Es gibt praktisch nur 2 Wege. Erster: Man verschärft die Waffengesetze, so dass Amokläufer schwerer an Waffen kommen. Dass das Amokläufer nicht wirklich abhält sieht man immer wieder. Amokläufer klaut Waffe von seinem Vater, einem Sportschützen (Winnenden) oder hat selbst einen Waffenschein (Breivik).
Eigentlich sieht man das relativ selten. Denn scharfe Waffengesetze, die es eben verhindern, dass man Sportschützen oder bekannte schussfähige Waffen zu Hause haben, gibt es eben nicht. Amokläufer, die umfangreiche trotz umfangreicher Beschränkungen sich selbst Schusswaffen beschafft haben, sind dagegen ziemlich selten. Und der Grund ist auch ganz naheliegend: Die meisten Amokläufe geschehen aus emotionalen Gründen. Und damit impulsiv. Wer sich mit seinem Ehepartner streitet, der wird nicht eine Waffe beantragen - sondern zum Küchenmesser greifen (wogegen man sich derjenige wesentlich besser verteidigen kann. Z.B. mit einer einfachen Badezimmertür). Massenmord mit Schusswaffen und restriktiven Bedingungen erfordert langfristige Planung und die können nicht einmal die einschlägigen Schulamokläufer vorweisen, weil die noch nicht lange genug volljährig sind. Mit entsprechenden Gesetzen kämen also nur noch langfristig planenden Terroristen wie Brevik in Frage - und davon gibts ziemlich wenige.
(Das ganze gilt übrigens zu 99% auch für die illegale Beschaffung. Natürlich würden verschärfte Gesetze nicht verhindern, dass going-to-be Straftäter sich illegal Waffen besorgen können, gerade im gesättigten US-Markt. Aber der absolut überwältigende Teil der Bevölkerung -aus dem sich die Amokläufer auch rekrutieren- hat null Ahnung, wie und wo man eigentlich illegal Waffen kauft und wird dies somit nicht von heute auf morgen machen können)
Gibt bekanntlich noch viele andere Beispiele. Zweiter: Man lockert die Waffengesetze weiter und bewaffnet alle (oder eben wie in dem Fall einige Auserwählte), so dass der Amokläufer nicht der einzige mit ner Knarre ist und sich die Leute verteidigen können.
Dass letzteres die Amokläufer weder abhält noch vorzeitig stoppt, sieht man dagegen sehr wohl in vielen Fällen.
aber man muss zugeben die Waffenlobby hat nicht nur Gute Kontakte sondern eine Klasse PR, immerhin haben die es geschafft aus einem regelrechten GAU noch Profit zu schlagen

Das ist besser als Eskimos Kühlschränke zu verkaufen, das ist Kapitalismus in Reinkultur
Branche&Co verrate ich mal nicht, aber einer unser Verkäufer hat schon mal einem kleinen quasi-Konkurrenten (imho minderwertige) Dienstleistungen verkauft, die dieser eigentlich selbst anbietet
es ist zwar unwahrscheinlich das sich da einer in denn Fuß schießt aber umso wahrscheinlicher das irgendjemand ein Kind abknallt, weil er sich bedroht fühlt oder was auch immer.
Es gibt schon genug Kinder, die sich ganz ohne Bedrohnung selbst/gegenseitig wegpusten, wenn sie mit dem Kram spielen, den Papi nicht weggeschlossen hat...
Da man dies aber nicht so einfach ändern kann, weil eine Verschärfung des Waffengesetzes nicht für bereits erworbene Waffen gilt
Man kann auch den unlenzisierten Verkauf verbieten.
Wäre für Amerikaner aber eine verdammt drastische Einschränkung.
Gibt aber auch andere effektive Maßnahmen gegen bereits verkaufte Waffen. Z.B. die Reglementierung des Munitionsmarktes.
Ich persönlich habe kein allzu großes Problem damit, wenn Personen an Schulen eine Waffe tragen. Die Frage ist jedoch wer diese Waffen trägt. Bei Sicherheitspersonal und Lehrern mag das sinnvoll sein, wenn aber "freiwillige Helfer, die vorher ein Training absolviert haben" auch Waffen tragen dürfen, klingt das in meinen Ohren so, als wenn man dazu in einem Wochenendkurs dazu berechtigt wird, <also jeder der will, eine Waffe tragen darf.
Glaubst du, die Lehrer hätten mehr als einen Wochenendkurs? Das sind Pädagogen (hoffentlich), keine Mitglieder einer auf Geiselnahmen spezialisierten paramilitärischen Einheit. Und "Sicherheitspersonal" kann man auch nach einem Tag sein, die Waffe in den USA der Einfachheit halber gleich mitbringen.
Letztlich können Waffen an Schulen sinnvoll sein, weil ein Amokläufer durch das bloße Vorhandensein von Waffen abgeschreckt wird
Wieviele Schul-Amokläufer kennst du, die überlebt haben?
Eben.
Du kannst jemanden, der auf einen möglichst eindrucksvollen Suizid aus ist, nicht mit Waffen abschrecken. Der einzige Unterschied wäre ggf. ihn schneller stoppen zu können. Aber gerade wenn es jemand im Schüleralter ist (und das war es ja in vielen Fällen mehr oder minder) wird auch das ganz schnell ganz schwierig, denn da rennen Massen an Personen in diesem Alter und passender Kleidung rum. Und wer von denen die Uzi in der Hand hält, weis das Wachpersonal erst, wenn er sie hochhält - und dann zielt er schon, die going-to-be-Ex-Wache nicht.
In kurz: Ein Nutzen ist unwahrscheinlich und wenn dann eingeschränkt. Die Chance auf Unfälle dagegen durchaus gegeben, wenn man die Gesamtzahl der Schulen bedenkt.
In DE ist das auch leichter, da es kaum Privatpersonen mit Waffen gibt. Hätte jeder Verbrecher eine Waffe, schützt man den Rest der Bevölkerung nicht wirklich, wenn man Waffen ab sofort verbietet. Die Kriminellen werde ihre ja sowieso behalten.
Was schonmal ein ziemlich eindeutiges Erkennungsmerkmal für die Strafverfolgung wäre.