News Winterreichweite von Elektroautos: US-Studie schaut es sich genauer an

Doch, genau das heißt es.

Wenn Du Dir mal überlegst, was das Wort "ausschließen" wirklich bedeutet. Es bedeutet "es ist absolut unmöglich". Und das ist es eben gerade nicht. Auch ein solch krasser Unfall ist möglich. Und sogar mit Absicht recht leicht herbeizuführen.

Kein Atomkraftwerk lässt sich gegen Sabotage oder Naturgewalten zu 100% absichern.
Nein das heißt es nicht.
Ich wiederhole noch mal ganz langsam, dass was du zitiert hast...
"Das Unfälle nicht ausgeschlossen sind, heißt nicht im Umkehrschluss, dass es zu den Horrorszenarien kommen kann die du dir einbildest!"
Das bedeutet, dass Unfälle nicht ausgeschlossen sind, es aber bei einem Unfall nicht zu den von dir beschrieben Millionen Toten kommen kann!

Warum ist es bei Tschernobyl und Fukushima nicht zu deinen Millionen Toten gekommen?
Warum ist es in der Ukraine noch nicht dazu gekommen, obwohl laut unseren Medien Russland seit Monaten die ukrainischen AKWs beschießt?

Aber erkläre uns doch mal, wie ein GAU eines Schwerwasser Reaktors zu dem von dir beschriebenen Horrorszenario mit Millionen Toten kommen kann.

Also mal ganz abgesehen davon, dass AKW Befürworter auch dafür sind neue Reaktortechnik zu verwenden, bei der es ausgeschlossen ist, dass es zu einer Kernschmelze wie in Tschernobyl oder Fukushima kommen kann.
Aber sicherlich kannst du uns da auch erklären, wie es zu den "Millionen Toten" kommen kann.

Das Schlimme an Leuten wir dir ist nicht, dass sie sich haben fear mongern lassen und nun diesen Unsinn tatsächlich glauben. Das Schlimme ist, dass Leute wie du diesen Unsinn auch weiterhin verbreiten!

Aber na los doch... kläre uns auf!

Ach und btw, du bist uns auch immer noch eine Erklärung schuldig, wie du auf die anderen von dir genannten Zahlen kommst. E.G. Synthetischer Diesel wäre angeblich 4 mal so teuer oder die anderen Zahlen mit denen du um dich wirfst.
 
In diesem Thread geht es nicht um Kernspaltung. Wir werden nicht zum Ziel kommen, deswegen beende ich das hier.

Ich frage mich nur zum x. mal warum Du Kernenenergie so sehr herbeiwünscht. Was hast Du persönlich davon?

Ein wirklich schlechter Versuch sich hier aus der Diskussion zu ziehen.
Ferner habe ich dir gesagt, was ich persönlich, wie auch alle anderen von der Kernenergie haben.
Günstige, saubere und sichere Energie die uns von Leuten wie dir verwehrt wird, weil sie immer noch an die Märchen von wegen "lieber heute aktiv als morgen radioaktiv" glauben!


Dazu habe ich oben sogar direkt einen Link zur Wikipedia gebracht.

Zitat: "Damit sind die hohen energetischen Umwandlungsverluste ein großer Nachteil von E-Fuels. Mit E-Fuels betriebene Autos mit Verbrennungsmotoren benötigen rund fünfmal soviel Energie im Vergleich zu batteriebetriebenen Elektroautos, die den Strom direkt nutzen können. Der Wirkungsgrad von E-Fuels beträgt bisher etwa 13 Prozent, was bedeutet, dass 13 Prozent der eingesetzten elektrischen Energie letztlich im Fahrzeug genutzt werden können, während E-Autos bei 69 Prozent Wirkungsgrad liegen."

Aber klar, da wird ja nur gelogen.

Und zu deinem Wikipedia Link...OMG! :wall: :lol:
Der Link beschreibt hohe ernergetische Umwandungsverluste als großen Nachteil von E-Fuels und nicht von synthetischen Kraftstoffen wie den von Bosch.
Es wird nirgendwo angedeutet, dass der vom Bloch beschrieben Bosch Kraftstoff 4 mal so teuer wäre oder man 4 mal soviel davon benötigen würde um gleiches Ergebnis zu erzielen.
Das reimst du dir genau so zusammen, wie die Millionen Tote durch einen GAU eines AKWs.

Verstehst du eigentlich was du ließt und schreibst???
 
Der Link beschreibt hohe ernergetische Umwandungsverluste als großen Nachteil von E-Fuels und nicht von synthetischen Kraftstoffen wie den von Bosch.
Ist dir das nicht peinlich?
Synthetisches Benzin heißt erstmal nur, dass es künstlich herstellt wurde, kennen wir schon seit 100 Jahren. Hat sich aber abgesehen vom WWII nie gelohnt. eFuels sind nur eine Teilmenge von synthetischen Kraftstoffen, hergestellt mit der Energie aus erneuerbaren Energien.
 
Diese Energiewende hier in Deutschland ist sowieso ein Witz .
Stromknappheit aber sich weigern 6 AKWs Laufen zu lassen.

Korrektur 1: Zwei AKWs
Korrektur 2: Die lässt man vorerst weiter laufen

Von den anderen vier sind drei seit einem Jahr stillgelegt und das vierte hat auch keinen Brennstoff mehr. Und weder die noch die beiden, die jetzt noch laufen, erfüllen aktuelle Sicherheitsauflagen.

Was man sich also weigert: Für mehrstellige Millionen- bis Milliardenbeträge antike Kraftwerke zu modernisieren und neue Brennstoffe für sie zu bestellen, um wenige Jahre Mehrlaufzeit unr zusätzlichen Ärger mit Atommüll rauszuquetschen, wenn man das gleiche Geld auch direkt in zukunftstaugliche Energieversorgung investieren kann.


Die Wiedereinführung bzw. der dauerhafte Weiterbetrieb der Kernenergie sollte meines Erachtens an eine Grundbedingung geknüpft werden und zwar den (in der Tat wohl unrentablen) Bau von Transmutationsreaktoren.

Rentabel war noch nie irgend ein Atomkraftwerk. Bei nahezu allen wurde die Konstruktion überwiegend staatlich finanziert, bei nahezu allen wurde der Bau staatliche subventioniert, bei absolut allen werden die eigentlich nötigen Versicherungen staatlich subventioniert bzw. das Risiko einfach direkt von der Allgemeinheit übernommen, bei allen wird die Planung des Abbaus staatliche finanziert und teilweise auch dessen Durchführung und die Punkte wie Endlagerung und Proliferationsvermeidung bzw. deren Folgen sind sowie rein staatlich. Das absolut einzige, was an der Atomenergie je privat und/oder einer Rentabilitätsprüfung unterzogen worden wäre, sind die Gewinne.

Die einzusacken und den Rest dem Steurzahler zu überlassen wäre auch bei Transmutationsreaktoren "rentabel". Das sie außerhalb Russlands nur in einigen ganz wenigen Versuchsanlagen genutzt wurden/werden liegt daran, dass sie inhärent unsicher sind und selbst bei einem kontrollierten herunterfahren eine relativ große Gefahr irreparabler Schäden entstehen. Man verringert die Gefahr von Atommüll dadurch nicht, man kann eine stabile Stromversorgung darauf aufbauen, aber hey: Sie eignen sich wunderbar, um den Bau von Nuklearwaffen vorzubereiten. Iran, Nordkorea, Russland, China & Teile der USA sind deswegen voll für eine Zukunft voller Atomenergie!

Derzeit muss man sich ehrlich machen. Wir brauchen die Atomenergie, trotz seines negativen Potenzials. Dei aktuelle Lösung wieder erheblich größere Mengen an fossilen Brennstoffe zu verheizen ist die schlechteste aller Optionen, die man wählen konnte. Wissenschaft und Theorie des Tipping- Points und so.....

Eine Frage der Betrachtungsweise. Über die nächsten 100-200 Jahren richten fossile Kraftwerke pro kW sicherlich mehr Schaden an als das idealtypische Atomkraftwerk. Allerdings hat bislang noch niemand herausgefunden, wo man das überhaupt herbekommt und die Mehrkosten von einem halbwegs sicheren gegenüber einem real existierenden Atomkraftwerk sind bereits so hoch, dass sich nicht mehr die Frage "fission oder fossil?" stellt. Sondern die Frage "fission oder kurz fossil und danach erneuerbar?". Wenn wir unser bislang für fossile+erneuerbare vorgesehenes, ach-so-unmöglich-zu-erweiterndes Budget nämlich stattdessen in verbesserte Ausführungen von Hinkley C, Flamanville 3 oder Olkiluoto 3 nebst Endlagern nach mindestens schwedischem Vorbild investieren, dann bleibt gar kein Geld für den Ausbau erneuerbarer Energien übrig. Im Gegenteil, dann haben wir weniger Strom als jetzt, weil moderne AKWs einfach extrem teuer und trotzdem noch lange nicht perfekt sind.

Und das ist nur die Betrachtung über die nächsten 200 Jahre. Addiert man das Risio über 200000 Jahre auf, hinterlassen Atomkraftwerke kommenden Generationen allgemein wesentlich mehr Ärger als fossile. Es dauert halt nur länger, sodass niemand der heute lebt, seine Entscheidungen vor den Opfern rechtfertigen muss. Die Klimaflüchtlinge, die wir seit 30-40-50 Jahren vorbereiten, werden uns dagegen noch vor Ende des Jahrhunderts aufs Dach steigen.


Vielleicht weil wir schonmal daran gescheitert sind?

Diese tickende Zeitbombe ist übrigens bis heute das afaik weiterhin erfolgreichste Endlager weltweit. Alle anderen Versuchen wurden abgebrochen, bevor überhaupt etwas vergleichbar radioaktives eingelagert wurde, kurze Zeit später geräumt oder sind so neu (i.d.R. nicht einmal betriebsbereit), dass ihre Tauglichkeit reine Theorie ist.


Erkläre das doch bitte mal genau, vor allem im Hinblick darauf, wie das bei einem Thorium Flüssigsalz Reaktor oder SMRs funktionieren kann.

Wie ein Flüssigsalzreaktor funktioniert, würde so mancher gerne mal erklärt haben. Zuverlässig Trennung von Feuchtigkeit, Abscheidung der Fissionsprodukte, Legierungsprozesse, Regulation, Gasbildung,.......... Die Dinger haben fast so viele offene Fragen wie Fusionskraftwerke.

Und SMRs, also die Steigerung der Gefahr von Proliferations sowie von nuklearen Unfällen um den Faktor 100 durch eine Vervielfachung der Anlagen und um einen weiteren Faktor 10 durch eine verringerte Qualifikation des Personals und der nicht kerntechnischen Sicherheitseinrichtung bei gleichzeitiger Reduktion der nuklearen Effizienz und somit Vervielfachung des Atommülls finden eigentlich nur Idioten geil und diejenigen, die entsprechende Reaktoren schon heute für französische/amerikanische/britische/russische Militärschiffe herstellen, diesen Markt aber deutlich zu klein (und vor allem schrumpfend) finden.
 
Ist dir das nicht peinlich?
Synthetisches Benzin heißt erstmal nur, dass es künstlich herstellt wurde, kennen wir schon seit 100 Jahren. Hat sich aber abgesehen vom WWII nie gelohnt. eFuels sind nur eine Teilmenge von synthetischen Kraftstoffen, hergestellt mit der Energie aus erneuerbaren Energien.
Was soll man dazu noch sagen. Du hast Dich gründlich blamiert endgültig in diesem Thread. Das ist mir zu doof deswegen -> ignore.

Spar Dir Deine Reaktion, ich kenn die auch so und kann sie eh nicht lesen. Aber leb nur in Deiner Bubble.

Nochmal wo genau beschreibt oder deutet der Wikipedia post auch nur an, dass der von Bloch beschriebene synthetische Kraftstoff von Bosch, 4 mal so teuer wäre oder 4 mal weniger effizient wäre?

Peinlich wäre es mir eher, wenn ich mit frei erfundenen Zahlen um mich werfe und diese dann anhand eines Wikipedia Artikels versuche zu untermauern, den ich nicht mal verstehe.
Aber ihr könnt ja gerne mal zitieren wo der Artikel Bezug auf den synthetischen Diesel von Bosch nimmt.

Und naja Gaymer, dass dir schon lange die Argumente ausgegangen sind und dir von Anfang nur daran gelegen war dein fear mongering zu verbreiten, war wohl jedem klar, der länger als von 12 bis Mittag denken kann.
Diese tickende Zeitbombe ist übrigens bis heute das afaik weiterhin erfolgreichste Endlager weltweit. Alle anderen Versuchen wurden abgebrochen, bevor überhaupt etwas vergleichbar radioaktives eingelagert wurde, kurze Zeit später geräumt oder sind so neu (i.d.R. nicht einmal betriebsbereit), dass ihre Tauglichkeit reine Theorie ist.

Wie ein Flüssigsalzreaktor funktioniert, würde so mancher gerne mal erklärt haben. Zuverlässig Trennung von Feuchtigkeit, Abscheidung der Fissionsprodukte, Legierungsprozesse, Regulation, Gasbildung,.......... Die Dinger haben fast so viele offene Fragen wie Fusionskraftwerke.

Und SMRs, also die Steigerung der Gefahr von Proliferations sowie von nuklearen Unfällen um den Faktor 100 durch eine Vervielfachung der Anlagen und um einen weiteren Faktor 10 durch eine verringerte Qualifikation des Personals und der nicht kerntechnischen Sicherheitseinrichtung bei gleichzeitiger Reduktion der nuklearen Effizienz und somit Vervielfachung des Atommülls finden eigentlich nur Idioten geil und diejenigen, die entsprechende Reaktoren schon heute für französische/amerikanische/britische/russische Militärschiffe herstellen, diesen Markt aber deutlich zu klein (und vor allem schrumpfend) finden.

Auch an dich die bitte uns mal eine Studie zu zeigen, die nicht ausschließlich auf Schwerwasser Reaktoren eingeht und dabei Kosten für Lagerung und Transport einkalkuliert und nur so zu dem Ergebnis kommt, dass sich die Kernenergie nicht rentiert.
Ich habe noch keine Gefunden.

Bzgl. Endlager:

Bzgl. Flüssigsalzreaktoren wundert es mich, dass China seit Januar den ersten Flüssigsalzreaktor (Gen 4) betreibt.
Japan wird wohl als nächster einen bauen. Daher wundert die Aussage, dass dort angeblich so viele Fragen offen sind.

 
Zuletzt bearbeitet:
Nochmal wo genau beschreibt oder deutet der Wikipedia post auch nur an, dass der von Bloch beschriebene synthetische Kraftstoff von Bosch, 4 mal so teuer wäre oder 4 mal weniger effizient wäre?
Der maximal physikalisch mögliche Wirkungsgrad eines Verbrennungsmotors ist etwa 43%, in der Realität eher
30% weil ein Auto nicht dauerhaft im optimalen Bereich läuft. Elektromotoren liegen bei über 90%.
Das nur als Teilbetrachtung.
 
Der maximal physikalisch mögliche Wirkungsgrad eines Verbrennungsmotors ist etwa 43%, in der Realität eher
30% weil ein Auto nicht dauerhaft im optimalen Bereich läuft. Elektromotoren liegen bei über 90%.
Das nur als Teilbetrachtung.

Dir ist aber schon klar, dass du hier gerade Äpfel und Birnen vergleichst?
Ja, wenn der Strom erstmal im Akku des E-Autos ist, hat das E-Auto einen Wirkungsgrad 90 %.
Nur muss der ja auch erstmal produziert und in das Auto reinkommen.
Daher muss man den Wirkungsgrad bei E-Autos nicht im Auto messen, sondern bei der Produktion (Je nach Kraftwerkart ca. 18-40 % in seltenen Fällen 60 %) und dann noch den Verlust beim Laden abziehen.
Geht man vom Drittelmix bei der Erzeugung aus und zieht dann noch die Verlust beim Laden ab, liegt man i.d.R. unter dem Wirkungsgrad eines modernen Verbrenners. Besonders hier in Deutschland, wo ein Großteil noch aus Kohle kommt, die den schlechtesten Wirkungsgrad hat.

Man sollte hier auch bedenken, das Wikipedia nicht wirklich eine seriöse Quelle ist!

Denn die Aussage: "Der maximal physikalisch mögliche Wirkungsgrad eines Verbrennungsmotors ist etwa 43%" ist schlichtweg falsch!

Opel hat mit dem C20XE schon Anfang der 90er einen Motor mit 38 % Wirkungsgrad in der Serie verkauft.
Mazda hatte 2018 einen Motor der 50 % Wirkungsgrad erreicht und der Artikel erwähnt auch:
Zitat: "Japanische Automobilhersteller entwickeln Verbrennungsmotoren mit einem thermischen Wirkungsgrad von 50 Prozent. Das schaffen heute nur langsam laufende Schiffs-Zweitaktdiesel."

Im Schnitt liegt es etwa hier:
Bei Benzinmotoren beträgt der W. 25 – 30% (Direkteinspritzer bis 35%), bei Dieselmotoren 35 – 40% (Diesel-Direkteinspritzer bis 45%).

Also ist es doch mehr als fraglich, wie Wikipedia auf die die Aussage kommt, dass physikalisch nur 43 % möglich wären. Aber naja, Wikipedia halt...



Aber auch das erklärt noch nicht, wie Gaymer auf seine frei erfundenen Zahlen von 4 mal so Teuer für den synthetischen Bosch Diesel kommt, der ohne Probleme von allen Dieseln gefahren werden kann und sofort die CO2 Belastung um 65 % verringern könnte. Wo sind eigentlich diese Klimakleber da und warum kleben die sich nicht vor die Institutionen, die die Einführung dieses Kraftstoff verhindern, weil sie aus politischen Gründen keine weiteren Kraftstoffe mehr zulassen wollen?
Es erklärt auch nicht wie er auf seine Millionen Tote durch einen GAU kommt...
 
Unser Toyota Yaris braucht im Sommer 3,3-3,9 Liter.
Derzeit 4,8-5,5.

Schreibt da jemand ne Studie drüber?
Dir ist aber schon klar, dass du hier gerade Äpfel und Birnen vergleichst?
Ja, wenn der Strom erstmal im Akku des E-Autos ist, hat das E-Auto einen Wirkungsgrad 90 %.
Nur muss der ja auch erstmal produziert und in das Auto reinkommen.

Bla bla. Bei ICEs helfen auch 70% Wirkungsgrad am Motor nix.
 

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Rentabel war noch nie irgend ein Atomkraftwerk. Bei nahezu allen wurde die Konstruktion überwiegend staatlich finanziert, bei nahezu allen wurde der Bau s...
Ok... Wie sieht die Rechnung bei den anderen Kraftwerksformen aus? Sind die nicht staatlich finanziert/subventioniert? Was sind da die Folgekosten bzw. Kollateralschäden an Toten pro erzeugter Megawattstunde. Gilt es nicht, alles dafür zu tun, um Tote zu verhindern bzw. die Umwelt zu schonen? Oder schlägt da der Moralkompass aus unerfindlichen Gründen plötzlich in eine andere Richtung aus?

Die einzusacken und den Rest dem Steurzahler zu überlassen wäre auch bei Transmutationsreaktoren "rentabel". Das sie außerhalb Russlands nur in einigen ganz wenigen Versuchsanlagen genutzt wurden/werden liegt daran, dass sie inhärent unsicher sind und selbst bei einem kontrollierten herunterfahren eine relativ große Gefahr irreparabler Schäden entstehen.
Genau- Versuchsanlagen. Deshalb muss das ganze in ein reifes System überführt werden, welches unter Anderem dafür sorgt, den Atommüll unschädlich zu machen. In meinen Augen kann der finanzielle Aufwand dafür kein Argument sein, wenn man die Folgen einrechnet wie z.B. CO2 Ausstoßverminderung, Schonung von Menschenleben durch direkte Einflussfaktoren durch Verbrennung fossiler Energieträger.
Wir sehen anhand der letzten Jahre aus welch unglaublichen finanziellen Mitteln "wir" schöpfen können. Ein Sondervermögen nach dem anderen wird ausgehoben und für eines der wichtigsten Fragen der Menschheit wär dann aber plötzlich kein Geld meh da? Unglaubwürdig.
Man verringert die Gefahr von Atommüll dadurch nicht, man kann eine stabile Stromversorgung darauf aufbauen, aber hey: Sie eignen sich wunderbar, um den Bau von Nuklearwaffen vorzubereiten. Iran, Nordkorea, Russland, China & Teile der USA sind deswegen voll für eine Zukunft voller Atomenergie!
Ah- Was passiert denn wenn konventionelle Zentralknoten der Energieverteilung bombardiert werden?
Gibts dann keine Toten als direkte Folge?

Eine Frage der Betrachtungsweise. Über die nächsten 100-200 Jahren richten fossile Kraftwerke pro kW sicherlich mehr Schaden an als das idealtypische Atomkraftwerk.
Genau- Und "die Wissenschaft" ist sich ja angeblich einig bezüglich der Tipping- Point Theorie, weswegen sich im Augenblick auch Leute an allerlei Dingen festkleben. Die Doktrin ist, dass wenn nicht jetzt sofort was passiert, wir garkeine Chance mehr haben, um irgendwas zu korrigieren oder abzuwenden.
Da muss man sich bei den Klimaschützern aber jetzt auch endlich mal einig werden, was wichtiger ist. Durch Atomstrom JETZT den CO2 Ausstoß sofort runterzubringen oder halt doch in Kauf zu nehmen, dass wir jetzt wieder auf vermehrt auf fossile Verbrennung setzen.
Egal wie- Die Klimabewegung steht im Augenblick aufgrund ihrer gezeichneten Szenarien immer in der Verlierer- Position. Lässt man die AKWs weiterlaufen, zerstört man den eigenen Mythos der umweltschädlichen und potenziell todbringenden Technologie. Tut man das nicht, überführt man sich der Lüge der Dringlichkeit und Unabwendbarkeit bei Überschreitung des Tipping- Points inkl. globaler unabwendbarer Folgen.

Atomkraftwerke kommenden Generationen allgemein wesentlich mehr Ärger als fossile. Es dauert halt nur länger, sodass niemand der heute lebt, seine Entscheidungen vor den Opfern rechtfertigen muss. Die Klimaflüchtlinge, die wir seit 30-40-50 Jahren vorbereiten, werden uns dagegen noch vor Ende des Jahrhunderts aufs Dach steigen.
Genau- Deswegen meine Knüpfung an die Grundbedingung der Transmutation. Die Kosten für solche Kraftwerke können in Anbetracht des Nutzens nur als zu vernachlässigend eingestuft werden.
Wie ein Flüssigsalzreaktor funktioniert, würde so mancher gerne mal erklärt haben. Zuverlässig Trennung von Feuchtigkeit, Abscheidung der Fissionsprodukte, Legierungsprozesse, Regulation, Gasbildung,.......... Die Dinger haben fast so viele offene Fragen wie Fusionskraftwerke.
Eine Frage des Willens und der finanziellen Mittel :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Unser Toyota Yaris braucht im Sommer 3,3-3,9 Liter.
Derzeit 4,8-5,5.

Schreibt da jemand ne Studie drüber?


Bla bla. Bei ICEs helfen auch 70% Wirkungsgrad am Motor nix.

Mal abgesehen von den komischen Zahlen, die wohl eher so aussehen bei der W2W:

1671649388968.png


Ungeachtet davon, was die richtigen Zahlen sind, wundert es eher dass laut der W2W Grafik keine Verluste mehr von dem Weg vom Haus in das Auto auftreten, die je nach Ladeart bis zu 30 % beträgt.


1671649818758.png



Und im Sinne des Artikels auch keine Ladeverluste im Akku je nach Witterung anliegen.
Der Strom für eFuels kommt aus den selben Kraftwerken, daher irrelevant.

Mal 2 kurze Fragen...
1. Hast du das Video zu dem synthetischen Diesel von Bosch überhaupt gesehen?
2. Ist dir klar das Gaymers Aussage war, das dieser dann 4 mal so teuer wie fossiler Diesel wäre? Also dass er seine erfundene Fantasiezahl im Vergleich zu herkömmlichen Diesel gebracht hat?

Es ist nicht irrelevant, da die 90 % absolute Augenwischerei und willentliche Irreführung ist.



Edit:
Ich möchte den Oberligen Teil "W2W Grafik keine Verluste mehr von dem Weg vom Haus in das Auto auftreten" korrigieren. Es war so klein und unrealistisch, dass ich es erst nicht bemerkt habe.

Bei Strom geht W2W hier davon aus, dass lediglich 15 % beim Laden verloren gehen und lediglich 4,13 % im Auto verloren gehen (Bzw. von einem Wirkungsgrad von über 95 % im Auto ausgehen).
Bei dem Diesel geht man hier aber von 74,34 % Verlust im Auto aus, was einen Wirkungsgrad von etwas über 25 % entspricht, was doch sehr weltfremd erscheint.
Wirkt beides etwas schön gerechnet und nicht wirklich einem modernen Diesel zu entsprechen.
Offensichtlich wird hier das Best Case Scenario für Strom mit dem Worst Case für Diesel verglichen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wer lädt bitte an der Haushaltssteckdose?
Und ein Diesel läuft immer im optimalen Wirkungsbereich?
Im echten Leben sind’s ca knappe 10% Ladeverlust. Aber das wissen nur Menschen die schon mal ein BEV in echt gesehen haben. Zu denen scheinst du nicht zu gehören.

Ist lustig. Du machst dir die Welt wie sie dir gefällt. Irgendwie süß, aber langweilig sich damit abzugeben.

Ich geb dir nen Tipp: bewirb dich doch mal bei nem Hersteller. Scheinbar sind sie alle weltweit total blöd und stellen auf BEVs um. Die suchen sicher ne Erleuchtung durch dich :-)
 
Auch an dich die bitte uns mal eine Studie zu zeigen, die nicht ausschließlich auf Schwerwasser Reaktoren eingeht und dabei Kosten für Lagerung und Transport einkalkuliert und nur so zu dem Ergebnis kommt, dass sich die Kernenergie nicht rentiert.
Ich habe noch keine Gefunden.

? Du bist ernsthaft nicht in der Lage, eine Studie zu finden, die sich mit etwas anderes als Schwerwasserreaktoren beschäftigt? Wo 99,9% aller Untersuchungen Leichtwasserreaktoren betreffen, weil die nunmal mit Abstand die am meisten gebauten sind?
Da solltest du vielleicht noch einmal suchen. Vielleicht kannst du bei der Gelegenheit auch entsprechende Studien für die von dir gepredigten Flüssigmetallkühlungen vorlegen.


Wo ist da der Teil zur Gegenwart? Alles nur "wird", "soll", etc.. Null Praxiserfahrung. Null Umsetzung. Noch vor zehn Jahren hätte man einen genauso tollen Artikel über Gorleben schreiben können. Vor 50 Jahren über die Asse. "die Endlager-Betreiber sind fest von der Sicherheit überzeugt." :wall:
Das waren auch die Betreiber von Fukushima, von Tschernobyl, von Three Mile Island, der Asse, Kyschtym,... . Betreiber sind immer überzeugt, sonst würden sie ja den Betrieb einstellen. Was erreicht hat man, wenn auch alle Gegner überzeugt wären und das ist bislang deutlich seltener der Fall gesehen als die Fälle, in denen die reale Entwicklung den Gegnern leider recht gegeben hat.

Übrigens hat Finnland bislang 800 TWh Atomstrom erzeugt. Dafür kostet allein der Bau des Endlagers "geschätzt" 3,5 Milliarden €. Also geringfügig mehr als die letzte Großprojektschätzung der finnischen Kernenergielobby vor Baubeginn von Olkiluoto 3. Da sind bekanntermaßen eher 10 Milliarden draus geworden, vielleicht auch mehr. (Originalpreis + Nachzahlungsklagen aus der Mitte der 10er laufen auf 10 Milliarden raus. Seitdem sind weitere Probleme und Verzögerungen aufgetaucht, ich habe aber keine Zahlen mehr gehört. Die letzte offizielle Schätzung ist ein Jahrzehnt her und lag schon bei 9 Milliarden, wäre heute also schon allein durch Inflation höher.)

Wohlgemerkt 10 Milliarden nur für den Bau. Ohne Betrieb, ohne Einlagerung, ohne Verkapselungen selbige, ohne Nachbetreeuung bis zum Verschluss, ohne Reparatur- und Instandhaltungsmaßnahmen. Deutschland hat für den Müll aus einer fast sieben mal größeren Strommenge ein Gesamtbudget von 23 Mrd. €. Für diese Summe haben sich die Kraftwerksbetreiber bei SPD und CDU freigekauft.

Übrigens: Bei 40 Jahren Laufzeit und 90% Verfügbarkeit für Olkiluoto 3 werden alleine der Bau des Kraftwerks und der Bau des Endlagers ohne eine einzige Minute Betriebskosten einer von beiden, ohne Brennstoff, ohne Personal, ohne die eigentliche Einlagerung, etc. und gerechnet mit den genannten Zahlen der Atomlobby, ohne Blick auf die locker eine Größenordnung weiterreichenden Einwände von Kritikeren, Kosten von rund 3 Cent pro kWh verursachen.
Bei WKA an gutem Standort rechnet man mit 4 Cent für sämtliche Kosten über die gesamte Lebensdauer.

Bzgl. Flüssigsalzreaktoren wundert es mich, dass China seit Januar den ersten Flüssigsalzreaktor (Gen 4) betreibt.
Japan wird wohl als nächster einen bauen. Daher wundert die Aussage, dass dort angeblich so viele Fragen offen sind.

Tja, wenn dich wundert, dass ein nukleares Forschungszentrum einen Versuchsatomreaktor zu einer Technologie baut, bei der viele Fragen noch offen sind, dann wundert dich vermutlich vieles. Breaking news: That's their job.

Das Ding hat übrigens 2 MW thermisch, die man grob 3:1 in Strom umwandeln könnte, und eine angestrebte Nutzungsdauer von 300 Volllasttagen. Also ein Ertrag über die gesamte Lebensdauer von rund 5 GWh. Das schafft eine gute WKA im ersten Quartal. Was kosten 100 solcher Flüssigsalzreaktoren inklusive Demontage, Entsorgung, Kernbrennstoff, Endlagerung, etc.?


Ok... Wie sieht die Rechnung bei den anderen Kraftwerksformen aus?

Hängt davon ab, wen du fragst/wieviel du bereit bist zu ignorieren.

Sind die nicht staatlich finanziert/subventioniert?

Gas: Erst seit kurzem
Öl: Hängt davon ab, wie du die politischen Probleme aus unseren Ölimporten bewertest. Aber verglichen mit dem Ärger, den Atomwaffen der Welt eingebracht haben und bis heute bringen...
Wasser: Schon lange nicht mehr
Wind, große Solaranlagen, Biomasse: Bislang gab es eine staatlich organisierte Unterstützung durch private Endverbraucher. Die in diesem Rahmen gezahlten Preise liegen aber schon seit Jahren meilenweit unter dem dem, was z.B. die britische Regierung für Hinkley C garantieren musste. Ab kommendem Jahr hätte es, erstmals seit langem, wie direkte Subventionen geben können, aber der Strompreis ist seitdem über die ursprüngliche Subventionshöhe hinaus gestiegen und ich finde spontan keinen Hinweis darauf, dass irgend jemand irgend ein Budget eingeplant hat.
Private Solaranlagen: Es gibt Geschenke der CDU für Leute, die sich Häuser leisten können.

Gilt es nicht, alles dafür zu tun, um Tote zu verhindern bzw. die Umwelt zu schonen? Oder schlägt da der Moralkompass aus unerfindlichen Gründen plötzlich in eine andere Richtung aus?

Ich sehe einen großen Unterschied darin, ob Leute die von einer Technik profitieren ein Risiko dafür eingehen, ob Leute die von einer Technik profitieren nach Gutdünken anderer einem Risiko ausgesetzt werden oder ob Leute, die rein gar nichts davon haben, mit den Konsequenzen sitzen gelassen werden. Eine Technik, die nur wenige Jahrzehnte Nutzen bringen kann und viele Jahrtausende Ärger hinterlässt, fällt automatisch in die dritte Kategorie.

Genau- Versuchsanlagen. Deshalb muss das ganze in ein reifes System überführt werden, welches unter Anderem dafür sorgt, den Atommüll unschädlich zu machen.

Ist das so ähnlich wie mit der Schaltsekunde, bei der die EU beschlossen hat "Wissenschaftler finden einen Weg, sie überflüssig zu machen"? Sorry, aber so läuft die Realität nicht. Es wäre schön, wenn man ein reifes aka sicheres, bezahlbares System hätte, dass Atommüll unschädlich macht. Das ist keine Frage.

Die Frage lautet stattdessen, wieviel Geld man in ein System versenken soll, bei dem zentrale Elemente dagegen sprechen, dass es jemals sicher oder bezahlbar (geschweige denn beides) sein kann, erst recht denn innerhalb eines Zeitrahmens, innerhalb dessen man eine Lösung für den Atommüll finden muss?

Brutreaktoren und Transmutation werden seit den 50ern erforscht und haben seitdem nichts abgeliefert außer Pu239. Selbst Kernfusion hat im gleichen Zeitraum größere Fortschritte in Richtung ziviler Nutzung gemacht.

Ich bin trotzdem dafür, weiter Grundlagenforschung in der Richtung zu betreiben, denn wir haben einiges an Atommüll aufgetürmt und im Moment sehe ich nicht, dass die Mehrheit davon in dieser Hälfte des Jahrhunderts endgelagert wird. Also vielleicht kann die Menschheit in der zweiten Hälfte ein paar Atommüllverbrennungsanlagen gebrauchen. Das ganze dann aber bitte wegen dem extremen Proliferations- und vermutlich weiterhin nicht unerheblichen Betriebsrisikos nur an wenigen Orten auf der Welt und unter Aufsicht der Uno.
Unsere Energieversorgung müssen wir aber viel schneller in den Griff bekommen, da wird uns das ebensowenig helfen, wie Fusionskraftwerke.

In meinen Augen kann der finanzielle Aufwand dafür kein Argument sein, wenn man die Folgen einrechnet wie z.B. CO2 Ausstoßverminderung, Schonung von Menschenleben durch direkte Einflussfaktoren durch Verbrennung fossiler Energieträger.

Dass das enden sollte, da bin ich mit dir einer Meinung. Aber die Kosten für ""sichere, saubere"" Atomenergie musst du nicht gegen potentiell unbezahlbares aufwägen, sondern gegen Alternativlösungen. Und erneuerbare sind einfach schon heute, nach einem Bruchteil der Entwicklungszeit, wesentlich billiger und verfügbar, sie haben einen klaren, projektierbaren Entwicklungspfad und sie sind frei von langfristigen, kaum absehbaren Risiken.

Wir sehen anhand der letzten Jahre aus welch unglaublichen finanziellen Mitteln "wir" schöpfen können. Ein Sondervermögen nach dem anderen wird ausgehoben und für eines der wichtigsten Fragen der Menschheit wär dann aber plötzlich kein Geld meh da? Unglaubwürdig.

Tjo. Ich sehe kein Sondervermögen für Klimaschutz. Kein Sondervermögen für erneuerbare Energien. Kein Sondervermögen für Schutzgebiete. Wo sind 100 Milliarden für den Artenschutz? In Fissions- und Fusionsforschung hat man sowas, inflationskorrigiert, viellicht schon reingesteckt (global betrachtet ein Vielfaches). Aber da war halt auch militärisches Interesse im Spiel. Aber in der Regel gibt es 12-stellige Summen nur, um sie der Wirtschaft in der Arsch zu blasen.
Nicht für Klimaschutz oder gar Naturschutz. Sonst hätten wir diese Debatte hier nämlich nicht, sondern seit 10-20 Jahren eine CO2-, Russland- und Atomfreie Energieversorgung.

Und: Der Wähler belohnt diese Prioritätensetzung; hat zaghaft gegenläufige Versuche abgestraft.

Ah- Was passiert denn wenn konventionelle Zentralknoten der Energieverteilung bombardiert werden?
Gibts dann keine Toten als direkte Folge?

Scheint eine Sugestivfrage zu sein. So blöd bist du nicht, dass du annimmst, Bomben wären lebenserhaltende Maßnahmen. Ich komm aber ehrlich gesagt nicht drauf, was du bezüglich des zuvor gesagten suggerieren willst.
Das Solar- und Windkraft den Bonusvorteil der Dezentralität mitbringen?
Das konventionelle Kriege schlimm genug sind und jeder Staat weniger, der mit der Grundlagentechnik für Atomwaffen spielt, ein Fortschritt?
Wäre beides richtig und beides wichtig, scheint aber beides das genaue Gegenteil deiner Argumentationsrichtung zu sein.

Genau- Und "die Wissenschaft" ist sich ja angeblich einig bezüglich der Tipping- Point Theorie, weswegen sich im Augenblick auch Leute an allerlei Dingen festkleben. Die Doktrin ist, dass wenn nicht jetzt sofort was passiert, wir garkeine Chance mehr haben, um irgendwas zu korrigieren oder abzuwenden.

Im Rahmen dessen, was wir real bereit sind umzusetzen, können wir aktuell sowieso nur noch einzelne Aspekte zu retten versuchen, aber garantiert nicht mehr das stoppen, was wir die letzten 30-40 Jahre mit großem Eifer immer weiter beschleunigt haben. Und ja, der Klimawandel wird deswegen auch einige Kipppunkte überschreiten. Grönländischer Eissschild ist sehr wahrscheinlich weg, Permafrostmethan wird auch langsam knapp. Wenn wir das verhindern wollten, müssten wir jetzt drastische Maßnahmen ergreifen, was zu viele verweigern. Aber dahinter kommen noch jede Menge weitere Elemnte. Westanarktischer Eisschild? Methanhydrate? Tropische Vegetationsgürtel? Phytoplankton? Ich sehe den Hauch einer Chance, dass die Menschheit heute vielleicht die Hälfte der Schritte macht, die nötig wären, um was im Jahr 2060 zu retten, nachdem sie in der Vergangenheit nichts gemacht hat, um heute etwas zu retten. Ich für meinen Teil machen bei diesen Schritten jedenfalls mit (und habe das auch schon gemacht, seitdem mir die Entscheidung dazu freistand) und sei es nur um hinterher nach Möglichkeit sagen zu können "an mir lag es nicht, zeig auf die anderen :ka:".

Eine Frage des Willens und der finanziellen Mittel :)

Nicht nur. Einiges ist auch eine Frage der Physik respektive Chemie. Herauszufinden, ob es nicht doch eine positive Antwort auf diese Fragen gibt, wäre wiederum eine Frage des Geldes, ja. Aber in der Forschung steigen die Kosten exponentiell, wenn man den zweiten Schritt vor dem ersten machen will und dann sind wir wieder beim oben genanten Punkt: Es gibt ziemlich plausible Konzepte, wie wir mit erneuerbaren Energien zurecht kommen können. Diese Konzepte gelten allgemein als "zu teuer". Alles, was weniger plausibel/riskanter ist muss also viel billiger als diese Konzepte sein, um a) in Frage zu kommen und b) die bessere Wahl darzustellen.

Ein Vorschlag, bei dem schon die Beantwortung der Frage, ob der Vorschlag überhaupt machbar sein könnte, schweine teuer ist, wird dieser Bedingung vermutlich nicht gerecht.


Edit:
Ich möchte den Oberligen Teil "W2W Grafik keine Verluste mehr von dem Weg vom Haus in das Auto auftreten" korrigieren. Es war so klein und unrealistisch, dass ich es erst nicht bemerkt habe.

Bei Strom geht W2W hier davon aus, dass lediglich 15 % beim Laden verloren gehen und lediglich 4,13 % im Auto verloren gehen (Bzw. von einem Wirkungsgrad von über 95 % im Auto ausgehen).
Bei dem Diesel geht man hier aber von 74,34 % Verlust im Auto aus, was einen Wirkungsgrad von etwas über 25 % entspricht, was doch sehr weltfremd erscheint.
Wirkt beides etwas schön gerechnet und nicht wirklich einem modernen Diesel zu entsprechen.
Offensichtlich wird hier das Best Case Scenario für Strom mit dem Worst Case für Diesel verglichen.

Faustregel: Jede plakative Darstellung zu dem Thema ist unausgewogen. Ich habe leider noch keine einzige neutrale Untersuchung gesehen, erst recht keine eingängige. (Versuch mal eine Batterieautobewertung auf Basis von Grenzstrom zu finden, die nicht von einem Schoßhund der Verbrennerbauer stammt. Gibt es schlichtweg nicht.) Man muss sich die jeweiligen Best & Worsts aus diversen Quellen zusammendenken bzw.die noch fehlenden halt zu etwas bereits gesagtem hinzufügen.

In dem Fall hier ist vor mal wieder häufigste Fehler dabei: "(erneuerbarer) Stom kommt aus der Steckdose"

Das macht er aber leider eben nicht gemäß Verbraucherwünschen. Einen nicht unerheblichen Teil der Tages- und Jahreszeiten lädt das Batterieauto in seiner Eigenschaft als extreme Peakverbraucher nicht aus der Solarzelle oder dem Windrad, sondern aus einem Speichersystem. Das Worst-Case-Szenario, !gerechnet mit den vorselektierten Zahlen aus dieser Grafik! sieht wie folgt aus:
11,6 kWh mechanisch
12,1 kWh elektrisch am Motor
14,3 kWh elektrisch an der Batterie
17,1 kWh an der Schnellladesäule
20,2 kWh an der Pufferbatterie der Schnellladesäule
23,0 kWh an der Turbine im Kraftwerk
41,8 kWh Wasserstoff für die Turbine im Kraftwerk (ich rechne mal mit 55% Wirkungsgrad statt modernen 60%, genau wie im Kohlepfad mit 43% statt 45%-48% gerechnet wurde)
54,7 kWh Wasserstoff inklusive "Verteilung" (?)
78,9 kWh Strom für die Elektrolyse (warum auch immer die eine Effizienz von nur 66% hat, wo längst mit-80er-Anlagen gebaut werden und im Labor 95% erreicht wurden)
Aber man kann natürlich genausogut "16,3" dranschreiben. Wenn man eine Agenda hat und nur den Optimalfall gegen Worst-Case-Szenarien stellen möchte.
 
? Du bist ernsthaft nicht in der Lage, eine Studie zu finden, die sich mit etwas anderes als Schwerwasserreaktoren beschäftigt? Wo 99,9% aller Untersuchungen Leichtwasserreaktoren betreffen, weil die nunmal mit Abstand die am meisten gebauten sind?
Da solltest du vielleicht noch einmal suchen. Vielleicht kannst du bei der Gelegenheit auch entsprechende Studien für die von dir gepredigten Flüssigmetallkühlungen vorlegen.

...


Also erstmal danke, dass du zumindest erkennst und auch anerkennst, dass W2W hier ein best case Strom Szenario mit einem worst case Diesel Szenario vergleicht.

Und nun mal von oben der Reiher runter...
Wieso sollte ich mir denn nun die Mühe machen Studien zu finden, die deine Behauptungen untermauern.
Alle Studien die ich kenn, beruhen lediglich auf 70 Jahre alte Technologie und ignorieren jeglichen Fortschritt seit dem.
Ist neuerdings nicht mehr der in der Beweispflicht, der eine Behauptung aufstellt?

Da der Bericht zum Endlager in Finnland von der stattstreuen Tagesschau gelinkt habe, vermute ich mal der Konjunktiv von der Tagesschau kommt und im finnischen Original viel weniger Konjunktiv verwendet wird. Es gibt zumindest andere Berichte, wo kein Konjunktiv verwendet wurde, aber für diese Audienz hier dachte ich mir, dass alles andere als öffentlich rechtliche Medien oder Wikipedia wohl eh nicht anerkannt würde .
Wird dir aber Ende des Tages jemand beweisen können, dass es sicher ist?
Nein, es ist aber auch egal, da du jeden Beweis eh anzweifeln würdest und nicht akzeptieren würdest.
Letztendlich ist die Atommüll Debatte doch eh nur ein Frage von subjektive wahrgenommene Bedrohung vs. reale Bedrohung. Und auch hier redet man in der Debatte immer nur von alter AKW Technik und läßt die Transmutation ganz außen vor.

Wenn bei den Thorium Reaktoren so viele Fragen offen sind, besonders die von dir beschriebenen technischen Fragen, dann frage ich mich allerdings, wie China einen bauen und betreiben kann.
Das der in Forschungsphase ist und außer Konkurrenz läuft ist dabei natürlich klar.
Aber was genau ist denn nun deine Stellung dazu? Man soll an nichts mehr Forschen?
Die wesentlichen Merkmale was die Sicherheit angeht liegen dabei im schon im Prinzip des Reaktors selbst verankert und schließen eine Kernschmelze und den Gau aus.

Auch was du zu den Kraftwerken mit Unfällen geschrieben hast stimmt so nicht.
Tschernobyl galt nie als sicher und man hat dort, wie in den meisten anderen Sowjet Reaktoren halt an bestimmten Sicherheitsmechanismen gespart, wodurch es erst zu dem GAU kommen konnten.
Alle europäischen und US Reaktoren durften ohne diese Mechanismen überhaupt nicht gebaut werden.

Ich unterstelle hier einfach auch mal, dass Japan bewußt ist, dass sie in einer Erdbeben Region leben.
Als ich das erste Mal erlebst habe wie ein Hotel mal eben um einen halben Meter zur Seite schenkt, habe ich erstmal Panik bekommen. Die Japaner mit mir 20 Stock haben dabei nur gelächelt mir erzählt, dass das gar nichts war und ich mich beruhigen kann.
Genau deshalb gab es um dem Fukushima AKW eine große Sicherheitszone und deshalb lediglich einen Toten.

Aber ich ziehe mich jetzt hier mal aus der Diskussion zurück.
Eher überzeuge ich einen Flat Eartherler, dass die Welt rund ist oder eine Astronauten davon, dass die Erde eine Scheibe wäre.
 
Bzgl. Flüssigsalzreaktoren wundert es mich, dass China seit Januar den ersten Flüssigsalzreaktor (Gen 4) betreibt.
Japan wird wohl als nächster einen bauen. Daher wundert die Aussage, dass dort angeblich so viele Fragen offen sind.
Das ist ein Prototyp. Einen brauchbaren Reaktor kriegen die Chinesen nicht vor 2030 fertig.
Dann braucht der Thorium Reaktor eine Neutronenquelle. Das ist entweder Plutonium oder Uran 235. Alles andere eignet sich nicht. Alle stark radioaktiven Stoffe aus Reaktoren bleiben auf der Strecke.
Dazu kommt die Korrasionsanfälligkeit des Systems. Du kommst mit Wartung kaum hinterher. Kein Wunder also, dass diese Art von Reaktoren von keinem Land, das bei Verstand ist, entwickelt wird und wenn die Chinesen behaupten, dass sie alle Probleme gelöst haben, dann lügen die einfach.
 
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