Was ist los in Syrien?

Ist doch auch richtig, im Vergleich zu einer Kernwaffe sind die Gebiete nach dem Einsatz von chemischen, repektive biologischen Kampfmitteln nach kurzer Zeit wieder problemlos nutzbar (betretbar).

Bei biologischen Waffen würde es Zivilisten ausschließen, denn selbst, wenn man einen Impfstoff hat kann man diesen nicht vor einem Einsatz Zivilisten geben und je nach genetischer Veränderung können diese Bakterien oder Viren recht lange bleiben.
Man konnte auch nach einer recht kurzen Zeitspanne wieder in Hiroshima leben, es dauert nur ewig bis auch das letzte bisschen Verschwindet.
Im Grunde nach hätte man dann Völkermord begangen, denn mit dem richtigen Mittel lebt innnerhalb von kürzester in der Region danach niemand mehr egal ob Soldat oder Zivilist, bei einem Atom- oder Chemieangriff sieht die Sache anders aus.
 
Sollte man annehmen, dem gegenüber steht aber z.B. Lybien
...
Ich würde es also nicht für die Region verallgemeinern wollen.

Mit verallgemeiner sollte man immer vorsichtig sein, aber wie genau stehen deine Ausführungen über das nordafrikansiche Lybien im Gegensatz zu meinen Aussagen über Syrien und Vorderasien? Lybien hat in der Tat eine andere Struktur als Syrien, aber auch als Iran, SA,... und ähnelt eher (wenn auch eher aus historischen denn geokulturellen Gründen) den afrikanischen Putsch-Diktaturen.


Ich gehe mal davon aus, dass dort russische Soldaten und auch syrische Soldaten sind.
Wenn diese beiden Länder ein Interesse an der Aufklärung hätten, wäre es für sie ein Leichtes, den Beobachtern Zugang zu verschaffen. Immerhin haben die beiden Armeen ja die militärische Hoheit.
Je länger sich das aber hinzieht, desto unglaubwürdiger wird die ganze Geschichte. Selbst wenns nicht die Russen oder Assad waren, werden die Ermittlungen und die Aufklärung immer schwieriger.
Man könnte meinen, dass Russland und Syrien erst mal die Beweise so hinbauen müssen, dass sie in ihre Geschichte passen.

Rückstände von Chlor verflüchtigen sich mir der Zeit, die Story von Assad und Putin lautet "es gab kein Chlor". ""hinbauen müssen""?

Na ja, chemische Waffen sind ja, wenn ich nicht irre, völkerrechtlich geächtet bzw. ist der Einsatz verboten.
Wer also welche einsetzt, verstößt gegen das Völkerrecht und muss daher mit einer Bestrafung rechnen. Wie die nun ausfällt, ist natürlich Ansichtssache.

Wenn man sich auf internationale Vertragswerke bezieht, dann steht am Anfang weiterer Überlegungen einer Untersuchung durch OPCW...


Nein ist es nur sehr bedingt, wie ich oben im Zitat schon angeschnitten habe.
Der direkte militärische Nutzen hielt sich sehr in Grenzen, am effektivsten erwies sich Giftgas bei Zielen die nicht geschützt sind, somit ganz am Anfang, als es noch einen Überraschungsmoment gab und genau da liegt der Knackpunkt.
Ein paar Millionen Soldaten bekommst du noch recht effektiv geschützt, die komplette Infrastruktur eines Landes, mit mehreren dutzend Millionen Menschen, vom Baby bis zum Greis, nicht.

Der Einsatz von Giftgas gegen direkte militärische Ziele war also im Grunde nahezu völlig uninteressant, aber um damit ganze Städte zu bombadieren (in der Luftfahrt zeichnete sich zum Ende des ersten Weltkriegs die Möglichkeit ja ab) und somit die Kriegswirtschaft, Verwaltung, Versorgung und Nachschub an Menschen weitestgehend lahm zu legen, ohne die Infrastruktur, wie mit konventionellen Bomben, zu zerstören, und dann am Ende vieleicht sogar noch einfach das Gebiet zu okupieren... :devil:

Das war ein Szenario an dem keines der Länder, die im Ersten Weltkrieg Giftgas eingesetzt haben, ein Interesse hatte, somal Giftgas halt auch für andere Staaten relativ einfach zu produzieren war.

*edit*
Und wenn ich mich noch richtig entsinne hatten die Engländer im Zweiten Weltkrieg ja sogar eine Zeit lang die Befürchtung das Hitler auf die Idee kommen könnte Städte wie London mit Giftgas zu bombadieren...

Hier zum Beispiel wird davon gesprochen das man so bei einer Invasion von England, mit dem Einsatz von Giftgas gegen zivile Ziele, Panik stiften wollte und damit dann den Plan verfolgt hat, mit der dann einsetzenden Evakuierung der Zivilbevölkerung, die englischen Truppen zu behindern:

Nazis 'planned gas attack' during UK war invasion - BBC News

Ihr denkt viel zu kompliziert. Das es eine fast global unterzeichnete Konvention gegen chemische, aber nicht gegen atomare Waffen gibt, hat einen viel banaleren Grund:
Die Atommächte und ihre Verbündeten wollen Massenvernichtungswaffen verbieten, die sie selbst nicht brauchen, aber nicht solche auf denen ihre eigene Abschreckung aufbaut. Beschlossen wurde die Konvention auch erst in den 90ern, weit ab von allen Weltkriegserfahrungen. Die haben nur zu einer Vereinbarung gegen den Fronteinsatz nach dem ersten Weltkrieg gereicht, aber ohne Details zu Zivilisten und ohne dass die Staaten aufgehört hätten, daran zu arbeiten, für den Fall dass es doch nicht anders geht oder der Gegner anfängt. "Gleichgewicht des Schreckens" ist so gesehen schon etwas älter, als A-Waffen und es hatte seinen Grund, dass Gas-Drills für Truppen und Zivilisten zum Zweiten Welt- und zum Kalten Krieg gehörten.
 
Rückstände von Chlor verflüchtigen sich mir der Zeit, die Story von Assad und Putin lautet "es gab kein Chlor". ""hinbauen müssen""?

Genau das ist ja damit gemeint.
Die "Beweise" müssen entsprechend manipuliert werden. Wenn das Chlor weg ist, kann man auch nichts mehr nachweisen.
In diesem Fall muss nur lange genug gewartet werden und exakt darum geht es Putin und Assad.
 
Wer die 36 Minuten hat sollte sich mal folgende arte-Reportage über die letzten Tage von Afrin (vor der türkischen Eroberung) anschauen.
Fand die recht sehenswert, da es mal ein etwas anderer Blickwinkel ist, als das was man sonst so aus den Nachrichten darüber mitbekommen hat und eigentlich recht gut zeigt wie "internationalisiert" dieser ganze Konflikt inzwischen doch eigentlich ist und das nicht nur was die offiziellen Konfliktparteien anbelangt (also Russland, USA, Türkei, ect.):

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Yeah. Unten Assad, oben Erdogan und die Kurden mittendrin. Was genau ist an der zu erwartenden Eskalation "sehr gut"? Warum die Anfuehrungszeichen bei den Gefluechteten? Und wohin sollen die zurueck? In Assads Gefaengnisse? Da ist immerhin wieder Platz und Heim & Hof hat sich der Gasmann von Damaskus fuer sein neusyrisches Reich schon mal per Dekret unter den Nagel gerissen.
 
Dieser Krieg, der erst durch die logistische Unterstützung von außen so lange gedauert hat, muss endlich beendet werden. Insofern ist es gut, dass Assad Stück für Stück die letzten Gebiete erobert, die noch unter der Herrschaft von Terroristen sind.

Es sein denn natürlich man befürwortet es, dass Syrien ein failed state werden soll. Warum man das allerdings unterstützen sollte, ist mir ein Rätsel.
 
Das halte ich für ein Gerücht. Syrien ist natürlich kein Musterstaat, mittlerweile bietet es auch in Teilen keine unbedingt schöne Skyline.
Aber wo Assad das Sagen hat (und so klein ist das Gebiet nun nicht), ist quasi wieder völlige Ruhe eingekehrt. In Damaskus sowieso.

So ist das eben, wenn die halbe Welt ihre Bombenvorräte über einem auskippt.

Mittlerweile zankt man sich aber hauptsächlich darüber, wer wie viele Milliarden an Syrien für den Wiederaufbau überweist und wer die lukrativsten Aufträge abgreifen kann.
Wer darf Syrien wieder aufbauen?

Gibt halt nur eine Sache, die genauso lukrativ ist, wie das zerstören eines Landes: dessen Wiederaufbau. In ein paar Jahren ist Syrien sicherlich wieder exorbitant besser aufgestellt, als die anderen Staaten in der Nähe, die den "regime change" tatsächlich vollzogen haben.
 
Aber wo Assad das Sagen hat (und so klein ist das Gebiet nun nicht), ist quasi wieder völlige Ruhe eingekehrt. In Damaskus sowieso.

Totenstille trifft es besser.

So ist das eben, wenn die halbe Welt ihre Bombenvorräte über einem auskippt.

Es war vor allem der Gasmann von Damaskus und sein Goenner im Kreml, die die Zivilbevoelkerung mit allem - konventionell und gerne auch mal nicht-konventionell - bepflastert haben, was gerade zur Hand war oder daheim sonst teuer haette verschrottet werden muessen. Denn auch, wenn sich daran viele nicht erinnern wollen: nach Russlands "Eingreifen" (dem, wohl aus Tradition, die schon bekannten Alles-Luege-Rufe vorangingen) ging die Zahl der Fluechtlinge erst durch die Decke. Zu konstruieren, dass ein bombiger Endspurt die Dinge nun ins Lot und ebendiese Fluechtlinge wieder heim ins ... nach Syrien - in die per Dekret kassierten Haeuser - bringen wuerde, ist schon irgendwie entrueckt?

Aber wenn jedes Problem ein Fluechtling ist, dann ist eben die Problemloesungskompetenz mit der Zustellung des Abschiebebescheides erschoepft.
 
Russlands Eingreifen wäre nicht notwendig gewesen, wenn man diesen Krieg nicht von außen am Leben gehalten hätte.

Sich über die menschliche Tragödie in Syrien beklagen, aber gleichzeitig dafür sorgen, dass diese Tragödie so lange dauert, ist halt ziemlich heuchlerisch. Aber damit hat der Westen ja beste Erfahrung. Da unterstützt man lieber die Terroristen in Syrien mit Waffen und Logistik, als das am Ende der Falsche (aus Sicht des Westens) gewinnt.
 
Syrien IST ein failed state. Mir ist eher ein Raetsel, wie man davor die Augen so hermetisch verschliessen kann?!

Ja, seit ausländlische Mächte Waffen an „Rebellen“ liefern ist Syrien ein failed state, zuvor war er es nicht, zwar eine Diktatur, aber eine der „besseren“ Sorte.
 
Nun ich gebe die Schuld eher den sunnitischen Staaten als dem Westen und Russland.

Ein nicht eingreifen der Russen hätte dem IS geholfen, man hat ja gesehen, dass die nicht radikale syrische Opposition schwach war.
 
Totenstille trifft es besser.
Völliger Unfug. Das ist das Bild, das man hier gerne vermitteln möchte. Diesen Mist habe ich schon zu oft gehört, (von umgeworfenen Inkubatoren bis hin zur WMD).
Tatsächlich sah es dort im akuten Krieg so aus: Leben im Krieg: Was ein Teenager in Syrien uber die Fluchtlinge in Deutschland denkt - WELT
Es war vor allem der Gasmann von Damaskus und sein Goenner im Kreml, die die Zivilbevoelkerung mit allem - konventionell und gerne auch mal nicht-konventionell - bepflastert haben, was gerade zur Hand war oder daheim sonst teuer haette verschrottet werden muessen. Denn auch, wenn sich daran viele nicht erinnern wollen: nach Russlands "Eingreifen" (dem, wohl aus Tradition, die schon bekannten Alles-Luege-Rufe vorangingen) ging die Zahl der Fluechtlinge erst durch die Decke. Zu konstruieren, dass ein bombiger Endspurt die Dinge nun ins Lot und ebendiese Fluechtlinge wieder heim ins ... nach Syrien - in die per Dekret kassierten Haeuser - bringen wuerde, ist schon irgendwie entrueckt?

Aber wenn jedes Problem ein Fluechtling ist, dann ist eben die Problemloesungskompetenz mit der Zustellung des Abschiebebescheides erschoepft.
Ebenso völliger Quatsch. Assad hat keinen Krieg gezielt gegen die Zivilbevölkerung gefühlt. Es gehört leider zur Taktik von Islamisten (und was sich in diesem Konflikt noch so "Opposition" nennt) dazu, Zivilisten um sich zu scharen, Waffen direkt in Krankenhäusern und Schulen zu lagern, etc. pp.. Quasi eine Operation "menschliches Schutzschild".
Da blieb eben nur die Wahl, sich und das Land diesen extremen Leuten aufgrund dieses Vorgehens auszuliefern oder diese Taktik zu ignorieren. Du kannst dich ja mal kurz hineindenken und überlegen, wie du dich entscheiden würdest.
Nur wenige Staatenlenker würden kapitulieren, weil der Gegner Zivilisten als taktisches Mittel nutzen.
Man darf auch nicht vergessen, dass Syrien auch mit der Unterstützung der Russen und des Irans militärisch nicht dazu in der Lage ist, in Kriegsgebieten Haus für Haus Geiselnahmen (so wir hier denn im Gros von Geiseln und nicht von Sympathisanten reden) zu beenden.
Da bleibt unterm Strich: Krieg ist immer hässlich und ekelhaft. Vor allem dann, wenn man keine Präzisionswaffen besitzt, die Fliegen präzise treffen und der Gegner keinerlei Rücksicht nimmt.

Das Thema Gas ist bis dato nicht geklärt.Es gibt jede Menge Vermutungen und sicherlich auch identifizierte Wirkstoffe. Aber das sagt eben gar nichts darüber aus, wer sie letztendlich eingesetzt hat. Chlorgas bspw. kann jeder Laborant im ersten Lehrjahr mit handelsüblichen Küchenreinigern herstellen (hin und wieder vergiftet sich so auch mal eine Hausfrau bei der Badreinigung) und dass in diesem Konflikt auch Beutewaffen wie am Fließband genutzt worden sind, ist selbsterklärend. Ich möchte gar nicht ausschließen, dass Assad womöglich solche Waffen freigegeben hat (er ist eben auch nur ein Diktator). Es ist aber schon ziemlich verwunderlich, dass diese eigentlich immer dann eingesetzt worden sind, als er auf dem Weg zum Sieg war, bspw. als Trump in Aussicht stellte, dass Assads Abtritt nicht zwingend für einen Frieden wäre. Denn wenn das tatsächlich Aktionen der Rebellen waren, wie toll wäre dann erst eine Regierung, die diese Stellen? Ob Assad da wirklich das größere Übel ist?
Letztendlich stirbt die Wahrheit zuerst.

Die Enteignung von Syrern in Deutschland und Co., wenn sie nicht innerhalb eines Monats vorstellig werden, ist natürlich ärgerlich, aber nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass die wenigsten jemals wieder die EU verlassen werden. Egal wie friedlich und schön ein Syrien jemals werden wird.
Das Land ist vom Krieg gebeutelt, das Land benötigt materielle Werte und Fläche für den Wiederaufbau und Kredite.
Assad hat die Syrer schon vor geraumer Zeit zur Rückkehr aufgefordert, einige sind dem Aufruf auch gefolgt.
Wenn man sich als syrischer Flüchtling vom schweren Alltag in Deutschland im Urlaub in Syrien erholen kann, kann man zwischendurch auch mal eben seinen Eigentumsstatus bestätigen.
 
Assad hat die Syrer schon vor geraumer Zeit zur Rückkehr aufgefordert, einige sind dem Aufruf auch gefolgt.
jungle.world - Assad lasst Fluchtlinge enteignen
Das liest sich doch bedeutend differenzierter.

Und mehrere Hundert sind für dich "alle"?


Fun-Fact: Die hier von manchen so verschrienen "gottverdammten Kommunisten" (:schief:), haben mehr zum Kampf gegen den IS beigetragen, als alle Assad-Versteher und "Ausländer raus"-Rufer zusammen.
International Freedom Battalion - Wikipedia
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch wenn ich es vermutlich gleich wieder aufgrund früherer Erfahrungen bereue werde, antworte ich dir mal trotzdem und schaue, wohin mich das führt.

1.) Jungle World liest sich niemals differenziert.
Die Zeitung ist parteilich unabhängig.[8] Ihrem Selbstverständnis nach will die Jungle World eine Plattform für unterschiedliche linke Positionen sein[3] und sieht sich als undogmatische linke Wochenzeitung[9] sowie als „wichtige Plattform für linke Debatten und subkulturelle Gegentrends“.[7] In der politischen Ausrichtung ist sie zwischen linksradikal[10] und unorthodox links einzuordnen und versteht sich insbesondere als „dezidiert nicht antizionistisch, antisemitisch und antiamerikanisch“.[11] Infolgedessen wird der dem politischen Spektrum des Antiimperialismus zuzurechnende Teil der Linken in der Jungle World regelmäßig vehement kritisiert, unter anderem als nationalistisch und unreflektiert.

Das Blatt weist laut Einschätzung der Bundesregierung aus dem Jahr 2012 Bezüge zum linksextremistischen Spektrum auf.
Als Linker mit diesem Erzeugnis zu argumentieren, ist, als würde ein Rechter die Junge Freiheit zücken. Sicherlich schön für den eigenen ideologischen Unterbau, aber schwerlich für eine allgemeine Diskussion verwendbar.

2.) Mehrere Hundert und (Zitat) " Man müsse von einer „gewissen Dunkelziffer“ ausgehen." allein in BaWü zeigen, dass es problemlos geht. Und wenn wir uns mal vom "Urlaub" abwenden und ganz generell gucken:
http://www.handelsblatt.com/politik...tml?ticket=ST-350223-Bm0vetOnx94rXLBn59Ww-ap2
Video: Heimatgefuhle: Syrische Fluchtlinge kehren zuruck | STERN.de
Fluchtlinge kehren aus Libanon zuruck nach Syrien
https://www.tagesspiegel.de/politik/fluechtlinge-zahl-syrischer-rueckkehrer-waechst/20677758.html
...

3.) Schön für die Kommunisten. Ich hoffe, sie gründen irgendwo da unten und nicht hier das nächste Arbeiterparadies. Da fällt ein wenig mehr Chaos nicht so auf und verursacht auch weniger Schaden. :schief:
 
Fun-Fact: Die hier von manchen so verschrienen "gottverdammten Kommunisten" (), haben mehr zum Kampf gegen den IS beigetragen, als alle Assad-Versteher und "Ausländer raus"-Rufer zusammen.
Ach Pulli
Ich hege sehr viel Sympatie für die Kurden, aber du idealisierst sie zu sehr.

Sie:
-hegen einen Personenkult
-sind nationalistisch
-betrachten Terroranschläge als Mittel zum Zweck (in der Türkei oft genug passiert)

Puh hast du das mal so betrachtet?
 
Völliger Unfug. Das ist das Bild, das man hier gerne vermitteln möchte. Diesen Mist habe ich schon zu oft gehört, (von umgeworfenen Inkubatoren bis hin zur WMD).
Tatsächlich sah es dort im akuten Krieg so aus:

Das ist Dein Kronzeuge? Dein Ernst? Eine nicht mal ansatzweise ueberpruefbare Quelle?

Und selbst wenn die Quelle authentisch ist und seine Aussagen nicht nur subjektiv, sondern in der Flaeche zutreffend waeren:

Er und seine Familie seien gezwungen worden, ihr Haus zu verlassen und umzuziehen. Die meisten, die versucht haetten, ihr Haus zu verteidigen, seien nun tot. In der Hauptstadt sei der Krieg in manchen Vierteln aushaltbar, waehrend weite Teile des Landes in Truemmern laegen.(...)Angesprochen auf seine politische Gesinnung schreibt der Syrer: „Ich versuche, mich aus der Politik herauszuhalten, denn das Falsche zu tun oder zu sagen kann dich umbringen.“

Ebenso völliger Quatsch. Assad hat keinen Krieg gezielt gegen die Zivilbevölkerung gefühlt. Es gehört leider zur Taktik von Islamisten (und was sich in diesem Konflikt noch so "Opposition" nennt) dazu, Zivilisten um sich zu scharen, Waffen direkt in Krankenhäusern und Schulen zu lagern, etc. pp.. Quasi eine Operation "menschliches Schutzschild".

Also bei der naechsten Geiselnahme in einer Bank verhandelt die Polizei nicht mehr, sondern zuendet den Stadtteil an, in dem die Bank steht? Oder bewirft ihn mit Fassbomben? Oder setzt Giftgas frei? Und das ist dann die Schuld des Geiselnehmers?

Das Thema Gas ist bis dato nicht geklärt.Es gibt jede Menge Vermutungen und sicherlich auch identifizierte Wirkstoffe. Aber das sagt eben gar nichts darüber aus, wer sie letztendlich eingesetzt hat. Chlorgas bspw. kann jeder Laborant im ersten Lehrjahr mit handelsüblichen Küchenreinigern herstellen (...)und dass in diesem Konflikt auch Beutewaffen wie am Fließband genutzt worden sind, ist selbsterklärend.

Kann man Sarin auch mit Kram aussem Rossmann nachbauen? Also ich nicht. Kann man die Boden-Boden-Raketen, mit denen es verschossen wurde, mit Teilen von Conrad basteln? Also ich nicht. Aber hey. Schon klar. Beutewaffen, False Flag. Muss warm sein unter so einem Aluhut.

Warum verwehrt eigentlich Syrien regelmaessig den Zugang zu Gebieten, in denen Chemiewaffen eingesetzt wurden? Warum blockiert Russland jeden Anlauf der UN, solche Vorfaelle zu untersuchen? Wo man doch die Terrroristen prima an den Pranger stellen koennte?

Die Enteignung von Syrern in Deutschland und Co., wenn sie nicht innerhalb eines Monats vorstellig werden, ist natürlich ärgerlich(...)

Ja, echt bloed das. Aber man kann es ja auch positiv sehen: wer gar nichts mehr hat ausser dem Leben, um dass er in Syrien fuerchten muss, kommt bestimmt nicht zurueck. Und falls doch, gibt es schon mal einen Ort weniger, an dem er sich verstecken kann. Das spart Zeit, die al-Assads Schergen fuer andere Dinge gut gebrauchen koennen.
 
Das ist Dein Kronzeuge? Dein Ernst? Eine nicht mal ansatzweise ueberpruefbare Quelle?
Nun, der von dem Jungen gepostete Ausweis zur Identifikation sollte eigentlich ausreichen.
Wahlweise kannst du auch einfach mal dorthin fliegen und selbst nachsehen.
Beispielsweise direkt von Augsburg oder Köln-Bonn aus? Oder doch lieber Frankfurt? Kostet dich 511,31€ (Airline: Lufthansa). So gefährlich ist es da, dass es Nonstop-Flüge direkt aus Deutschland gibt.
Einige AfD-Abgeordnete haben gerade erst ne nette Runde vor Ort gedreht, was zur Folge hatte, dass eine Neubewertung der Sicherheitslage in Auftrag gegeben wurde (Natürlich wird diese [politisch gewollt] etwas Zeit in Anspruch nehmen.).

Und selbst wenn die Quelle authentisch ist und seine Aussagen nicht nur subjektiv, sondern in der Flaeche zutreffend waeren:
Er und seine Familie seien gezwungen worden, ihr Haus zu verlassen und umzuziehen. Die meisten, die versucht haetten, ihr Haus zu verteidigen, seien nun tot. In der Hauptstadt sei der Krieg in manchen Vierteln aushaltbar, waehrend weite Teile des Landes in Truemmern laegen.(...)Angesprochen auf seine politische Gesinnung schreibt der Syrer: „Ich versuche, mich aus der Politik herauszuhalten, denn das Falsche zu tun oder zu sagen kann dich umbringen.“
So ist das nun mal im Krieg. Wenn die Soldaten sagen, sie sollen das Haus verlassen, hier wird gekämpft und man bleibt trotzdem (scheinbar konnte man sich diesem „Zwang“ wohl wiedersetzen?!), kann man erschossen werden.
Der Junge redet immerhin von der Hochphase des Kriegs. Zum jetzigen Zeitpunkt „führt er ein gutes Leben, studiert Medizin“.

Also bei der naechsten Geiselnahme in einer Bank verhandelt die Polizei nicht mehr, sondern zuendet den Stadtteil an, in dem die Bank steht? Oder bewirft ihn mit Fassbomben? Oder setzt Giftgas frei? Und das ist dann die Schuld des Geiselnehmers?
Geiseln in einer Bank sind eben etwas völlig anderes als eine ganze Stadt, ein halbes Land in Geiselhaft.
Im Krieg steht das Wohl vieler nun mal über dem Wohl weniger. Wenn eine Stadt wie Köln komplett besetzt wird, und von dieser aus Angriffe auf andere Städte organisiert und geführt werden, muss eingeschritten werden.
Ein Polizeieinsatz ist eben etwas völlig anderes als ein Krieg. Es gibt keinen chirurgisch präzisen Krieg. Man kann nicht einfach Gebiete an Feinde übergeben, nur weil sie niederträchtige Taktiken verwenden. Wer da einmal nachgibt, steht schnell vor einem komplett besetzten Land und das ist zum Schaden aller.
Wenn du Assad bessere Waffen als Fassbomben verkaufen kannst (bspw. die noch immer im Westen so beliebte Clusterbomben), dann hilf ihm aus.
Im Gegensatz zu deiner Phantasie ist der Zugriff auf geeignetes Kriegsmaterial stark begrenzt. Die Syrische Armee hat sich bspw. wie Bolle gefreut, als die Russen kamen und ihnen überhaupt erst mal Gewehre in die Hand drückten, die geradeaus schießen konnten.


Kann man Sarin auch mit Kram aussem Rossmann nachbauen? Also ich nicht. Kann man die Boden-Boden-Raketen, mit denen es verschossen wurde, mit Teilen von Conrad basteln? Also ich nicht. Aber hey. Schon klar. Beutewaffen, False Flag. Muss warm sein unter so einem Aluhut.
Aber natürlich ist Saringas in so geringen Mengen wie eingesetzt einfach herzustellen.. Das macht es ja so gefährlich.
Schwierig wird es erst, wenn man den Stoff in rauen Mengen auf Halde synthetisieren will.
Deine Plumpen Alu-Hut-Mist kannst du stecken lassen. Das zeigt lediglich, dass du an gar keiner echten Diskussion interessiert bist. Solche Operationen waren und sind schon immer Teil von Kriegshandlungen gewesen. Vom „Seit 5 Uhr 45 wird zurückgeschossen ...“, über den Tonkin-Zwischenfall bis hin zu den besagten Inkubatoren.
Das ist schlicht und ergreifend alltägliche Propaganda. In einer Doku des ZDF (ich schau nachher noch mal, ob ich sie finde) sind Journalisten direkt im (damals noch) IS-Gebiet Syriens an leeren Chemiewaffen-Kanistern vorbeigegurkt. Sinngemäß war der Kommentar „Uns wird nicht erlaubt, länger hier zu bleiben, aber diese Kanister würden bedeuten, dass der IS Chemiewaffen einsetzt.“
Natürlich sind Tonnen an militärischer Ausrüstung und Waffen dem Feind in die Hände gefallen.
Aber so ist das eben, wenn die Argumente ausgehen. Dann bleibt halt nichts weiter, als die Diffamierung. Lass dir mal was neues einfallen.

Warum verwehrt eigentlich Syrien regelmaessig den Zugang zu Gebieten, in denen Chemiewaffen eingesetzt wurden? Warum blockiert Russland jeden Anlauf der UN, solche Vorfaelle zu untersuchen? Wo man doch die Terrroristen prima an den Pranger stellen koennte?
Da frag die Regierung. Wie gesagt: ich habe nicht ausgeschlossen, dass dem so sein könnte. Die Sache ist einfach nicht eindeutig. Die "Rebellen" verkündigen übrigens ständig Giftgaseinsätze, von denen fast alle verworfen werden, weil sie schlicht erlogen sind. Zu glauben, man wisse im Jahr 2018 nicht um die Macht der Bilder, ist schlicht naiv.Vielleicht hat Assad einfach keinen Bock drauf, dass der Westen in seinem Land spazieren geht. Vielleicht hat er die Befürchtung, dass die Untersuchungen nicht so neutral sind, wie alle behaupten und man ihm etwas unterschiebt. Es gibt einen Grund, warum es ein Zeugnisverweigerungsrecht gibt und es fast jeder nutzt, es so gut wie immer zum Vorteil des Angeklagten wirkt. Welchen Grund hat er denn, nachdem in seinem Land alle ein- und ausgehen, wie sie wollen, an eine Neutrale Auswertung zu glauben? Hat er denn Grund zur Annahme, dass ihm der Westen, der die ganze Zeit seine Absetzung (eigentlich seinen Tod) wünscht, offen sagt "Okay, wir haben uns geirrt. War die Opposition. Assad ist jetzt wieder unser Freund, lasst uns die Opposition (oder was das auch immer ist) wegbomben." So funktioniert die Welt nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass Assad sich denkt, dass er bei einem solchen Test eigentlich nur verlieren kann.
Es ist deswegen auch einfach nicht auszuschließen, dass auch die sogenannte Opposition Gas eingesetzt hat.
Wie beispielsweise hier vermeldet:
Was Kerry wegließ, ist jedoch die Tatsache, dass der Angriff auf Al-Ghuta ebenso gut von den Rebellen ausgegangen sein könnte. Denn auch sie besitzen C-Waffen und die Mittel zu ihrem Einsatz, wie Günter Meyer, Leiter des Zentrums zur Forschung zur Arabischen Welt an der Universität Mainz, im Gespräch mit der Berliner Zeitung festhält.

Die Quellen, auf die sich Meyer beruft, stehen nicht im Verdacht, Assad nahezustehen. Es war die Polizei des Nato-Partners Türkei, die im Mai in der Provinz Adana ein Dutzend Kämpfer der islamistischen Al-Nusra-Front festnahm und dabei einen Zwei-Kilo-Tank mit dem Nervengas Sarin beschlagnahmte, wie die großen Medien des Landes übereinstimmend berichteten. In diesem Kontext können auch Berichte der syrischen Regierung, sie habe an mehreren Orten C-Waffen-Depots der Rebellen entdeckt, so im Juli in Baniyas und nun in Jobar bei Damaskus, nicht pauschal als unglaubwürdig abgetan werden.

„Dass auch die Aufständischen über Giftgas verfügen, ist eindeutig“, sagt Günter Meyer und erinnert an den schwersten bekanntgewordenen Angriff mit C-Waffen in Syrien vor Al-Ghuta. Im März seien in Chan al-Assal unweit von Aleppo nach unterschiedlichen Angaben zwischen 26 und 31 Todesopfer durch Giftgas zu beklagen gewesen – „in einem von Assad-treuen Schiiten bewohnten Ort, der unter der Kontrolle der Regierung stand“, wie er hervorhebt.
Und da stellt sich die Frage, warum ich einen "funktionierenden" Diktator gegen unberechenbare islamische Extremisten austauschen sollte, die am Ende erst das richtige Chaos mit noch viel mehr Toten und einen Gottesstaat errichten. Darauf steuert gerade der Irak zu.

Den Teufel treibt man nicht mit dem Beelzebub aus.

Ja, echt bloed das. Aber man kann es ja auch positiv sehen: wer gar nichts mehr hat ausser dem Leben, um dass er in Syrien fuerchten muss, kommt bestimmt nicht zurueck. Und falls doch, gibt es schon mal einen Ort weniger, an dem er sich verstecken kann. Das spart Zeit, die al-Assads Schergen fuer andere Dinge gut gebrauchen koennen.
Lächerlich. Die, die gar nichts mehr haben, amüsieren sich nicht in Europa. Denen fehlte das Geld, um überhaupt den Weg zu beschreiten. Die, die gar nichts mehr haben, sind in Jordanien und Co. und machen sich langsam aber sicher auf den Rückweg. Wir haben hier die kräftigen Erstgeborenen. Der Familien Stolz, von denen erwartet wird, dass sie das große Geld heimwärts schicken und/oder den Familiennachzug klarmachen.
Die, die wir hier haben, sind eigentlich Migranten, die von ihren Familien als eine Art Investition auf den Weg geschickt worden sind.
Du hast den gesamten Konflikt nicht verstanden. Es geht hier nicht um einen willkürlichen Völkermord seitens Assad. Es ging und geht um seinen Machterhalt (was auch noch immer viele Syrer befürworten).
Dem ist es völlig wumpe, der hat ganz andere Themen, mit denen er sich beschäftigt, als irgendwelche Konz-Lager zu errichten und an der Grenze jeden umzubringen, der nach dem Garten sehen will. Das ist einfach pure Fiktion.
Es gibt immer wieder Kampagnen, die das suggerieren sollen (man erinnere sich zum Beispiel an diese angebliche 1000de Fotos, die dann als absolut unseriös eingestuft worden sind.
Das hätte auch schon jeder mitbekommen. Passiert aber einfach nicht. Du projizierst einfach zu viel Deutsche Geschichte in diesen Konflikt.
Die Wahrheit ist: man wollte in Syrien einen „regime Change“ wie in den anderen arab. Staaten. Nur ist Assad nicht ähnlich verrückt und exzentrisch wie bspw. Gaddafi und besitzt echten Rückhalt in nennenswerter Zahl in der Bevölkerung und natürlich auch so etwas wie Freunde außerhalb der erlauchten Kreises westlicher Staaten (man erinnere sich zurück: Die Assads wurden in Europa noch vor gar nicht langer Zeit als DAS Traumpaar des Nahen Ostens bezeichnet, seine Frau gar als „Lady Die des Orients“.
Dieser Konflikt hat nichts mit Völkermord oder ähnlich zu tun. Hier geht es um geopolitische Interessen, vor allem um die Machtverhältnisse im Nahen Osten.
Und es ist gar nicht unwahrscheinlich, dass dieser Konflikt überhaupt nur in die Gänge kam, weil mal wieder ein paar „Spezialisten“, wie in der ORF-Doku gezeigt, aktiv geworden sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nun, der von dem Jungen gepostete Ausweis zur Identifikation sollte eigentlich ausreichen.

Reddit.Jpg

EDIT:

Ich bin uebrigens Deine Tante Elvira. Kannste ruhig glauben:

Elvira.Jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
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