Nachdem ich jetzt einiges gelesen habe in diesem Thread, möchte ich mal meinen Senf dazugeben...
Zuerst zu dem in Paris, wie ich das sehe und wie das mit Syrien in Verbindung stehen könnte oder auch nicht:
Bevor ich nun meine Meinung sage, die vielleicht einigen hier nicht gefällt möchte ich klar stellen, dass jeder Tot schlimm ist. Jeder Tote der nicht auf natürlichem Wege stirbt, sei es z.B. durch einen Autounfall, Mord oder einen Terroranschlag, sind zwei Tote zu viel. Jedes Menschenleben ist und sollte überall den gleichen Wert haben und dabei spielt es keine Rolle ob wir von einem Deutschen, einem Österreicher, einem Amerikaner, einem Russen, Chinesen, Afrikaner, Iraner, Syrer oder sonst irgend ein Menschenleben reden, dass jetzt das Pech hatte auf dem falschen Kontinent geboren zu sein.
Was hat das jetzt mit Paris und den Anschlägen zu tun? Nun das ist ganz einfach, laut unseren Medien und unserer westlichen Gesellschaft trifft eben genau dies nicht zu. Das Leben eines Europäers scheint wesentlich mehr Wert zu sein, als das Leben eines Afrikaners, Syrers, Palestinänsers oder eines sonstigen Landes das nicht die selben "Werte" hat wie wir.
Die Anschläge sind schlimm, es wurden viel zu viele Menschen getötet oder verletzt. Niemand verdient es so zu sterben, so verletzt oder traumatisiert zu werden. Wenn ich aber niemand sage, dann beschränke ich das aber nicht auf unsere westlichen Wertekreise, sondern meine weltweit.
Als letztes Jahr Israel einfach so ohne Verhältnismäßigkeit Palestina bombardiert hat, dabei sogar UNO Schulen getroffen hat und in 1 Woche über 1.000 Menschen (darunter über 400 Kinder) gestorben sind, habe ich niemanden in den Medien mit der Palestinenser Flagge gesehen oder Facebook Profile die den Hashtag #PrayforPalestina gepostet haben.
Es wurde ignoriert, unsere Medien haben 0 darüber berichtet, bis das Abschlachten fast zu Ende war hat es keine *** bei uns interessiert.
Es wird also mit zweierlei Maß gemossen, somit sind die Toten in Paris anscheinenden mehr wert als tausende Tote im Nahen Osten...
Wie bereits oben gesagt, finde ich jeden Tot egal ob in Paris oder im Nahen Osten schlimm und unnötig. Aber wenn man schon in ein Horn blasen möchte, dann bitte auch für alle Tote und jeden unnötigen Tot verurteilen. Israel wurde dafür nciht bombardiert und den Krieg erklärt, nein Deutschland hat Israel sogar noch ein Atomwaffenfähiges U-Boot geschenkt auf die Kosten der Steuerzahler.
Tja so geht deutsche und europäische Politik...man trauert eben nur dort um Tote wenn es einem nützt...
Die Anschläge in Paris folgen komischerweise wieder einem Muster, dass man schon bei anderen Terroranschlägen finden kann.
Es irritiert mich, dass jeder muslimische Terrorist einen Pass dabei hat, obwohl er weiß, dass er diesen Tag eventuell nicht überleben wird.
Ein christlicher Terrorist (Beispiel Breivik), hatte keinen Pass dabei, wohl aber viel Munition und Sprengstoff.
Wieso haben also alle muslimischen Terroristen einen Pass dabei?
Wieso braucht die französische Polizei bei erhöhter Sicherheitsstufe und Terrorwarunung 3 Stunden um ein Café mit Geiseln zu stürmen?
Bei jedem Nacht und Nebeleinsatz der österreichischen Kobra, mitten auf dem Land, ist sie schneller zur Stelle wie die Spezialeinheiten in Paris - ein Schelm wer böses denkt.

Ich möchte anmerken, dass auch bei 9/11 2001 die US-Abfangjäger auf den Flugbasen nicht abheben durften, obwohl sie die Flugzeuge noch erreichen hätten können.
Ja klar, es ist leicht mich jetzt als Verschwörungstheoretiker zu brandmarken, aber warum gibt es dann diese ungereimtheiten? Es ist doch nicht normal, dass die französische Justiz von Bayern (wohlgemerkt von Bayern dem Bundesland mit den dümmsten Politikern) gewarnt und informiert wurde, dass am 6.11.2015 ein Fahrzeug abgefangen wurde, dass Munition, Waffen und Sprengstoff geladen hatte. Die Route des Navis sollte nach Paris führen.
Also wieso wurde nichts unternommen?
Wieso wussten die Geheimdienste bereits etwas über manche Täter und haben dennoch nichts gemacht?
Ich stelle jetzt einfach mal die Behauptung auf, dass die Geheimdienste, der Militärapparat und die Waffenindustrie sehr stark von solchen Anschlägen profitieren. Für mich gibt es nur 2 Möglichkeiten, entweder wusste dieser Komplex was geschehen würde und hat mit Absicht nichts unternommen oder sie waren in die Planung und Durchführung involviert.
Das die Geheimdienste und Polizei unfähig sind kann ich nicht glauben, wir haben ja bereits genug Beweise für "Staatsterror" durch Deutschland und den NSU-Skandal erhalten.
Also wieso nicht auch in Frankreich? Es sichert das Budget des Militärs, der Geheimdienste, verschafft der Rüstungsindustrie mehr Aufträge, der Präsident möchte mehr Macht haben und leichter den Notstand erklären können.
Ich sehe da haufenweise Vorteile für diverse Personen und Gruppierungen und die einzigen die bezahlen sind wir, das einfache Volk. Wir sterben durch den Kugelhagel, die Bomben und unsere Rechte werden weiter beschnitten wurd noch mehr Überwachung und andere Gesetze.
Auch komisch, dass vor allem Medien die der Gruppe Serge Dassault angehören stark ins Kriegshorn gegen den IS blasen (Le Figaro, Le Monde, etc.) und oh Wunder Serge Dassault gehört die Firma Dassault Aviation.
Das ist diese Firma, die die Rafale und Mirage Kampfjets baut.
Wir haben also einen Haufen toter und angebliche Augenzeugenberichte, dass der IS Schuld sein soll durch Rufe wie "Allahu Akbar" oder "Das ist für Syrien". Natürlich veröffentlicht der IS auch ein braves Bekenner-Video (was überhaupt nicht gestellt/gefälscht werden kann wie bei Bin Laden früher).
Die Spur wird nach Syrien zum IS gelegt, wo ich nun auch angekommen bin:
Ich habe jetzt keine Lust den ganzen Krieg von vorne aufzurollen, also steige ich mal im hier und jetzt ein (mein Text ist sowieso schon viel zu lange

).
Die USA mit ihrer "Allianz gegen den IS" bombt nun schon seit über 1 Jahr im Nahen Osten. Bisher hat es keine Wirkung gezeigt.
Was die Vermutung nahe legt, dass die lieben Amis entweder gar nicht bombardieren oder die falschen Ziele angreifen.
Die USA bombardieren ohne Einladung Syriens, verstoßen damit also gegen das Völkerrecht und weigern sich mit dem Machthaber des Landes in dem sie ihre Angriffe fliegen, Absprachen zu treffen und sich zu koordinieren.
Russland hingegen ist ein Verbündeter Syriens und wurde von dessen Regierung um Hilfe gebeten. Sie fliegen Luftschläge gegen alle Terroristen.
Ja ich nenne wie Assad alle diese Menschen dort Terroristen, wieso ist nämlich ganz einfach. Jeder Haufen von denen hat Menschenrechtsverletzungen begangen (auch Assads Armee um das anzumerken).
ISIS und die Alnusra-Front stammen von dem Haufen der FSA. Die FSA hat sehr viele ausländische Kämpfer und am Ende des Tages haben alle schon Zivilisten getötet, egal ob durch Köpfen oder andere Hinrichtungen. So etwas wie "moderate" Rebellen existieren nicht.
Ich finde den Begriff "moderater Rebell" sowieso komisch. Es muss also Rebellen, moderate Rebellen und nicht moderate Rebellen geben. Wer bestimmt jetzt wer "moderat" und wer "nicht moderat" ist? Macht man da eine Strichliste und schaut wer weniger Menschen umgebracht hat?

Das Wort "moderate Rebellen" wurde doch nur eingeführt, damit man eine Rechtfertigung hat, wieso man einen Haufen Mörder in einem anderen Land noch mit Waffen und Logistik unterstützt. Die Medien können uns Bürger das jetzt besser verkaufen, weil unsere Regierung unterstützt die "moderaten Rebellen" die schießen nur mit Blumen und werfen Seifenblasenbomben auf ihre Feinde.
Fragt euch doch einfach mal, wieso Russland so kritisiert wird wegen den Luftschlägen. Die bombardieren mit Erfolg, Assads Truppen bekommen wieder Aufwind und das gefällt uns hier im Westen nicht. Assad muss weg, egal wer oder was dann in Syrien das Machtvakuum benutzt um aufzusteigen. Der IS ist genau dort wo die USA hinwollen, sie haben einen Vorwand zum Bombardieren, zerstören dabei die Syrische Infrastruktur und können sagen "So verdient der IS keine Kohle mehr mit Erdöl".
Wenn sie denen wirklich den Geldhahn abdrehen wollten, müssten sie nur die Banken und Geldinstitute ausfindig machen, die mit denen handeln, aber das wäre wieder blöd, weil ich wette da stecken auch US-Firmen mit drinnen.
Ich bin kein Fan von Assad, aber der aktuelle Weg war, ist und bleibt der falsche Weg um ein Land zu verändern. Man hätte einfach versuchen sollen mit in an einen Tisch zu sitzen und ihm klar zu machen, dass seine Folterregierung nun vorbei ist und er jetzt gefälligst mal die Menschenrechte achten soll. Ich als Diktator würde da auch nur lachen wenn das die Amis zu mir sagen würden, aber was solls.
Übrigens war Syrien ein tolles Land für verschiedene Religionen, egal was man von der Regierung halten mag.
Jetzt ist es keines mehr...dank der Bombenpoltik die wir im Westen vertreten.
Als Abschluss möchte ich noch einen weisen Mann zitieren:
"Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch nicht so rasch mit einem Todesurteil bei der Hand.