Was ist los in Syrien?

Nur so viel, Schwimmbadchlor musst du unter 50° lagern, waffenfähiges Chlor tust du Gutes daran, es stehts deutlich unter 20° zu halten, sonst bekommst du selbst ein nettes Problem.
Letztere Temp. kann man in dem Klima von Syrien ohne Kühlung nicht lagern und schon gar nicht aus Haushaltsmitteln herstellen.

WTF? Chlor ist ein Gas, dass du bei beliebigen Temperaturen (naja - zumindest bis 100 °C) in Druckgasflaschen lagern kannst. Und eine Unterscheidung in Chlorbildende Chemikalien in "Schwimmbad" und "waffenfähig" wäre mir auch neu, mit einer etwas stärkeren Säure (wie sie zum Standardrepertoire von Reinigungsfirmen gehört) kannst du aus beinahe jeder chlorigen Reinigungs-/Bleich-/Desinfektionslösung größere Mengen Chlorgas freisetzen. Da gibt es mehr als genug Beispiele tödlicher Haushaltsunfälle und zumindest anekdotenhaft gibt es auch Berichte von eifrigen Putzfrauen, die mittels Chlorknallgas ganze Gebäudeetagen weggeputzt haben.

Chlorhaltige Verbindungen nach deutschem Recht sicher zu lagern mag (u.a. genau deswegen) etwas komplexer sein, aber das wird Personen die auf Waffeneinsatz aus sind nicht tangieren.

Und ach so, Schuldvorwürfe:
Wer wenn nicht die Russen hätten genug Kapital und die logistische Möglichkeit, einem gewissen Assad bei der Herstellung bestimmter Stoffe in seinem zusammengeschossenen Land zu helfen?

"wenn nicht" ist arg hypotethisch, denn Russland kann ziemlich viel. Bei "wer neben" würde in Bezug auf Chlor jeder bessere Bau- oder Großmarkt reichen, von einem Poolreinigungsunternehmen ganz zu schweigen. Bei komplexen chemischen Kampfstoffen sollte die Frage auch eher "wer würde" lauten und bezogen auf Assad kämen zumindest der Iran, die Türkei und Nordkorea auf die Liste. Bei geringen Mengen (und bislang waren es immer sehr lokale Vorfälle) können dank zahlreicher Geheimdienste und eben der Tatsache, dass der Verbleib eines Teils syrischer Lagerbestände ungeklärt ist, beinahe jeder in Frage kommen. Ausdrücklich eingeschlossen nichtpolitischer Gruppen alias Waffenhändler.


Hat Trump eigentlich schon mal jemand gesagt das er selbst Nachfahre eines Einwanderes ist? Manchmal könnte man meinen das er das irgendwie nicht wüsste. :D

https://www.changingworld.com/media...eab33525d08d6e5fb8d27136e95/V/-/V-038_4_2.jpg

Seit wann bin ich den Putinversteher nur weil ich halt "Im Zweifel für de Angeklagten", ein grundlegendes Prinzip des Rechtsstaat, anwende? :P
Solange Russland, oder Assad, oder jedem anderen, nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, oder zumindest ein handfester Indizienbeweis erbracht werden kann, werde ich sicher nicht ein endgültiges Urteil fällen. ;)

In der Gegend gibt es mittlerweile nur noch Angeklagte.
Und verdammt wenig Unschuldige ;)


So langsam flippe ich aus, das befreit doch nicht davon, dass sie einen Terroranschlag mit 3000 Toten Vorschub geleistet haben. (Eigene Handlung)

"eigene Handlung"? "Vorschub geleistet"?
Gut, sie haben mal jemanden beherbergt, der eine Organisation anführte, deren Mitglieder für 9/11 verantwortlich waren. Ob er persönlich was damit zu tun hatte, wurde bis heute nicht abschließend geklärt und die direkte US-Beteiligung am Krieg in Afghanistan war 1-2 Jahre alt, ehe auch nur diese Zeile feststand. Zum Zeitpunkt des Angriffes gab es dagegen nichts weiter als die Beschuldigung Dubbyas, OBL wäre Schuld mit der anhängenden Forderung "sofortige Auslieferung". Es darf bezweifelt werden, dass die Taliban sonderlich viel von Rechtsstaatlichkeit verstehen, aber nicht einmal nach deutschem Recht wäre ein Gehorchen legitim gewesen. Als Krönung wäre noch anzumerken, dass der genaue Aufenthaltsort OBLs zu diesem Zeitpunkt ebenfalls unklar war und dass er letztlich außerhalb Afghanistans gefunden wurde...

Und mit dem Begriff "Schuld" solltest du bei lang andauernden Konflikten sowieso verdammt vorsichtig sein. Man kann objektiv sagen, wer mit einer bestimmten Eskalationsstufe angefangen hat und zum oftmals ergibt sich daraus auch, wer die Macht hat, die aktuelle Situation abzubrechen. Aber "eine" Ursache zu finden bedeutet sehr häufig subjektiv die Sichtweise einer Gruppe über Board zu schmeißen.
 
Tja, werter ruyven_macaran,
dann hast du wieder was gelernt in Bezug auf Chemie im Allgemeinen und Chlor im Besonderen.
Einsatze mit Chlorgas | ABC-Gefahren - Blog

Auszug aus dem obigen Artikel:
Bei Einwirkung von verflüssigtem Chlor (die Temperatur des austretenden Flüssigchlors aus Gasflaschen beträgt i.d.R. unter -34°C) sind lokale Erfrierungen und schwere Verätzungen an allen kontaktierten Geweben zu befürchten.
Ebenso kann das tiefkalte Gas Chemikalienschutzkleidung zerstören! Ggf. Kälteschutz mit beachten!
In der Regel wird Chlorgas als Flüssiggas in Flaschen oder Kesselwägen transportiert.
Bei normalen Umgebungsbedingungen (20°C) wird aus einem Liter Flüssigchlor durch Verdampfen ca. 457 Liter Gas (der Siedepunkt liegt bei -34°C, sobald es wärmer ist verdampft das Flüssigchlor mit der Zeit vollständig).
Chlorgas ist schwerer als Luft und kriecht am Boden entlang.

Glaub mir, ich bin mit meinen 53 Lenzen nun schon seit Jahrzehnten in der Chemie unterwegs und weiss, was ich schreibe....
 
Weil das Chlor im Freien ggf. um den Wasserschild herumkriecht, weil es schwerer als Luft ist und sich als Gas selbst wie eine "Art" fließendes Wasser verhält.
Da wäre ein feiner "Rasensprenkler sogar besser als ein dicker Wasserstrahl (ein Hydroschild ist nix anderes als eine Wasserwand), weil sich das Chlor eigentlich ganz gerne mit Wasser verbindet.
In geschlossenen Räumen macht es durchaus Sinn, einen Chloraustritt mit einer Sprinkleranlage zu beaufschlagen und es so zu binden.
 
Tja, werter ruyven_macaran,
dann hast du wieder was gelernt in Bezug auf Chemie im Allgemeinen und Chlor im Besonderen.
Einsatze mit Chlorgas | ABC-Gefahren - Blog

Auszug aus dem obigen Artikel:
Bei Einwirkung von verflüssigtem Chlor (die Temperatur des austretenden Flüssigchlors aus Gasflaschen beträgt i.d.R. unter -34°C) sind lokale Erfrierungen und schwere Verätzungen an allen kontaktierten Geweben zu befürchten.
Ebenso kann das tiefkalte Gas Chemikalienschutzkleidung zerstören! Ggf. Kälteschutz mit beachten!
In der Regel wird Chlorgas als Flüssiggas in Flaschen oder Kesselwägen transportiert.
Bei normalen Umgebungsbedingungen (20°C) wird aus einem Liter Flüssigchlor durch Verdampfen ca. 457 Liter Gas (der Siedepunkt liegt bei -34°C, sobald es wärmer ist verdampft das Flüssigchlor mit der Zeit vollständig).
Chlorgas ist schwerer als Luft und kriecht am Boden entlang.

Glaub mir, ich bin mit meinen 53 Lenzen nun schon seit Jahrzehnten in der Chemie unterwegs und weiss, was ich schreibe....

?
Ich will nicht abstreiten, dass 53 jährige wissen, was sie schreiben. Aber mir ist vollkommen unklar, was du mir mit diesem Post sagen willst.

Du antwortest auf einen Beitrag, in dem es um die Lagerung von Chlor, die Darstellung von Chlor aus gängigen Chemikalien und eine unklare Unterscheidung zwischen "Schwimmbad" und "waffenfähigem" Chlor ging. Dein Post respektive Link beschreibt Gefahren in der Bekämpfung einer sehr kalten, konzentriert vorliegenden, aggressiven Chemikalie. Das mag die syrische Feuerwehr gerade brennend interessieren, aber deine bisherigen Behauptungen in dieser Diskussion werden nicht belegt weil nicht thematisiert.
(Spontanes googlen fördert übrigens keine Angebote für kälteverflüssigtes Chlor zu Tage, aber massenhaft für druckverflüssigtes. Letzteres kann sich gemäß Gay Lussac durch Expansion nicht unter seinen Siedepunkt abkühlen, hätte also "i.d.R." nicht "unter -34°C", sondern in Umgebungen mit Normaldruck nie unter -34,6 °C und in der Praxis sollte es als siedende Flüssigkeit mit Temperaturen leicht darüber austreten.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Gase unter Druck kühlen grundsätzlich bei Expansion .

Lagerung von Chlor ist deshalb bei bestimmten Temperaturen vorgegeben weil es bei höheren Temperaturen reaktionsfreudiger wird und die üblichen Stahlpullen angreift.
Die Gründe müssen also nicht immer Komplex sein.Die militärische Verwendung ergibt sich mir immer noch nicht.

Mag aber sein,das eine Personengruppe Bärtiger,geklaute Gaspullen z.B aus dem nächsten Schwimmbad klaut um damit irgendwelche anderen Bärtigen die sich in Kellerlöchern aufhalten, damit Ausräuchern.

Ein weggebombtes Schwimmbad könnte uns ebenso als gefährliche Produktionsstätte für Chemiewaffen verkauft werden da ja Chlorverbindungen auch nachgewiesen werden können.
Jeder hat wohl vom Bösen und Guten Terror seine eigenen Vorstellungen.
 
So langsam flippe ich aus, das befreit doch nicht davon, dass sie einen Terroranschlag mit 3000 Toten Vorschub geleistet haben. (Eigene Handlung)

Anderes historisches Beispiel:
Die herrschende Meinung der historischen Zunft ist sich darüber einig, dass es ohne den Versailler Vertrag nicht zur Nazi/ Hitlers Machtergreifung gekommen wäre, sind nun die Versailler Vertragsmächte schuld am Holocaust im 3. Reich?
Oder war das nicht viel mehr die Handlung von den jeweiligen Nazis, auch wenn der Versailler Vertrag mit die Grundlage dazu gelegt hat, dass sie überhaupt an die Macht gekommen sind!

Du solltest wirklich deine Beispiele lassen, das ist danebengegriffen. Natürlich tragen die Siegermächte keine direkte Verantwortung dafür das man im Dritten Reich zu dem Schluss gekommen ist Juden zu vergassen, allerdings trägt man indirekt schon eine Mitschuld, indem man mit dem Versailler Vertrag Bedingungen geschaffen hat die den Nationalsozialismus begünstigt haben, darüber sind sich Geschichtsforscher auch relativ einig, das der Versailler Vertrag etwas war das den Nationalsozialismus in Deutschland begünstigt hat, durch die einseitige Schuldzuweisung am Ersten Weltkrieg, die militärische Verkrüppelung und überzogenen Reperationen und wirtschaftliche Stickmatisierung.

Trotzdem geht das Beispiel am Kern vorbei. Anderes Beispiel was zutreffend wäre, vieleicht verstehst es ja dann, wobei ich mir da nicht mal so sicher bin, da du ja auch in der Stalingradgeschichte nicht erkannt hast das deine eigenen Behauptungen widerlegt waren.

Die USA behaupten 2002/2003 der Irak habe Chemiewaffen, marschieren dann in den Irak ein und stürzen das dortige Regime, nach einigen Jahren verlässt man mit seinem Militär weitestgehend das Land, welches alles andere als politisch und gesellschaftlicht stabil war und unter massiven internen Konflikten und regelmäßigen Terroranschlägen zu kämpfen hatte, sowie nach wie vor wirtschaftlich unter den vorrangegangenen 12 Jahren Sanktionen litt.

Ergebnis davon? Der IS nutzt diese entstandene Lücke und erobert erhebliche Teile des Landes und bringt eine der größten Städte unter seine Kontrolle.
Tragen die USA dort jetzt keine Schuld daran das es dazu kam und man reagieren musste?

Anderes Beispiel.
Im Iran kommt es zu Demonstrationen gegen den Schah, welcher erfolgreich abgesetzt wird, die USA unterstützen mit Geheimdiensten und Geld das die Demonstrationen niedergeschlagen werden können und er Schah wieder auf seinen Thron kommt. Preis, sowohl gemäßigte Oposition, als auch Regime sind so schwach das ein Befürworter eines islamischen Gottesstaates es schaffen den Schah erneut zu stürzen und aus dem Iran einen Gottestaat zu machen. Keine Schuld?

Oder eben, in Afghanistan versuchen die Sovjets einen Regimechange, indem sie mit ihrem Militär in Afghanistan einmarschieren, angeblich um die dortige kommunistische Revolution zu schützen.
Die USA unterstützen daraufhin die islamischen Mudschaheddin, vorläufer der Taliban, welche gegen die Sovjets kämpfen, ohne die Unterstützung aber wohl verloren hätten.
Zuerst mit Geld und Informationen, später mit modernem Kriegsgerät, Ausbildern und kleinen Spezialeinheiten in Mudschaheddin Uniformen, um die Sovjets aus Afghanistan zu vertreiben.
Nachdem das passiert ist übernehmen jene schon damals islamistischen Rebellen die Kontrolle über Afghanistan und gewähren dort auch Al-Quida freien Ein- und Ausgang, sowie finanzielle Unterstützung, die dann in den folgenden 12 Jahren verschiedene Anschläge vollführen und was 2001 in den Anschlag auf das World Trade Center mündet.

Man trägt an 9/11 also keine erhebliche Eigenschuld, indem man ihnen mit Afghanistane einen sicheren Rückzugsraum geschaffen hat, wo keine Razzia, kein Geheimdienst evt. schon Jahre vorher auf ihre Planungen aufmerksam hätte werden können, weil es ein Land unter Kontrolle von Sympatisanten einer regiden Auslegung des Islam ist und alles nur weil man dadurch ursprünglich die Sovjets treffen wollte?

Natürlich muss man dann reagieren wenn dann sowas wie 9/11 passiert, aber das ändert nichts daran das man die Bedingungen dafür, das man reagieren muss selbst erst mit geschaffen hat und dafür kann man was.

Vergleichbares gilt dann für Syrien. Es kommt zu Demonstrationen gegen das Regime, diverse Rebellengruppen bilden sich, man diferenziert in den USA nicht wirklich und beliefert einfach blind jeden der irgendwie gegen Assad ist Waffen (bis letztes Jahr, wo Trump es eingestellt hat, da Ziel Assad stürzen gescheitert ist) und "wundert" sich dann das damit sowas wie der IS dort unten völlig eskalieren kann und die Waffen in deren Händen landen.

Nebenbei, es ist mal wieder bezeichnend das du es als USA-Basching bezeichnest, obwohl ich im Afghanistanbeispiel schon im letzten Post gesagt habe das der Einmarsch der Sovjets ebenfalls unrechtsmäßig war.
Entweder du bist wirklich schwach im Leseverständnis, oder aber machst es, wie schon in deinem Salingradvorwurf, bewusst.

Die Kausalität ist jetzt aber sehr, sehr weit hergeholt, findest du nicht auch?

Es sind zimlich kausale Zusammenhänge, weit hergeholte Kausalitäten sind ehr Dinge wie Dons "putzige" Ansicht es wäre eine vergleichbare Kausalität das der Versailler Vertrag eine direkte Schuld an der Vernichtung von Juden unter den Nazis wäre, das ist wirklich sehr weit hergeholt, aber gut das man scheinbar nicht mehr von ihm erwarten kann hat er ja schon zuvor ausgibigst bewiesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man trägt an 9/11 also keine erhebliche Eigenschuld, indem man ihnen mit Afghanistane einen sicheren Rückzugsraum geschaffen hat, wo keine Razzia, kein Geheimdienst evt. schon Jahre vorher auf ihre Planungen aufmerksam hätte werden können, weil es ein Land unter Kontrolle von Sympatisanten einer regiden Auslegung des Islam ist und alles nur weil man dadurch ursprünglich die Sovjets treffen wollte?

Das schoene an Zeitstrahlen ist, dass es jedem ueberlassen bleibt, wo sie beginnen.

Hat die Unterstuetzung der Mudschahedin durch die USA die von Dir beschriebene Entwicklung mindestens beguenstigt? Ganz bestimmt. Haetten die Amerikaner dagegen Afghanistan der Sowjetunion ueberlassen - haette das 9/11 dann verhindert? Oder haetten die Sowjets die Tuer fuer Kraefte wie Al-Qaida eher noch ein bisschen weiter geoeffnet? Ich weiss es nicht. Weshalb man hier zweifellos von Kausalitaeten sprechen kann, ich mich aber hueten wuerde, eine "Schuld" zu erkennen. Es sei denn, Du verfuegst ueber prophetische Faehigkeiten. Dann solltest Du viel mehr Lotto spielen.
 
Das schoene an Zeitstrahlen ist, dass es jedem ueberlassen bleibt, wo sie beginnen.

Hat die Unterstuetzung der Mudschahedin durch die USA die von Dir beschriebene Entwicklung mindestens beguenstigt? Ganz bestimmt. Haetten die Amerikaner dagegen Afghanistan der Sowjetunion ueberlassen - haette das 9/11 dann verhindert? Oder haetten die Sowjets die Tuer fuer Kraefte wie Al-Qaida eher noch ein bisschen weiter geoeffnet? Ich weiss es nicht. Weshalb man hier zweifellos von Kausalitaeten sprechen kann, ich mich aber hueten wuerde, eine "Schuld" zu erkennen. Es sei denn, Du verfuegst ueber prophetische Faehigkeiten. Dann solltest Du viel mehr Lotto spielen.

Ob es anders gekommen wäre wenn man in Afghanistan nicht so gehandelt hätte wie man hat kann ich dir auch nicht beantworten, ob ohne Afghanistan 9/11 nicht passiert wäre genauso wenig, aber das ändert nichts an der Schuld.
Ansonsten könntest du ja jede Schuld relativieren indem du schlicht sagst naja hätte man dies und das nicht gemacht wäre dies und das ja vieleicht genauso passiert, wie naja wäre das Reh jetzt nicht über die Fahrbahn gelaufen wäre er vieleicht durch sein Telefon so abgelenkt gewesen das er den Unfall trotzdem gebaut hätte, bei dem jemand zu Schaden kam, weil er nicht rechtzeitig gebremmst hätte, bzw. hätte den Unfall nicht gebaut.
Nur weil man nicht sagen kann wie es unter etwas anderen Bedingungen verlaufen wäre, oder ob es anders verlaufen wäre entbindet das nicht von der Schuldfrage, das wäre ja wie gesagt ein Freifahrtsschein.
 
Das schoene an Zeitstrahlen ist, dass es jedem ueberlassen bleibt, wo sie beginnen.

Hat die Unterstuetzung der Mudschahedin durch die USA die von Dir beschriebene Entwicklung mindestens beguenstigt? Ganz bestimmt. Haetten die Amerikaner dagegen Afghanistan der Sowjetunion ueberlassen - haette das 9/11 dann verhindert? Oder haetten die Sowjets die Tuer fuer Kraefte wie Al-Qaida eher noch ein bisschen weiter geoeffnet? Ich weiss es nicht. Weshalb man hier zweifellos von Kausalitaeten sprechen kann, ich mich aber hueten wuerde, eine "Schuld" zu erkennen. Es sei denn, Du verfuegst ueber prophetische Faehigkeiten. Dann solltest Du viel mehr Lotto spielen.

Nightslaver hat ein konkretes, historisches Ereignis genannt. Das kann man untersuchen und die Folgen/Konsequenzen dieses Ereignisses auch.

Du bemühst hingegen ein „was-wäre-wenn Szenario“. Das kann man seriöserweise nicht untersuchen, sondern lediglich Mutmaßungen anstellen.

Also was genau willst du sagen?
 
Ist eigentlich nicht besonders schwer zu verstehen, aber - "schuldig" sind die, die eine Tat begehen. Also die Entfuehrer der Flugzeuge und ihre Hintermaenner. Umstaende, die in Verbindung miteinander Kausalitaeten begruenden, moegen dies beguenstigt haben. Andere Umstaende haetten aller Voraussicht nach zu anderen Kausalitaeten, aber nicht zwingend zu einem anderen Ergebnis gefuehrt. Weshalb ich den Begriff "Schuld" hier unangebracht finde.
 
D’accord.

Ich hätte auch nicht das Wort Schuld benutzt, ich hätte eher sowas gesagt, wie die Umstände begünstigt oder mittelbar verantwortlich. Die USA trifft selbstverständlich keine Schuld an den Anschlägen.

Was Nightslaver aber vermutlich meint (so habe ich seine Aussage zumindest aufgefasst), dass die USA durch ihr Handeln es begünstigt haben. Und in der Hinsicht sind seine Beispiele (z.b. das über Versaille oder halt die Vorgeschichte zu den Anschläge des 11. September) mMn gut gewählt.
 
Sehe ich auch so,
Die heute gut zu erkennenden Resultate der Handelnden waren wohl in der heutigen Prägung kaum abzusehen.
Ich denke auch, dass zu dem jeweiligen Zeitpunkt die USA oder Russland oder sonstwer aus tiefster Überzeugung handelten, genau das Richtige zu tun.
Heutzutage sind wir ein bisschen schlauer, aber in Summe nicht weiser geworden.
 
Ist eigentlich nicht besonders schwer zu verstehen, aber - "schuldig" sind die, die eine Tat begehen.

Interessante Ansicht, aber leider doch recht realitätsfremd. Sieht auch unsere Rechtssprechung etwas anders, du musst niemanden selbst ermordet haben um eine Mitschuld zu tragen, ebenso wenig bist du nur dann schuldig wenn du eigenhändig ein Flugzeug ins World Trade Center gesteuert hast, oder selbst den Gashahn aufgreht hast um Juden zu vergasen.

Nicht umsonst sind auch Schreibtischtäter verurteilt worden die den Holocaust nur auf dem Papier verwaltet haben.
 
Hier liegst du juristisch völlig daneben!

Eine Mitschuld im juristischen Sinne gibt es nur, wenn du konkret zur Tat, den subjektibven Tatbestand des Vorsatzes erfüllst, das machen Schreibtischtäter, die in die Tat involwiert sind, durch bedingten Vorsatz.
Du kannst aber absolut keine juristische Mitschuld oder Schuld auf dich laden, wenn du von der Tat ansich gar nichts gewußt hast, wie soll da ein subjektiver Tatbestand entstehen?

Schreibtischtäter, die wußten das mit ihrem Handeln Straftaten ermöglicht wurden, haben auf diese Taten ein subjektiven Tatbestand, jetzt mußt du mir aber mal erklären, wie ein Mitglied der US-Regierung einen subjektiven Tatbestand, zu Terroranschlähen in den USA oder auf US Botschaften, Schiffe etc. ab 1992 entwickeln sollte, von denen er bis zur Tat noch nie etwas gewußt oder gehört hat?

Das was du hier andeutest ist juristisch vollkommen falsch!
 
Zuletzt bearbeitet:
Soviel dazu wie sicher es in Duma ist und die OPCW schon jemanden hinschicken wird der auch ein wenig Beschuss schon aushalten wird:

Von wem der Angriff auf die UN-Mitarbeiter ausging, ist derzeit unklar.

...

Üzümcü erklärte: "Zurzeit wissen wir nicht, wann das Expertenteam nach Duma geschickt werden kann." Dies werde er nur dann in Erwägung ziehen, wenn aus Sicht der UN die Sicherheit gewährleistet sei und das OPCW-Team "ungehinderten Zugang" zum mutmaßlichen Angriffsort bekomme.

OPCW: Schusse und Sprengsatzattacke auf UN-Mitarbeiter in Duma | WEB.DE

War "sicher / 110%ig" Russland und Assad, womit die Schuldfrage auch "wieder einmal" geklärt wäre. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Sehe ich auch so,
Die heute gut zu erkennenden Resultate der Handelnden waren wohl in der heutigen Prägung kaum abzusehen.
Ich denke auch, dass zu dem jeweiligen Zeitpunkt die USA oder Russland oder sonstwer aus tiefster Überzeugung handelten, genau das Richtige zu tun.
Heutzutage sind wir ein bisschen schlauer, aber in Summe nicht weiser geworden.

Wie oben schon geschrieben: Über die direkten Folgen waren sich die Verantwortlichen meistens im klaren. Diverse !gewählte! Politiker haben aber zum Teil sehr fragwürdige Vorstellungen davon, was "Das Richtige" ist. Für die UdSSR war das in Afghanistan die Unterstützung einer kommunistischen Partei, ungeachtet deren Rückhalt in der Bevölkerung. Für die USA war in direkter Folge "das Richtige" die Verhinderung einer sowjetischen Regierung um jeden Preis, einschließlich der totalen Destabilisierung der gesamten Region und Vernichtung sämtlicher demokratischer oder auch nur (rechts-)staatlicher Interessensgruppen. Das führte aber immer noch nicht zu Al Kaide und 9/11 - die USA reihten erst noch eine lange Kette von Entscheidungen an einander, bei denen jedes einzelne Mal geopolitische oder wirtschaftliche Interessen im nahen Osten über die legitime Selbstbestimmung der Bewohner vor Ort gestellt wurden.

Erst am Ende diverser Schritte kam es zur Kombination von extremistischem Regime, Terrorismus und internationaler Zielsetzung und Unterstützung, in der die USA Opfer eines global operierenden, u.a. aus Afghanistan geführten Netzwerkes wurden. Aber kein einziger dieser Schritte hatte unvorhergesehene Konsequenzen, man hat sich sehenden Auges immer tiefer in die ******* geritten und zu jedem Zeitpunkt geweigert, Fehler bei sich und legitime Interessen bei der Gegenseite anzuerkennen.

Genau das Gleiche läuft auch in Syrien: Diktator unterstützen auf aufrüsten? Toll. Oppositionelle, gewaltbereite Kräfte nehmen dem Diktator die Kontrolle weg? Arbeiten wir halt mit denen zusammen. Islamisten drohen den entkräfteten Staat zu überlaufen? Rüsten wir doch Extremisten aus, um sie zu stoppen. Zu keinem Zeitpunkt ging es irgend einem der Einflussnehmer um das Wohlbefinden vor Ort oder um Rechtsstaatlichkeit und da ist es eben keine unerwartete Konsequenz, wenn jetzt Rechtslosigkeit und lebensfeindliche Zustände herrschen. (Ausbauen kann man das in diesem Fall auch noch auf die regionalen Einflussnehmer selbst: Iran, Saudi Arabien, Türkei, Kurden und Israel würden nicht mit ihren heutigen Interessen und Möglichkeiten dort agieren, wenn in der Vergangenheit nicht alle möglichen Ziele über die Interessen der lokalen Bevölkerung gestellt worden wären.


Soviel dazu wie sicher es in Duma ist und die OPCW schon jemanden hinschicken wird der auch ein wenig Beschuss schon aushalten wird:



War "sicher / 110%ig" Russland und Assad, womit die Schuldfrage auch "wieder einmal" geklärt wäre. ;)

Man beachte, dass das OPCW-Team nicht beschossen, sondern weiterhin am Zugang gehindert wurde.
Und das hier niemand gesagt hat, wen die OPCW schicken wird, sondern wen Russland und Syrien einladen könnten, Wahrheit für sie die höchste Priorität hätte.
 
Das mit dem in die Sch... reiten in Bezug auf die von dir aufskizzierte US-Außenpolitik kann ich nur unterschreiben.
Letztlich meinte ich das ja auch, diverse Fehlentscheidungen waren weit vor 9/11 aus heutiger Sicht absehbar und hätten gerade für die US-Geheimdienste auf der Abwägungsliste stehen müssen - taten sie aber offensichtlich nicht.

In Bezug Afghanistan zur Zeit der sowjetischen Intervention:
Das war nur eine markante Ausprägung des kalten Krieges, in der beide Atommächte versuchten, Gelände zu gewinnen.
Aber in Bezug auf die aktuellen Themen mag das der Anfang (wenn es denn den je gab) gewesen sein...

Mutmaßlich kann man die ganze Liste von Wicki nehmen Liste von Kriegen – Wikipedia
und in jedem Krieg werden Geheimagenten beider Seiten unterwegs gewesen sein, um sich irgendeinen Vorteil zu schaffen.
 
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