AW: Weitere Steuervergünstigungen für E-Autos beschlossen
Aber ein hoher Anteil der Autobesitzer haben das, also trifft es für geschätzt. 15 Millionen Fahrzeuge zu.
Und wenn zuerst der Zweitwagen durch ein Elektrofahreug ersetzt wird, ist viel gewonnen. Und ja, nicht
alle deutschen Familien haben Zweiwagen, aber seeehr viele
Yeah! Endlich Subventionen für die armen, armen Leute mit Eigenheim und zwei Autos...
Man hätte natürlich auch durch brauchbaren ÖPNV, durch umweltfreundliche Stromerzeugung, durch Verkehrsverlagerung auf die Schiene, etc. Emissionen einsparen können... (naja - was heißt auch? Beim derzeitigen Strommix und Ladeinfrastruktur spart man mit E-Autos ja nichts, sondern zögert nur die Abschaltung von Kohlekraftwerken hinaus)
Aber die haben ja alle keine Lobby und gehören nicht zur Lieblingswählerschaft :kotzen:
Die Anschaffungskosten von E-Autos sind wirklich nicht mehr so hoch... Allerdings muss doch meines Wissens nach beim Kauf von E-Fahrzeugen eine Akkumiete/Akkupfand entrichtet werden? Das treibt den Preis eines neuen E-Autos wirklich in die Höhe.
Afaik arbeitet derzeit kein Anbieter mehr mit so einem Leihsystem, die verkaufen das Auto samt Akku.
D.h.h wenn der Akku in 5-10 Jahren hinüber ist, besitzt du ein wertloses Auto und kannst nicht einfach die normal verschlissene Mietsache gegen ein neues Exemplar austauschen
Das kommt ganz drauf an, ob die E-Autos mittelfristig langstreckentauglich werden oder nicht. Aktuell sind die eher für kurze Strecken gedacht...
Mich würde jetzt allerdings mal glatt interessieren, ob ein Verbrenner oder ein E-Auto für x€ mehr Kilometer schafft.
Dank der abgestürzten Spritpreise müssten Verbrenner wieder klar die Nase vorn haben, aber vor 3-4 Jahren gab es meines Wissens nach schon Szenarien, wo einige E-Autos besser dastanden, als Benziner. Strom ist bei uns einfach unverschämt billig, wenn man die Folgen der Produktion bedenkt.
Und wozu gibt es eben diese ganzen Steuern ums Auto? Da kann man erwarten, dass einem auch Parkplätze zur Verfügung gestellt werden - dazu sind diese Steuern unter anderem da.
Nö. Die sind gerade mal so für ein grundlegendes Straßennetz dimensioniert und zweckgebunden sind sie sowieso nicht. Die Schaffung von Parkplätzen ist Aufgabe desjenigen, der Gebäude baut, in denen er Leute haben möchte - der hat schließlich auch Land, auf dem Autos parken können, aber wie bitte schön sollte der Staat zwischen zwei neugebauten Hochhäusern zusätzliche Parkplätze auf die Straße zaubern?
Und zu deiner Einstellung "Sollen die ihr Auto verkaufen und mit den Öffentlichen fahren"... Ich fahre ja nun wirklich gerne mit Bus und Bahn, aber ich sehe es auch ein, dass es selbst in der Stadt genug Gründe und Situationen gibt, weshalb man einen privaten PKW braucht. Und: Würden alle Nicht-Wohneigentum-Besitzer mit den Öffentlichen fahren, würde garnix mehr gehen. Die verfügbare Infrastruktur würde da gnadenlos platzen. Gerade hier in Berlin - und hier machen die Öffentlichen ja - aus meiner Sicht - sogar einen relativ guten Job.
Tjo, jetzt man zwei Möglichkeiten:
Entweder man versorgt die oberen 10% mit einer Möglichkeit, noch entspannter/billiger Auto zu fahren, oder man bietet mit dem gleichen Geld allen Leuten einen ausreichend dimensionierten ÖPNV. Union und SPD haben ihre Antwort gegeben
Ein Problem, was definitiv noch gelöst werden muss, ist die Ladegeschwindigkeit stark zu erhöhen, ohne die Akkus unnötig stark verschleißen zu lassen. Ich halte den Ansatz der Verkehrsbetriebe, die Busse unterwegs induktiv laden zu lassen ja für wirklich sinnvoll und persönlich auch für die Lösung des Reichweiten- und Ladeproblems in der Stadt, allerdings stellt sich da halt noch das Problem des Akkuverschleißes und der Umsetzbarkeit in weniger Dicht besiedelten Gebieten - und die Lösung wäre mit enormen Bauarbeiten verbunden.
Induktives Laden an Haltepunkten auf festen Routen (oder noch einfacher: Stromabnehmer an den Haltestellen) ist sowohl technisch als auch finanziell kein Problem und für die Akkus erst recht necht. Für Li-Io ist es sogar besser, wenn du 8*10% statt 1*80% lädst, da sie keinen Memory-Effekt o.ä. haben, aber tiefentlade-empfindlich sind. Deswegen wäre es z.B. sehr leicht, effektiv und mit heutiger Technik sinnvoll gewesen, mit den Suventionssummen ÖPNV auf erneuerbare umzustellen. Und da hätte es (im Gegensatz zum Privat-PKW) selbst mit Strom aus Kohlekraftwerken einen Umweltnutzen gehabt, denn Busse haben ein enormes rekupertionspotential, das bislang nicht genutzt wird.
Und so ganz nebenbei wäre es auch sehr positiv für die Feinstaubprobleme in den Innenstädten und für die Geräuschbelästigung gewesen. Aber hey: Wenn die blöde Masse AFD wählt und die Vorortbonzen Union, dann gibts halt Politik für Vorortbonzen...
Weil man in Zukunft einfach in ein Auto einsteigt und ans Ziel gebracht wird. Es wird einfacher werden, man braucht keinen Führerschein und ist auch im Alter mobil. Ob es die Landflucht stoppen wird kann man bezweifeln, es wird das Leben allerdings einfacher machen.
Das wird die Landflucht mit hoher Sicherheit nicht bzw. nicht in der Weise stoppen, die man sich wünscht. Was du beschreibst ist letztlich auch kein Leben "auf dem Land", sondern ein Leben "vor der Stadt". Wenn autonome Autos Pendelfahrten so bequem machen, dass Leute in noch größerer Entfernung zu Städten ins Grüne ziehen, ihre Versorgung aber weiterhin von dort beziehen, dann führt das nur zu mehr Verkehr - aber nicht zu einer Wiederbelebung der Dörfer, da werden nur ein paar zu Schlafstädten mutieren. Sozial und ökologisch total bescheuert, da sollte man sich den Verkehr lieber sparen, das Dorf das keiner will aufgeben und die letzten Einwohner beim Umzug in die Stadt unterstützen.
Die Hauptursache für Landflucht (den Fakt, dass es auf dem Land schlichtweg nichts mehr zu tun gibt) könnte wenn dann die virtualisierte Informationswirtschaft bringen (ausreichendes Internet vorrausgesetzt - wobei man für viele Fernarbeitsplätze wirklich nicht viel braucht), aber solange sich nur einige sehr hippe Unternehmen darüber im klaren sind, dass PC-Arbeitsplätze nicht mehr im gleichen Raum stehen müssen, klappt das nicht. Denn deren Arbeitnehmer wollen oft lieber in der Stadt wohnen.
1: Das Brennstoffezellenauto hat eine Effizienz von bestenfalls 25-50%, das Elektroauto 80-90%. Das sollte Grund genug sein warum die Technik wohl nicht das Wahre ist.
2: Wasserstoff ist leicht wie Styropor, mit anderen Worten in einen 100L Tank (der noch eine dicke Isolierung braucht) bekommt man 7 Kg rein. Damit wird man schon alle 200 km zur nächsten Tankstelle fahren müssen oder den Tank einen kleinen Lastwagen unterbringen.
3: Das laden eines Elektroautos dauert bald wohl nur noch wenige Minuten dauern, Ladesäulen mit 800 kW sind geplant.
Afaik sind 600-700 km mit Wasserstoffautos bereits heute kein Problem, Tendenz stark steigend und ohne irgendwelche Beeinträchtigungen der Zuladung (was u.a. die weitere Steigerung ermöglichen wird: E-Motor-Brennstoffzellen-Kombinationen werden immer kompakter und leichter, d.h. ich kann einen größeren Tank einbauen und volltanken und habe immer noch den gleichen Innenraum und die gleiche Zuladung, wie mit einem Benziner).
Akkus mit 600 km Reichweite bei 1,5 Tonenn Fahrzeuggewicht und einheitliche Ladetechniken, diesen Speicher in fünf Minuten wieder auffüllen, sehe ich dagegen für die nächsten 1-2 Jahrzehnte nicht. Da wäre Wasserstoff klar im Vorteil, das viel wichtigere Gegenargument ist die Infrastruktur: H2-Tanken sind noch viel seltener, trotz größerer Reichweite dürfte man sogar unflexibler sein und der Aufbau eines entsprechenden Netzes ist viel schwerer, weil Stromleitungen eben schon liegen - H2-Leitungen nicht. Wasserstoff hat somit Potential, aber solange wir die Erzeugereffizienz nicht deutlich steigern können (60-80%) ist er keine langfristige Lösung und für eine Brückentechnologie wären die Investitionen zu hoch. Dann lieber noch ein paar Prozentpunkte Effizienz opfern, den Wasserstoff methanisieren und über die vollständig vorhandene Erdgas-Infrastruktur verbrauchen.
Der Verbrennungsmotor ist für mich einfach die günstigste, man kommt weit, tanken dauert mir zwar zu lange, geht aber schneller als Akku laden und die Modellauswahl ist viel größer. Das Drehmoment von E-Autos ist aber auch trotzdem vorzüglich.

Ich verstehe nur nicht, wieso die Hersteller solche starken Elektromotoren in die E-Autos einbauen. So'n 55 KW Motor reicht z.B. für'n Ampera doch locker...der muss doch nicht zwingend 150 KW haben. Da könnten echt verschiedene Motorvarianten zur Auswahl stehen, das Ding würde mit 55 KW an die 1000 Km schaffen.
Da muss sich noch sehr vieles tun, bevor ich über nen E Auto auch nur nachdenke.
Leistungsfähige E-Motoren sind vergleichsweise günstig und kompakt. Einen 150 kW statt einen 50 kW Elektromotor einzubauen kann dann schnell einfacher sein, als einen 50 kW Elektromotor nebst zugehörigem Getriebe. Denn im Gegensatz zum landläufigen Vorurteil haben E-Motoren keineswegs ein konstantes Drehmoment, sondern müssten bei rein energetisch sinnvoller Dimensionierung auch im richtigen Drehzahlbereich betrieben werden.
Mittelfristig würde ich da aber eine Zwischenstufe erwarten, die die Deutschen wahrscheinlich besonders "freuen" dürfte:
Mit einem einfachen Zwei-Kupplung-Zwei-Gang-System (d.h. man muss keine Gänge einlegen, sondern kuppelt einfach in die eine oder die andere Übersetzung ein) sollte ein Elektromotor auf dem Leistungsniveau typischer Diesel durchaus die gleiche Mobilität von 0 bis 130 km/h bieten. Und mehr spielt in den Straßennetzten aller anderen Nationen ja gar keine Rolle...