Und was ist mit 6-Euro-Keys? Für mein Betriebssystem habe ich so viel bezahlt, gekauft auf eBay. Aktuell nutze ich auch Windows 11 Professional.
Klingt krass, aber ich denke, dagegen kann man rechtlich vorgehen. Stell dir vor, das SEK stürmt deine Wohnung, verwüstet alles, nur um dann festzustellen, dass du die Lizenz legal gekauft hast – nur eben günstiger. Verantwortlich ist nicht der Käufer, sondern der Verkäufer. Wenn er das wirklich verhindern will, muss er dort ansetzen und nicht beim kleinen Mann. Damit meine ich den Richter.
Ich glaube dir, dass es so gelaufen ist, aber ich denke, dass es auch für alle Beteiligten Konsequenzen gab – also für die gesamte Exekutive.
Stell dir vor, du hast Geldsorgen, musst dein Auto unter Wert verkaufen, und dann entscheidet der Richter, dass es günstiger gekauft wurde. Plötzlich heißt es: „Los, stürmen wir seine Wohnung.“ Ich glaube, das wird für den Richter, der so etwas anordnet, nicht gut ausgehen.
Solche Fälle gab es, soweit ich weiß, einige in Zusammenhang mit vermeintlich illegalen Key-Resellern. Das hatte Microsoft zur Anzeige gebracht, woraufhin natürlich Ermittlungen starteten.
Es wurden dann auch Hausdurchsuchungen bei Privatpersonen durchgeführt, die einen "betroffenen" Key verwendet hatten.
Der Hintergrund war, wenn ich mich recht entsinne, dass die Keys aus speziellen Volumenlizenzen aus den USA stammten, die nie auf ausländische Märkte hätten gebracht werden dürfen. Ein Verkauf durch europäische bzw. deutsche Reseller war in den Augen Microsofts illegal.
Die Richter begründeten die Hausdurchsuchungen bei Privatpersonen um Zuge der Ermittlungen damit, dass der Preisunterschied so groß gewesen ist, dass der Kauf nicht mehr im guten Glauben hätten stattfinden können.
Dein Auto-Vergleich wäre hier also:
VW selber verkauft den Golf für 25.000 Euro. Ein eBay Händler bietet dir den gleichen Golf, ebenfalls als Neuwagen, für 350 Euro an. Bei dem Preisunterschied musst du davon ausgehen, dass das Auto nicht aus legalen Quellen stammen kann.
Auch bei Geldsorgen verkauft niemand sein Auto für nur ~1,5% der Marktwerts.
Dafür, dass mir dann das gesamte OS mit Candy Crush und unausgereiften KI-Müll zugekleistert wird? Ich bezahl auch gern 300€ - aber nicht für so etwas.
Windows 11 ist wirklich unterirdisch, Zwangs-Onlinesuche mit Bing Integration, mehr Jackpots im Lotto als funktionierende Windows-Updates, Drag&Drop Verhalten inkonsistent oder fehlerhaft, Verschachtelung sämtlicher Menüs, Werbung im Startmenü, Audio Dropouts und allgemeine Latenzprobleme, Indexierung oder das Fehlen selbiger, immer wieder Memory Leaks
Gaming unter Windows wird eine immer größere Zumutung - siehe Reduzierung der FPS in Kombination mit VBS, Frametimes werden immer inkonsistenter durch Hintergrunddienste, HDR funktioniert immer noch nicht korrekt, MS Store/XBOX App weiterhin eine Katastrophe
Wo fang ich an, wo hör ich auf?
Hier beißt sich die Katze ein wenig in den Schwanz.
Wenn jeder Windows-Nutzer bereit wäre, so wie früher alle rund drei Jahre ~300 Euro für ein neues Windows zu bezahlen, wäre die ganze Bloatware nicht nötig.
Allerdings wird heute nur noch ein niedriger, einstelliger Prozentsatz eben dazu bereit sein.
Die generelle "Ich will's aber kostenlos!"-Mentalität hat sich halt durchgesetzt.
Für Privatanwender sind sie dadurch quasi gezwungen, Windows zu "verschenken".
Produkte zu verschenken finden die Wirtschaftler und Aktionäre aber nur so semi-geil, es sei denn man kann dadurch anderweitig wieder Geld verdienen.
Der "digitale Markt" sieht doch überall so aus:
"Ich will für XY nichts bezahlen" = Produkt wird Werbefinanziert = "Für Werbefinaziert bezahle ich nichts" = Produkt enthält mehr Werbung! = usw.
Außerdem darfst du nicht von dir, uns und der Tech-Comunity auf den alle Benutzer schließen. Teile von dem, was wir als Bloatware bezeichnen, wird von vielen Anderen als nützlich empfunden. Viele nutzen tatsächlich OneDrive, Teams, Facebook-App etc. und sind froh, dass es vorinstalliert und voll in Windows integriert ist. Ja, klingt für uns komisch, ist aber so!