Meiner Meinung nach wird hier ein Exempel statuiert, wenn man sich mit dem Background der verantwortlichen Person auseinander setzt ist das durchaus plausibel. Inhaltlich kann man das so sehen, spielen wir das weiter, das müsste dann also dazu führen, dass die größten Marktteilnehmer, in dem Falle Sony, gleichsam, keine Plattform, user und Inhalte benachteiligen dürfen. Exklusivität, aufgrund der Marktmacht als größter Akteur, mit doppelt so vielen Marktanteilen wie MS, sollte dann nicht mehr erlaubt sein.
Grundsätzlich zum Thema Tech-Konzern Monopole. Gerade im Techbereich wird gerne außer Acht gelassen, dass man da nichts erzwingen kann, die user entscheiden selber und so kann es eben sein, dass eine Googlesuche mit deutlicher Mehrheit genutzt wird, weil die user es so wollen. Es gibt mehr als genug Auswahl aber die user wollen es nicht. Oder damals beim IE. Auch da gab es schon genug Alternativen und Auswahl. Auch bei Windows aktuell ist es der Fall. Man muss also im Hinterkopf haben das eine gewisse Größe eben auch einfach nur das Ergebnis der Entscheidung von vielen Usern ist.
Reine Größe sollte also nicht perse der ausschlaggebende Grund sein, sondern viel mehr der Verbraucherschutz. Hier aber gewinnt man das Gefühl, es geht gar nicht um die Verbraucher, sondern um den Schutz eines Konzernes, und ironischer Weise des größten Marktteilnehmers, sich nicht einem Wettbewerb stellen zu müssen. Es wird suggeriert, MS könne mal eben 50 % Marktanteile aufholen und Sony dann noch überholen, dass ist sachlich nicht schlüssig begründbar und würde jeder historischen Entwicklung in dem Bereich widersprechen.
Ich bin mir nicht sicher, ob sich Sony mit ihrer Intervention einen gefallen getan hat denn, sie müssen sich im Zweifel dann mit dem gleichen Maß messen lassen und vor Gericht geht es dann genau um solche Vergleiche.
Ich kann nicht vorhersagen, ob der Deal noch durchgeht, mein Gefühl sagt mir es könnte nichts werden, siehe meine Feststellung eingangs, dass hier ein Exempel statuiert wird. Mit solch einer Intension ist es schwierig, dem etwas sachlich zu entgegnen. Gelesen habe ich jedoch vielfach, dass das ein normaler Ablauf ist, wenn man Zugeständnisse erzwingen will, was ohne GV so nicht möglich wäre.
Ich bin sehr gespannt wie es weitergeht, dass ist für den ganzen Markt sehr zukunftsweisend, was hier gerade passiert, sehr spannend!
MfG