AW: WaKü***Quatsch***Thread
Viel Radi-Fläche schadet definitiv nicht

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Wie bereits angeklungen ist, gibt dort nicht der Wärmeübergang vom Wasser zum Radiator sondern der vom Radiator zur Luft den Ausschlag. Nichts desto trotz verbessert sich auch im Radiator der Wärmeübergang vom Wasser zu den Rohrwänden durch mehr Durchfluss - bringt dort nur absolut nichts

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Den Durchfluss zu drosseln um das Wasser langsamer durch den Radiator fließen zu lassen ist hingegen völliger Unfug und endet schlimmsten Falls damit, dass zusätzlich auch noch der Wasser-Rohr-Übergang limitiert, weil das Wasser nur noch streng laminar fließt.
In Kühlern ist es aber in der Tat so, dass extreme Durchflüsse neben jeder Menge Pumpenlärm abhängig vom verwendeten Kühler zwar Verbesserungen gegenüber moderatem Durchfluss bringen, diese aber so gering sind, dass die Nachteile massiv überwiegen.
HighFlow-Kühler sind bei niedrigen Durchflüssen normalen Kühlern prinzipbedingt unterlegen und kommen erst mit etwas höherem Durchfluss (sagen wir 90L/h) auf ein ähnliches Kühlleistungs-Niveau wie ein restriktiverer Kühler bei sagen wir 60L/h.
In beiden Fällen bewirkt von da ab eine weitere Steigerung des Durchflusses wirklich nur noch minimale Verbesserungen der Kühlleistung. Wir reden hier von 2-3 °C. In besonders schlecht aufgebauten Kreisläufen sind es vllt. auch mal 5°C, weil das Ursprungsniveau mies war.
In der Praxis haben sich jedenfalls Kühler durchgesetzt die weder extrem restriktiv noch echte HighFlow-Kühler sind (z.B die HK 3.0 Reihe). Dadurch lässt sich bislang in den meisten Fällen einfach am meisten raus holen ohne auf laute Pumpen und ähnlichen unnützen Firlefanz angewiesen zu sein.
Abgesehen davon ist aus zwei Gründen das erreichen der geringen Temperatursenkungen, die über den Durchfluss bewerkstelligt werden können, nicht unbedingt erstrebenswert:
1.) Es bringt nichts bezüglich OC oder Lebensdauer. Wenn die paar Grad über stabil oder instabil entscheiden ist ein größerer Radiator definitiv die Schraube die verstellt werden muss - nicht der Durchfluss.
2.) Man erkauft sich den hohen Durchfluss immer durch eine laute Pumpe. Wenn man Highflow-Kühler einsetzt müssen die größten Verfügbaren Kaliber her, um überhaupt in den Bereich restriktiver Kühler zu kommen. Bei restriktiven Kühlern hingegen braucht es eine Pumpe mit enormen Druck, um da noch mehr durch zu pressen. Beides endet mit vermeidbarer Lautstärke und unnötiger zusätzlicher Wärmeabgabe der überdimensionierten Pumpe in den Kreislauf. Das ist in der Regel nicht so viel, dass es den Effekt komplett eliminiert, aber unter Umständen ist er dann nicht mal mehr mit Wassertemp-Sensoren messbar.
@Madz: Dass bei extrem hohen Durchflüssen wieder deutlichere Temperatursenkungen auftreten ist eine Täuschung. Bezieht man es auf einen Kühler so ändert sich nicht mehr viel nachdem die Strömung im Kühlquerschnitt zu 100% turbulent ist - das geht asymptotisch gegen einen Grenzwert und wird nicht mehr messbar mehr.
Erst wenn man einen Kühler nimmt, der bei geringem Durchfluss fast gar nicht kühlt, weil er zu große Querschnitte hat, erreicht dieser bei solchen extremen Durchflüssen deutliche Steigerungen gegenüber seinem bescheidenen Niveau davor. Die Amis rechnen zwar gern so - aber bei denen hören sich Waküs schon immer an wie Düsentriebwerke an. Da könnte man auch ein Kupferrohr flach drücken und als Kühler nutzen, wenn es einen nicht stört dass ein ganzes Hauswasserwerk den Kreislauf umwälzen muss um einigermaßen erträgliche Temperaturen zu erreichen

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Sorry, dass ich wieder Romane schreibe, aber das Thema taucht zur Zeit in allen Foren auf und so langsam scheinen wieder Lichtblicke da zu sein was die los werden dieses unnützen HighFlow-Hypes angeht.