwo als Käufer oder als Verkäufer auf und muss mit Exporten erzielte Einnahmen für Importe reinvestieren.

Das ist auch einer der Gründe warum Windanlagen außerhalb der EEG unrentabel sind.
Man muss eben immer etwas weiter denken, als der Arm lang ist: Windkraft wird jedes Jahr im Schnitt ein bis zwei Prozent günstiger. Das scheint nicht viel zu sein, aber rechne mal dagegen, um wie viel fossile Energieträger jedes Jahr teurer werden.

Hinzu kommt, dass die EEG-Umlage ein Ausgleichsmechanismus ist, der erneuerbaren Energien eine Chance in einem Markt geben soll, der bereits besetzt ist - und zwar mit konventioneller Erzeugung, die in den letzten Jahrzehnten direkt und indirekt mit Beträgen gefördert wurden, gegen die Auszahlungen aus der Umlage an Erneuerbare geradezu lächerlich gering sind.
Bekämen konventionelle Energieerzeuger keine Vergünstigungen und müssten die kompletten Kosten für die Erzeugung (einschließlich Vor- und Nachsorgekosten) selbst tragen und diese auf den Strompreis umlegen, wäre dieser sogar noch deutlich höher als der jetzige Endverbraucherpreis inkl. Umlageanteil.

Wir werden aber im Sommer generell eher zum importeur statt exporteur.
Das ist ein Trugschluss. Wir exportieren im Sommer weniger, weil einerseits die Grundlast sinkt und wir daher weniger produzieren, aber es auch weniger Abnehmer gibt.
Im Winter bedienen wir beispielsweise Frankreich, wo massiv elektrisch geheizt wird. Frankreich hat, um mal bei diesem Beispiel zu bleiben, aber dasselbe Problem, welches ich bereits geschildert habe: die Regelfähigkeit ist begrenzt. Die Anlagen, die Frankreich für seinen Winterbedarf vorhält, erzeugen im Sommer billige Überschüsse. Und weil deutsche Stromvermarkter natürlich günstig einkaufen wollen, nehmen sie dann gerne Strom aus französischer Produktion.
Das ist allerdings nicht "generell", wie du behauptest. Auch die deutschen Importe in den Sommermonaten schwanken von Jahr zu Jahr und wir sind keineswegs regelmäßig Importeure.

Um jedoch mal wieder die Kurve zum Thema zu nehmen: Das hat keinerlei Aussagekraft bezüglich der Kapazitätsfrage, in der es um diesen Thread geht. Außer natürlich, man begnügt sich mit dem Schluss, dass die Kapazität überall ausreichend ist, dass man Preisdumping betreiben kann. Es ist also durch die Energiewende kein Mangel zu befürchten.

Was ist das für ein Käse? Wenn du ein Austauschsaldo von 0 hast sagt es null über ökologische und noch viel weniger über ökonomische Aspekte was aus...
Was du beschreibst ist eher eine Geostrategisches und Politisches Ziel.
Ein Austauschsaldo von Null besagt genau das, was ich bereits erläutert habe: Die Beteiligten Markt(abschnitts)teilnehmer haben dann ein Equilibrium aus Kapazität und Regelfähigkeit erreicht. Niemand produziert zu viel, niemand zu wenig und Überschüsse und Unterversorgung unter Partnern gleichen sich mengenmäßig und zeitlich genau aus. Dieses Ideal ist nicht erreichbar, aber man kann sich ihm annähern.

Und wenn deutsche Kohlekraftwerke weniger heizen müssen, um Strom für Frankreich zu produzieren und französische Kernkraftwerke weniger arbeiten, um deutsche Flauten zu kompensieren, hat das selbstverständlich positive ökologische und ökonomische Auswirkungen. Die Primär- und Sekundärkosten für Beschaffung und Nachsorge von Kohle und Uran sind enorm; und was nicht verbrannt (oder eventuell nicht nicht einmal gefördert) werden muss, wirkt sich auch ökologisch positiv aus.

Kurz: Selbstverständlich hat eine höhere Effizienz bei Produktion, Steuerung und Austausch ökonomische und ökologische Vorteile. Was denn sonst? :ka:

Wenn ich ein Austauschsaldo von 0 habe und dafür ausnahmslose Braunkohle verbrenne habe ich ökologisch sicher auch nicht alles richtig gemacht.
Ich denke, an dem Punkt kommen wir zusammen, denn immerhin befinden wir uns gerade in der Energiewende. Und wie ich ebenfalls bereits schon schrieb: Wenn ich Strom unter Ausschluss verfälschender Effekte durch Subvention und Spekulation sowohl wirtschaftlich als auch sauber(er) erzeugen kann, wird das Stromaustauschsaldo um Null herum liegen.

Warum? Damit das ganze Ding mit den Erneuerbaren irgendwann in der Zukunft mit möglichst wenigen (Oder sogar gar keinen, aber das halte ich für sehr utopisch ...) konventionellen Erzeugern zur Grundlastsicherung funktioniert, muss ich massive Erzeugungskapazitäten ausbauen. Damit generiere ich aber auch massive Überschüsse. Und die wiederum machen den Strompreis so "schlecht", dass es wirtschaftlicher ist, mit der überschüssigen Energie meinetwegen Wasser bei schlechten Effizienzgrad zur Gewinnung von Wasserstoff (für Eigenbedarf und Export) aufzuspalten, als sie für Peanuts zu exportieren.
Um so mehr, wenn die bisherigen Abnehmer genau den gleichen Weg gehen und daher keinen Bedarf mehr haben. Dann wäre grenzüberschreitender Stromhandel nicht nur unrentabel, sondern praktisch tot. ABER: Es bestünde immer noch Bedarf für partnerschaftlichen Stromaustausch, und sei es lediglich, um lokale und/oder punktuelle Unterkapazitäten auszugleichen. Was sich ebenfalls als Austauschsaldo um die Nulllinie herum darstellen würde.

Da spielt so viel mehr rein als Unterkapazitäten. Alleine der rechtliche Rahmen verhindert bereits das unrentable Kraftwerke einfach so ausgeschaltet werden.
Definitiv. Die Frage ist ohnehin, wie viel Bedeutung Rentabilität bei der Erzeugung einer Sache haben sollte, die in unserer modernen Welt so wichtig ist wie Atemluft. Da scheinen mir Effizienz, Sicherheit und Unabhängigkeit/Nachhaltigkeit die wichtigeren Kriterien zu sein.
Wenn sich daraus Rentabilität ergibt, gerne. Das sollte aber nicht das primäre Ziel der Politik sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin :kaffee:

diverse Beiträge wurden ausgebledet. Persönliche Differenzen und Beleidigungen haben hier nichts zu suchen.
Das Meinungen auseinander gehen sollte jedem wohl klar sein. Aber der Ton macht noch immer die Musik.

Bitte in Zukunft beachten!

Danke! :)

Gruß
Pain
 
Geht es wieder einseitig ums Auto und wie toll batteriegetriebene Elektroautos nach Meinung einiger sind?!

Autos haben für die überwiegende Mehrheit der Benutzer einen Zweck, teilweise kann man von einem finanziell lebensnotwendigen Zweck sprechen, wenn der Weg zur Arbeit "nur" mit dem Auto zumutbar ist.
Gerade dort wo dies der Fall ist, kann man Infrastruktur für BEVs mit der Lupe suchen und da es nirgends auf der Welt ein durchdachtes Konzept bis jetzt gibt, wird das noch eine ganze Weile (10-20 Jahre) brauchen.

Die Umweltzerstörung zur Gewinnung von Lithium und der dazugehörige Wasserbrauch, der sehr schnell zur Verwüstung von Lebensraum für zig Millionen Menschen führt ist ein Fakt, das er immer noch bestritten wird, zeugt davon das man an einer sachlichen Debatte wohl wenig Interesse hat.

Der gepostete Strommix aus Deutschland, zeigt auch hervorragend wo die Hauptbaustelle zumindestens in Deutschland liegt, wenn man ideologische Borniertheit mal außen vor lässt und nicht immer den direkten Weg zum Auto sucht!

BrennstoffEmissionen in kgCO2 / kWh
Steinkohle0,34
Heizöl0,28
Diesel0,27
Rohöl0,26
Braunkohle1,17

Der CO2 Ausstoß eines Braunkohlekraftwerks ist um den Wet 3,5 höher als der von einem Steinkohlekraftwerk.

Die 25 größten Containerschiffe der Welt emittieren jährlich die gleiche Menge an CO2, wie 70 Millionen PKW, leitet man davon jährlich die Emission von den größten Kreuzfahrtschiffen ab, dürften die sich durch ihre höhere Geschwindigkeit (mehr Verbrauch) auf einem ähnlichen Niveau, wie die Containerschiffe liegen und es gibt hunderte von sehr großen Kreuzfahrtschiffen. Sind Kreuzfahrten genauso "notwendig", wie ein Auto für eine durchschnittsfamillie in Deutschland, die nicht in urbanen Großstädten lebt? Wohl eher nicht!

Nicht zu vergessen die momentane Krise und ihre Auswirkungen auf die Bevölkerung, wenn der ÖPNV so sehr dominieren würde, wie sich das hier einige wünschen und jegliche Individualität eher aberzogen werden soll, dann hätten wir wohl eher brasilianische Verhältnisse! Ich fahre jedenfalls im Moment keinen ÖPNV und jeder der mich im Moment dazu zwingen wollte, hätte ein sehr ernstes Problem!
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann wäre auch Welthandel unökonomisch, denn jeder tritt irgendwo als Käufer oder als Verkäufer auf und muss mit Exporten erzielte Einnahmen für Importe reinvestieren.
Darüber kann man vortrefflich diskutieren aber das würde nur eine ebenso große Diskussion entfachen ;)
Man muss eben immer etwas weiter denken, als der Arm lang ist: Windkraft wird jedes Jahr im Schnitt ein bis zwei Prozent günstiger. Das scheint nicht viel zu sein, aber rechne mal dagegen, um wie viel fossile Energieträger jedes Jahr teurer werden.
Irgendwann erreichst du deine Limits. Man sollte auch vorsichtig mit Trends sein, da Rohstoffpreise solche Aussagen schnell revidieren können.
Hinzu kommt, dass die EEG-Umlage ein Ausgleichsmechanismus ist, der erneuerbaren Energien eine Chance in einem Markt geben soll, der bereits besetzt ist - und zwar mit konventioneller Erzeugung, die in den letzten Jahrzehnten direkt und indirekt mit Beträgen gefördert wurden, gegen die Auszahlungen aus der Umlage an Erneuerbare geradezu lächerlich gering sind.
Bekämen konventionelle Energieerzeuger keine Vergünstigungen und müssten die kompletten Kosten für die Erzeugung (einschließlich Vor- und Nachsorgekosten) selbst tragen und diese auf den Strompreis umlegen, wäre dieser sogar noch deutlich höher als der jetzige Endverbraucherpreis inkl. Umlageanteil.
Die Diskussion hatten wir schon. Es hängt bereits von der Art des konventionellen Stoffes ab und auch davon wie viel Mist man davor gebaut hat. Das Problem bei solchen Betrachtungen. Später weiß man es immer besser.
Das ist ein Trugschluss. Wir exportieren im Sommer weniger, weil einerseits die Grundlast sinkt und wir daher weniger produzieren, aber es auch weniger Abnehmer gibt.
Im Winter bedienen wir beispielsweise Frankreich, wo massiv elektrisch geheizt wird. Frankreich hat, um mal bei diesem Beispiel zu bleiben, aber dasselbe Problem, welches ich bereits geschildert habe: die Regelfähigkeit ist begrenzt. Die Anlagen, die Frankreich für seinen Winterbedarf vorhält, erzeugen im Sommer billige Überschüsse. Und weil deutsche Stromvermarkter natürlich günstig einkaufen wollen, nehmen sie dann gerne Strom aus französischer Produktion.
Das ist allerdings nicht "generell", wie du behauptest. Auch die deutschen Importe in den Sommermonaten schwanken von Jahr zu Jahr und wir sind keineswegs regelmäßig Importeure.
Das ist kein Trugschluss. Wir schalten Kraftwerke ab weil die sich nicht rentieren und importieren in der Regel lieber. Was anderes behaupte ich auch nicht. Das wir aber im Sommer generell eher importieren als exportieren kannst du dir gerne in den Energycharts anschauen. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Um jedoch mal wieder die Kurve zum Thema zu nehmen: Das hat keinerlei Aussagekraft bezüglich der Kapazitätsfrage, in der es um diesen Thread geht. Außer natürlich, man begnügt sich mit dem Schluss, dass die Kapazität überall ausreichend ist, dass man Preisdumping betreiben kann. Es ist also durch die Energiewende kein Mangel zu befürchten.
Mangel derzeit sicher nicht. Aber mit E-Mobilität und der "Revolution" am Wärmemarkt zusammen mit der Erwartung der Bundesregierung dass der Strombedarf konstant bleibt warte ich nur darauf dass es kracht.
Ein Austauschsaldo von Null besagt genau das, was ich bereits erläutert habe: Die Beteiligten Markt(abschnitts)teilnehmer haben dann ein Equilibrium aus Kapazität und Regelfähigkeit erreicht. Niemand produziert zu viel, niemand zu wenig und Überschüsse und Unterversorgung unter Partnern gleichen sich mengenmäßig und zeitlich genau aus. Dieses Ideal ist nicht erreichbar, aber man kann sich ihm annähern.
Das bestreite ich nicht.
Und wenn deutsche Kohlekraftwerke weniger heizen müssen, um Strom für Frankreich zu produzieren und französische Kernkraftwerke weniger arbeiten, um deutsche Flauten zu kompensieren, hat das selbstverständlich positive ökologische und ökonomische Auswirkungen. Die Primär- und Sekundärkosten für Beschaffung und Nachsorge von Kohle und Uran sind enorm; und was nicht verbrannt (oder eventuell nicht nicht einmal gefördert) werden muss, wirkt sich auch ökologisch positiv aus.
Dann mach es doch an konkreten Beispielen fest. Andernfalls muss ich sowas als pauschal immer gültige Aussage sehen. Und das trifft nunmal nicht zwingend zu. Alleine wenn man als Nachbarland günstiger produziert wie einer selbst wird stetig ein Import stattfinden sofern möglich. Dann macht auch ein Austauschsaldo von 0 für beide Parteien keinen Sinn. Zumal die Sekundärkosten aus Sicht des Energiemarktes Irrelevant sind. Da darfst du dich aber bei der Politik bedanken.
Kurz: Selbstverständlich hat eine höhere Effizienz bei Produktion, Steuerung und Austausch ökonomische und ökologische Vorteile. Was denn sonst? :ka:
Nur ist das durch ein Austauschsaldo von 0 nicht zwingend gegeben.
Ich denke, an dem Punkt kommen wir zusammen, denn immerhin befinden wir uns gerade in der Energiewende. Und wie ich ebenfalls bereits schon schrieb: Wenn ich Strom unter Ausschluss verfälschender Effekte durch Subvention und Spekulation sowohl wirtschaftlich als auch sauber(er) erzeugen kann, wird das Stromaustauschsaldo um Null herum liegen.

Warum? Damit das ganze Ding mit den Erneuerbaren irgendwann in der Zukunft mit möglichst wenigen (Oder sogar gar keinen, aber das halte ich für sehr utopisch ...) konventionellen Erzeugern zur Grundlastsicherung funktioniert, muss ich massive Erzeugungskapazitäten ausbauen. Damit generiere ich aber auch massive Überschüsse. Und die wiederum machen den Strompreis so "schlecht", dass es wirtschaftlicher ist, mit der überschüssigen Energie meinetwegen Wasser bei schlechten Effizienzgrad zur Gewinnung von Wasserstoff (für Eigenbedarf und Export) aufzuspalten, als sie für Peanuts zu exportieren.
Um so mehr, wenn die bisherigen Abnehmer genau den gleichen Weg gehen und daher keinen Bedarf mehr haben. Dann wäre grenzüberschreitender Stromhandel nicht nur unrentabel, sondern praktisch tot. ABER: Es bestünde immer noch Bedarf für partnerschaftlichen Stromaustausch, und sei es lediglich, um lokale und/oder punktuelle Unterkapazitäten auszugleichen. Was sich ebenfalls als Austauschsaldo um die Nulllinie herum darstellen würde.
Klar wird man das niemals komplett abtöten. Wäre auch kompletter schwachsinn da alle von profitieren ein stabiles Netz zu haben.
Definitiv. Die Frage ist ohnehin, wie viel Bedeutung Rentabilität bei der Erzeugung einer Sache haben sollte, die in unserer modernen Welt so wichtig ist wie Atemluft. Da scheinen mir Effizienz, Sicherheit und Unabhängigkeit/Nachhaltigkeit die wichtigeren Kriterien zu sein.
Wenn sich daraus Rentabilität ergibt, gerne. Das sollte aber nicht das primäre Ziel der Politik sein.
Da Stimme ich dir sogar zu das die Rentabilität eigentlich egal ist. Nur hast du hier Privatwirtschaftliche Mechanismen. Wäre das ganze immernoch in Staatshand(Da gehört es meiner Meinung nach hin) würde wir deise Debatte vermutlich garnicht führen.



BEV sind nach derzeitigen Stand der Technik für die Katz. Zu Teuer zu wenig Reichweite. Das Paradoxe ist leider, dass ausgerechnet die Gruppe die CO2 technisch am Meisten profitieren würde nur Nachteile hat. Vertriebler, Monteure oder Langstreckenpendler ist ein BEV keine Option.
Dazu technische Limitierungen in der Infrastruktur, die ggf. von Privat bezahlt werden müsste.
Dazu sind BEVs CO2 Technisch nicht perse besser. Die höheren CO2 Kosten in der Produktion müssen im Fahrbetrieb reingeholt werden. Beim E-Golf mit 200km Reichweite (WLTP) sind das schon ca. 120k km vgl zu Konventionellen Fahrzeugen. Bei größeren Fzg. mit mehr Reichweite entsprechend mehr. Aber ausgerechnet die "Nur Stadt" Fahrer für die die E-Autos meistens gedacht sind, kommen meistens garnicht auf so hohe Kilometerzahlen.
Dazu weitere Umweltschäden für den Abbau der meines Wissens auch nicht in solchen Life Cycle Analysen mitberücksichtigt wird.
 
Darüber kann man vortrefflich diskutieren aber das würde nur eine ebenso große Diskussion entfachen ;)
Du hast recht. Es sollte kein Problem sein, den Diskussionsrahmen aufs Wesentliche zu beschränken. :)

Irgendwann erreichst du deine Limits. Man sollte auch vorsichtig mit Trends sein, da Rohstoffpreise solche Aussagen schnell revidieren können.
Selbstverständlich, nur gilt da eben überall und taugt somit nicht für eine vergleichende Auseinandersetzung mit zum Thema Energieerzeuger. Ich denke aber, dass auf längste Sicht zwingend das Verfahren gewinnt, welches zu seinem Funktionieren benötigte Rohstoffe nicht in Rauch auflöst.

Das ist kein Trugschluss. Wir schalten Kraftwerke ab weil die sich nicht rentieren und importieren in der Regel lieber.
Wenn dem so wäre, warum exportieren wir dann seit gut 20 Jahren mehr als wir importieren? Selbst der jetzige Tiefstand entspricht Exportsalden, die auch schon vor der Energiewende verzeichnet wurden.

Daraus schließe ich, dass die Marktlage keine grundsätzliche Aussage über die Realkapazitäten erlaubt. Mehr als die Erkenntnis, dass trotz Abschaltung konventioneller Kraftwerke und schleppendem Ausbau erneuerbarer Energieerzeuger im Jahrenmittel immer noch Export --> Import ist, lässt sich daraus nicht gewinnen.

Was man aber in absoluten Zahlen weiß: Die Gesamteinspeisung liegt ein Viertel bis ein Drittel über dem mittleren Bedarf und knapp die Hälfte der Gesamteinspeisung in Deutschland erfolgt aus regenerativen Quellen. Daraus lässt sich schließen, dass wir kein Kapazitätsproblem, sondern allenfalls ein Steuerungsproblem haben. Auch dann, wenn - siehe Themenüberschrift - zunehmend Elektrofahrzeuge zu laden sind.
Über diese Probleme muss man offen reden. Aber gänzlich unfundiertes "Wir haben zu wenig Strom dafür, insbesondere wegen der Energiewende!"-Mimimi kann man getrost ad acta legen.

Mangel derzeit sicher nicht. Aber mit E-Mobilität und der "Revolution" am Wärmemarkt zusammen mit der Erwartung der Bundesregierung dass der Strombedarf konstant bleibt warte ich nur darauf dass es kracht.
Wer rechnet denn bitteschön so? :what: Jedem ist klar, dass eine komplette Ersetzung aller Verbrenner durch Elektrofahrzeuge einen zusätzlichen Strombedarf von über 100 TWh erzeugen wird. Berücksichtigt man jedoch, dass das nicht über Nacht geschehen wird und wir wir selbst im "Flautenjahr" 2020 noch 18,6 TWh netto exportiert haben, ist selbst der stockende Ausbau regenerativer Erzeuger noch bequem im Zeitrahmen.

Das Problem liegt ganz woanders, nämlich wie man den Strom zu den Verbrauchern bekommt. In vielen Städten und Kommunen sind die Niedrigstromnetze bedenklich unterdimensioniert. Das kann man notfalls in vier, fünf Jahren beheben, jedoch nur mit horrenden Kosten. Sinnvoller wäre es, die lokalen Netzcluster jetzt vorzubereiten, aber auf offizieller Seite wird da lieber gepennt bzw. man traut sich nicht, das Thema zu forcieren.

Da Stimme ich dir sogar zu das die Rentabilität eigentlich egal ist. Nur hast du hier Privatwirtschaftliche Mechanismen. Wäre das ganze immernoch in Staatshand(Da gehört es meiner Meinung nach hin) würde wir deise Debatte vermutlich garnicht führen.
Jepp. Und siehe oben - selbst wenn bestimmte Dinge in öffentlicher Hand sind, bedeutet noch lange nicht, dass das Nötige zeitnah angegangen wird.

Es gibt zweifelsohne genug Baustellen, geredet wird jedoch meistens über Dinge, die gar keine sind.

Dazu sind BEVs CO2 Technisch nicht perse besser. Die höheren CO2 Kosten in der Produktion müssen im Fahrbetrieb reingeholt werden. Beim E-Golf mit 200km Reichweite (WLTP) sind das schon ca. 120k km vgl zu Konventionellen Fahrzeugen. Bei größeren Fzg. mit mehr Reichweite entsprechend mehr. Aber ausgerechnet die "Nur Stadt" Fahrer für die die E-Autos meistens gedacht sind, kommen meistens garnicht auf so hohe Kilometerzahlen.
Ich bin ein großer Fan einer von vornherein modular ausgelegten Akku-Technik. Dann könnte jedes Fahrzeug mit der Kapazität bestückt werden, die der jeweilige Anwender (zum jeweiligen Zeitpunkt) benötigt, und wer nicht laden kann, der fährt zur "Tankstelle" und tauscht seine leeren Blöcke (in einem handhabbaren Format) gegen geladene aus. Und die werden aufgeladen, wenn Strom gerade überreichlich fließt.

Aber auch hier: Die Politik ist froh, Automobilhersteller überhaupt erst einmal (vergleichsweise) zärtlich dahin bewegt zu haben, in Richtung E-Mobilität zu gehen. Dass sie ihre kompletten Designkonzepte überdenken müssten, will man schonend vermitteln.
Vielleicht klappt das sogar. Auch auf dem Weg zur E-Mobilität wird es etliche Generationen von Elektrofahrzeugen geben. Wenn die jetzigen early adopter ihre heutigen Fahrzeuge das erste Mal austauschen und Andere überzeugt sind, bekommt man vielleicht schon sinnvoll konzipierte Fahrzeuge.

Dazu weitere Umweltschäden für den Abbau der meines Wissens auch nicht in solchen Life Cycle Analysen mitberücksichtigt wird.
Doch, das geschieht durchaus. Die Frage bleibt natürlich immer sie, ob die veranschlagten Werte ausreichend hoch sind. Aber auch hier gilt: Fehlerhafte und/oder stark annahmenbasierte Gesamtkostenrechnungen hat man in jedem Segment, weshalb zu hoffen bleibt, dass zumindest die Relationen der Konzepte im Großen und Ganzen stimmen.

In dem Zusammenhang ist auffällig, dass sich die Interessengruppen für konventionelle Energieerzeugung und Mobilität reflexartig gegen eine Erfassung versteckter Kosten positionieren bzw. diese in Frage stellen, jedoch davon absehen, eigene positivere Rechnungen dagegen zu setzen. Das spricht meines Erachtens dafür, dass man sich durchaus bewusst ist, auch mit möglichst optimistischer Auslegung noch schlechter dazustehen und den Hund gar nicht erst wecken will.
 
Sinnvoller wäre es, die lokalen Netzcluster jetzt vorzubereiten, aber auf offizieller Seite wird da lieber gepennt bzw. man traut sich nicht, das Thema zu forcieren.

Das hätte vor 20 Jahren schon Not getan damit anzufangen, denn die Windparks einfach nur in das bestehende Netz einzuspeisen war damals und ist heute schon keine gute Idee mehr. Nur scheitert es einfach am eigenen Volk, denn wenn nur ein Gerücht besteht das neben einem einsamen Dorf die Idylle mit Strommasten in Sichtnähe gestört wird, sind sofort der BUND, Die Grünen (weil da bestimmt irgendein Tier was gegen hat ... ) und eine Bürgerinitiative von sämtlichen Nachbargemeinden am Start und intervenieren vor Gerichten so das die Trasse entweder nach 20 Jahren doch so gebaut wird oder halt mit einem "Kompromiss" mit einem Umweg der das eigentliche Dorf nicht betrifft, aber ein Anderes ... und schon geht der Kreis von vorne los. :D
 
Die Umweltzerstörung zur Gewinnung von Lithium und der dazugehörige Wasserbrauch, der sehr schnell zur Verwüstung von Lebensraum für zig Millionen Menschen führt ist ein Fakt, das er immer noch bestritten wird, zeugt davon das man an einer sachlichen Debatte wohl wenig Interesse hat.
Aber das ist die Umwelt in anderen Ländern, das kann uns deutschen Akkuautofetischisten doch herzlich egal sein, bei uns ist es sauber und schön.
 
Wenn dem so wäre, warum exportieren wir dann seit gut 20 Jahren mehr als wir importieren? Selbst der jetzige Tiefstand entspricht Exportsalden, die auch schon vor der Energiewende verzeichnet wurden.

Daraus schließe ich, dass die Marktlage keine grundsätzliche Aussage über die Realkapazitäten erlaubt. Mehr als die Erkenntnis, dass trotz Abschaltung konventioneller Kraftwerke und schleppendem Ausbau erneuerbarer Energieerzeuger im Jahrenmittel immer noch Export --> Import ist, lässt sich daraus nicht gewinnen.

Was man aber in absoluten Zahlen weiß: Die Gesamteinspeisung liegt ein Viertel bis ein Drittel über dem mittleren Bedarf und knapp die Hälfte der Gesamteinspeisung in Deutschland erfolgt aus regenerativen Quellen. Daraus lässt sich schließen, dass wir kein Kapazitätsproblem, sondern allenfalls ein Steuerungsproblem haben. Auch dann, wenn - siehe Themenüberschrift - zunehmend Elektrofahrzeuge zu laden sind.
Über diese Probleme muss man offen reden. Aber gänzlich unfundiertes "Wir haben zu wenig Strom dafür, insbesondere wegen der Energiewende!"-Mimimi kann man getrost ad acta legen.
Was willst du damit sagen? Wir Exportieren mehr als wir importieren, ja. Im Sommer ist das aber (meistens) nicht der Fall.
Wer rechnet denn bitteschön so? :what: Jedem ist klar, dass eine komplette Ersetzung aller Verbrenner durch Elektrofahrzeuge einen zusätzlichen Strombedarf von über 100 TWh erzeugen wird. Berücksichtigt man jedoch, dass das nicht über Nacht geschehen wird und wir wir selbst im "Flautenjahr" 2020 noch 18,6 TWh netto exportiert haben, ist selbst der stockende Ausbau regenerativer Erzeuger noch bequem im Zeitrahmen.
Ich zitiere:
Gegenwärtig geht die Bundesregierung davon aus, dass sich der Bruttostromverbrauch aufgrund zunehmender Stromnachfrage der Bereiche Wärme und Verkehr auf der einen Seite und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz auf der anderen Seite im Jahr 2030 im Bereich des heutigen Niveaus bewegen dürfte.
Die Bundesregierung ist also Stand 2020 anderer Ansicht.
Klar wird man Zeit haben aber auch hier gilt, dass du den höheren Bedarf decken können musst. Sowohl Erneuerbar als auch Reservekapazität in Form von Gas o.ä. bereitstellen. Sowas baust du auch nicht eben in 1 Jahr. Da dürfte allein die Planung so lange dauern. Nebenbei bemerkt war 2020 der Strombedarf so niedrig wie seit Jahren nicht mehr. Corona sei dank.
Das Problem liegt ganz woanders, nämlich wie man den Strom zu den Verbrauchern bekommt. In vielen Städten und Kommunen sind die Niedrigstromnetze bedenklich unterdimensioniert. Das kann man notfalls in vier, fünf Jahren beheben, jedoch nur mit horrenden Kosten. Sinnvoller wäre es, die lokalen Netzcluster jetzt vorzubereiten, aber auf offizieller Seite wird da lieber gepennt bzw. man traut sich nicht, das Thema zu forcieren.
Das ist eine ganz andere Baustelle die ebenfalls noch richtig spaß machen wird. Derzeit wird die Methode:
Du willst ne Wallbox? Tut mir Leid gibt schon 3 in der Nachbarschaft mehr darf nicht. Du kannst aber natürlich einen hohen 6 Stelligen Betrag (wenn dieser überhaupt reicht) überweisen dann bauen wir extra für dich aus. Das dann Leute die eigentlich Lust haben abwinken ist da kein Wunder.
Ich bin ein großer Fan einer von vornherein modular ausgelegten Akku-Technik. Dann könnte jedes Fahrzeug mit der Kapazität bestückt werden, die der jeweilige Anwender (zum jeweiligen Zeitpunkt) benötigt, und wer nicht laden kann, der fährt zur "Tankstelle" und tauscht seine leeren Blöcke (in einem handhabbaren Format) gegen geladene aus. Und die werden aufgeladen, wenn Strom gerade überreichlich fließt.
Mit der aktuelle Akku Technik stehe ich dem kritisch gegenüber. Alleine der Aufwand den man für kleine Testplätze betreiben muss, um sicherzustellen dass im Brandfall nichts passiert ist immens. Wenn du nun Anfängst reiheinweise Akkus zu laden (alt und neu) und zu lagern etc. will ich nicht wissen was passiert wenn was schief geht. Die Kosten zur Absicherung werden da schnell explodieren wenn man ausreichend Sicherheit erreichen will.
Prinzipiell finde ich die Idee aber auch mit am Sinnvollsten da der Akku als Kostentreiber auf die umgelegt wird die viel Fahren.
Aber auch hier: Die Politik ist froh, Automobilhersteller überhaupt erst einmal (vergleichsweise) zärtlich dahin bewegt zu haben, in Richtung E-Mobilität zu gehen. Dass sie ihre kompletten Designkonzepte überdenken müssten, will man schonend vermitteln.
Vielleicht klappt das sogar. Auch auf dem Weg zur E-Mobilität wird es etliche Generationen von Elektrofahrzeugen geben. Wenn die jetzigen early adopter ihre heutigen Fahrzeuge das erste Mal austauschen und Andere überzeugt sind, bekommt man vielleicht schon sinnvoll konzipierte Fahrzeuge.

Doch, das geschieht durchaus. Die Frage bleibt natürlich immer sie, ob die veranschlagten Werte ausreichend hoch sind. Aber auch hier gilt: Fehlerhafte und/oder stark annahmenbasierte Gesamtkostenrechnungen hat man in jedem Segment, weshalb zu hoffen bleibt, dass zumindest die Relationen der Konzepte im Großen und Ganzen stimmen.
Quelle? Ich sehe bisher nur CO2 Bilanzierungen aber keine die sich mit anderen Umweltbelastungen befasst und diese in irgendeiner Form einordnet.
In dem Zusammenhang ist auffällig, dass sich die Interessengruppen für konventionelle Energieerzeugung und Mobilität reflexartig gegen eine Erfassung versteckter Kosten positionieren bzw. diese in Frage stellen, jedoch davon absehen, eigene positivere Rechnungen dagegen zu setzen. Das spricht meines Erachtens dafür, dass man sich durchaus bewusst ist, auch mit möglichst optimistischer Auslegung noch schlechter dazustehen und den Hund gar nicht erst wecken will.
Wird wohl eher daran liegen, dass man den Kampf egal was rauskommt verlieren würde. Hier spielt in allen Reihen zu viel Ideologie mit rein als ob jemand bereit wäre seine Position aufzugeben. Sieht man schon an der Diskussion um synthetische Kraftstoffe. Hier könnte man relativ zügig die CO2 Bilanz verbessern und das für alle Fahrzeuge. Wird aber überhaupt nicht forciert und teilweise direkt mit allen möglichen Gründen diskreditiert. Statt vernünftig zu diskutieren wird das Thema fast komplett abgeblockt und ignoriert.
Und ja das ganze kommt mit eigenen Herausforderungen und ist nicht perfekt. Letzten Endes sieht man aber dort nach derzeitigen Stand langfristig aber ein größeres CO2 Einsparpotential als was beim BEV.
 
Sorry da fällt mir nur „häääää???“ ein.
Uran fällt nicht vom Himmel. Trotzdem ist die Atomkraft die naturfreundlichste Energiegewinnung und fordert weniger tote als zB Kohle oder andere... „Erneuerbare Energien“ laut Statistik mal ausgenommen. Da wurde aber auch ein bisschen „geschönt“, damit sie sicherer als die Atomkraft dasteht.
Wie viele Windanlagen müssten eigentlich auf bewohnte Häuser fallen, damit die erneuerbaren Energien die Zahl der Toten einholt, die Tschernobyl verursacht hat?
 
Aber das ist die Umwelt in anderen Ländern, das kann uns deutschen Akkuautofetischisten doch herzlich egal sein, bei uns ist es sauber und schön.
  1. Für Mineralöl wurden und werden regelmäßig Menschen vertrieben, Ökosysteme zerstört und Zugänge zu Nahrung und Trinkwasser vernichtet.
  2. Auch in Verbrennern werden seltene und giftige Elemente verwendet (Blei, Platin, Cer, Palladium), welche unter schrecklichen Bedingungen gewonnen werden.
  3. Der Verbrauch von Cobalt (das Element in E-Autos mit den wahrscheinlich schlimmsten Bedingungen bei der Gewinung) durch E-Autos liegt bei ~8% des weltweiten Verbrauchs.
  4. Diesel wird mit Cobalt entschwefelt.
  5. Tesla benötigt immer weniger Cobalt, konnte seinen Bedarf schon signifikant senken und arbeitet an komplett cobaltfreien Akkus
  6. Es gibt sowohl vielversprechende Forschung & Entwicklung an nachhaltigeren Möglichkeiten der Lithiumförderung mit zB vielfach geringerem Wasserbedarf als auch Forschung an gänzlich neuen Akkutechnologien.
  7. FunFact: Die Extraktion des Lithiums für einen Akku mit 64 Kilowattstunden (= typischer Autoakku) verbraucht ca 4000L Wasser. Genauso viel Wasser wird benötigt für 250g Rindfleisch oder 10 Avocados.
  8. Die meisten Menschen, die eine Wende zu nachhaltigerem Verkehr fordern, sind nicht der Meinung, dass einfach alle von Verbrenner-PKW auf Elektro-PKW (oder Wasserstoff) umsteigen sollten. Das Ziel der meisten ist doch, individuellen Verkehr möglichst nachhaltig zu gestalten und gleichzeitig ÖPNV, Schiene usw. zuverlässiger und attraktiver zu machen.
(Quellen kann ich gerne nachreichen, ist alles faktenbasiert.)



Wie viele Windanlagen müssten eigentlich auf bewohnte Häuser fallen, damit die erneuerbaren Energien die Zahl der Toten einholt, die Tschernobyl verursacht hat?
Bin kein Atomkraftfreund, aber Atomkraft ist, auch wenn man Tschernobyl und Fukushima mit einrechnet, einfach sehr sicher:
 
Zuletzt bearbeitet:
Das hätte vor 20 Jahren schon Not getan damit anzufangen, denn die Windparks einfach nur in das bestehende Netz einzuspeisen war damals und ist heute schon keine gute Idee mehr. Nur scheitert es einfach am eigenen Volk, denn wenn nur ein Gerücht besteht das neben einem einsamen Dorf die Idylle mit Strommasten in Sichtnähe gestört wird, sind sofort der BUND, Die Grünen (weil da bestimmt irgendein Tier was gegen hat ... ) und eine Bürgerinitiative von sämtlichen Nachbargemeinden am Start und intervenieren vor Gerichten so das die Trasse entweder nach 20 Jahren doch so gebaut wird oder halt mit einem "Kompromiss" mit einem Umweg der das eigentliche Dorf nicht betrifft, aber ein Anderes ... und schon geht der Kreis von vorne los. :D
Das ist ja das absolut scheinheilige am Wähler, die Meisten wollen Umweltschutz (als große/grobe Umschreibung), aber selbst bei Grünen Wählern herrscht überwiegend die Meinung, wasch mir den Pelz, aber mach mich dabei gefälligst nicht nass!
Neben den Stromtrassen und die Neuausrichtung des Netzes, wird es ja auch nicht ohne Speicherkraftwerke (Pumpspeicherwerke) gehen, hallelujah ist da was los unter Bürgern, wenn nur erkundet wird, ob sich in der Gegend ein Speichekraftwerk Sinn machen würde, und das dringt an die Öffentlichkeit. Nicht alles das unterstellt wird in der Ggend ein neues Atomkraftwerk zu bauen.
FunFact: Die Extraktion des Lithiums für einen Akku mit 64 Kilowattstunden (= typischer Autoakku) verbraucht ca 4000L Wasser. Genauso viel Wasser wird benötigt für 250g Rindfleisch oder 10 Avocados.
Dazu hätte ich gerne einen Beleg, ich halte diese Behauptung für eine glatte Lüge!
Hier sind meine Belege!
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Dazu hätte ich gerne einen Beleg, ich halte diese Behauptung für eine glatte Lüge!
"Der enorme Wasserverbrauch bei der Gewinnung von Lithium wird immer wieder als Argument dafür angeführt, dass batterieelektrische Autos der falsche Weg seien. Maximilian Fichtner, Direktor am Helmholtz-Institut für elektrochemische Energiespeicherung in Ulm [...]
Für das Lithium eines Akkus mit einer Kapazität von 64 Kilowattstunden (kWh) werden nach den gängigen Berechnungsmethoden 3840 Liter Wasser verdunstet. Das entspricht nach Fichtners Angaben dem Wasserverbrauch bei der Produktion von 250 Gramm Rindfleisch, zehn Avocados, 30 Tassen Kaffee oder einer halben Jeans."
Quelle - Tagesspiegel bzw Prof. Fichtner
 
Die Zahlen der ZDF Reportagen sehen völlig anders aus, wie aus den Recherchen zu dem Bergwerk in Chile zu sehen ist. Da kann mir ein Professor in Ulm, der mit Batterien sein Geld verdient, viel erzählen, wenn der Tag lang ist!
Die Realität sieht völlig anders aus, das Bergwerk verbraucht 21 Millionen Liter Süßwasser jeden Tag in einem Wüstenklima, in dem es sehr schnell verdunstet!
 
Die Zahlen der ZDF Reportagen sehen völlig anders aus, wie aus den Recherchen zu dem Bergwerk in Chile zu sehen ist. Da kann mir ein Professor in Ulm, der mit Batterien sein Geld verdient, viel erzählen, wenn der Tag lang ist!
Die Realität sieht völlig anders aus, das Bergwerk verbraucht 21 Millionen Liter Süßwasser jeden Tag in einem Wüstenklima, in dem es sehr schnell verdunstet!
Unabhängig davon, ob du das jetzt glaubst, oder nicht: Dass die Lithiumproduktion insgesamt im Moment nicht wirklich gut ist, was die Umwelt und auch die indigene Bevölkerung in Südamerika betrifft, ist klar, da sind wir uns einig.
Die Frage ist aber einfach, ob klassische Verbrenner besser sind und ob manche (nicht auf Lithium bezogene) Kritikpunkte gegen E-Autos nicht vorgeschoben sind. Da hab ich mit meiner Auflistung oben ja schon relativ viele gute Gegenargumente gebracht.

Mein Problem ist also weniger, dass das Kritikpunkte am E-Auto sind, sondern eher, dass sie als Pro-Argumente für Benziner/Diesel verwendet werden, was angesichts der diversen mit dem Verbrenner verbundenen Probleme einfach ignorant ist.
 
Unabhängig davon, ob du das jetzt glaubst, oder nicht: Dass die Lithiumproduktion insgesamt im Moment nicht wirklich gut ist, was die Umwelt und auch die indigene Bevölkerung in Südamerika betrifft, ist klar, da sind wir uns einig.
Die Frage ist aber einfach, ob klassische Verbrenner besser sind und ob manche (nicht auf Lithium bezogene) Kritikpunkte gegen E-Autos nicht vorgeschoben sind. Da hab ich mit meiner Auflistung oben ja schon relativ viele gute Gegenargumente gebracht.

Mein Problem ist also weniger, dass das Kritikpunkte am E-Auto sind, sondern eher, dass sie als Pro-Argumente für Benziner/Diesel verwendet werden, was angesichts der diversen mit dem Verbrenner verbundenen Probleme einfach ignorant ist.
Na ja, der Verbrenner hat eben viele Vorteile. Und synth. Sprit wäre auch machbar.
Sicher ist nur, ein Wechsel zur Zeit würde enormes Kapital und Technik bzw Änderungen erfordern, daß das Geld anderweitig mehr bringen würde.
Man kann das selbe Geld nicht mehrfach ausgeben. Auch wenn ganz Deutschland morgen E-Auto fährt hat das bezüglich Klima fast keinen Einfluß. Aber viele Milliarden sind verbraten. Und diese wollten wir ja auch noch in dies und das stecken.
Dazu frißt Corone gerade mehrere Hundert Milliarden.
Mit dem Auto wird nicht viel gelöst. Es ist nur ein Punkt mit dem man sehr viel Geld machen und sich um schmerzhafteres drücken kann. Das Schmerzhafte wäre allerdings viel zielführender.
 
Na ja, der Verbrenner hat eben viele Vorteile. Und synth. Sprit wäre auch machbar.
Sicher ist nur, ein Wechsel zur Zeit würde enormes Kapital und Technik bzw Änderungen erfordern, daß das Geld anderweitig mehr bringen würde.
Man kann das selbe Geld nicht mehrfach ausgeben. Auch wenn ganz Deutschland morgen E-Auto fährt hat das bezüglich Klima fast keinen Einfluß. Aber viele Milliarden sind verbraten. Und diese wollten wir ja auch noch in dies und das stecken.
Dazu frißt Corone gerade mehrere Hundert Milliarden.
Mit dem Auto wird nicht viel gelöst. Es ist nur ein Punkt mit dem man sehr viel Geld machen und sich um schmerzhafteres drücken kann. Das Schmerzhafte wäre allerdings viel zielführender.
Hm, ich bin da ja eher so der Meinung "das eine tun, ohne das andere zu lassen". Verkehr ist ein großer Faktor. Autoverkehr bzw Individualverkehr ein Teil davon.
Das hindert außerdem ja niemanden daran, außerdem auch was gegen die riesigen Containerschiffe (&Kreuzfahrtschiffe) tun zu können, die mit Schweröl fahren und auch die Umwelt verpesten.
Oder Unternehmen nach dem Verursacherprinzip ganz grundsätzlich für ihre Klima- und Umweltschädlichen Handlungen verantwortlich zu machen.
Oder vielleicht mal die gigantischen Agrarsubventionen zu kürzen und dort den Fokus auf Nachhaltigkeit zu legen.
Oder ein Konzept zur Modernisierung bzw Verbreitung von Dämmung und effizienteren Heizmethoden (Wärmepumpen vs Ölheizung) zu erstellen.
Oder einen Plan zur Förderung von öffentlichen Verkehrsmitteln und klimafreundlichen/nachhaltigen Städten zu erstellen.

Es gibt vieles zu tun, das E-Auto alleine wird es nicht reißen. Ohne eine Lösung für individuelle Mobilität wird es aber auch nicht gehen.
Und synth. Sprit wäre auch machbar.
Synthetischer Sprit ist momentan noch weit von der Martkreife entfernt. Es wird natürlich aktiv daran geforscht, aber momentan ist er einfach noch um ein vielfaches zu ineffizient. Wer also nicht warten will, bis sich das irgendwann mal ändert, setzt auf Strom (und Wasserstoff).
 
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Na ob die, die moderne Fahrzeugelektronik richtig warten können.

Akkus kann man auch recyclen.

Was ist mit den Millionen Tonnen CO2 das hinten aus den Verbrennern rauskommen?

Du machst aber einen erheblichen Fehler in deiner Argumentation.
Natürlich sind BEVs nicht perfekt, aber wenn man Nachteile aufzählt muss man auch die Alternativen nennen,
mit allen Nachteilen.
Recycling Probleme mit Akkus gegen Millionen Tonnen CO2 in der Atmosphäre
Ach gottchen. Nochmal - ein E Auto hat alleine durch die Produktion der Akkus etwa einen „CO2 Rucksack“ von etwa 200.000 verbrenner KM auf dem Rücken. Sollte es zu benötigten Erneuerungen der Akkus kommen, ist das e Auto „dreckiger“ als jeder 30 Jahre alte Diesel...

man sollte sich langsam mal von dem Gedanken verabschieden, dass E Autos keine CO2 Belastung darstellen :D natürlich Pusten sie es nicht hier in Deutschland beim Betrieb aus.... aber dafür wie gesagt so viel wie ein verbrenner auf 200.000km durch die Produktion und Ressourcengwinnung für die Akkus woanders auf dem Planeten. WO die Verschmutzung stattfindet ist dem Klima ziemlich egal.

die Langzeitschäden an der Umwelt durch die „Vertrocknung“ und das entziehen des Grundwassers bei der Kobaltgewinnung sind dort NICHT eingerechnet.
Es gibt durchaus Theorien, welche alles einbeziehen, dass ein E Auto unterm Strich sogar mehr CO2 in einem durchschnittlichen Fahrzeugleben von etwa 245.000km erzeugt und damit das Weltklima belastet, als ein moderner verbrenner. Besonders aktuell ist dies vermutlich noch der Fall, da unser Strom schon dreckig ist....

dazu kommt, das Verbrenner, was den Wirkungsgrad angeht, noch seeeeeehr viel Potenzial hat, der E Antrieb nicht. Der Wirkungsgrad liegt wenn ich mich recht entsinne schon bei >90%.

dies und all die Komfort Probleme im Alltag bringen viele dazu, lieber kein E Auto zu kaufen.
Nochmal: das E Auto wird gepusht wie sonstwas.... und dafür sind die Zulassungszahlen miserabel. In Ländern, wo die Förderung wieder eingestellt wurde bricht der E Auto Absatz massiv ein.
7% aller Neuzulassungen waren E Autos...
WOW!!! Man kann es sich natürlich schön reden. Mit diesen Förderungen im Rücken nenne ICH das aber krachend gescheitert.

die ! bekannten! Ölreserven (Optimierungen im Wirkungsgrad nicht berücksichtigt) reichen noch für über 100 Jahre. Es werden jedoch stetig neue Felder erschlossen mit immer neueren Förderungstechniken. Die setzen übrigens ironischerweise immer mehr auf grünen Strom. Es gibt einfach keine Notwendigkeit für diese Neuerungen. Denn sauberer ist es nunmal nicht unbedingt...

ein „Sonntagsfahrer“ zB kann gar nicht so viel mit dem E Auto fahren, um den CO2 Rucksack abzuarbeiten. Der hätte einfach n Verbrenner kaufen sollen. Wäre sauberer.
 
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