Was ist los in Syrien?

Ich finde eh die EU selbst sollte neutraler zwischen Ost und West stehen.

Kann sie schon historisch bedingt nicht, dazu sind die Verflechtungen, sowohl wirtschaftlich, als auch politisch, die im zwanzigsten Jahrhundert entstanden sind, und der Einfluss der USA, einfach zu groß.
Wollte die EU wirklich eine eigene, "neutrale" Position einnehmen müssten Länder wie Frankreich, England und Deutschland erstmal diesen Rattenschwanz abschneiden und dazu wäre eine Vorraussetzung das die europäischen Staaten eine geschlossene Linie fahren, was dann am Ende auf ein ehnliches Konstrukt wie das Föderalsystem der USA hinauslaufen würde.

Da es aber nicht passieren wird das man soviel staatliche Selbständigkeit aufgeben wird und sich einem so unbequemen Prozess mit hohen Aufwand, wie der Loslösung von alten Banden Richtung Westen, stellen wird, wird es auch nicht passieren das Europa mal nicht irgendwann ein fortgestetztes Anhängsel der USA ist, was die weitestgehende politische und wirtschaftliche Linie betrifft. ;)
 
Abwarten. So etwas ist immer gefährlich und die Russen lassen so etwas nicht auf sich sitzen. Sie können es als Warnung der NATO verstehen da Türkei Mitglied ist, und daraufhin trotzig antworten. Sie könnten noch mehr Bomber im Norden fliegen lassen nur mit massivster Begleitung, sprich als Reaktion auf eine Zuspitzung der Lage, die Lage noch weiter zuspitzen, um der NATO zu suggerieren dass Russland seine Pläne in Syrien ohne jede Einschränkung umsetzten wird. Das wär für Russland typisch die lassen sich nichts reinreden. Absolut unnötige Aktion dazu noch im Kriegsgebiet...

Ändert aber nichts daran, das es nur Säbelrasseln ist. Für beide Seiten wäre es einfach unlogisch einen Krieg anzufangen.
 
Das denke (und hoffe) ich auch, aber trotzdem ist das doch echt ein ungünstiger Zeitpunkt für sowas.

IS, Boku Haram, die Taliban und ähnliche Deppen dürften doch nun vor Freude in die Luft gehen ( ;) ).
Nicht nur, dass sich innerhalb Europas aufgrund der Flüchtlingsmassen gestritten wird, dass man sich nicht auf ein gemeinsames Vorgehen oder wer wen wie unterstützt einigen kann, nun auch noch eine weitere Krise innerhalb des Nato-Bündnisses mit weiterem Vorwürfen und Schuldzuweisungen (Türkei kauft IS-Oel, Russland bombardiert turkmenische Minderheiten in Syrien, Türkei fliegt Angriffe gegen Kurden, die widerrum von Deutschland unterstützt werden usw)

Besser geht es doch gar nicht für die IS. Die werden das schon zu nutzen wissen :(
 
Der ISIS könnte man ganz leicht den Geldhahn zudrehen...
In dem man den Korridor im Norden zu macht und sie dadurch nicht mehr ihr Öl per LKW in die Türkei bringen können.
Umgekehrt keine Devisen mehr bekommen.
unnamed_0.png thx @OFleicher
TARPLEY.net
 
Und genau aus diesem Grund sollte man diesen Partner aus der Nato werfen!
Ja, dies würde ich auch begrüßen. Die Türkei hält doch sowieso nichts von den westlichen Staaten. Außerdem braucht die Nato die Türkei nicht. Erdogan und das Türkische Militär würden sich solche spielen ohne die Nato vielleicht nicht erlauben können. In der Nato sind versuchen sie bei jeder Kleinigkeit die anderen zu überzeugen das die Türkei nicht der Aggressor ist. So können sie gezielt Druck auf die anderen Länder ausüben. Wenn Russland sich so wie die Türkei verhalten würde, gäbe es jetzt schon längst ein Bündnisfall. Übriges stehen auch jetzt schon Deutsche Soldaten an der Grenze wo Erdorgan seine Spielchen treibt. Ich hoffe die werden nicht in solche Vorfällen verwickelt.
n-tv
Nach dem Abschuss des russischen Kampfjets durch die Türkei stellt der überlebende Co-Pilot die bisherigen Angaben Ankaras zum Vorfall infrage. "Es gab keinerlei Warnung, keinen Austausch über Funk, keinen Sichtkontakt, überhaupt keinen Kontakt", sagte er im russischen Fernsehen. "Wenn sie uns hätten warnen wollen, hätten sie neben uns herfliegen können".

Der andere Pilot wurde übriges von Kugeln der "Rebellen" in der Luft getötet. Dabei sollen Rebellen dort ja angeblich nicht mit dem IS gleichzusetzen sein.
 
Die türkei sollte lieber mal den Konflikt auf Zypern lösen, bevor sie sich mit Ländern anlegen, mit denen sie sich nicht anlegen sollten.
 
Ja, das ist auch so eine Geschichte, die ziemlich in Vergessenheit geraten ist und vermutlich viele gar nicht wissen, dass dort immer noch eine UN-Mission läuft.

Andererseits hat sich nicht die Türkei mit Russland angelegt, sondern die sind in fremden Luftraum eingedrungen.


@ich 15
Ich weiß nun nicht, ob man solche Aussagen glauben kann.
Vor allem bei dem Hintergrund, dass in den vergangenen Monaten immer wieder mal solche Fälle vorgekommen sind und Putin keine Gelegenheit auslässt, um rumzupoltern.
Egal ob Raketenabwehrschild, gemeinsame Nato-Übungsmissionen, alles wird in Russland der Bevölkerung als "Angriff" verkauft.
Sind ja auch alle so gemein zu dem lupenreinen Demokraten, der die Welt vorm Terror retten will. ;)
Und Mütterchen Russland gerne wieder vereint hätte und nicht akzeptieren möchte, dass in den umliegenden Ländern daran kein Interesse besteht.

@kaaruzo
Die waren mal auf einem ganz guten Weg. Habe ja immer noch die Hoffnung, dass Erdogan durch einen vernünftigen Nachfolger ersetzt wird.
Wobei der ja auch schon so einige Male von seinen "eigenen" Gerichten eingebremst wurde. :D

Als strategischer Partner, quasi als Vermittler zwischen den Kulturen halte ich die Türkei schon für wichtig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Andererseits hat sich nicht die Türkei mit Russland angelegt, sondern die sind in fremden Luftraum eingedrungen.

Was ich, so wie es die Türkei darstellt, bezweifle. Die von der Türkei veröffentlichten Aufnahmen zeigen lediglich das die russische Maschine einige Sekunden im türkischen Luftraum war, laut Aussagen von erfahrenen Bundeswehrpiloten kann das selbst guten Piloten, so nahe an einer Landesgrenze, passieren. Das passt aber nicht zu der Aussage der Türkei das die russische Maschine 5 Minuten über türkischen Gebiet war und nicht darauf reagiert hätte als man sie 10 mal gewarnt habe, dazu ist die zurück gelegte Strecke viel zu gering, die auf den Aufnahmen zu sehen ist.

Auch bestreitet der überlebende russische Pilot absichtlich in den türkischen Luftraum eingedrungen zu sein, so das passiert sei. Auch das die Türkei gewarnt habe sei nicht der Fall gewesen, viel mehr sei die Rakete ohne Vorwarnung abgeschossen worden.

Die Frage ist nun, warum sollte Russland die Türkei mit beabsichtigten Eindringen in türkischen Luftraum provozieren wollen? Was hätte Russland davon? Eine Provokation der NATO / des Westens und Verschlechterung der "Beziehungen" kann es nicht sein, weil Russland Interesse daran hat das der Westen Assads Regierung hin nimmt und der Westen auch nicht mehr weit ab davon ist das Assad Regime zu akzeptieren um eine Lösung bzgl. des IS zu erreichen.

Was hingegen die Türkei von einer Provokation Russlands hätte ist eigentlich sehr offensichtlich. Die Türkei will Assad los werden, Russland versucht das Regime von Assad an der Macht zu halten, die USA und andere NATO-Staaten schließen inzwischen nicht mehr aus das man sich vorstellen kann Assad als geringeres Übel hinzunehmen und so eine Zusammenarbeit mit Russland, gegen den IS, nicht abwägig ist. Das natürlich alles andere als im Interesse der Türkei da man so Assad nicht los werden würde und Jahre der Unterstützung von diversen fragwürdigen Rebellengruppen die das Assad Regime stürzen sollten hinfällig wären.

Wen nun aber eine Zusammenarbeit mit Russland nicht mehr in Frage kommen würde, würde auch eine Zusammenarbeit mit Assad nicht mehr für den Westen in Frage kommen, so eine mögliche türkische Denkweise. Also braucht man nur Russland provozieren, wie mit einem Abschuss eines vermeintlich eingedrungenen russischen Flugzeugs in den türkischen Luftraum, um neue Spanungen zwischen Westen und Russland zu erzeugen und so eine IS-Allianz mit den Russen zu torpedieren.
Immerhin sind die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland wegen der Ereignisse in der Ukraine sowieso schon angeschlagen und die Chancen standen gut das man nach so einer Aktion einen nicht überwindbaren Graben schaft.

Kurz um, ich halte das oben beschriebene für das wahrscheinlichste was da passiert ist und die Türkei für den Agressor in diesem Fall. Die Türkei wollte Russland absichtlich mit dem Abschuss provozieren um durch das dadurch entstehende Zerwürfnis zu verhindern das der Westen akzeptiert das man Assad nicht los wird, was die Türken aber wollen und worauf sie nun schon Jahre hinarbeiten und was mit einer Koalition gegen den IS, wo die Russen mit dabei sind, nicht möglich sein wird.
 
Ich weiß nun nicht, ob man solche Aussagen glauben kann.
Natürlich nicht aber warum sollte man die Aussagen der Türkei glauben. Der Punkt ist doch
Recep Tayyip Erdogan schrieb:
A short-term border violation can never be a pretext for attack

Vor allem bei dem Hintergrund, dass in den vergangenen Monaten immer wieder mal solche Fälle vorgekommen sind und Putin keine Gelegenheit auslässt, um rumzupoltern.
Egal ob Raketenabwehrschild, gemeinsame Nato-Übungsmissionen, alles wird in Russland der Bevölkerung als "Angriff" verkauft.
Sind ja auch alle so gemein zu dem lupenreinen Demokraten, der die Welt vorm Terror retten will. ;).
Und Mütterchen Russland gerne wieder vereint hätte und nicht akzeptieren möchte, dass in den umliegenden Ländern daran kein Interesse besteht.
Ich bin auch kein Fan der Russen und ihr Politik ist oft stark zu kritisieren. Dennoch sehe ich wie Russland Assad und die Kurden als die einzigen Parteien die den IS mit Unterstützung effektiv bekämpfen können. Die angeblich so guten, demokratisch Rebellen scheinen insofern sie überhaupt noch existieren immer islamistischer und schwächer zu werden. Die Rebellen konnten in den letzten Jahren Assad nicht stürzen und den IS schon gar nicht aufhalten. Warum sollte sich dies in Zukunft ändern. Als der Konflikt begann hat der Westen Assad höchstens noch wenige Monate gegeben und trotz allen Einsatz des Westens um die Regierung zu stürzen und die Rebellen zu stärken ist er immer noch an der Macht. Wenn in Syrien der IS besiegt ist kann man immer noch über die Zukunft von Assad reden und Lösungen finden.
 
@Nightslaver
17 Sekunden sollen es gewesen sein, dachte ich?!

Ich weiß nicht, ob es da eine bestimmte Zeit gibt, bevor geschossen werden darf und ob eine Vorwarnung gegeben werden muss (Sinn machen würde es, aber letztendlich haben die da nix zu suchen, strenggenommen)

Von einer Provokation hat Putin vielleicht nix direkt, außer dass er sich vor seinem Volk mal wieder als Macho-Rambo für den nix außer die eigenen Belange gelten, präsentieren kann.

Militärtaktisch hat er aber vor allem aus solchen Aktionen genauere Kenntnisse über die Effektivität ausländischer Beobachtungs- und Abwehrmaßnahmen. (Die Ukraine hat übrigens nun ein Ueberflugverbot für russische Flugzeuge erlassen. Würde mich nicht wundern, wenn da jetzt auch mal wieder eine Schleife gedreht wird...
Und Passagiermaschinen wird die Ukraine wohl kaum abschießen,von daher bin ich mal gespannt.

Und Russland hat denen mal wieder das Gas abgedreht. Ausstehende Zahlungen, die Ukraine hingegen sagt, das sei aufgrund der Bekanntgabe, dass man sich künftig unabhängiger von russischen Energielieferungen machen möchte)

Geplant war da sicherlich seitens der Russen nicht, dass die Maschine von der Türkei abgeschossen wird. Hätte ja klappen können, wie die vergangenen Male auch.
Von daher denke ich, dass das der Grund ist.
Warum auch immer, der kalte Krieg ist vorbei und wirtschaftlich haben die westlichen Staaten und die Türkei viel miteinander zu tun (gehabt?)
So kann er nun die Türkei/den Westen/die Nato als die Bösen hinstellen, wo er doch nur die Welt vor Terroristen retten will.

Und gleich noch einen oben drauf setzen und was von Angriff gem. Artikel 5 (Kriegserklärung/Angriff eines ausländischen Staates) erzählen.

Kann natürlich sein, dass die Türkei nur auf eine Gelegenheit gewartet hat, bzw geschossen hat, obwohl die Maschine sich bereits wieder Richtung Grenze unterwegs war.
Einmal, wie Du sagst, weil denen die russische Verbundenheit zu Assad* nicht gefällt und halt die Bombardierung von syrischen Gebieten mit turkmenischen Minderheiten.


*warum Assad scheinbar langsam zum Liebling oder geringerem Uebel mutiert, muss mir aber auch noch jemand erklären.
War das nicht der Schlächter mit Fassbomben gegen die eigene Bevölkerung, Folter, unfairen Prozessen? War das nicht der, den gerade "der Westen" weg haben wollte? Und der, der für bei weitem mehr Tote verantwortlich ist, als IS(is)?

@Ich 15
Wie gesagt, ich habe keine Ahnung, ob das einen Abschuss rechtfertigt, oder nicht? Weiß nicht, wie das geregelt ist.

Klar, der IS und alle anderen Spinner müssen zurückgedrängt werden. Aber Assad hinterher? Der müsste doch erst mal gestärkt und unterstützt werden. Weiß nicht, ob das richtig ist.

Einer Uebergangsregierung und ordnungsgemäßen(!) Neuwahlen würde er hinterher sowieso nie zustimmen.

Und wäre eigentlich mit der FSA, wenn gemeinsam mit Assad gegen die IS vorgegangen werden würde? Wären das dann plötzlich auch potentielle Feinde für uns?
 
@Nightslaver
17 Sekunden sollen es gewesen sein, dachte ich?!

Ob nun genau 17 Sekunden, oder 12, oder 23 Sekunden, es sind einige Sekunden und das ist weit davon entfernt 5 Minuten zu sein und 10 Warnungen kann man in in 17 Sekunden wohl auch kaum aussprechen, so wie es die Türken behaupten. ;)

Ich weiß nicht, ob es da eine bestimmte Zeit gibt, bevor geschossen werden darf und ob eine Vorwarnung gegeben werden muss (Sinn machen würde es, aber letztendlich haben die da nix zu suchen, strenggenommen

Ja und östereichische und französische, polnische Piloten, usw. haben auch nichts im deutschen Luftraum zu suchen, streng genommen, trotzdem kommt es immer wieder mal vor, wird aber nicht erwähnt, das bei Manövern in Grenznähe Piloten anderer Länder für kurze Augenblicke in den Luftraum des anderen Landes geraten und trotzdem fängt Deutschland nicht an diese einfach abzuschießen.

Von einer Provokation hat Putin vielleicht nix direkt, außer dass er sich vor seinem Volk mal wieder als Macho-Rambo für den nix außer die eigenen Belange gelten, präsentieren kann.

Putin mag gerne provozieren, aber Putin ist sicher kein Idiot und nur Idioten torpedieren ihre eigenen Bemühungen, wie Assad beim Westen zu "rehabilitieren" indem sie auf solche weise provozieren würden. Von daher macht es überhaupt keinen Sinn was du da sagst.

Militärtaktisch hat er aber vor allem aus solchen Aktionen genauere Kenntnisse über die Effektivität ausländischer Beobachtungs- und Abwehrmaßnahmen.

Um sowas auszuloten schickt man wen schon Flugzeuge Aufklärungsausrüstung, aber sicher keine Jagdbomber mit Bombenlast und man darf sich mal sicher sein das die Türkei für Russland in dieser Hinsicht wohl zimlich uninteressant ist und Russland wohl durchaus auch ohne solche "flüge" die türkischen Möglichkeiten ermitteln kann und vor allem ohne damit die eigenen Bemühungen in Syrien zu torpedieren. ;)

Geplant war da sicherlich seitens der Russen nicht, dass die Maschine von der Türkei abgeschossen wird. Hätte ja klappen können, wie die vergangenen Male auch.
Von daher denke ich, dass das der Grund ist.

Ach komm das jetzt eine zimlich naiv blauäugige Sichtweise etwa so wie wen man sagt naja eigentlich war es ja nicht geplant das ich im Vollsuff beim Autofahren von der Polizei erwischt werde wie ich Schlangenlinien fahrend vor deren Polizeirevier vorbei fahre, aber hätte ja klappen können.
Du glaubst doch nicht wirklich das man sich, wäre das der Grund gewesen, so deletantisch anstellen würde.

Warum auch immer, der kalte Krieg ist vorbei und wirtschaftlich haben die westlichen Staaten und die Türkei viel miteinander zu tun (gehabt?)
So kann er nun die Türkei/den Westen/die Nato als die Bösen hinstellen, wo er doch nur die Welt vor Terroristen retten will.

Sorry, aber zimlicher Blödsinn, Russland weiß auch das sie den IS nicht alleine besiegen können und Russland wird sich da auch nicht militärisch in eine alleinige Intervention verstricken lassen die sie nicht bewältigen können. Russland / Putin weiß auch das man Assad nur halten können wird und den IS los werden wird wen man mit dem Westen zusammen arbeitet. Putin kann Assad nicht alleine retten und den IS besiegen, das ist für ein Land alleine ein Fass ohne Boden und würde dort starke militärische Kräfte über Jahre bis Jahrzente binden.
Es bringt also wie gesagt Russland garnichts dort unten die Nato und den Westen durch solche Aktionen absichtlich provozieren zu wollen, es schadet sogar ehr den Interessen Russlands.

warum Assad scheinbar langsam zum Liebling oder geringerem Uebel mutiert, muss mir aber auch noch jemand erklären.
War das nicht der Schlächter mit Fassbomben gegen die eigene Bevölkerung, Folter, unfairen Prozessen? War das nicht der, den gerade "der Westen" weg haben wollte? Und der, der für bei weitem mehr Tote verantwortlich ist, als IS(is)?

Weil Assad im Vergleich zum IS trotzdem das kleinere Übel ist und Stabilität gewehren kann, sobald der IS zerschlagen ist.
Was soll den kommen wen der Westen sich dort selbst wie im Iraq und Afgahnistan betätigt? Welches dieser beiden Länder ist den heute politisch wirtschaftlich und militärisch stabil?
 
Wie gesagt, ich habe keine Ahnung, ob das einen Abschuss rechtfertigt, oder nicht? Weiß nicht, wie das geregelt ist.
Da kenne ich mich leider auch nicht aus, denke es war aber theoretisch ok. Allerdings wurde das Flugzeug ja nicht über der Türkei abgeschossen sondern über Syrien und dort ist es dann auch abgestürzt. Die Türkei hat einseitig das Gebiet in Syrien zum türkischen Luftraum erklärt. Außerdem hat selbst Erdorgan 2012 gesagt das eine kurze Grenzüberschreitung keinen Abschuss rechtfertigt. Die Türkei verletzt übriges auch andauernd den griechischen Luftraum. Es ist üblich Jets zu starten um Sichtkontakt zu dem Flugobjekt herstellen und nicht gleich zu schießen. Die Türkei befindet sich weder mit Syrien noch mit Russland im Krieg und deswegen war sowieso klar das dieses Flugzeug keine Gefahr darstellte.

Klar, der IS und alle anderen Spinner müssen zurückgedrängt werden. Aber Assad hinterher? Der müsste doch erst mal gestärkt und unterstützt werden. Weiß nicht, ob das richtig ist.
Wir sollte Assad nicht direkt stärken, dies machen ja schon die Russen aber wir sollten ein Zweckbündnis mit im eingehen. im Prinzip ist das ja teilweise ja auch schon der Fall. Die USA lassen die syrischen Jetes in Frieden und Syrien die von der USA.

Einer Uebergangsregierung und ordnungsgemäßen(!) Neuwahlen würde er hinterher sowieso nie zustimmen.
Man müsste sich irgendwie einigen. Der Westen kann Assad nachdem er von den Medien/Politiker so verteufelt wurde nicht so einfach als Lösung präsentieren. Allerdings muss man Assad auch was anbieten, denn ansonsten würde im ein Bündnis gegen dem IS ja nichts bringen. Es muss also ein Kompromiss her damit beide Seiten ihr Gesicht waren können.
Und wäre eigentlich mit der FSA, wenn gemeinsam mit Assad gegen die IS vorgegangen werden würde?
Wären das dann plötzlich auch potentielle Feinde für uns?
Mhh Es wären so wie jetzt ein Sachen zwischen Assad und den Rebbelen aus der wir und herausholten sollten. Wenn der IS allerdings besiegt ist haben die keine Chance mehr. Am beste wäre einen Waffenstillstand zwischen der Syrischen Armee und der FSA. Die "gemäßigten" Rebellen haben aber in den letzten Monaten Verluste an beiden Fronten hinnehmen müssen und werden immer schwächer. Eine Lösung für dieses Problem habe ich da leider nicht.
Mir kommt da nur eine wohl nicht umsetzbare Idee. Syrien sollte nach Ethnien auf gesplittet werden. Der Norden sollten mit dem Nordirak einen eigenständigen Staat "Kurdistan" bilden. Der Westen von Syrien sollte der aktuellen Regierung übergeben werden. Der Rest von Syrien und teile des Iraks sollte einen sunnitischen Staat unter der Führung der FSA bilden. Ja, ziemlich unmöglich umzusetzen alleine schon Kurdistan...
Wenn Syrien aber geeinigt bleiben soll kann nicht die schwächste Konfliktpartei(FSA) so einfach gewinnen und ihre Forderungen durchsetzten.
 
Andererseits hat sich nicht die Türkei mit Russland angelegt, sondern die sind in fremden Luftraum eingedrungen.

Das ist ja eben die Frage.
Was ist wirklich passiert?
Ist das russische Flugzeug überhaupt über türkischen Luftraum abgeschossen worden?
Ich hab ein wenig das Gefühl, dass die Türken mit aller Macht versuchen, die Kurden zu bekämpfen und ärgern sich nun, dass auch die Russen dazu übergegangen sind, den IS zu bekämpfen und damit den Kurden zu helfen -- auch wenns eher indirekt ist.
Und Erdogan hat, wenn ich das richtig mitbekommen habe, riesen Angst vor einem eigenständigen Kurdenstaat.
Der lässt lieber die Grenzen offen, damit weitere IS Kämpfer nach Syrien kommen können, als das Verbrecherpack zu bekämpfen.
Denn dann würde er ja automatisch die Kurden unterstützten und das will er nicht.
 
Weil Assad im Vergleich zum IS trotzdem das kleinere Übel ist und Stabilität gewehren kann, sobald der IS zerschlagen ist.
Was soll den kommen wen der Westen sich dort selbst wie im Iraq und Afgahnistan betätigt? Welches dieser beiden Länder ist den heute politisch wirtschaftlich und militärisch stabil?
Deswegen flüchten die meisten auch vor Assad. Sich für Assad auszusprechen, der die eigene Bevölkerung genauso massakriert wie der IS und gleichzeitig den IS bekämpfen da der ja so unglaublich böse ist, ist ein Widerspruch.
 
Deswegen flüchten die meisten auch vor Assad. Sich für Assad auszusprechen, der die eigene Bevölkerung genauso massakriert wie der IS und gleichzeitig den IS bekämpfen da der ja so unglaublich böse ist, ist ein Widerspruch.

Eigentlich nicht. Solange Assad dort geherrscht hat, war das Land politisch stabil und eines der liberalsten unter den ganzen anderen Ländern dort.

Frauen lebten in Syrien relativ gleichberechtigt.

Aber seit dem die ganzen Rebellengruppen (FSA; Al-Nusra Front, IS usw.) dort wüten, teilweise unterstützt, ausgebildet und finanziert durch den Westen, ist es so unübersichtlich geworden.

Brauch wir wirklich ein weiteres Land wie Irak oder Libyen?

Der eigentliche Widerspruch ist, dass der Westen mit Katar und Saudi-Arabien beste Geschäfte macht und diese Länder Partner nennt, aber gleichzeitig Assad verteufelt.
 
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