Das ist Dein Kronzeuge? Dein Ernst? Eine nicht mal ansatzweise ueberpruefbare Quelle?
Nun, der von dem Jungen gepostete Ausweis zur Identifikation sollte eigentlich ausreichen.
Wahlweise kannst du auch einfach mal dorthin fliegen und selbst nachsehen.
Beispielsweise direkt von Augsburg oder Köln-Bonn aus? Oder doch lieber Frankfurt? Kostet dich 511,31€ (Airline: Lufthansa). So gefährlich ist es da, dass es Nonstop-Flüge direkt aus Deutschland gibt.
Einige AfD-Abgeordnete haben gerade erst ne nette Runde vor Ort gedreht, was zur Folge hatte, dass eine Neubewertung der Sicherheitslage in Auftrag gegeben wurde (Natürlich wird diese [politisch gewollt] etwas Zeit in Anspruch nehmen.).
Und selbst wenn die Quelle authentisch ist und seine Aussagen nicht nur subjektiv, sondern in der Flaeche zutreffend waeren:
Er und seine Familie seien gezwungen worden, ihr Haus zu verlassen und umzuziehen. Die meisten, die versucht haetten, ihr Haus zu verteidigen, seien nun tot. In der Hauptstadt sei der Krieg in manchen Vierteln aushaltbar, waehrend weite Teile des Landes in Truemmern laegen.(...)Angesprochen auf seine politische Gesinnung schreibt der Syrer: „Ich versuche, mich aus der Politik herauszuhalten, denn das Falsche zu tun oder zu sagen kann dich umbringen.“
So ist das nun mal im Krieg. Wenn die Soldaten sagen, sie sollen das Haus verlassen, hier wird gekämpft und man bleibt trotzdem (scheinbar konnte man sich diesem „Zwang“ wohl wiedersetzen?!), kann man erschossen werden.
Der Junge redet immerhin von der Hochphase des Kriegs. Zum jetzigen Zeitpunkt „führt er ein gutes Leben, studiert Medizin“.
Also bei der naechsten Geiselnahme in einer Bank verhandelt die Polizei nicht mehr, sondern zuendet den Stadtteil an, in dem die Bank steht? Oder bewirft ihn mit Fassbomben? Oder setzt Giftgas frei? Und das ist dann die Schuld des Geiselnehmers?
Geiseln in einer Bank sind eben etwas völlig anderes als eine ganze Stadt, ein halbes Land in Geiselhaft.
Im Krieg steht das Wohl vieler nun mal über dem Wohl weniger. Wenn eine Stadt wie Köln komplett besetzt wird, und von dieser aus Angriffe auf andere Städte organisiert und geführt werden, muss eingeschritten werden.
Ein Polizeieinsatz ist eben etwas völlig anderes als ein Krieg. Es gibt keinen chirurgisch präzisen Krieg. Man kann nicht einfach Gebiete an Feinde übergeben, nur weil sie niederträchtige Taktiken verwenden. Wer da einmal nachgibt, steht schnell vor einem komplett besetzten Land und das ist zum Schaden aller.
Wenn du Assad bessere Waffen als Fassbomben verkaufen kannst (bspw. die noch immer im Westen so beliebte Clusterbomben), dann hilf ihm aus.
Im Gegensatz zu deiner Phantasie ist der Zugriff auf geeignetes Kriegsmaterial stark begrenzt. Die Syrische Armee hat sich bspw. wie Bolle gefreut, als die Russen kamen und ihnen überhaupt erst mal Gewehre in die Hand drückten, die geradeaus schießen konnten.
Kann man Sarin auch mit Kram aussem Rossmann nachbauen? Also ich nicht. Kann man die Boden-Boden-Raketen, mit denen es verschossen wurde, mit Teilen von Conrad basteln? Also ich nicht. Aber hey. Schon klar. Beutewaffen, False Flag. Muss warm sein unter so einem Aluhut.
Aber natürlich ist Saringas in so geringen Mengen wie eingesetzt einfach herzustellen.. Das macht es ja so gefährlich.
Schwierig wird es erst, wenn man den Stoff in rauen Mengen auf Halde synthetisieren will.
Deine Plumpen Alu-Hut-Mist kannst du stecken lassen. Das zeigt lediglich, dass du an gar keiner echten Diskussion interessiert bist. Solche Operationen waren und sind schon immer Teil von Kriegshandlungen gewesen. Vom „Seit 5 Uhr 45 wird zurückgeschossen ...“, über den Tonkin-Zwischenfall
bis hin zu den besagten Inkubatoren.
Das ist schlicht und ergreifend alltägliche Propaganda. In einer Doku des ZDF (ich schau nachher noch mal, ob ich sie finde) sind Journalisten direkt im (damals noch) IS-Gebiet Syriens an leeren Chemiewaffen-Kanistern vorbeigegurkt. Sinngemäß war der Kommentar „Uns wird nicht erlaubt, länger hier zu bleiben, aber diese Kanister würden bedeuten, dass der IS Chemiewaffen einsetzt.“
Natürlich sind Tonnen an militärischer Ausrüstung und Waffen dem Feind in die Hände gefallen.
Aber so ist das eben, wenn die Argumente ausgehen. Dann bleibt halt nichts weiter, als die Diffamierung. Lass dir mal was neues einfallen.
Warum verwehrt eigentlich Syrien regelmaessig den Zugang zu Gebieten, in denen Chemiewaffen eingesetzt wurden? Warum blockiert Russland jeden Anlauf der UN, solche Vorfaelle zu untersuchen? Wo man doch die Terrroristen prima an den Pranger stellen koennte?
Da frag die Regierung. Wie gesagt: ich habe nicht ausgeschlossen, dass dem so sein könnte.
Die Sache ist einfach nicht eindeutig. Die "Rebellen" verkündigen übrigens ständig Giftgaseinsätze, von denen fast alle verworfen werden, weil sie schlicht erlogen sind. Zu glauben, man wisse im Jahr 2018 nicht um die Macht der Bilder, ist schlicht naiv.Vielleicht hat Assad einfach keinen Bock drauf, dass der Westen in seinem Land spazieren geht. Vielleicht hat er die Befürchtung, dass die Untersuchungen nicht so neutral sind, wie alle behaupten und man ihm etwas unterschiebt. Es gibt einen Grund, warum es ein Zeugnisverweigerungsrecht gibt und es fast jeder nutzt, es so gut wie immer zum Vorteil des Angeklagten wirkt. Welchen Grund hat er denn, nachdem in seinem Land alle ein- und ausgehen, wie sie wollen, an eine Neutrale Auswertung zu glauben? Hat er denn Grund zur Annahme, dass ihm der Westen, der die ganze Zeit seine Absetzung (eigentlich seinen Tod) wünscht, offen sagt "Okay, wir haben uns geirrt. War die Opposition. Assad ist jetzt wieder unser Freund, lasst uns die Opposition (oder was das auch immer ist) wegbomben." So funktioniert die Welt nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass Assad sich denkt, dass er bei einem solchen Test eigentlich nur verlieren kann.
Es ist deswegen auch einfach nicht auszuschließen, dass auch die sogenannte Opposition Gas eingesetzt hat.
Wie beispielsweise hier vermeldet:
Was Kerry wegließ, ist jedoch die Tatsache, dass der Angriff auf Al-Ghuta ebenso gut von den Rebellen ausgegangen sein könnte. Denn auch sie besitzen C-Waffen und die Mittel zu ihrem Einsatz, wie Günter Meyer, Leiter des Zentrums zur Forschung zur Arabischen Welt an der Universität Mainz, im Gespräch mit der Berliner Zeitung festhält.
Die Quellen, auf die sich Meyer beruft, stehen nicht im Verdacht, Assad nahezustehen. Es war die Polizei des Nato-Partners Türkei, die im Mai in der Provinz Adana ein Dutzend Kämpfer der islamistischen Al-Nusra-Front festnahm und dabei einen Zwei-Kilo-Tank mit dem Nervengas Sarin beschlagnahmte, wie die großen Medien des Landes übereinstimmend berichteten. In diesem Kontext können auch Berichte der syrischen Regierung, sie habe an mehreren Orten C-Waffen-Depots der Rebellen entdeckt, so im Juli in Baniyas und nun in Jobar bei Damaskus, nicht pauschal als unglaubwürdig abgetan werden.
„Dass auch die Aufständischen über Giftgas verfügen, ist eindeutig“, sagt Günter Meyer und erinnert an den schwersten bekanntgewordenen Angriff mit C-Waffen in Syrien vor Al-Ghuta. Im März seien in Chan al-Assal unweit von Aleppo nach unterschiedlichen Angaben zwischen 26 und 31 Todesopfer durch Giftgas zu beklagen gewesen – „in einem von Assad-treuen Schiiten bewohnten Ort, der unter der Kontrolle der Regierung stand“, wie er hervorhebt.
Und da stellt sich die Frage, warum ich einen "funktionierenden" Diktator gegen unberechenbare islamische Extremisten austauschen sollte, die am Ende erst das richtige Chaos mit noch viel mehr Toten und einen Gottesstaat errichten. Darauf steuert gerade der Irak zu.
Den Teufel treibt man nicht mit dem Beelzebub aus.
Ja, echt bloed das. Aber man kann es ja auch positiv sehen: wer gar nichts mehr hat ausser dem Leben, um dass er in Syrien fuerchten muss, kommt bestimmt nicht zurueck. Und falls doch, gibt es schon mal einen Ort weniger, an dem er sich verstecken kann. Das spart Zeit, die al-Assads Schergen fuer andere Dinge gut gebrauchen koennen.
Lächerlich. Die, die gar nichts mehr haben, amüsieren sich nicht in Europa. Denen fehlte das Geld, um überhaupt den Weg zu beschreiten. Die, die gar nichts mehr haben, sind in Jordanien und Co. und machen sich langsam aber sicher auf den Rückweg. Wir haben hier die kräftigen Erstgeborenen. Der Familien Stolz, von denen erwartet wird, dass sie das große Geld heimwärts schicken und/oder den Familiennachzug klarmachen.
Die, die wir hier haben, sind eigentlich Migranten, die von ihren Familien als eine Art Investition auf den Weg geschickt worden sind.
Du hast den gesamten Konflikt nicht verstanden. Es geht hier nicht um einen willkürlichen Völkermord seitens Assad. Es ging und geht um seinen Machterhalt (was auch noch immer viele Syrer befürworten).
Dem ist es völlig wumpe, der hat ganz andere Themen, mit denen er sich beschäftigt, als irgendwelche Konz-Lager zu errichten und an der Grenze jeden umzubringen, der nach dem Garten sehen will. Das ist einfach pure Fiktion.
Es gibt immer wieder Kampagnen, die das suggerieren sollen (man erinnere sich zum Beispiel an diese angebliche 1000de Fotos, die dann als absolut unseriös eingestuft worden sind.
Das hätte auch schon jeder mitbekommen. Passiert aber einfach nicht. Du projizierst einfach zu viel Deutsche Geschichte in diesen Konflikt.
Die Wahrheit ist: man wollte in Syrien einen „regime Change“ wie in den anderen arab. Staaten. Nur ist Assad nicht ähnlich verrückt und exzentrisch wie bspw. Gaddafi und besitzt echten Rückhalt in nennenswerter Zahl in der Bevölkerung und natürlich auch so etwas wie Freunde außerhalb der erlauchten Kreises westlicher Staaten (man erinnere sich zurück: Die Assads wurden in Europa noch vor gar nicht langer Zeit als DAS Traumpaar des Nahen Ostens bezeichnet, seine Frau gar als „Lady Die des Orients“.
Dieser Konflikt hat nichts mit Völkermord oder ähnlich zu tun. Hier geht es um geopolitische Interessen, vor allem um die Machtverhältnisse im Nahen Osten.
Und es ist gar nicht unwahrscheinlich, dass dieser Konflikt überhaupt nur in die Gänge kam, weil mal wieder ein paar „Spezialisten“, wie in der ORF-Doku gezeigt, aktiv geworden sind.