WaKü Schläuche und Flüllung?

nonameguzzi

PC-Selbstbauer(in)
WaKü Schläuche und Flüllung?

Hallo, ich habe 2 (gebrauchte) Radiatoren aufgetrieben bekommen welche ich zusammen mit einer Cooler Master Eisberg Prestige Solo betreiben möchte (nen 240er und nen 360er)

Jetzt weis ich sicher das einer der Radis nie genutzt wurde und der Zweite mit einer Kühlflüssigkeit von inovatek mit Korrosionsschutz (ohne Farbzusätze) verwendet wurde, der 240er Radi ist aus Kupfer der 360er ist nen Airplex PRO 360.

Ich will gelbe Schläuche/Kühlflüssigkeit (Passend zu einem Z87 Mpower)

Also wie mach ich's am Besten... könnt ihr mir einfach mal Schläuche und Kühlflüssigkeit empfehlen.

Soll halt nen gelbes Kühlsystem werden (also gelb-transparente Schläuche oder Gelbes Wasser (nicht reinpinkeln ;) )

Thx. Schonmal im Voraus!
 
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Nicht wenn man kein Alu im Kreislauf hat und destilliertes Wasser nutzt.
 
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Nicht wenn man kein Alu im Kreislauf hat und destilliertes Wasser nutzt.

Das ist mal wieder gefähliches Halbwissen ... Das hat mit Alu alleine NICHTS!! zu tun .

Du benötigst einen Korosionsschutz bzw. eine "Anti-Leitfähigkeits-Lösung" sobald du 2 oder mehr verschiedene Metalle im Kreislauf hast , da du sonst ein Galvanisches Element aufbaust , welches mit der Zeit das unedelste Metall "auflöst" .

Da ich bezweifele das es dir gelingen wird Verschraubungen aus Vollkupfer zu bekommen , ist es unausweichlich .
 
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Cool, meine Wakü im MediaPC läuft seit 5 Jahren nur mit destilliertem Wasser. Problemlos...
 
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Das mit dem Unedlerem Metall ist mir bewusst un da ich nen mix aus gebraucht Radis laufen lasse...
 
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Der erste Post linkt auf einen Test der Leitfähigkeit:
Kaufberatung System Umbau zu WaKü mit NZXT H440 – Designed by Razer -Seite 3 - Meisterkuehler
Ergebnis, am Ende nach einiger Betriebdauer is die Leitfähigkeit des Mediums so oder so hoch durch "ausgespülte Materie".
Danach kommt wieder eine der wertvollen Erklärungen von VJoe.

Es steht zwar nicht direkt, dass es scheißegal ist, was du reinschüttest, aber dass man auf den Korrosionsschutz (ohne Alu) auch gut verzichten kann, trau ich mich auch zu behaupten.
 
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ich fahre meine wakü seit über 5 jahren mit destiliertem wasser und Frostschutzmittel ausm pkw bereich ( G95) ist sogar gelblich/grünlich..... völlig problemlos... keinerlei Absetzungen oder sonstiges....
 
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Schulchemie ist zwar schon ein bisschen her bei mir, aber wenn man da mal rein Chemisch rangeht und die elektrochemische Spannungsreihe berücksichtigt ergibt sich doch folgendes Bild.

Messing und Kupfer liegen ca. 0,1 V vom Potential auseinander. (Je nach Zinkanteil leichte Differenzen)
Aluminium und Kupfer liegen ca. 2,00 V vom Potential auseinander.


Kupfer sollte also bei sonst gleichen Bedingungen Aluminium in etwa um den Faktor 20 schneller korrodieren als Messing.
Wenn eine PC Kühlung aus Alu und Kupfer also 1 Jahr ohne Korrosionsschutz überlebt, dann sollte es bei Messing und Kupfer theoretisch 20 Jahre sein. Selbst wenn man also von nur 6 Monaten ausgeht und zur Sicherheit den Faktor auf 10 halbiert sollten innerhalb von 5 Jahren noch keine Probleme auftauchen.
Die normale Lebenserwartung eines PCs sollte das schon überstehen. Wenn Messing und Kupfer in einer relevanten Geschwindigkeit reagieren würden, dann würden die Hersteller sicherlich keine Messingvorkammern oder Verschlussschrauben verbauen.
 
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So einfach ist es in der Realität leider nicht, denn elektrochemische Korrosion ist leider ein sehr kompliziertes Feld. Meiner Erfahrung nach sind da selbst Chemiker schnell überfordert und ich kann das gut nachvollziehen, da ich mich einige Zeit intensiv mit galvanisch abgeschiedenen Metallschichten befasst habe.
Die grundsätzliche Aussage, dass bei geringerem Korrosionspotential tendenziell mit erheblich langsameren Korrosionsprozessen zu rechnen ist, stimmt zwar, aber Korrosion kann sich in sehr unterschiedlicher Art und Weise ausprägen. Wenn z.B. Alu durch Kupfer korrodiert wird, kommt es häufig zu lokalem Lochfraß, so können auch relativ große Wandstärken in kurzer Zeit durchkorrodiert sein. Anderseits gibt es auch Fälle in denen die Selbstpassiverung des Aluminiums relativ gleichmäßig ist und sich die Korrosion flächenhaft ausprägt. Da dauert es dann u. U. recht lang bis es ein Teil durch korrodiert ist, sofern sich nichts an den Bedingungen verändert. Hinzu kommt noch die durchaus unterschiedliche Korrosionsbeständigkeit und Qualität der in der Technik üblichen Alu-Legierungen (Rein-Alu kommt so gut wie nirgends zum Einsatz).
Bei Spaltkorrosion hingegen bildet sich sogar unter schwachen Korrosionspartner oft ein recht schnelles Korrosionsverhalten heraus (Beispiel: Auflösung von Nickelschichten in Spalt-Kontakt mit Kupfer). Auch da kommt es aber sehr auch die jeweiligen Gegebenheiten an. Bei eloxiertem Alu ist jede mikroskopische Schädigung der Eloxalsicht ein potentieller Ausgangspunkt für Korrosion an dem es u. U. sogar recht rabiat und schnell zur Sache gehen kann, obwohl daneben im Bereich intakten Eloxals überhaupt nichts passiert. Auch die entstehenden Korrosionsprodukte und deren Ablagerungs- und Anhaftungsverhalten haben wieder Rückwirkungen auf das Voranschreiten der eigentlichen Korrosion. Eine allgmeingültige Regel aufzustellen, unter welchen Voraussetzungen mit welcher Ausprägung und welchem zeitlichen Voranschreiten von Korrosionsprozessen zu rechnen ist, ist deshlab fast ein Ding der Unmöglichkeit - erst recht wenn die Ausgangslage nicht bis ins kleinste Detail bekannt ist. Von daher würde ich solche Hochrechnungen besser nicht anstellen, denn die Wahrscheinlichkeit, dass diese Rechnung nicht aufgeht ist ziemlich hoch ;).

Aber selbst mit dem Einsatz von wirksamen Korrosionsschutzzusätzen bzw. Fertigmischungen ist es langfristig nicht getan, wenn man dauerhaft Korrosion vermeiden will (und sei es nur der Optik wegen). Je nach Wirksamkeit und Stabilität der Inhibitoren und nach Stärke des Korrosionspotentials kann es durchaus nötig sein, den Korrosionschutz in relativ kurzen Abständen zu ergänzen, bzw. Aufzufrischen, um der Korrosion erst gar nicht die Chance zu geben Schäden zu verursachen und sich weiter auszubreiten. Hinzu kommt in dem Zusammenhang, dass man in einer PC-Wakü auf Grund der Viskosität des Glykols, das in der Regel als Lösungsmittel für die Inhibitoren zum Einsatz kommt, lange nicht mit so hohen Korrosionsschutzkonzentrationen arbeiten sollte wie z.B in einem Kühlkreislauf beim Auto. Das nimmt einem nämlich die Pumpe unter Umständen schnell übel.

Edit:
Du benötigst einen Korosionsschutz bzw. eine "Anti-Leitfähigkeits-Lösung" sobald du 2 oder mehr verschiedene Metalle im Kreislauf hast , da du sonst ein Galvanisches Element aufbaust , welches mit der Zeit das unedelste Metall "auflöst" .
Eine Anti-Leitfähigkeits-Lösung sind Korrosionschutzzusätze keineswegs. Die Leitfähigkeit des Kühlmittels ist, wie im oben durch Ulami verlinkten Zitat erwähnt, nicht zu vermeiden, wenn es im Kühlkreislauf zum Einsatz kommt. Was man mit Korrosionschutzzusätzen vermeidet ist der direkte Kontakt des leitfähigen Kühlemediums mit der blanken Metalloberfläche, indem diese mit einen molekularen Sicht aus Korrosionsinhibitoren künstlich passivert wird. Das Korrosionspotential ist nach wie vor da und die Leitfähigkeit des Mediums auch weiter gegeben, aber es können sich keine Korrosionsströme aufbauen und durch das Medium fließen, weil die Korrosionspartner passivert sind.
 
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