Was ist los in Syrien?

Die Hauptschuld an der Lage zu suchen hat sehr wohl einen Sinn: Die allermeisten Menschen wissen nämlich nicht, was der IS genau ist bzw wie er überhaupt so mächtig werden konnte.
Das hier der Westen tatkräftig mitgeholfen hat verschweigt man lieber, ebenso das der Terror auch eine Folge diverser westlicher Weltpolizeiambitionen ist. Deswegen ist es sehr wohl wichtig zu erklären oder zu eruieren wer denn ja da alles schuld ist.
Schließlich sterben nun aufgrund der Handlungen der Politiker Menschen. Da ist es zu leicht zu sagen: "Terroristen sind böse und gehören vernichtet". Dieser Terror wurde zu großen Teilen eben durch die Politik hervorgerufen, nicht nur, aber man hat stark mitgeholfen..

Aufklärung ist natürlich wichtig und sorgt für ein gewisses Verständnis,man kann aus den Fehlern lernen und es besser machen,das ist alles korrekt.
Aber inwiefern hilft es uns wirklich weiter bei der Lösung der aktuellen Krise ?Darum ging es mir.
 
"Der andere ist schuld" ist weltweit verbreitet, vor allem auch bei uns. Das hat rein gar nichts mit der arabischen Welt an sich zu tun, sondern ist ein vielmehr menschliches bzw psychologisches Phänomen, das man weltweit antrifft.
Inwiefern die Iraker da jetzt ein Sack zu schleppen haben weiß ich nicht, das kann man auf vielerlei Weise interpretieren und ich möchte nicht das es unnötig zu einem Missverständnis kommt.

Als Deutschland vor 70 Jahren in Trümmern lag, haben sich die Menschen zusammengerauft und haben das Land wieder aufgebaut.
Als der Irak in Trümmern lag, haben sich die Menschen erst mal gegeneitig bekriegt und sich gegenseitig Bomben unter den Hintern geschoben.
Und das ist eben damit gemeint "eigenen Sack zu schleppen".
Anstatt sich gegenseitig wegzubomben, hätten sie mal zusammenhalten sollen, gemeinsam das Land wieder aufbauen.
Aber nein. Erst mal zu den Waffen greifen und die "Ungläubigen" bekämpfen. :nene:
Daher hält sich mein Mitleid mit dem Irak auch schwer in Grenzen.
 
Aufklärung ist natürlich wichtig und sorgt für ein gewisses Verständnis,man kann aus den Fehlern lernen und es besser machen,das ist alles korrekt.
Aber inwiefern hilft es uns wirklich weiter bei der Lösung der aktuellen Krise ?Darum ging es mir.

Wenn man die Ursachen und Zusammenhänge versteht, kann man vielleicht auch zu einer alternativen Lösung kommen. Denn Bomben oder eine Invasion wird vielleicht kurzfristig etwas bringen, langfristig aber gar nichts.
Wir sind sowieso eher weniger an der Lösungsfindung beteiligt, aber wenn sich Politiker ständig den schwarzen Peter zuschieben bringt das natürlich nichts.

Als Deutschland vor 70 Jahren in Trümmern lag, haben sich die Menschen zusammengerauft und haben das Land wieder aufgebaut.
Als der Irak in Trümmern lag, haben sich die Menschen erst mal gegeneitig bekriegt und sich gegenseitig Bomben unter den Hintern geschoben.
Und das ist eben damit gemeint "eigenen Sack zu schleppen".
Anstatt sich gegenseitig wegzubomben, hätten sie mal zusammenhalten sollen, gemeinsam das Land wieder aufbauen.
Aber nein. Erst mal zu den Waffen greifen und die "Ungläubigen" bekämpfen. :nene:
Daher hält sich mein Mitleid mit dem Irak auch schwer in Grenzen.

Ja, der Mythos vom Wiederaufbau der durch die hart arbeitenden Menschen selbst geschaffen wurde. Ganz so romantisch sehe ich das nicht.
In Deutschland gab es vorher zumindest Friede bzw innere Stabilität (selbst unter Hitler), und Demokratie. All das wussten die Menschen, und einen Zustand wiederherstellen den die Menschen schonmal selbst erfahren haben ist leichter als ein völlig neues Konzept zu etablieren. Viele Generationen haben nur die Herrschaft Saddams gekannt. Denen jetzt zu sagen: "Hört her, Demokratie ist richtig toll, macht es so wie wir" funktioniert halt leider nicht schnell.
Westdeutschland hatte zwar die Zerstörung miterlebt, aber Westdeutschland hatte dann unter Adenauer die ruhigen, politisch stabilen Jahre, genannt die "langen 50er Jahre". Und jetzt zeig mir so eine Periode im Irak.
Deswegen halte ich den Vergleich für völlig unsinnig, da die Voraussetzungen ganz anders waren.

Glaubst du nicht die Sunniten und Shiiten hätten lieber Frieden? Hast du dich näher mit den von den USA eingesetzten Regenten im Irak beschäftigt?
Irak-Wahl: 500 Kandidaten ausgeschlossen « DiePresse.com
Hier einfach mal ein Beispiel. Wenn eine Religionsgruppe von dem Regierungschef ausgeschlossen wird, an politischen Entscheidungsprozessen nicht beteiligt wird und alle Forderungen ignoriert werden, ja, da wird man sicher glücklich. Die USA hat zugesehen.

Du solltest dich etwas mehr mit der Geschichte des Iraks beschäftigen. Denn die jetzt bzw in den letzten Jahren aufgetretenen Probleme sind direkte und indirekte Folgen von Entscheidungen, die lange zurück liegen.
Ein Land, das seit Jahrzehnten unter einem Tyrann gelitten hat, mehrere Kriege überstanden hat, durch Sanktionen nichtmal selbst überlebensfähig war, sowas sind keine Voraussetzungen für eine offene, aufgeklärte und freie Gesellschaft.
Beschäftige dich wirklich mal damit, mit der Sanktionspolitik der USA/UN, mit der stetigen Verschlechterung des Wohlstandes, mit der Terrorherrschaft Saddams, mit den Folgen der plötzlichen Öffnung des Iraks für den neoliberalen Markt, dann wirst du zu einem differenzierteren Urteil kommen als "selbst schuld, kein Mitleid".
Die Leute schlagen sich da unten nicht die Köpfe ein weil ihnen danach ist. Wenn eine ohnehin schwer geschädigte, verarmte und durch den Krieg traumatisierte Gesellschaft dann auch noch durch den aktuellen Machthaber zusätzlich gespalten wird, kommt so etwas heraus.
 
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Wenn man die Ursachen und Zusammenhänge versteht, kann man vielleicht auch zu einer alternativen Lösung kommen. Denn Bomben oder eine Invasion wird vielleicht kurzfristig etwas bringen, langfristig aber gar nichts.
Wir sind sowieso eher weniger an der Lösungsfindung beteiligt, aber wenn sich Politiker ständig den schwarzen Peter zuschieben bringt das natürlich nichts.

Und das ist eben die Frage,wie könnte eine solche alternative Lösung aussehen? Selbst wenn man seinen Feind versteht,heißt es nicht,dass man seine Taten akzeptieren kann.Gewalt ist keine langfristige Lösung,dazu sagte ich bereits was in meinem 1.Post.Aber eine friedvolle Lösung wird es auch nicht geben,das ist jetzt schon klar.Und im Krieg hat man eigentlich nur diese 2 Optionen.
Und keine Sorge mir ist durchaus bewusst,dass es nicht an uns liegt,eine Lösung zu finden,aber man kann ja trotzdem überlegen.
 
Und das ist eben die Frage,wie könnte eine solche alternative Lösung aussehen? Selbst wenn man seinen Feind versteht,heißt es nicht,dass man seine Taten akzeptieren kann.Gewalt ist keine langfristige Lösung,dazu sagte ich bereits was in meinem 1.Post.Aber eine friedvolle Lösung wird es auch nicht geben,das ist jetzt schon klar.Und im Krieg hat man eigentlich nur diese 2 Optionen.
Und keine Sorge mir ist durchaus bewusst,dass es nicht an uns liegt,eine Lösung zu finden,aber man kann ja trotzdem überlegen.

Die Taten akzeptieren? Man akzeptiert doch auch andere brutale Organisationen, oder tolerierte sie zumindest. Nun tut man so als ob der IS etwas noch nie dagewesenes wäre und der Teufel persönlich und man müsse ihn auf jeden Fall vernichten. Hat man sich schön konstruiert, muss ich zugeben.
Vor allem braucht sich kein Obama hinstellen und sagen der Anschlag in Paris war jetzt ein Anschlag auf unsere Werte. Jemand der Häuser in die Luft sprengt hat mir keinen Vortrag über Werte zu halten. Diese Werte gelten immer nur für die anderen, aber nie für einen selbst.
Ich frage mich eines: Will jeder die Auslöschung des IS? Wie geht es den Irakern, vorzugsweise den Sunniten damit? Ist es für sie jetzt schlechter als zuvor oder nicht?
Es ist halt immer zweifelhaft diese Menschen mit unseren Idealen durch Bomben und Gewalt zu beglücken. Ja, von unserer Position aus, ist der IS unmenschlich. Aber es geschieht so viel unmenschliches weltweit. In Afrika bombardiert doch auch kaum jemand Häuser weil es dort Warlords gibt die Willkür walten lassen. Im mexikanisches/südamerikanischen Raum gibt es auch tausende Todesopfer durch Drogenkriege, danach kräht auch kein Hahn.

Ich habe selbst keine Lösung parat, aber ich bin der Meinung das dieses ständige Betiteln mit irgendwelche Begriffen die Unmensch, Terroristen, Tyrannen ohnehin nur den IS stärkt. Und unsere Gesellschaft wird langsam auf einen Krieg dagegen vorbereitet, durch diese Rhetorik. War bei Bush vor 2003 ganz gleich, war vorm Vietnam ganz gleich.
Dem IS geben solche Beschimpfungen natürlich Rückenwind aus den eigenen Reihen, schließlich kann man die Gegner dann umso leichter als unwürdig oder was auch immer hinstellen.
Ein Ansatz von mir wäre eine Regierung im Irak, die beide Religionsgruppen vertritt. Solange eine ausgeschlossen wird, ist Friede ohnehin nicht denkbar. Und dann sollte man das Land wieder aufbauen.Dabei haben die Amis komplett versagt, die haben sich nur für die eigenen Interessen eingesetzt (bestes Beispiel: Ölministerium wurde sofort besetzt, der Rest wurde Opfer der Plünderungen). So funktioniert es nicht. Das Land ist durch Jahrzehnte an Sanktionen wirtschaftlich völlig ausgeblutet (dazu kommt noch Saddam und die Kriege sowie die Nachkriegspolitik der Amerikaner). Sobald man, zumindest in den großen Teilen des Iraks zumindest eine stabile Regierung installiert hat (damit meine ich eben eine gewählte Regierung, ohne das die Opposition komplett übergangen wird), das die Menschen etwas zu essen und zu trinken haben. Dann gehts weiter mit Arbeit und Schulen, Infrastruktur usw.
Das der IS da nicht ohne weiteres zuschauen wird ist klar, aber der IS ist selbst nicht so überlebensfähig wie man denkt. Man profitierte halt durch die Ölhandel. Das Öl wurde illegal in die Türkei gebracht und dort verkauft. Man profitiert durch die Waffen die man a) durch den Westen bekommen hat indem früher die gemäßigten Rebellen damit unterstützt hat, b) von der irakischen Armee übernommen hat und c) weil der IS selbst auch längere Zeit von anderen Staaten versorgt wurde.

Wie man jetzt den IS konkret angeht weiß ich nicht. Aber man müsste sich auch vorher schon darauf vorbereiten, denn wenn der IS weg ist und es keine Regierung gibt etc steht man wieder vor dem gleichen Problem.
 
Westdeutschland hatte zwar die Zerstörung miterlebt, aber Westdeutschland hatte dann unter Adenauer die ruhigen, politisch stabilen Jahre, genannt die "langen 50er Jahre". Und jetzt zeig mir so eine Periode im Irak.
Deswegen halte ich den Vergleich für völlig unsinnig, da die Voraussetzungen ganz anders waren.

Gibt es ja nicht, eben weil sich die Iraker sofort die Köpfe gegenseitig eingeschlagen haben.
Das ist eben das Problem, wenn man nicht teilen will oder kann bzw. dem anderen nichts gönnt.
Anstatt sich zusammen zutun und gemeinsam das Land wieder aufzubauen, haben sie sich bekriegt.

Ich glaube auf jeden Fall, dass die meisten Sunniten und Schiiten Frieden wollen und zusammenleben wollen aber da gibt es eben genug, die das nicht wollen und solange die in der Oberhand sind, bzw. die Macht inne haben, wird sich nichts ändern. Egal, ob der IS irgendwann mal weg ist oder nicht.
Danach kommt was anderes und danach kommt wieder was anderes.
Der Irak entwickelt sich so wie es Somalia tut. Dort gibt es seit Jahrzehnten keine stabile Regierung, geschweige denn ein stabiles System.
 
Gibt es ja nicht, eben weil sich die Iraker sofort die Köpfe gegenseitig eingeschlagen haben.
Das ist eben das Problem, wenn man nicht teilen will oder kann bzw. dem anderen nichts gönnt.
Anstatt sich zusammen zutun und gemeinsam das Land wieder aufzubauen, haben sie sich bekriegt.
Das wollten natürlich alle so? Du kannst den Irak jetzt nicht 1:1 mit Deutschland in den 50er Jahren vergleichen, zumindest darf man keine Schlüsse ziehen wie "bei uns hat es so geklappt, dort nicht, deswegen sind sie selbst schuld".

Ich glaube auf jeden Fall, dass die meisten Sunniten und Schiiten Frieden wollen und zusammenleben wollen aber da gibt es eben genug, die das nicht wollen und solange die in der Oberhand sind, bzw. die Macht inne haben, wird sich nichts ändern. Egal, ob der IS irgendwann mal weg ist oder nicht.
Danach kommt was anderes und danach kommt wieder was anderes.
Der Irak entwickelt sich so wie es Somalia tut. Dort gibt es seit Jahrzehnten keine stabile Regierung, geschweige denn ein stabiles System.
Und nun kommt es: Jener Regierungschef der von den USA installiert wurde schließt die Sunniten permanent aus. Was soll das irakische Volk dagegen machen? Einen Aufstand? Der dann vielleicht blutig niedergeschlagen wird?
Das ist teilweise einfach diese festgefahrene Denkweise die in weiten Teilen des Landes vorherrscht. Und diese Denkweise bekommt man schwer aus den Köpfen, damit kann man meines Erachtens nur mit Bildung etwas ändern, und dann auch nur bei den neuen Generationen und das dauert halt Jahrzehnte.
Wie gesagt, wenn zumindest wirtschaftliche Stabilität herrscht, wenn es Schulen, Arbeit und Sicherheit gibt, und eine faire Regierung, dann ist man für die Zeit nach dem IS sicher besser gerüstet als ohne irgendwas.

Ja, Somalia ist ein besser Vergleich. Afghanistan wäre auch nicht schlecht. Da hat auch die Politik völlig versagt und nun soll man die Fehler die man begangen hat ein weiteres Mal machen? Meines Erachtens nach Irrsinn, aber viele Politiker sind recht stur oder komplett lernresistent, denn die Fehler der Vergangenheit wiederholen sich ständig.
 
Ich finde, die Muslime sollten sich aber auch mal selbst in sich gehen. Das dort unten seit Jahren Probleme auftauchen, liegt nicht nur an den Amerikanern.

Dort wollen die verschiedenen Religionsgruppen innerhalb des Islams teilweise doch garnicht zusammen leben. Entweder macht die eine Seite die andere fertig oder umgekehrt.

Die Religion mal etwas in den Hintergrund stellen und für vernünfitge Verhältnisse sorgen wäre mal ein Ansatz und nicht "Ne mit dem werde ich keine Regierung bilden, der glaubt nur an einen Propheten oder der glaubt es gibt mehr als einen Propheten."

Und das dies so ist, liegt weder an den Amerikanern noch an den anderen Religionen.

Katholen und Evangelen hatten auch lange Zeit starke differenzen. Aber in so einem Maße wie im Islam, daran kann ich mich nicht erinnern.

Den Islam halte ich grundsätzlich nicht für ein Problem, nur die Art wie die Menschen dort mit ihm leben.

Die Menschen sollten dort mit dem Islam leben, viele aber leben mE nur für ihn und blenden so viele aus, wodurch gewaltige Hürden entstehen.
 
Aktuelle neue Doku über den IS und Syrien:

Spiegel-TV-Doku "Krieg im Namen Allahs"

Anschauen lohnt sich.
Am besten erst danach weiterdiskutieren.

Quelle : Siehe Video :
Den IS gibt es schon länger, als wir glauben.
Die Religion ist nur ne Tarnung, in Wirklichkeit geht es um was ganz anderes.
Es wird ein eigener Totalitärer Staat gegründet, der auch seine Anhänger überwacht (Vergleichbar mit ner Gestapo).

Menschen werden entführt.
Gefangene und Entführte werden entweder für Propaganda-Videos missbraucht oder als Lösegeld missbraucht.
Menschen werden hier wie Ware behandelt.

Diese sogenannten Propaganda-Videos sind auch alles andere als Harmlos.

Überall auf der Welt, sogar in Syrien selber, werden Anschläge verübt.

Mfg:
Niza
 
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Gegen alle Kriegsbefürworter und Hetzer !!!
Nehmt selbst erst einmal eine Waffe in die Hand und erlebt selbst, wer das Leid da unten geschaffen hat.
Von eurer Couch, an eurem Computer kann man leicht große Sprüche klopfen.
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Wie man jetzt den IS konkret angeht weiß ich nicht.

Das war aber jetzt meine eigentliche Frage.Natürlich muss man weitere Vorkehrungen für die Zukunft treffen,aber damit alleine löst sich der aktuelle Konflikt nicht.
Und ja natürlich gibt es viel Unmenschliches auf der Welt,was leider nicht beachtet wird,aber das ändert ja nichts an der Problematik im Osten.
 
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Na jetzt sind auch die letzten Zweifel ausgeräumt. Der ultimative Beweis, ein Youtubevideo :lol:
 
Das war aber jetzt meine eigentliche Frage.Natürlich muss man weitere Vorkehrungen für die Zukunft treffen,aber damit alleine löst sich der aktuelle Konflikt nicht.
Und ja natürlich gibt es viel Unmenschliches auf der Welt,was leider nicht beachtet wird,aber das ändert ja nichts an der Problematik im Osten.

Ich habs schonmal geschrieben, und bleibe dabei --> es gibt keine Lösung.
Vor allem keine Lösung die von uns geschaffen werden kann.
 
Seltener ja, unmöglich nein.
Und in meinen Augen löst das ja nicht das Problem, es mindert lediglich Symptome (weniger Anschläge).
Ein Terrorist muss ja nicht aus Syrien hier einreisen um Anschläge zu verüben, der muss nur hier rekrutiert werden....und das funktioniert zum großen Teil auch über das Internet.
Lösung des Problems --> nicht in Sicht.
Mal davon ab habe ich beileibe nichts gegen Isreal, ihre Siedlungspolitik im Westjordanland halte ich aber für falsch....sogar für fatal. Wenn sie diesen Punkt mit ein wenig Weitsicht überdenken würden, könnte da viel Druck vom Kessel genommen werden. Das ist aber ein anderes Thema.
 
Verhindern wird man den islamischen Terror sowieso nie, wenn man nicht an die Wurzel geht.

Da der Westen dazu aber nicht willens ist, ist die Lösung es Israel gleichzutun zumindest praktikabel.

PS: Und Druck vom Kessel nehmen, kann Israel sowieso nicht. Solange Israles Nachbarstaaten und die Hamas die bloße Anwesenheit von Juden ablehnt, wird es keinen Frieden geben. Aber wie du richtig bemerkt hast, dass ist ein anderes Thema.
 
Ja, der Mythos vom Wiederaufbau der durch die hart arbeitenden Menschen selbst geschaffen wurde. Ganz so romantisch sehe ich das nicht.
In Deutschland gab es vorher zumindest Friede bzw innere Stabilität

Vor allen Dingen gab es nachher (und zwar nach gerade einmal 4-6 Jahren) Friede, Stabilität und Unterstützung - und eine in weiten Teilen funktionierende Infrastruktur.
Im Irak gab es nachher (nach 40-60 Jahren Unterdrückung, Chaos und Gewalt!) Machtfolgekämpfe, Terror und externe Einmischung, aber keine Infrastruktur.


Gibt es ja nicht, eben weil sich die Iraker sofort die Köpfe gegenseitig eingeschlagen haben.

"Die" Iraker?

Der Irak entwickelt sich so wie es Somalia tut. Dort gibt es seit Jahrzehnten keine stabile Regierung, geschweige denn ein stabiles System.

Kein schlechter Vergleich. Die Konflikte in Somalia verlaufen zum Teil bis heute entlang von Kolonialgrenzen und begannen, nachdem eine vom Westen (zuvor aber auch von der UdSSR - das ist ungewöhnlich) massiv unterstützte Diktatur kollabierte. Art und Weise der Einmischung in der ersten Hälfte des 20. Jhd. schwanken zwar (Kolonie, enge Zusammenarbeit mit lokalen Monarchien, Putsch durch unterstützte Parteien,...) - aber die Grundzüge "Schaffung von Spannungen" und "Unterstützung von Unterdrückern" findet sich so tatsächlich auch im Irak. Und in Afghanistan. Und auch in quasi jeder anderen Ecke Vorderasiens - einschließlich Syriens.


Ich finde, die Muslime sollten sich aber auch mal selbst in sich gehen. Das dort unten seit Jahren Probleme auftauchen, liegt nicht nur an den Amerikanern.

Dort wollen die verschiedenen Religionsgruppen innerhalb des Islams teilweise doch garnicht zusammen leben. Entweder macht die eine Seite die andere fertig oder umgekehrt.

Und jedes mal machen sie es mit fleißiger Unterstützung von außen.

Und das dies so ist, liegt weder an den Amerikanern noch an den anderen Religionen.

An Religionen liegt es nicht und westliches (oder in der Vergangenheit auch russisches) Handeln sind auch nicht die Auslöser. Aber wie lächerlich wären wohl viele kritische Konflikte ohne Waffenlieferungen von NATO-Mitgliedern/-Verbündeten oder UdSSR gewesen? Ohne Petro-Dollars? Ohne geheimdienstliche Einmischung?

Konflikte gibt es in der Gegend seit Jahrhunderten. Aber erst seit einigen Jahrzehnten gehen sie mit Sturmgewehren, Panzerfäusten, Artillerie und Luftschlägen gegen Zivilsten einher - und mit der daraus folgenden Eskalation.
 
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