WaKü***Quatsch***Thread

AW: WaKü***Quatsch***Thread

Sieht für mich auch erstmal nur nach Grundlagen aus.
Wenn ich mich recht Entsinne hat ruyven in seinem Guide sogar an entsprechenden Stellen die notwendigen Stichworte gegeben. Nachlesen kann man dann in einem beliebigem Standardwerk.
Mehr will ich zu dem Thema auch garnicht sagen weil da mein Dad als "warmer Maschinenbauer" immer noch viel mehr von im Kopf hat als ich als Mechatroniker je lernen musste.
 
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Wie wäre es, wenn ihr beide (und ruyven, weil der auch so ein unfassbarer Nerd ist) mal einen Grundlagen Guide schreibt? "Physikalische Grundlagenüberlegungen für die mögliche Kühlung von PC-Komponenten durch Wasser" oder so ähnlich? Wo einfach mal physikalisch erklärt wird, was genau da eigentlich in unser aller Rechner so passiert? Was heißt "adiabat"? Was bedeutet "laterale Anströmung"? Was ist die "Reynoldszahl"?

Das würden wir tun, ist aber leider nicht ganz so einfach.

Was adiabate Systeme sind und wie man eine Reynoldszahl (oder andere Zahlen wie Prandtl, Grashof und wie sie alle heißen) berechnet und was sie bedeutet kann jeder ja leicht bei Wikipedia herausfinden, dafür brauchen wir keinen Guide.

Und um wirklich weitergehend zu erklären wann welche Strömungsart warum wie ausgebildet wird und wie Wärmeübergänge (mathematisch) stattfinden wäre, sofern man es nicht nur oberflächlich runterrattert was zumindest ich nicht will, ein zu großes/kompliziertes Thema für einen einfachen Guide. Ich meine die meisten Leute die hier mit dem Zeug so um sich werfen haben entsprechende Dinge über Jahre studiert (bei ruyven weiß ich das, bei VJoe gehe ich stark davon aus da er offenichtlich genau weiß was er da schreibt), sowas kann man nicht einfach in ein paar Seiten Text drücken.


Natürlich könnte man versuchen, in kurzen Worten was zu schreiben wie:

"Es gibt grundsätzlich zwei Hauptströmungsarten, laminare (geradlinige) und turbulente (verwirbelte) Strömung. Welche dieser Strömungen sich ausbildet ist abhängig von durchflossenem Querschnitt, Fließgeschwindigkeit, kinematischer Viskosität des Mediums, Rauheit der angeströmten Oberfläche, [...]. Eine Kenngröße dafür ist die Reynoldszahl, die bei kleinen Werten eine laminare Strömung vorhersagt, bei sehr großen dagegen eine turbulente. Der Übergangsbereich ist dabei fließend."

Man erkennt das Problem: Ich müsste jetzt auf jeden Punkt des Satzes nochmal detailliert eingehen damit es verstanden wird. Und das hier ist wenn man nicht nur ein idealen perfekt runden und glatten Schlauch mit Reinstwasser, ohne Einlaufströmung oder Biegungen oder irgendetwas was die Strömung beeinträchtigt berechnen will auch schon wieder viel zu grob - in der Strömungsmechanik hängt übertrieben gesagt immer alles von allem ab... deswegen überschlagen wir von Hand immer nur sehr grob und wenns genauer sein muss werden eben entsprechende Computermodelle bemüht.

Sowas traue ich mir nicht zu wirklich gut auf den Punkt zu bringen als Guide, wer sich da reinarbeiten will sollte eben entsprechende Literatur über Strömungslehre bemühen oder eine solche Vorlesung besuchen. Diese ganzen Überlegungen haben ja auch für WaKüs praktisch kaum einen Nutzen (da die entsprechenden Bauteile bereits so ausgelegt sind dass sie effektiv sind - entsprechende Berechnungen haben die Entwickler ja angestellt...) - da gehts eher um Thermodynamik.


In dem Bereich könnte man dagegen durchaus einen Guide schreiben, etwa wie man berechnet wie viel wärmer das Wasser bei Komponenten X und Fließgeschwindigkeit Y und Temperatur Z wird - genau das ist mit der einfachen Formel aus dem verlinkten Thread ja vereinfacht machbar. Vereinfacht deswegen - und jetzt kommt "adiabat" ins Spiel - weil wir in dem Falle alle Störgrößen von außen nicht betrachtet haben, beispielsweise die Wärme die das Wasser in der WaKü über den Schlauch abgibt oder Reibungswärme die entsteht durch die Strömung des Fluides oder die tatsache, dass der Chip seine Wärme ja nicht zu 100% ans Wasser abgibt sondern einen Teil direkt an die Umgebung usw., die betrachteten Systemgrenzen so zu legen dass all das keinen Einfluss hat und das System "Wasserkühlung" keine Energie von außen annimmt oder nach außen abgeben kann (also perfekt isoliert ist) bezeichnet man als adiabate Betrachtung, das ist eine Abwandlung der Hauptsätze der Thermodynamik, ebenfalls bei Wiki einzusehen.



Alles in allem: Wenn Leute speziellere Fragen zu solchen Themen haben helfe ich (und sicherlich auch Joe und andere bewanderte User) gerne weiter, das ganze Themengebiet aber als Guide zu schreiben halte ich für zu umfassend/komplex, um es gut hinzubekommen. Oder man bleibt eben sehr oberflächlich, solche Infos findet ein Interessierter aber auch fix im Netz. :ka:
 
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Sofern die Angebote bei kaufland überall gleich sind, bekommt man dort zZt G48 für 3,74€ statt 14,99. Wer Nachschub benötigt, kann ja sein Glück versuchen ;)
 
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Der erwähnte Thread is wirklich toll, kann mich der vorherrschenden Meinung bzgl. lehrreich etc nur anschließen.

@Alk
Mich persönlich schmerzen verweise auf Wikipedia bei mathematischen und physikalischen Themengebieten, weil die Artikel (in den meisten Fällen, für die meisten Leser) alles andere als leicht verständliche Kost sind. Besonders wenn Formeln ins Spiel kommen. Das vernetzte Lernen wie es hier im Forum stattfindet, direkt am Objekt und mit passenden Hinweisen an der richtigen Stelle ist um Welten effizienter und für die meisten Leser auch effektiver (weils eben überhaupt mal verstanden wird). Zwar treten wie du sagt "Reibungsverluste" durch unscharfe Formulierungen und Vereinfachungen auf, aber allein durch eine verständliche und alltägliche Sprache sind eure Posts vielen Wikiartikeln und Lehrbüchern mit Wissenschaftssprech um Welten voraus.

(Mich hat ein Lehrer mal in Digitaltechnik an die Tafel geholt, weil er es den anderen in der Stunde davor nicht vermitteln konnte. Ich "durfte" es dann nochmal der Klasse erklären und nach 15 Minuten hatten wir das Lehrziel erreicht, und zwar restlos alle in der Klasse, selbst die eigentlich sonst Desinteressierten. Das war pädagogisch extrem spannend und ich hatte sowas noch nie erlebt (und dann auch nie wieder:/). Ein Lehrer gibt den Stab ab und "einer von ihnen" bringt es den anderen bei. Klar, kennt man von Lernen mit Freunden, Kommilitonen etc aber für eine Klasse war das echt geil.)

Eure Aussagen sind einfach nicht als absolute Tautologien formuliert und das erleichtert doch einiges. Und selbst wenn ihr nur wiederkäut, was man sich gerade im Wiki angelesen hat, verstärkt es schon das Gelernte. Vielen Dank an jeden, der sein tiefes Fachwissen mit den anderen teilt.


Off Topic:
Kennt jemand die genaue Wandstärke eines Aqualis 150ml? Vielleicht mit der Schiebelehre gemessen?
 
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@Alk
Mich persönlich schmerzen verweise auf Wikipedia bei mathematischen und physikalischen Themengebieten, weil die Artikel (in den meisten Fällen, für die meisten Leser) alles andere als leicht verständliche Kost sind. Besonders wenn Formeln ins Spiel kommen. Das vernetzte Lernen wie es hier im Forum stattfindet, direkt am Objekt und mit passenden Hinweisen an der richtigen Stelle ist um Welten effizienter und für die meisten Leser auch effektiver (weils eben überhaupt mal verstanden wird). Zwar treten wie du sagt "Reibungsverluste" durch unscharfe Formulierungen und Vereinfachungen auf, aber allein durch eine verständliche und alltägliche Sprache sind eure Posts vielen Wikiartikeln und Lehrbüchern mit Wissenschaftssprech um Welten voraus.

Da haste grundsätzlich Recht von der Betrachtungsweise her. Andersherum betrachtet sind die Formeln auf Wiki dem was wir hier erzählen Welten voraus - denn das was ich tue ist nichts anderes, als die Grundformeln von Wiki zu nehmen, alles rauszustreichen was wir vereinfachend nicht betrachten (z.B. Strömungsverluste) und viele Abhängigkeiten schlichtweg abschätzend zu umgehen (wir nehmen beispielsweise an, dass die Viskosität und die spez. Wärmekapazität und die Dichte usw. von Wasser sich mit steigender Temperatur nicht verändert, dem ist aber nicht so ;-)) so dass die Formeln sehr sehr einfach aber eben ungenau werden.

Es ist eben der Spagat von "stark vereinfacht/ungenau aber leicht zu verstehen" zu "exakt(er) berechnet aber ohne fundiertes Wissen in Physik/Mathematik kaum zu verstehen". Das Problem ist die Zielgruppe, der eine ist mehr links, der andere mehr rechts. Wenn solche Anfragen (PN) kommen frage ich deshalb üblicherweise erst nach, wie genau/detailliert die Antwort denn ausfallen soll.


Was dein OT angeht: 5 mm. Nicht nachgemessen, ist Angabe des Herstellers. Das sollte aber normalerweise recht genau stimmen.
 
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Das würden wir tun, ist aber leider nicht ganz so einfach.

Was adiabate Systeme sind und wie man eine Reynoldszahl (oder andere Zahlen wie Prandtl, Grashof und wie sie alle heißen) berechnet und was sie bedeutet kann jeder ja leicht bei Wikipedia herausfinden, dafür brauchen wir keinen Guide
Okay, seh ich ein. Dann ein anderer Gedanke (eigtl der, den ich zuerst hatte, die Idee mit dem Guide war dann schon der zweite Schritt): Es gibt ja grade von VJoe (aber auch von ruyven und Dir) immer mal wieder über diverse sonstige Beratungsthreads verteilt mal hier, mal dort, solche Textwände. Wenn man nicht zufällig in dem Thread mitliest, verpasst man die, obwohl die meistens sehr spannend und lehrreich sind. Es ist klar, dass es keinen Sinn macht, all diese Beratungsthreads anzupinnen oder anders hervorzuheben. Ist es möglich, solche Posts aus dem Kontext des ursächlichen Threads herauszulösen und in einen anderen Thread (Titel: "Sammelsurium an physikalischen Grundlagenerläuterungen" oder so) gemeinsam zu archivieren, der wiederum dann irgendwo wiederauffindbar ist (anpinnen, in ein Archiv legen, in Linksammlungen verankern...)?
 
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Ist es möglich, solche Posts aus dem Kontext des ursächlichen Threads herauszulösen und in einen anderen Thread (Titel: "Sammelsurium an physikalischen Grundlagenerläuterungen" oder so) gemeinsam zu archivieren, der wiederum dann irgendwo wiederauffindbar ist (anpinnen, in ein Archiv legen, in Linksammlungen verankern...)?

Technisch ist das kein Problem, Kopien dieser Beiträge in einem Extrathread zu sammeln und den zu pinnen, das kann vBulletin recht bequem. Das Problem hier wäre das "aus dem Zusammenhang", denn so einfach unsere Textwände untereinanderklatschen ergibt nur einen undurchsichtigen Textdschungel. Das müsste man mit recht hohem Aufwand entsprechend aufarbeiten - und dann kann man eben auch nen Guide schreiben. :D

Ich hab auch eigentlich gar nichts dagegen sowas zu machen, wenn dann aber richtig. Und einen solchen Guide mit sehr viele aufbereiteten Informationen in Form von Text und natürlich auch Bildchen dass es anschaulich/verständlicher wird produziert man ja nicht mal zwischen Tür und Angel, das sind schon ein paar Stunden Arbeit. :ka:
 
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Hi,

momentan bin ich mit den Temperaturen in meinem System nicht ganz zufrieden trotz zwei 420er Radiatoren. Gekühlt wird ein i7 2600K @4,5GHz und eine R9 290 (Tri-X) und der RAM. Die Lüfter laufen @5V (Noiseblocker PK-2). Die Lüfter ziehen frische Luft von Außen und drücken sie durch die Radiatoren.

Habt ihr Tipps?

Hier mal die Temperaturen nach 30 Minuten Battlefield 4.

wakü temp.PNG
 
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Hmmm was genau erwartest du denn? Wenn ich das richtig sehe ist deine max. Wassertemperatur vielleicht 12-15°C höher als deine Zimmertemperatur wenn ich dir mal normale Raumtemperatur im Frühsommer unterstelle. Das ist für das Setup das du beschreibst ein völlig normaler Wert - wenn du bedeutend niedrigere Wassertemperaturen haben willst (was du nicht brauchst, alles unter 40°C ist absolut kein Thema) ohne großartig was zu verändern wird dir nichts übrig bleiben als die PK-2 schneller drehen zu lassen. :schief:

Probiers doch mal testweise aus, deine Lüfter mit 12V zu betreiben und sieh dir an welchen Effekt es auf die Temps hätte... denn die Stellschraube dürfte die sein, die den mit Abstand größten Effekt erzielt. ;-)

Wenn du nebenbei zwei 420er nutzt sollten diese natürlich nicht beide in die gleiche Richtung pusten (also beinde ins Gehäuse zum Beispiel) und sich so gegenseitig behindern/aufheizen es sei denn du hast zusätzlich eine leistungsfähige "Gehäuseentlüftung" die die warme Luft rausschafft..
 
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Mal ne Frage zu den Aquaero´s:

Gibt es hier eigentlich eine Möglichkeit potentailfreie oder auch potentialbehaftete (bspw. 12VDC) Signale als Eingänge zu handhaben?
Meine Überlegung wäre z.B. einen kapazitiven Sensor wie diesen hier http://www.edisen.de/level9_cms/download_user/Datenbl%E4tter/MT0.5/deutsch/Datenblatt-MT0.5-ST.pdf an nem AGB als Füllstandsüberwachung zu montieren.
Den Sensor würde ich dafür benutzen da ich eh mehrere davon einsetzen werde (Stromkreise zu- und abschalten, PC einschalten, etc.)

Außer es gibt schon was anderes das genau passt zum Aquaero.
Es ist nicht einmal zwingend notwendig, es wäre nur ne zusätzliche Spielerei (wie so vieles :D)
 
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Ja okay, aber das Teil fällt für mich raus aus zwei Gründen.

1. Es kann nur vertikal verbaut werden und nicht horizontal, wie ich es benötigen würde (vergessen an zu geben)
2. Ich möchte keine Bauteile im AGB haben, alles soll von außen geschehen. Selbst der AGB wird extra mit 5mm Wandung gebaut damit kein Gewindestück nach innen ragt :D
 
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Shoggy kannst du mir ggf. erzählen was für NTC-Widerstände in den normalen Temperatursensoren verbaut sind?

Anhand der Daten könnte ich dann z.B. eine Schaltung mit einem entsprechenden Widerstand erstellen welcher zu oder abgeschaltet wird und das dann in der Aquasuite mit ner Grenzwertabfrage überwachen, sofern dies in der Aquasuite möglich ist?

Edit:
Bzw. brauche ich eigentlich nur den Grundwiderstandswert bei 25°C und eine Info was die Aquasuite für einen Temperaturwert ausgibt bei einem Widerstandswert von unendlich ausgibt.
 
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Das würden wir tun, ist aber leider nicht ganz so einfach.

Was adiabate Systeme sind und wie man eine Reynoldszahl (oder andere Zahlen wie Prandtl, Grashof und wie sie alle heißen) berechnet und was sie bedeutet kann jeder ja leicht bei Wikipedia herausfinden, dafür brauchen wir keinen Guide.

Und um wirklich weitergehend zu erklären wann welche Strömungsart warum wie ausgebildet wird und wie Wärmeübergänge (mathematisch) stattfinden wäre, sofern man es nicht nur oberflächlich runterrattert was zumindest ich nicht will, ein zu großes/kompliziertes Thema für einen einfachen Guide. Ich meine die meisten Leute die hier mit dem Zeug so um sich werfen haben entsprechende Dinge über Jahre studiert (bei ruyven weiß ich das, bei VJoe gehe ich stark davon aus da er offenichtlich genau weiß was er da schreibt), sowas kann man nicht einfach in ein paar Seiten Text drücken.


Natürlich könnte man versuchen, in kurzen Worten was zu schreiben wie:

"Es gibt grundsätzlich zwei Hauptströmungsarten, laminare (geradlinige) und turbulente (verwirbelte) Strömung. Welche dieser Strömungen sich ausbildet ist abhängig von durchflossenem Querschnitt, Fließgeschwindigkeit, kinematischer Viskosität des Mediums, Rauheit der angeströmten Oberfläche, [...]. Eine Kenngröße dafür ist die Reynoldszahl, die bei kleinen Werten eine laminare Strömung vorhersagt, bei sehr großen dagegen eine turbulente. Der Übergangsbereich ist dabei fließend."

Man erkennt das Problem: Ich müsste jetzt auf jeden Punkt des Satzes nochmal detailliert eingehen damit es verstanden wird. Und das hier ist wenn man nicht nur ein idealen perfekt runden und glatten Schlauch mit Reinstwasser, ohne Einlaufströmung oder Biegungen oder irgendetwas was die Strömung beeinträchtigt berechnen will auch schon wieder viel zu grob - in der Strömungsmechanik hängt übertrieben gesagt immer alles von allem ab... deswegen überschlagen wir von Hand immer nur sehr grob und wenns genauer sein muss werden eben entsprechende Computermodelle bemüht.

Sowas traue ich mir nicht zu wirklich gut auf den Punkt zu bringen als Guide, wer sich da reinarbeiten will sollte eben entsprechende Literatur über Strömungslehre bemühen oder eine solche Vorlesung besuchen. Diese ganzen Überlegungen haben ja auch für WaKüs praktisch kaum einen Nutzen (da die entsprechenden Bauteile bereits so ausgelegt sind dass sie effektiv sind - entsprechende Berechnungen haben die Entwickler ja angestellt...) - da gehts eher um Thermodynamik.


In dem Bereich könnte man dagegen durchaus einen Guide schreiben, etwa wie man berechnet wie viel wärmer das Wasser bei Komponenten X und Fließgeschwindigkeit Y und Temperatur Z wird - genau das ist mit der einfachen Formel aus dem verlinkten Thread ja vereinfacht machbar. Vereinfacht deswegen - und jetzt kommt "adiabat" ins Spiel - weil wir in dem Falle alle Störgrößen von außen nicht betrachtet haben, beispielsweise die Wärme die das Wasser in der WaKü über den Schlauch abgibt oder Reibungswärme die entsteht durch die Strömung des Fluides oder die tatsache, dass der Chip seine Wärme ja nicht zu 100% ans Wasser abgibt sondern einen Teil direkt an die Umgebung usw., die betrachteten Systemgrenzen so zu legen dass all das keinen Einfluss hat und das System "Wasserkühlung" keine Energie von außen annimmt oder nach außen abgeben kann (also perfekt isoliert ist) bezeichnet man als adiabate Betrachtung, das ist eine Abwandlung der Hauptsätze der Thermodynamik, ebenfalls bei Wiki einzusehen.



Alles in allem: Wenn Leute speziellere Fragen zu solchen Themen haben helfe ich (und sicherlich auch Joe und andere bewanderte User) gerne weiter, das ganze Themengebiet aber als Guide zu schreiben halte ich für zu umfassend/komplex, um es gut hinzubekommen. Oder man bleibt eben sehr oberflächlich, solche Infos findet ein Interessierter aber auch fix im Netz. :ka:

Ich hab die Hintergründe im Guide ganz kurz angerissen
http://extreme.pcgameshardware.de/e...8360-wasserkuehlungsguide-stand-2014-a.html#2.
und könnte auch eine mittelausführliche Fassung aus dem Handgelenk schütteln (wenn ich denn mal Zeit hätte - mittlerweile bin ich froh, wenn ich hier einmal die Woche zum mitlesen komme), aber ich habe schon bei Vjoes auf konkrete Fragen bezogene WallOfTexts den Eindruck, dass sie 50% der Threadleser einfach überspringen. N extra mehrseitiger Guide klingt nach vergeblicher Mühe.

(Abgesehen davon kann man solche Hintergrundfragen immer im Guide posten, dann würden sich da auch entsprechende Antworten mal zentral ansammeln.)



Mal ne Frage zu den Aquaero´s:

Gibt es hier eigentlich eine Möglichkeit potentailfreie oder auch potentialbehaftete (bspw. 12VDC) Signale als Eingänge zu handhaben?
Meine Überlegung wäre z.B. einen kapazitiven Sensor wie diesen hier http://www.edisen.de/level9_cms/download_user/Datenbl%E4tter/MT0.5/deutsch/Datenblatt-MT0.5-ST.pdf an nem AGB als Füllstandsüberwachung zu montieren.
Den Sensor würde ich dafür benutzen da ich eh mehrere davon einsetzen werde (Stromkreise zu- und abschalten, PC einschalten, etc.)

Wenn der Sensor als Schaltwiderstand arbeitet, sollte eine Auswertung kein Problem sein. Die Temperaturfühler sind einfache (10k?) NTCs und mit passenden Vor-/Parallelwiderstände könnte man den Widerstand eines beliebigen Sensors in den auswertbaren Bereich verschieben. Aber eine Stromversorgung muss man vermutlich unabhängig organisieren und das Ausgabesignal wird vom Aquaero als Temperaturwert interpretiert. Für eine Füllstandswarnung reicht das, aber eine -Messung wäre allenfalls als Kaskade von Sensoren möglich und so viel Eingänge hat man dann doch nicht.
 
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Ne reale Füllstandshöhe brauche ich auch nicht und sollte die Aquasuite es nicht vertragen wenn ein unendlicher Wert vorhanden ist, dann kann ich mit nem kleinem Relais auch einfach ne Wechselschaltung aufbauen.
Dafür brauch man ja nicht einmal NTC's, da reichen ja normale Widerstände.
Ich brauche nur den Wert vom NTC in den Fühlern damit ich glatte Werte heraus kriege und nichts probieren muss.
 
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Laut Caseking ist es nicht empfehlenswert, diese Anschlüsse mit Nickelkomonenten zu nutzen. Stimmt das? Bzw. stimmt das auch, wenn ich ein Mittel wie Inno Protect oder Aquacomputer Double Protect nutze?
 
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Ich denke der ganze Kram über die Thermodynamik und das alles (Jetzt echt keine Lust die Fachbegriffe rauszusuchen, in dem Themengebiet bin ich ein Fisch) wäre etwas, das die auch Super in der PCGH bringen könnten, oder in ner Sonderausgabe zu Wasserkühlungen.

@ Ruyven: Sei dir nicht so sicher mit dem, was verschwendete Zeit ist, ich würde mir so etwas brennend gerne durchlesen, habe überhaupt keine Ahnung davon und würde mich echt freuen. Klar ist es deine Zeit und deine Sache ob du das willst, aus meiner Sicht total nachvollziehbar (ich bin ja selbst zu faul die Fachbegriffe da oben heraus zu suchen :/ ), aber ich glaube in diesem Forum sind nicht nur die, die sich ihre Kompaktwasserkühlung kaufen und die es nicht interessiert was da abgeht. Es gibt auch die (wie mich), die sich für ihren 700€ PC ne 500€ Wakü besorgen, weil sie es faszinierend finden und sie technikbegeistert sind und darauf brennen darüber neues zu lernen :daumen:

Also wenn du mal Zeit und Lust haben sollten würde ich mich wirklich freuen etwas neues zu lernen :)
 
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AW: WaKü***Quatsch***Thread

Wunderbar, ich danke dir.
Damit kann ich dann arbeiten und AGB's mit meinen kapazitiven Sensoren überwachen.
 
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