AW: ziviler Nutzen militärischer Forschung
Das Auto wurde komplett außerhalb des Krieges entwickelt und afaik haben sich Militärs auch ettliche Zeit später dafür interessiert, als sich Ackerschlepper langsam zu geländefähigen Fahrzeugen entwickelt hatten.
Der Rest entspricht ~meiner Meinung in diesem Thread: Kriege haben mehrfach enorme Summen für die Entwicklung eine funktionierenden Konzeptes zu einem Großserienartikel freigesetzt. Aber sie haben selbst noch wesentlich mehr Geld verschlungen, so dass es wesentlich effektiver gewesen wäre, beim Frieden zu bleiben und von sich aus zu investieren. Die Reserven wären sogar so groß, dass man die ggf. fehlende Lenkungswirkung (wer hätte je gedacht, dass die komischen Typen vom Raketenverein mal einen wichtigen zivilen Beitrag leisten könnten? Da wurden nur Militärs drauf aufmerksam) kompensieren kann, in dem man einfach deutlich mehr fördert. Selbst wenn nur jede fünfte Idee auch einen Nutzen hat, sollte das P/L-Verhältniss noch weit über dem von Krieg liegen. (und da rechne ich Schäden und Opfer noch gar nicht mit ein, sondern nur die Ausgaben für Militärgerät, dass nunmal nie einen zivilen Nutzen hat)
(kleine Ausnahme ist die Kernenergie. Die Idee eines Atomreaktors ist zwar fast noch Älter als die einer Bombe, aber trotzdem glaube ich, dass das ohne Krieg nicht wirklich von jemandem geschätzt worden wäre. Die zivile Atomkraft war ein echtes Abfallprodukt der Kriegstechnik. Da ich sie insgesamt sehr negativ beurteile, sehe ich aber auch hier keinerlei Nutzen durch die Tätigkeit des Militärs, im Gegenteil.)
Zum letzten Absatz:
Hitler hat den Aufschwung in Deutschland zum Teil auf Schulden und zum Teil auf den Privatvermögen der Verfolgten aufgebaut. Man darf in Anbetracht der 6 Millionen getöteten Juden nicht vergessen, dass es auch noch sehr viele Überlebende der Konzentrationslager gab und davor noch eine ganze Reihe von Leuten (gerade auch die etwas Vermögenderen), die mit allem, was sie tragen konnten (und sonst nichts) das Land verlassen hatten. Und das alles gilt auch für politische Verfolgte,... . Der gesamte Bestiz dieser Leute wurde vom Staat ausgegeben und ihre Arbeitskraft noch dazu für lau genutzt. Quasi 100% Einkommens und 100% Vermögenssteuer - enorme Summen, die man in die Kriegswirtschaft stecken konnte.