Was ist los in Syrien?

Viel schlimmer ist ja, dass die Russen ganz offenbar überhaupt keine Stellungen der IS angreifen, sondern ausschließlich Rebellen des Assad Regimes.
 
Viel schlimmer ist ja, dass die Russen ganz offenbar überhaupt keine Stellungen der IS angreifen, sondern ausschließlich Rebellen des Assad Regimes.

Wieso schlimm? Sie stimmen ihre Angriffe mit der aktuellen Regierung ab.

Schlimmer ist, dass fremde Staaten (USA, GB, Frankreich, Saudi-Arabien) Grupperiungen unterstützen, die gegen die Regierung gewaltsam vorgehen. Wenn ich mich richtig erinnere, ist das Einmischen in innere Angelegenheiten eines Landes sowie die Unterstützung und Ausrüstung mit Waffen an Rebellen doch völkerrechtswidrig, nach Aussagen hochrangiger Militärs und Politiker des Westens.

Aber wenn sie (der Westen) das machen, ist das plötzlich ok? Ist schon bisschen heuchlerisch, oder?
 
Die Russen unterstützen ein diktatorisches Regime.
Ist ein wenig heuchlerisch, oder?
Andererseits ist Russland ja auf dem besten Weg zu einer Diktatur, von daher passt das wieder.
Der Großteil der Menschen in Russland steht hinter Putin.
Daran ändern paar Demonstranten in Moskau nichts.
Abgesehen davon, dass es dort keine Diktatur geben wird, wäre eine im Sinne des Volkes handelnde Diktatur wohl besser als eine demokratisch gewählte Regierung, die nicht im Sinne des Volkes handelt.

Es ist Assads Regime, unter dem eine kulturelle Vielfalt in Syrien leben konnte.
Gemäßigte Rebellen sind ein Märchen.
Sie werden bezahlt und laufen zum IS über, wenn diese mehr Geld bieten.
Was bringt der Kampf gegen die Menschenschlächter des IS, wenn vor Ort keine verbündete Regierung ist? Es wäre das totale Chaos.
 
Der eigentliche Auslöser war im Jahr 2011 der sogenannte Arabische Frühling, bei dem auch das Volk in Syrien auf die Strasse ging um für Demokratische Strukturen einzutreten, habt ihr das vergessen?
In vielen anderen Ländern hat das funktioniert, aber in Syrien klammert sich ein Regime mit aller Kraft an die Macht, und bringt lieber Tod, Elend und Verderben über das eigene Volk, dass mittlerweile schon soweit geht, dass gut ein paar Millionen Syrer Ihr eigenes Land verlassen haben, weil die zustände nicht mehr zu ertragen sind.
Gib einem Menschen Macht, und er wird lieber zugrunde gehen, als auch nur etwas davon abzugeben.

Und aus einer ganz einfachen Überlegung heraus kann ich ganz klar Partei ergreifen, der Westen lebt überwiegend in einer Demokratie, das Volk in Syrien wollte ursprünglich mal Demokratie, und deshalb kann ich das Vorgehen der Westlichen Streitkräfte gutheissen, und das Russische Vorgehen, ein Regime an der Macht zu halten, welches kein Rückhalt mehr unter der Bevölkerung hat, nur verurteilen.
Schaut euch doch um in Deutschland, was vor 3 Wochen am Münchener Hauptbahnhof los war, die Syrer verlassen doch nicht, in einer schon an Völkerwanderung grenzenden Masse ihr Land, weil sie Assad und sein Regime so toll finden.

Das der ganze Krieg mittlerweile aus dem Ruder gelaufen ist, und jetzt natürlich jeder mitmischen will, ist traurig, und natürlich kann jeder das anderes sehen, und zb. auch Russalnd toll finden, hab ich kein Problem damit.
 
Ich habe ein Problem mit dem amerikanischen Imperialismus, den sie seit Ende des zweiten Weltkriegs auf Kosten von zig tausenden toten Zivilisten weltweit führen.
Da geht es nicht um demokratische Strukturen. Es ist reine Einfluss- und Machtpolitik.
Gezielte Destabilisierung zur Verfolgung eigener Interessen unter dem Deckmantel der heiligen Demokratie.
 
Macht Russland nicht genau das gleiche?

Macht China nicht genau das gleiche?
Alle großen Nationen / "Supermächte" machen das. Da geht es um den Erhalt der eigenen Macht und wirtschaftlichen, sowie politischen Vormachtsstellung.
Darum kann das handeln Russlands auch nicht verwerflicher sein als das der USA, oder China, oder England, oder Frankreich, oder, oder, oder...
Es ist alles gleich verwerflich und noch verwerflicher ist das handeln der Menschen in diesen Ländern die das für ihr jährliches neues iPhone, ihr 5 Euro T-Shirt und die 25 Euro Jeans mitmachen. ;)
 
Es ist alles gleich verwerflich und noch verwerflicher ist das handeln der Menschen in diesen Ländern die das für ihr jährliches neues iPhone, ihr 5 Euro T-Shirt und die 25 Euro Jeans mitmachen. ;)

Ja glaubst Du denn, Deine 100 Euro-Markenjeans werden woanders hergestellt?

Die werden genauso in Bangladesch und Vietnam zusammengenäht. :D
 
Die Russen unterstützen ein diktatorisches Regime.
Ist ein wenig heuchlerisch, oder?
Andererseits ist Russland ja auf dem besten Weg zu einer Diktatur, von daher passt das wieder.
Machen wir doch auch, guck mal welchen Ländern u.A. Gabriel da in Arabien in den Arsch kriecht.
Ihr könnt euch ja mal vorstellen was diese Länder mit Frauen wie von "Pussy Riot" gemacht hätten
und was Russland gemacht hat.
In vielen anderen Ländern hat das funktioniert
In vielen?
Nein in Tunesien, nur dort. Andere sind stabiler als Syrien, andere haben keine Revolutionen gehabt
nur Demos und Reformen bekommen.
Aber die Revolutionen waren nicht in vielen Ländern erfolgreich.

Ach ja Putin handelt vielleicht im Sinne der Russen, aber nicht grade zu ihrem Wohle.
 
Finde ich wesentlich authentischer.

Ist das jetzt Satire?

Was, russische Soldaten in Syrien? So ein "hysterischer" Quatsch, erdacht von CIA-Propagandisten. Flugzeuge? Was fuer Flugzeuge? Ach so. Die. Da sind "humanitaere Gueter" drin. Was, ihr wollt da mal reinschauen? Pfft. Fliegen wir eben einen Umweg. Na gut, sind eben doch Soldaten und Flugzeuge von uns dort. Aber damit wollen wir den IS bekaempfen. Grosses Russenehrenwort!

Also im Prinzip derselbe "authentische" Mist wie erst auf der Krim und dann im Donbass, nur komprimiert in wenigen Tagen statt quaelend lange.
 
Na ja, in Hinblick auf Heuchelei nehmen sich die beiden Nationen nicht viel. Wie ich das sehe, unterstützen die USA in Syrien das, was sie in der Ukraine verurteilen und Russland bekämpft in Syrien das, was es in der Ukraine fördert. Dennoch bin ich ganz klar für die USA, ganz einfach aus dem Grund, weil ich in der Demokratie das einzige System für dauerhaften Frieden sehe. Andererseits ist die Haltung aber auch wieder schwierig, denn mit Waffengewalt Demokratie voranzutreiben, um damit dauerhaften Frieden zu bewirken, ist, gelinde gesagt, merkwürdig. Ach, ich bilde mir ja oft ein, politische Vorgänge zu verstehen, aber in Syrien geb ich auf. Was soll man zu Syrien noch für ne Meinung haben? Das ist ein von heilosem Chaos zerrissenes Fleckchen Erde.
 
Na ja, in Hinblick auf Heuchelei nehmen sich die beiden Nationen nicht viel. Wie ich das sehe, unterstützen die USA in Syrien das, was sie in der Ukraine verurteilen und Russland bekämpft in Syrien das, was es in der Ukraine fördert. Dennoch bin ich ganz klar für die USA, ganz einfach aus dem Grund, weil ich in der Demokratie das einzige System für dauerhaften Frieden sehe. Andererseits ist die Haltung aber auch wieder schwierig, denn mit Waffengewalt Demokratie voranzutreiben, um damit dauerhaften Frieden zu bewirken, ist, gelinde gesagt, merkwürdig. Ach, ich bilde mir ja oft ein, politische Vorgänge zu verstehen, aber in Syrien geb ich auf. Was soll man zu Syrien noch für ne Meinung haben? Das ist ein von heilosem Chaos zerrissenes Fleckchen Erde.

Dumm nur das die USA und andere "demokratische" Staaten das Ganze halbe letzte Jahrhundert bis heute so absolut nichts dafür getan haben um zu beweisen das Demokratie die einzige ist was Frieden bringt, siehe:

1.) Koreakrieg
2.) Vietnamkrieg
3.) Schweinebucht-Invasion auf Kuba
4.) Iranputsch
5.) Falklandkonflikt
6.) Afgahnistankrieg der UDSSR
7.) Bürgerkrieg in Nicaragua unter Beteiligung der USA
8.) US-Invasion in Granada 1983
9.) erster Golfkrieg
10.) Afgahnistankrieg der USA
11.) zweiter Golfkrieg
12.) arabischer Frühling
13.) Iraq-/Irankrieg
14.) Kosovo-Krieg

Nur um mal 14 Beispiele zu nenen, was immer noch nur ein kleiner Bruchteil der Konflikte ist an denen sich die hoch gelobten Demokratien aus Eigennutz, politischen Interessen, oder wirtschaftlichen Interessen beteiligt haben.
Bis jetzt hat der Westen und seine Demokratien die letzten 70 Jahre nur bewiesen das man auch nur eines kann, zum eigenen Machterhalt, aus wirtschaftlichen Interessen und politischen Kalkül Elend und Leid in der Welt zu verursachen.

Von daher, Demokratie sorgt nicht im geringsten für mehr Frieden und Gerechtigkeit, sondern beweist eigentlich genau das Gegenteil und immer wen es den Demokratien grade ins Konzept passt hatte man bis dato auch kein Problem damit Diktatoren zu Partnern zu machen, ihnen zur Macht zu verhelfen, oder sie für eigene Interessen einzuspannen: (Gadaffi / Lybien, Saddam Husain / Irak, Franco / Spanien, Stalin / UDSSR, Pinochet / Chile, Charles Taylor / Liberia, der Schah / Iran, Pol Pot / Kambotscha, Assad /Syrien - lange Jahre ein geschätzter Partner, auch im Westen, usw.)

Die westlichen Demokratien sind also auch nicht besser als jede Diktatur was ihr handeln nach außen angeht.
Und was mich ganz persöhnlich daran anwidert ist, das man immer so tut als tue man alles nur zum Wohle anderer und aus besten demokratisch / freiheitlichen Absichten, diese scheinheilige Lügerei mit der man da zu Werke geht und versucht das eigene Handeln zu rechtfertigen, einfach widerlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nun, der Westen innerhalb seiner Grenzen ist jedenfalls ein gutes Beispiel dafür, dass Demokratie Frieden bringt. In Europa tobten über einen Zeitraum vieler Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte immer wieder schlimme Kriege, noch vor 70 Jahren hatten wir in Deutschland die schlimmste Diktatur aller Zeiten. Und wie ist es uns seitdem ergangen? Seitdem in Europa flächendeckend die Demokratie Fuß gefasst hat, geht es uns besser denn je. Wir leben friedlich nebeneinander, machen Kompromisse, gestalten Europa gemeisam. Das könnte in anderen Gefilden dieser Welt genauso sein, wenn, ja wenn sich die Mentalität nicht so sehr von unserer unterscheiden würde, wenn es dort mehr Leute gäbe, die an Demokratie glauben würden, wenn die Vernunft, der Pragmatismus und die Zivilisiertheit dort in einem ausreichendem Maße vorhanden wäre.

Dennoch hast du natürlich Recht. Wir, ich sag mal die USA und die EU (die USa mehr, die EU-Staaten weniger) sind im letzten halben Jahrhundert faktisch oft die Brandstifter gewesen oder haben zur Verschärfung eines Konflikts beigetragen.
 
In Europa hat die Demokratie aber eine ganz andere Geschichte als in den Staaten in denen sie exportiert wird, in Europa war das ein Jahrhunderte Langer Prozess und über Generationen in diese Staatsform reinwachsen.
Auch für die USA hat die Demokratie eine ganz andere Geschichte, beides aber starke Entwicklungen die ganz andere Voraussetzungen als der Nahe Osten & Afrika hatten.
Wenn man demokratische Entwicklungen einfach in ein Land bringen möchte, dessen Bevölkerung ein ganz anderes Werte und Sozialgefüge als unsere Nationen besitzt, hat das schon lange nichts damit zu tun das man aus edlen Motiven handeln würde die sich dann leider nicht realisieren lassen , sondern man muss dann ganz klar von Vorsatz ausgehen.
Desweiteren sollten wir Demokratische Staaten uns überlegen ob die Demokratie in ihrer jetzigen Form wirklich das Non plus ultra darstellt, oder wir nicht auch in Betracht ziehen sollten die Demokratie weiterzuentwickeln.
Auch ist zweifelhaft ob es die Demokratie selber war die den Frieden gebracht hat, oder nicht vielleicht eher der Exzess des 2. Weltkriegs und der folgenden Kriegsmüdigkeit - wovon wir uns allerdings heutzutage wieder einiges abschneiden könnten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dennoch hast du natürlich Recht. Wir, ich sag mal die USA und die EU (die USa mehr, die EU-Staaten weniger) sind im letzten halben Jahrhundert faktisch oft die Brandstifter gewesen oder haben zur Verschärfung eines Konflikts beigetragen.

Brandstifter ist meiner MEinung nach zu viel gesagt.
Die denken einfach nie zu Ende, wenn sie was anfangen, das ist das größere Probleme.
Die USA hätten sich in der arabischen Welt durchaus beliebt machen können, wenn sie nach der Insavion des Irak -- auch wenn das eher sinnlos war -- sich um die Leute zu kümmern. Nicht jeder Soldat in der irakischen Armee war auch automatisch ein Kriegstreiber.
Aber die Bush Administration war eben so wie sie war. Da konnte man keine klugen Schritte erwarten.
Und die EU verhandelt ja eher untereinander, wie man den nach außen auftritt, als wirklich mal was zu machen. Dass da nie was bei raus kommt, konnte man schon in den 90ern sehen, beim Kosovo Konflikt.
 
Die Russen unterstützen ein diktatorisches Regime.
Ist ein wenig heuchlerisch, oder?

Sie unterstützen die Regierung. Das ist im Einklang mit dem Völkerrecht.

Irgendwelche nicht gewählten Terrorgruppen zu unterstützen (so wie die USA, GB, Frankreich, Saudi-Arabien und Katar das machen), ist es definitiv nicht. Sich immer als Moralapostel aufspielen und von Menschenrechten und Völkerrecht sprechen, es dann aber immer selbst brechen, das ist heuchlerisch.

PS: Ist unser strategischer Partner im Nahen Oste nicht Saudi-Arabien? Erkennst du die Ironie?

Andererseits ist Russland ja auf dem besten Weg zu einer Diktatur, von daher passt das wieder.

A) Falsch
B) Offtopic

Der eigentliche Auslöser war im Jahr 2011 der sogenannte Arabische Frühling, bei dem auch das Volk in Syrien auf die Strasse ging um für Demokratische Strukturen einzutreten, habt ihr das vergessen?
In vielen anderen Ländern hat das funktioniert, aber in Syrien klammert sich ein Regime mit aller Kraft an die Macht, und bringt lieber Tod, Elend und Verderben über das eigene Volk, dass mittlerweile schon soweit geht, dass gut ein paar Millionen Syrer Ihr eigenes Land verlassen haben, weil die zustände nicht mehr zu ertragen sind.
Gib einem Menschen Macht, und er wird lieber zugrunde gehen, als auch nur etwas davon abzugeben.

Und aus einer ganz einfachen Überlegung heraus kann ich ganz klar Partei ergreifen, der Westen lebt überwiegend in einer Demokratie, das Volk in Syrien wollte ursprünglich mal Demokratie, und deshalb kann ich das Vorgehen der Westlichen Streitkräfte gutheissen, und das Russische Vorgehen, ein Regime an der Macht zu halten, welches kein Rückhalt mehr unter der Bevölkerung hat, nur verurteilen.

Weil die "Demokratisierung" durch westliche Streitkräfte bisher im Nahen Osten ja so blendend funktioniert hat.

Diese Staaten sind Diktaturen, keine Frage. Aber sie waren keine Aufmarschgebiete für Terroristen und sie waren deutlich liberaler als das Regime in Riad (das wir, sprich der Westen, unterstützen).

Ziemlich heuchlerisch.

Na ja, in Hinblick auf Heuchelei nehmen sich die beiden Nationen nicht viel. Wie ich das sehe, unterstützen die USA in Syrien das, was sie in der Ukraine verurteilen und Russland bekämpft in Syrien das, was es in der Ukraine fördert. Dennoch bin ich ganz klar für die USA, ganz einfach aus dem Grund, weil ich in der Demokratie das einzige System für dauerhaften Frieden sehe.

Siehe zuvor, weil die "Demokratisierung" durch US-Amerikanische Bomber bisher auch super Erfolge gezeigt hat.

Und für welche Demokratie stehen die USA denn bitte noch?
 
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