CTOS incoming .... Negative Auswirkungen solcher Datensammlungen. Nun lass es uns doch ein wenig weiterspinnen. Datensammlungen sind Geld wert, aber nur dann, wenn sie auch zu Geld gemacht werden. Da du ja schon zugestimmt hast, dass Microsoft die Daten an Dritte weitergeben darf, hier nur mal ein Szenario:
Danke das du meine Kritikpunkte noch einmal so deutlich angesprochen hast. Aber vermutlich ist es dir gar nicht aufgefallen.
Daher noch einmal: Klassische Post, Telefon, BTX, EC-Karte, Kreditkarte, Online-Banking, Game-Clients (Steam usw), alle möglichen Online-Accounts, Fingerabdruckscanner (ich persönlich hab mich schon vor ca. 15 Jahren mit ner Philips-ID-Maus samt Fingerabdruckscanner bei Windows angemeldet), Videoüberwachung, Chipkarte statt Tachoscheibe, usw........, das sind alles Dinge die etabliert sind. Das sind alles Dinge, die im Vorfeld auch mit Vorhersagen und potentiellen Szenarien schwarz gemalt wurden. Die meisten davon sind sogar relativ schlecht gesichert. Und bei allen gab und gibt es natürlich auch mehr oder weniger Missbrauch. Bei quasi allem gab es Menschen die sich Anfangs dagegen mit Händen und Füßen gewehrt haben. Aber bei welchen Dingen davon ist das prophezeite Endzeitszenario eingetreten?
Warum kann irgendwie niemand wirklich bei diesen Dingen sagen "Na, hab ichs euch nicht vorher gesagt?" Warum wird immer nur, wie auch wieder in deinen Beispielen (Microsoft/Google gibt jedem Arbeitgeber auf die über Jahre gesammelten persönlich Daten ihrer Nutzer Zugriff gegen Geld), von Dingen in der Zukunft gesprochen? Warum werden die potentiellen Gefahren die es schon gibt (und das tlw. schon eine Ewigkeit), die aber in Relation gesehen offensichtlich keine wirklichen Gefahren sind, ignoriert? Wo bleiben Beispiele anhand von Fakten? Stattdessen holen quasi alle Aluhut-Anhänger die Glaskugel des "Teufels" raus, obwohl diese bisher auch immer daneben lag.
Schon mal über Identitätsdiebstahl nachgedacht?
Klar, vor ca. 30-40 Jahren das Erste mal, und zwischendurch immer mal wieder kurz. Weder war ich davon betroffen, noch kenne ich Menschen die davon betroffen waren. Von "Lappalien" wie nem kurzzeitigen/folgenlosen Missbrauch irgendeines Accounts (zuletzt ein gekaperter ebay-Kleinanzeigen Account eines in meiner Beobachtungsliste befindlichen KFZs btw. dessen Anbieters) mal abgesehen. Jeder einzelne kann bestimmen welche Daten er von sich preisgibt, und welche nicht. Ich bin zb. bei X kostenlosen Diensten angemeldet, die Vorname, Name usw. bei der Anmeldung zwingend haben wollten. Das bedeutet aber nicht das ich dort auch meinen echten Namen, Anschrift, Geburtsdatum usw. angegeben habe. Ergo interessiert mich die Sicherheit zumindest dieser ganzen Systeme schon mal überhaupt nicht. Und selbst bei Diensten die Real-Daten erfordern hab ich nur die für zb. die Abrechnung (oder die Wiederherstellung meines Accounts) wirklich nötigen Daten auch korrekt eingegeben. Also max. die Daten die eh öffentlich (zb. Telefonbuch, auch wenn ich da nicht drin stehe^^) zugänglich sind. Im Netz sind vermutlich ein gutes Dutzend verschiedene Datensätze zu meiner Person gespeichert. Nicht weil ich glaube das diese Daten andernfalls definitiv missbraucht würden, sondern einfach nur um von vornherein bestmöglich aber unkomliziert auszuschließen das sie missbraucht werden können. Ich bin auch quasi von Anfang an im Internetz unterwegs, aber wenn du meinen echten Namen googelst, dann wirst du (abgesehen von Namensvettern) nicht einen einzigen Treffer zu meiner Person finden. Mein u.a. bei Google oder Microsoft gespeicherter Real-Vorname ist INU, der gespeicherte Real-Nachname lautet ID.
Genau deswegen
endet meine Paranoia (ja, auch ich habe sowas) spätestens mit dem Klick auf "Abschicken" oder "Bestätigen" (zb. bei der Account-Erstellung). Thats it.
Bisher müssten Hacker auf zig verschiedene Systeme zugreifen, wenn sie Informationen haben wollen
Nö, mussten sie eigentlich nicht. Viele Daten waren ja auch schon vor der digitalen Welt verfügbar, und das in der Regel deutlich schlechter gesichert. Daten wie zb. die eigene Bankverbindung sind ja gleich redundant auf mehreren System abgelegt (bei allen Anbietern bei denen man eben mit Bankeinzug bezahlt). Deswegen nutze ich zb. ja auch Paypal, und das obwohl die Glaskugeln vieler Propheten das "böse/unsichere Paypal" schon von Anfang an verteufelt haben. Ich hatte die letzten 15 Jahre aber irgendwie keine Probleme damit.
Und wie gut große Firmen ihre Datenbanken absichern ... Nun das haben so einige Unternehmen unter beweis gestellt im negativen Sinne.
Das bestreitet ja auch keiner. Aber nenn doch mal Beispiele die viele User dauerhaft geschädigt haben? Natürlich gibt es, wie bei allem, Einzelfälle/Ausnahmen. Dein Computer/Onlinebanking wird gehackt, deine EC-Karte illegal bei einem Bezahlvorgang kopiert, die Bank haftet. Dein Geldbeutel wird auf dem Weg zum Autokauf geklaut, Pech gehabt, deine Kohle ist weg. Ich hab sogar das Feld für die Unterschrift auf meiner EC-Karte geschwärzt, damit man einzig mit dem Pin an Geld kommt. Nicht weil ich davon
überzeugt bin das andernfalls irgendwann mal jemand meine dort eigentlich eingetragene Unterschrift nachmachen, und meine EC-Karte missbrauchen würde (mir wurde noch nie der Geldbeutel geklaut, und ich hab ihn noch nie verloren), sondern einfach nur weil ich diese Möglichkeit von vornherein ausschließen wollte.
Außerdem nur eine Frage: Wenn diese tolle neue Datensammelwelt so glorious ist, warum gibst du dir eine solche Mühe so wenig Daten wie möglich zur Verfügung zu stellen?
Alles was du zu verbergen suchst könnte doch helfen die Welt besser und schöner für dich zu machen.
Ist das eigentlich Absicht oder einfach nur Unfähigkeit? Ich sage nicht das man nackig durch die Gegend laufen soll. Bei allem was man tut sollte man ein Gesundes Maß an Vorsicht walten lassen. Ein GESUNDES Maß, und
keine dauerhafte Paranoia. Das ist alles was ich sage, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ein vielleicht kleiner aber doch wichtiger Unterschied. Ich möchte grundsätzlich so wenig wie möglich am Abhang stehen, aber deswegen sperre ich mich nicht im Keller ein. Wie schon hundertmal gesagt, Missbrauch gibt es bei fast allem. Aber weder verzichte ich deswegen auf ein Telefon, meine E-Mail, mein Onlinebanking, meinen PCGH-Account, usw., noch frage ich mich rund um die Uhr, hinter welcher Ecke der nächste Überfall lauert.
Bei Themen wie Microsoft und Google bzw. Datenkrake usw. sehe ich aber meistens nur dauerhaftes Paranoia-Gejammer, und eben das nervt irgendwann.
Weitermachen.