WaKü***Quatsch***Thread

AW: WaKü***Quatsch***Thread

Hi,
Habe mal 2 Fragen, :huh:
1tens kennt jemand einen leiseren Radi-Lüfter 140mm mit ca90 m3 / h als den NB Black Silent Pro Pk2 muss kein pm sein.
2tens bei meinem zukünftigen nt 760 Watt seasonic vollmodular :daumen: will ich alle Kabel in optimaler Länge selber crimpen. Was für ein Kabel soll ich kaufen?
Danke im voraus :D
MfG mfg_XX
 
AW: WaKü***Quatsch***Thread

Hallo,

hab da eben eine Frage. Ein Kühlerblock aus Silber für eine Grafikkarte ist thermisch gesehen zu bevorzugen, oder?

Zaldure
 
AW: WaKü***Quatsch***Thread

Würde ich alleine aus Kostengründen vorziehen und meine grauen Zellen sagen mir das Kupfer doch besser leitet oder?

EDIT: Ist fast gleich, siehe Wikipedia Wärmeleitfähigkeit :D Also lohnt es sich nicht in meinen Augen ;-)
 
AW: WaKü***Quatsch***Thread

Abgesehen davon, dass mir kein Kühler aus reinem Silber bekannt ist (kann es sein, dass du vernickelte Versionen meinst?), würde er sich nur als Sammlerstück rentieren.
 
AW: WaKü***Quatsch***Thread

Reines Silber (999er Feinsilber) hat im fraglichen Temperaturbereich eine Wärmeleitfähigkeit von ca. 430 W/m*K und ist damit der beste metallische Wärmeleiter. Deutlich besser leiten nur Diamant, Kohlenstoffnanoröhren, Graphene (die beiden Letzteren allerdings nur in einer bestimmten Vorzugsrichtung) und ähnliche Struktur-Wärmeleiter.

Bei allen jemals kommerziell erschienen Wasserkühlern mit "Silberböden" kommt aber Sterlingsilber zum Einsatz (eine Legierung 92,5% Silber und 7,5%Kupfer), da Feinsilber zu weich ist, um daraus vernünftige Kühlerböden bauen zu können. Es lässt sich auch nur schwer vernünftig bearbeiten.
Sterlingsilber leitet aber mit ca. 360 W/m*K etwas schlechter Wärme als reines Kupfer (Elektrolyt-Kupfer) ca. 400 W/m*K, wie es überlicherweise für Wasserkühler zum Einsatz kommt. Von daher kann man zumindest für alle kommerziellen Wasserkühler mit "Silberboden" sagen, dass sie tendenziell etwas schlechter arbeiten als normale aus Elektrolyt-Kupfer. Die zugehörigen Werbeversprechen bei den Sterlingsilber-Kühlern sind deshalb auch irreführend. Man sollte vermuten wider besseres Wissen, aber auch Kühlerhersteller sind nicht immer sonderlich bewandert was Werkstoffauswahl angeht.

Wie Uter schon sagte: sog. Silberkühler sind eher was für die Vitrine - besser kühlen kann man damit nicht - zumindest nicht bei gleicher Kühlergeometrie gegenüber einem Kühler aus Kupfer.

Bei Eigenbauten kann man auch Feinsilber verwenden, aber man muss sich dann konstruktiv schon einiges einfallen lassen, um das Silber so zu unterstützen, dass es einerseits bearbeitbar ist und sich beim Montieren nicht verzeiht. Kommerzielle Hersteller tun sich das nicht an - zumal sie Gewährleitungspflichten haben.
Wirklich stark wirken sich die Unterscheide zwischen Sterlingsilber, Kupfer und Feinsilber bei gleicher Bodenplattengeometrie aber nicht aus. Minimal messbare Unterscheide sind aber drin und da Feinsilber wie gesagt nicht zu haben ist, hat Kupfer nicht nur beim Preis die Nase vorn.

Sollten wir hier tatsächlich nicht über Silberkühler sondern, um durch Vernickeln silbern glänzende Kupferkühler reden, kann man sagen, dass eine übliche Glanznickelschicht lediglich ca. 5 bis 10µm dick ist und die Kühleigenschaften eines Kupferkühlers nicht messbar beeinflusst (obwohl Nickel kein guter Wärmeleiter ist)
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: WaKü***Quatsch***Thread

Wie kommst du jetzt auf vergoldetes Silber? :huh:
Es sieht genauso unkaufbar und noch überteuerter als bei reinem Silber aus.

Afaik gibt es nur vergoldete Anschlüsse (also Messing).
 
AW: WaKü***Quatsch***Thread

Das bringt nichts - Gold ist genauso weich. Abgesehen davon könnte man mit einer Goldschicht, die so dünn ist dass sie die Wärmeleiteigenschaften des Gebildes nicht wieder verschlechtert (die Wärmeleitfähigkeit von Gold beträgt ca. 320 W/m*K), sowieso keine mechanischen Verbesserungen erzielen.

@Uter: Es gibt auch echt vergoldete Anschlüsse (früher gab´s auch vergoldete Kupferkühler von Watercool und Alphacool z.B.) ;). Die Goldschichten sind aber noch dünner als Nickelschichten und fallen deshalb kostenmäßig nicht ins Gewicht. Gold hat zwar ne bessere Wärmleitfähigkeit als Nickel aber als dünne Schicht macht´s dennoch keinen messbaren Unterschied (die Wärmeleitfähigkeit von Nickel beträgt btw nur ca. 90 W/m*K und es tut bei wenigen µm dennoch nichts zur Sache). Schlechter als Kupfer oder Silber leitet jedenfalls beides. Dafür laufen beide Beschichtungen nicht durch Fingerabdrücke an, wie unbeschichtete Silber- oder Kupferteile tun. Beschichtungen, egal ob nun mit Nickel oder Gold haben deshalb nur optische Qualitäten. Gold ist aber von der Optik her in den meisten Waküs eher unpassend. Kühltechnisch sind sie belanglos.

Egal ob man einen Silberboden oder Kupferboden nun mit Nickel, Gold, Chrom oder sonstigen Metallen mit Schichtdicken nahe dem einstelligen µm-Bereich beschichtet - es ändert nichts messbares an deren Kühleigenschaften. Diese sind vom Material des Bodens selbst, aber vor allem - und das ist bedeutend wichtiger - von dessen Geometrie und Anströmung abhängig. Man kann auch aus Kupfer oder Sterlingsilber schlechte Kühler bauen ;).
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: WaKü***Quatsch***Thread

Ok, dann wird es wohl doch ein Kühler aus Kupfer werden. Doch keine LE Spezialanfertigung sondern Produktentwicklung. Oder kann man sich einen guten Kühler selber ausdenken? Im Prinzip ist das doch ein Block wo in der Mitte Wasser durchfließt, oder? ^^
 
AW: WaKü***Quatsch***Thread

Es gibt auch echt vergoldete Anschlüsse
Die meinte ich, aber die sind innen nicht aus Silber, sondern afaik Messing. Da hab ich mich wohl undeutlich ausgedrückt.

(früher gab´s auch vergoldete Kupferkühler von Watercool und Alphacool z.B.)
Ja, von den Alphacool wusste ich, die Watercool waren wohl vor meiner Zeit. Ich hab auch mal einen vergoldeten EK Supreme gesehen, weiß aber nicht ob das ein Einzelstück war. Der aktuellste vergoldete Kühler dürfte die Sonderedition des Swiftech Apogee HD sein. Als Neuware zu kaufen gibt es die aber afaik alle nicht mehr.

Die Goldschichten sind aber noch dünner als Nickelschichten und fallen deshalb kostenmäßig nicht ins Gewicht.
Naja, vom Materialpreis nicht, aber die Exklusivität lassen sich die Hersteller idR gut bezahlen.

Ok, dann wird es wohl doch ein Kühler aus Kupfer werden. Doch keine LE Spezialanfertigung sondern Produktentwicklung. Oder kann man sich einen guten Kühler selber ausdenken? Im Prinzip ist das doch ein Block wo in der Mitte Wasser durchfließt, oder? ^^
Klar kann man sie sich selber ausdenken, aber das erfordert sehr viel know-how, Zugang zu entsprechenden Werkzeugen und bei Graka-Kühlern sehr viel Messarbeit.
 
AW: WaKü***Quatsch***Thread

Ein Block mit einem Loch durch das Wasser fließt kühlt schon mal ein wenig - das ist schon richtig. Zu einem guten Wasserkühler gehört jedoch erheblich mehr. Die wichtigsten Parameter, um ordentliche Performance zu erhalten sind hohe lokale Strömungseschwindigkeiten (also turbulenten Strömung) in der Kühlstruktur, eine Kühlstruktur die über dem DIE des zu kühlenden Chips viel optimal angeströmte und gut an die Wäremquelle angebunden Fläche zur Verfügung stellt und eine geringe Restbodenstärke, um die Wärmeleitwege durch den kühler so kurz wie möglich zu halten. Gerade durch letzten Aspekt ist auch bei bereit recht brauchbaren Strukturen noch Einiges raus zu holen, aber das erfordert eine gewisse Präzision, damit man den Boden nicht perforiert. Hinzu kommt noch ein vernünftige Halterung oder anderweitige Befestigung, mit der hohe Anpressdrücke realisiert werden können. Das muss der Kühler und auch die Hardware natürlich auch abkönnen in (Backplates können da in manchen Fällen helfen). Baut man den Kühler zu instabil verzeiht er sich zuungunsten des Wärmeübergangs. Man kann die lastbedingte Verformung aber auch zu seinen Gunsten nutzen. Da ist dann aber schon bisschen KnowHow gefragt (wir reden hier über wenige µm Durchbiegung) ;).
Aber das sind dann schon alles Feinheiten - zuerst sollte man mal ne vernünftige Struktur, sowie An- und Abströmung planen, dann kann man weiter sehen ...
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: WaKü***Quatsch***Thread

wie stark sollte denn die Bodenplatte denn sein?mir ist aufgefallen das die Bodenplatten sich sehr,von model zur model,unterscheiden
beim kupfer gibt es auch verschieden Legierungen,wie verändert sich da die wärme Leitfähigkeit?wohl nur minimal?
 
AW: WaKü***Quatsch***Thread

Ich hab ein Custum Modell von Gigabyte der HD 7970. Deshalb muss ich mir von LE einen Kühler zurechtzimmern lassen. Wenn mir eigene Ideen einfallen kann man Spezialanfertigung machen xD
Bodenplatte umso dünner umso besser? Dann ist das Wasser direkt über der DIE


Ich dachte irgendwas wärmeleitfähiges als Legierung, zunächst dachte ich silber, das 925er ist aber wohl nicht das wahre.
 
Zurück