Was ist los in Syrien?

Aleppo, Reloaded.

400.000 Menschen betroffen, moeglicherweise 250 innerhalb 48 Stunden getoetet. Von der Armee des Mannes, den manche fuer den Ausweg aus dem Problem halten und nicht seine Ursache.
 
Aleppo, Reloaded.

400.000 Menschen betroffen, moeglicherweise 250 innerhalb 48 Stunden getoetet. Von der Armee des Mannes, den manche fuer den Ausweg aus dem Problem halten und nicht seine Ursache.

Würde man diesen Konflikt nicht künstlich von außen am Leben halten, hätte Assad den Kampf schon längst gewonnen. Hier dürfen sich also in erster Linie die Länder den Schuh anziehen, die dort unten rechtswidrig mit Waffen, Geld und Logistik mitmischen. Die UN könnte ja z.B. den völkerrechtswidrigen Angriff der Türkei gegen einen anderen Staat auf die Tagesordnung setzten.

Außerdem, verstoß gegen das Völkerrecht? Da klingelt doch was. Heißt das jetzt, dass wir gegen die Türkei Sanktionen verhängen und sie aus der G20 werfen?

Wäre wir konsequent, wenn es um das Völkerrecht geht, müsste das doch jetzt die Folge sein. Warum bloß passiert das nicht? Ein Schelm, wer da böses denkt.

Aber schön zu sehen, dass in den Medien mittlerweile einen Disclaimer bezüglich der sogenannten „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ mit einbauen und deren Behauptungen nicht mehr als Fakten verkaufen.
 
Der Türkei lässt man es durchgehen, da sie sich in einer für Europa wichtigen Geographischen Position befinden und Flüchtlinge auf dem Landweg zurückhalten.
Außerdem sind sie Nato Mitglied und sitzen auf Erdölreserven.

So zumindest meine Infos und Einschätzung (irre ich da?).
 
Türkei und Erdöl? Wenn dann sowenig, dass ich noch nicht einmal davon gehört habe. Es gibt einige wichtige Transitwege aus Zentralasien und dem arabischen Raum, die durch die Türkei verlaufen und für Europa natürlich viel praktischer sind, als Tanker. Aber ich wüsste nicht, dass Erdogan direkte Kontrolle über nenneswerte Quellen hat. Und selbst wenn hat er auf alle Fälle keine anderen Nachbarn, an die er verkaufen könnte - wir haben diverse andere Verkäufer zur Auswahl.

...
Alter! Ich blick's nicht. Und ich glaube kaum, dass das überhaubt wer auf der Welt blickt!

Fehler in deinen Überlegungen: Türkei und Russland stehen eigentlich nicht Seite an Seite. Vor einem Jahr wahren sie sich sogar spinnefeind, jetzt reden sie halt wieder miteinander. Oder vielleicht bald nicht mehr - mal sehen. Primärer Verbündeter Putins ist Assad. Mit der Bekämpfung der Kurden hat man zum Teil ähnliche Interessen wie die Türkei, aber wenn diese im Rahmen der YPG-Bekämpfung anfängt, weitere Teile Syriens zu besetzen, dann ist die Gemeinsamkeit ganz schnell am Ende. Und sonst ist Russland nur deswegen Türkei-unterstützend aktiv, weil sie damit Keile zwischen NATO-Partner treiben können, rein geostrategisch sogar ein ziemlich wichtiges NATO-Mitglied.
Umgekehrt ist die NATO als Verteidigungsbündnis komplett handlungsunfähig in der Lage, Syrien ist kein Bündnisfall und wird es durch einen Angriff der Türken erst recht nicht (vergl. USA im Irak). Alle Aktivitäten von "NATO-Partnern" da unten laufen in unabhängiger Absprache - man kennt sich sowieso und hat aufeinander abgestimmte Streitkräfte und ähnliche Interessen, also agiert man zusammen. Aber nicht "als NATO". Spannend wird natürlich sein, wie USA und nicht zuletzt Deutschland mit den gemeinsam gewonnen Aufklärungsdaten gegenüber der Türkei umgehen. Mit dem Angriff auf die Kurden hat sich Erdogan von seinen letzten Freunden isoliert, aber bislang traut sich niemand, diesen Bruch öffentlich zu thematisieren und Konsequenzen daraus zu ziehen.
 
Sich spinnefeind sein und dann Rüstungsgeschäfte machen? Besonders Lauftabwehrraketen, wo doch die Türken einen Russen vom Himmel schossen? Hmm. Ich schätze das da anders ein als du. Ich glaube, man hat sich da nach kurzer Eiszeit relativ schnell wieder zusammengerauft. Die Türken, auf der Suche nach neuen Partnern, wo man sich doch mittlerweile von Europa verabschiedet hat, und Russland, die, wie du es auch festgestellt hast, dies als Ansatz nehmen, um einen Keil in den Reihen der NATO zu treiben. Ich sehe es ebenso wie du, dass sich Erdogan da verrennt. Dieses vermeintliche Anti-Terrorgehabe, wo jeder, der nicht für Erdogans Linie ist, bereits als Terrorist oder mind. als Verräter hingestellt wird, ist einfach nur noch lächerlich. Ich finde regelrecht erschreckend, dass die türkische Bevölkerung das mitmacht.

Ansonsten schrieb ich ja auch, dass dies kein Bündnisfall ist. Dabei ging es mir eher um die Spekulation darüber was wäre, würden die Türken nicht nur drohen sondern tatsächlich US Soldaten bombardieren? Und da kommw ich wieder an den Punkt mit dem Keil seitens Russlands in die NATO Reihen schlagen.
 
Sich spinnefeind sein und dann Rüstungsgeschäfte machen? Besonders Lauftabwehrraketen, wo doch die Türken einen Russen vom Himmel schossen? Hmm. Ich schätze das da anders ein als du. Ich glaube, man hat sich da nach kurzer Eiszeit relativ schnell wieder zusammengerauft.

Der Feind meines Feindes ist mein Freund, auch wenn er vieleicht unter anderen Umständen mein Feind wäre und du brauchst nicht glauben das Putin Erdogan als potenziellen Freund betachtet, aber Erdogan ist so Betriebsblind in seiner Fantasywelt vom Neo-Osmanismus das er glaubt er könne das vergangene, wie den Flugzeugabschuss, einfach überspielen und Russland für seine Zwecke einspannen aus der Türkei die dominierende Regionalmacht zu machen.
Auch vergleichbar wie die Geschichte mit den deutschen Journalisten und Beleidiungen, wo er ja jetzt auch so tut als wäre das Schnee von Gestern und man könne ja einfach wieder zum Tagesgeschäft übergehen und mit deutsche Hilfe türkiche Panzerfabriken bauen.

Er merkt garnicht wie er von Russland ausgenutzt und manipuliert wird, von den Geschäften und Umgang mit der Türkei profitiert aktuell nur einer Russland. Russland konnte eigene Flugabwehrsystem an die Türkei verkaufen, die nicht mehr NATO-kompatibel sind, sehr wohl aber für die Russen kaum eine Gefahr darstellen. Russland profitiert von den Spannungen die die Invasion der Türken in Syrien unter den NATO-Partnern entsteht, Russland profitiert davon das die Türkei sich immer weiter von der NATO und ihren Verbündeten entfernt und die NATO schwächt die Politik Erdogans, schon alleine aus dem Grund das sie so keine gesicherte Kontrolle mehr über den Zugang vom schwarzen Meer zum Mittelmeer hat / hätte, aber auch das ihr durch weitere Entfremdung ein wichtiger Partner und Anlaufhafen in der Region verloren gehen könnte.
Russland würde davon profitieren wenn Erdogan wirklich so dumm wäre und US-Truppen angreift.

Erdogan merkt garnicht, oder will es nicht merken, wie er die Türkei gerade in eine Situation / "Falle" manövriert die er nicht austrixen / kontrollieren kann.
Was denkst du warum Assad gerade Ghuta, zusammen mit Russland, so massiv mit der Brechstange angeht?
Das ist die letzte wirkliche Front im Osten die die Rebellen haben, die zu zerschlagen macht Truppen frei die du danach im Norden bei Afrin wiederfinden wirst.
Wenn Ghuta fällt hat Assad genügend schweres Gerät frei um die Türken bei Afrin zu bekriegen. Kurz um, sobald Ghuta fällt wird die Eskalation des Konfliktes zwischen Syrien und der Türkei im Norden nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Und die NATO kann die Türkei dann nicht um Hilfe bitten und steht alleine da.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sich spinnefeind sein und dann Rüstungsgeschäfte machen? Besonders Lauftabwehrraketen, wo doch die Türken einen Russen vom Himmel schossen? Hmm. Ich schätze das da anders ein als du. Ich glaube, man hat sich da nach kurzer Eiszeit relativ schnell wieder zusammengerauft.

Ui, der S-400-Deal ist mir irgendwie komplett entgangen und wirft in der Tat ein anderes Licht auf die Sache. Weniger von russischer Seite - Assad ist ein wesentlich verlässlicherer weil abhängigerer Partner, als Erdogan es je sein könnte und außerdem hat man in Syrien schon Infrastruktur, in der Türkei bis zu einem noch nicht absehbaren NATO-Austritt nicht einmal die Möglichkeit, welche aufzubauen. Aber auf Seiten Erdogans könnte das ein Anzeichen dafür sein, dass man er sich für die Zukunft weitere Optionen aufbauen will. Noch ist es aber nur ein einziger Deal, keine Zusammenarbeit und ich würde nicht mit größeren Zugeständnissen Putins an Erdogan in Syrien rechnen. Je nachdem, wie Assad sich verhält (die Angriffe gegen USA-unterstützte YPG-Einheiten dürften Russland sehr entgegenkommen), wäre die Duldung türkischer Luftangriffe gegen Kurden das Maximum, was ich erwarten würde. Aber da formell Assad die Hoheit über den syrischen Luftraum und auch noch begrenzte Kapazitäten für Luftkampf und -Verteidigung zur Verfügang hat, wäre der türkische Spielraum auch dann noch begrenzt. Ich vermute ohnehin, dass Erdogan einen Schulterschluss zwischen YPG und Assad-Anhängern nicht einmal in Betracht gezogen hat und jetzt komplett planlos dasitzt.
 
Wieder mal sehr interessant, wie die Bombardierungen in der Nähe von Damaskus hochstilisiert werden, bei Rakka oder bei Mossul hat man nichts von Hunderten Toten gehört, es ist nun einmal ein Bürgerkrieg, und es gibt keine gemäßigten Rebellen, es ist schon mal nahezu unmöglich eine Rebellen Gruppe zu finden ohne Islam im Namen.
Außerdem, wie unterscheidet man eigentlich zwischen den "Soldaten" der "Rebellen" und Zivilisten? Der einzige Unterschied ist, dass der Eine eine Waffe in der Hand hat und der andere nicht, diese werden wohl kaum bei den Toten liegen gelassen, wie wird das also bestimmt?
In Aleppo war es das Gleiche, in dem einen Stadtteil von Aleppo waren laut den deutschen Medien mehrere Hunderttausend Personen, der winzig war und vermutlich waren auf Grund der Kampfhandlungen nicht einmal mehr in ganz Aleppo so viele Menschen, in englisch sprachigen Medien waren deutlich niedrigere Zahlen zu finden, die vermutlich ebenfalls noch viel zu hoch waren.
Hier wiederholt sich das Ganze nur, und man spricht von einer großen Menge an Toten, diese Zahlen stammen aus absolut nicht verlässlichen Quellen wie aus dieser seltsamen Organisation die in London hockt und behauptet alles zu wissen.
Auch diese "Weißhelme" (alleine schon den Namen sollte man nicht verwenden, da die Blauhelme etwas Gutes sind/ sein sollten), gehören de Facto zu den "Rebellen" (= islamistische Gruppen zu 99,99%) und behaupten ständig etwas von Chemie Waffen Angriffen, die an sich sinnlos sind, da sie keinen strategischen Nutzen haben und auch bisher sonst hatten, wieso sollte Assad denn Chemiewaffen einsetzen, obwohl er denn weiß, dass es für ihn schlimme Folgen haben kann? Ist alles nicht wirklich logisch, nur leider wird kaum noch etwas hinterfragt.
 
Es muss nicht logisch sein. Als Saddam seinerzeit die Kurden mit Gas bewarf, da dachte er sich bestimmt auch nicht, dass USA im Norden seines Landes eine Flugverbotszone einrichten und damit den Kurden quasi deren Autonomie im Irak zementieren würden. Ich kann mir jedenfalls gut vorstellen, dass man seitens der Leute um Assad den USA einfach mal den Stinkefinger zeigen will. So nach dem Motto: "Guck mal was wir können, und kannst nix dagegen machen. Ätsch." Auch wenn ich es so kindisch schreibe, ich kann es mir lebhaft vorstellen. Eines sollte man nicht vergessen. Das Syrien Assads war vor dem Bürgerkrieg ein Land, in dem das Leben eines Oppositionellen gerne mal im Folterknast beendet wurde. Und das zu Hunderten. Solchen Leuten traue ich auch den Einsatz von Gasgranaten zu.
 
Es muss nicht logisch sein. Als Saddam seinerzeit die Kurden mit Gas bewarf, da dachte er sich bestimmt auch nicht, dass USA im Norden seines Landes eine Flugverbotszone einrichten und damit den Kurden quasi deren Autonomie im Irak zementieren würden. Ich kann mir jedenfalls gut vorstellen, dass man seitens der Leute um Assad den USA einfach mal den Stinkefinger zeigen will. So nach dem Motto: "Guck mal was wir können, und kannst nix dagegen machen. Ätsch." Auch wenn ich es so kindisch schreibe, ich kann es mir lebhaft vorstellen. Eines sollte man nicht vergessen. Das Syrien Assads war vor dem Bürgerkrieg ein Land, in dem das Leben eines Oppositionellen gerne mal im Folterknast beendet wurde. Und das zu Hunderten. Solchen Leuten traue ich auch den Einsatz von Gasgranaten zu.

Da vergleichst du aber Äpfel und Birnen. Operation Anfal unter Saddam war ein gezielt geplannter Völkermord mit Giftgas, dem ca. 150.000 Menschen zum Opfer fiehlen, während Friedenszeiten.

Anfal-Operation – Wikipedia

Der Giftgaseinsatz, von dem in Syrien gesprochen wird ist weit, aber sehr weit, von diesen Dimensionen entfernt, scheinbar wilkürlich und ohne bedeutende Opferzahlen, oder taktischen Nutzen für Assad.
Warum sollte Assad also sowas machen und Giftgas einsetzen?

Saddams Einsatz von Giftgas war, anders als du es darstellst und wie oben schon dargelegt, keine Wilkürhandlung sondern die gezielte Tötung von Menschen mit Giftgas, bei Assad wirkt es hingegen wie gesagt völlig wilkürlich und ohne jeglichen Nutzen.
Das sollte einen schon zumindest mal nachdenklich machen, unabhängig von den unterschiedlichen Ausgangslagen der Giftgaseinsätze.
 
Ich führte es bereits aus: Ein Nadelstich Richtung USA, um denen zu zeigen, dass sie rein gar nichts tun können. Sowas wie die Zunge rausstrecken - nur auf geopolitischem (unterstem) Niveau.

Und hat Saddam Gas nicht nur in Halabdscha eingesetzt? Völkermord mit Gas ist mWn eine extrem übertriebene Darstellung.
 
Ich führte es bereits aus: Ein Nadelstich Richtung USA, um denen zu zeigen, dass sie rein gar nichts tun können. Sowas wie die Zunge rausstrecken - nur auf geopolitischem (unterstem) Niveau.

Das wäre kein unterstes geostrategisches Niveau das wäre einfach nur Blödsinn für den man schon nicht mehr nur "durchgeknallt" sondern geistig Gehirnamputiert sein müsste.
Und Assad mag vieles sein, ein Diktator, skrupellos und Machtbessen, aber bis jetzt hat er zu keinem Zeitpunkt den Eindruck vermittelt als wäre er "durchgeknallt, noch Gehirnamputiert, sondern durchaus sehr kühl und rational kalkulierend.
Wir reden hier schließlich auch von einem Mann der lange Jahre in England gelebt, studiert und als Augenarzt gearbeitet hat. Der Mann ist gebildet und durchaus "kultiviert" und hat zumindest ein bisschen Erfahrung wie der Westen tickt, eben nicht wie die Sorte Diktator die ein Saddam Hussein war, der überhaupt nicht in der Lage war einzuschätzen wie weit er überhaupt gegenüber dem Westen gehen kann.
Daher passt so ein Verhalten bei einem Assad auch nicht wirklich, somal er dann ja auch bedenklos weit umfangreicher und somit sinnvoller Giftgas nutzen könnte, wäre er sich so sicher das ihm dafür niemand was kann.

Und hat Saddam Gas nicht nur in Halabdscha eingesetzt? Völkermord mit Gas ist mWn eine extrem übertriebene Darstellung.

Nein, steht doch aber auch im Link drinen und wenn du dich auf Halabdscha bezogen hast wäre deine Annahme sogar wesentlich verkehrter.
Halabdscha war gegen Ende des Ersten Golfkriegs, oder Iran-Irak-Krieg, wie er ja auch genannt wird.

Halabdscha wurde damals, 1988, von etwa 7200 kurdischen Rebellen, sowie diese unterstützende 3000 iranische Soldaten besetzt.
Damals waren auch kein gezielt gegen die zivilen Einwohner der Stadt gerichteter Einsatz, sondern Ziel des Giftgaseinsatzes waren die feindlichen iranischen Soldaten, sowie die Kurdischen Rebellen in der Stadt.
Eine langwierige konventionelle Rückeroberung der Stadt stand damals nicht zur Debatte da Saddam damals die notwendigen Kräfte dafür fehlten, die an der Front zum Iran gebunden waren.

Macht die zivilen Opfer sicherlich nicht besser, aber ob nun Bombe oder Giftgas, beides unterscheidet in einem Krieg nunmal nicht zwischen Zivilisten und Soldaten, das gilt auch für französische, deutsche, englische oder amerikanische Bomben, die in Afghanistan, dem Irak und akutell in Syrien auch schon genügend zivile Opfer gefordert haben.

Und nein Völkermord, ist die Absicht jeden männlichen Kurden zwischen 15 und 70 Jahren umbringen zu wollen und am Ende dann 150.000 Menschen mit Giftgas getötet zu haben, sicher kein übertriebener Begriff.
 
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Eines sollte man nicht vergessen. Das Syrien Assads war vor dem Bürgerkrieg ein Land, in dem das Leben eines Oppositionellen gerne mal im Folterknast beendet wurde. Und das zu Hunderten. Solchen Leuten traue ich auch den Einsatz von Gasgranaten zu.

Und eins sollte man nicht vergessen,

- das es selbst heute noch Länder mit "westlichen Werten" gibt, wo der Folterknast immer noch aktuell betrieben wird!

- das inzwischen bewiesen wurde, das auch andere Konflikt-Parteien in Syrien (Gift-) Gasgranaten eingesetzt haben!

- das seltsamerweise, wenn ASSAD an an "irgendeiner Front" positive Fortschritte erzielt, urplötzlich wieder ein "Giftgas-Angriff" erfolgt, der dann vorsätzlich ASSAD untergeschoben wird, ohne einen Beweis beibringen zu müssen!

- das Länder mit "westlichen Werten" auch weiterhin Bestandteile, die zur Herstellung von Giftgas genutzt werden können in Kriegs- und Krisenregionen liefert!


Und eins sollte man sich ins Gedächtnis zurück rufen, das Syrien bevor der Krieg ins Land "exportiert" wurde, ein Land war, wo viele zum Teil sehr unterschiedliche Religionen fast friedlich nebeneinander gelebt haben! Siehe Wikipedia: Syrien vor 2011!


Und eins sollte man nicht vergessen, WER eigentlich was davon hat das das Land Syrien "zerrissen" werden könnte!?

MfG
 
Der Giftgaseinsatz, von dem in Syrien gesprochen wird ist weit, aber sehr weit, von diesen Dimensionen entfernt, scheinbar wilkürlich und ohne bedeutende Opferzahlen, oder taktischen Nutzen für Assad.
Warum sollte Assad also sowas machen und Giftgas einsetzen?

Ist das jetzt wieder so ein qui bono-Mist? Welchen "taktischen" Nutzen er sich davon verspricht, muesstest Du im Zweifel schon ihn fragen. Denn mit Ausnahme Russlands sind sich so ziemlich alle, einschliesslich der UN-Ermittler (wenn sie denn ihre Arbeit machen koennen / duerfen), sicher, dass der Einsatz durch die syrische Armee erfolgte und damit durch al-Assad zu vertreten ist.

- das es selbst heute noch Länder mit "westlichen Werten" gibt, wo der Folterknast immer noch aktuell betrieben wird!

Schlimm, ohne Frage. Aber fuer Syrien jetzt nicht so wirklich relevant, oder ... ?

- das inzwischen bewiesen wurde, das auch andere Konflikt-Parteien in Syrien (Gift-) Gasgranaten eingesetzt haben!

Von dem mir nicht so unwichtig erscheinenden Woertchen "auch" und dem Umstand, dass die OPCW den Senfgas-Einsatz im Jahr 2015 dem IS vorgeworfen hat - was willst Du uns damit sagen? Dass der nette Diktator aus Damaskus jetzt auch "einen frei hat", weil es ja schliesslich "sein" Syrien ist?

- das seltsamerweise, wenn ASSAD an an "irgendeiner Front" positive Fortschritte erzielt, urplötzlich wieder ein "Giftgas-Angriff" erfolgt, der dann vorsätzlich ASSAD untergeschoben wird, ohne einen Beweis beibringen zu müssen!

Die Beweislage ist erdrueckend und waere wohl noch erdrueckender, wuerde nicht nach jedem Einsatz von Giftgas der heilige Iwan als Schutzpatron wochenlang den UN-Kontrolleuren den Zugang unmoeglich machen.

Und eins sollte man sich ins Gedächtnis zurück rufen, das Syrien bevor der Krieg ins Land "exportiert" wurde, ein Land war, wo viele zum Teil sehr unterschiedliche Religionen fast friedlich nebeneinander gelebt haben! Siehe Wikipedia: Syrien vor 2011!

Der Krieg wurde "exportiert"? Hast Du Deine eigene Quelle ueberhaupt gelesen ... ?

Und eins sollte man nicht vergessen, WER eigentlich was davon hat das das Land Syrien "zerrissen" werden könnte!?

Oh, qui bono 2.0.

Tja, wer haette etwas davon? Mal schaun. Wie waere es mit Iran und der Russischen Foederation? Die einen wanzen sich allmaehlich an Israel heran, die anderen festigen ihre Position am Mittelmeer. al-Assad und ganz besonders die Syrer - nur, falls Du etwas anderes glauben solltest - interessieren beide Player nicht die Bohne. Nicht mal ´ne blaue.
 
Ist das jetzt wieder so ein qui bono-Mist? Welchen "taktischen" Nutzen er sich davon verspricht, muesstest Du im Zweifel schon ihn fragen. Denn mit Ausnahme Russlands sind sich so ziemlich alle, einschliesslich der UN-Ermittler (wenn sie denn ihre Arbeit machen koennen / duerfen), sicher, dass der Einsatz durch die syrische Armee erfolgte und damit durch al-Assad zu vertreten ist.

Es haben auch viele Länder den "Beweisen" der USA zugestimmt das Saddam Chemiewaffen herstellt. Wie heißt es so schön? 2000 Scheißhausfliegen können sich beim Misthaufen nicht irren...oder doch?
Zudem weiß außer Russland, Assad und der radikalen Rebellen sowieso niemand was da wirklich passiert ist.
Und die UN stützt sich nahezu ausschließlich als Quellen auf eben jener islamistischen Rebellen.
Sehr "vertrauenswürdige" Quellen, somal eben jene Islamisten in der Vergangenheit selbst schon, nachweislich, Giftgas eingesetzt haben.
Heißt zwar auch nicht das Assad zwingend viel glaubwürdiger ist, aber Assad hätte zumindest eben weniger davon Giftgas einzusetzen. Profitieren tun davon nur die Islamistischen Rebellen, die so Aufmerksamkeit und Unterstützung erhaschen können (Nahrungsmittel, Medikamente, ect.).

Anders ausgedrückt, Assad kann beim Einsatz von Giftgas nur verlieren, die Islamisten nur gewinnen, also wer hat wohl ehr ein Motiv?
 
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Es gab ja auch "Beweise", dass irakische Truppen in Kuwait Säuglinge aus Brutkästen holen oder das im Golf von Tokin Nordvietnamesen US-Schiffe beschossen haben...
 
Umgekehrt wird ein Schuh draus:
Ein Großteil der Rebellengruppen, auch der islamistischen, ist immer noch lokal verwurzelt und kämpft für was-auch-immer-ihrer-Meinung-nach-das-Beste-für-die-Leute-vor-Ort-ist. (Ausgenommen der IS. Der wiederum will aber die Leute erobern und kontrollieren, nicht ein von Leuten gereinigtes Ödland.) Seine eigenen Nachbarn mit Giftgas hinzurichten passt garantiert nicht in dieses Ziel und es bringt die Rebellen ihrem Ziel, Assad zu besiegen, keinen Schritt näher, denn die syrische Armee verfügt über entsprechende Schutzeinrichtung.
Assad wiederum bekämpft großflächig einen Aufstand der Bevölkerung, in dem er nachweislich (auch mit konventionellen Waffen) große Angriffe gegen Zivilisten/Angehörige/Unterstützer der eigentlichen Kämpfer ausführt. Er will Teile des Volkes vernichten oder zumindest in Angst und Schrecken versetzen, Giftgas ist ein optimales und zudem günstiges Mittel, dies zu tun. Und er bzw. Putin haben volle Kontrolle über direkte Beobachtungsmöglichkeiten dritter vor Ort und weiß genau, dass bei einem Giftgas-Einsatz letztlich nur die Aussagen fragwürdiger Quellen gegen ihn stehen würden.

Fazit: Motivation und Möglichkeiten kann man sich herbeireden, wie man möchte. Das Ergebnis derartiger Überlegungen wird viel über die eigenen Vorurteile zu den Konfliktparteien, aber rein gar nichts über die Kampfhandlungen vor Ort aussagen.
 
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