Volksentscheid in Berlin: Umwandlung von Wohnungen in Sozialwohnungen

Und was ist so schlimm daran, wenn Investoren richtig viel Geld zu uns bringen und Rendite erwarten? Wie es verdammt noch mal in jedem Bereich rund um die Welt üblich ist?
Was bin ich froh, dass Leute wie du nicht das sagen haben und das Grundgesetz Privatisierungsfantasien noch gewisse Schranken setzt. Ansonsten wäre schon längst der Strafvollzug, Polizei, etc. bis hin zu ganzen militärischen Bereichen privatisiert.

Es ist nicht umsonst alles privatisiert, das ist gewollt - von allen,
Das ist gewollt von Lobbyisten und fing schon unter Kohl in den 80er Jahren an. Man schaue sich dazu z.B. den Vorsitzenden der damaligen Deregulierungskommission an, der auch in verschiedensten neoliberalen und marktradikalen Netzwerken drin ist.

Und es gibt guten Service und ordentliche Gewinne für alle - für den Papa Staat, für die Investoren usw.
Für Leute die Geld wie Heu haben vielleicht. Der Rest muss zusehen wo er bleibt. Es wurden mehr als genug Beispiele gebracht, dass der Service eben nicht besser wird, sondern auf der Strecke bleibt, ebenso wie die Behandlung der Mitarbeiter.
Achja: Mir wäre neu, dass zu Zeiten als es noch ein Brief- und Paketmonopol gab und die Post ein Sondervermögen des Bundes war, es massig prekär Beschäftigte im Zustellbereich gab.


€: Fundstück passend zum Thema: EBI Wohnen (2019 - ) - Attac Gruppe AG-Privatisierung - www.attac.de
[...]
Das EU-Beihilferecht schränkt die Finanzierung von sozialem und öffentlichem Wohnungsbau erheblich ein. Der Zugang zu gefördertem Wohnraum darf danach ausschließlich sozial Benachteiligten zugute kommen. Damit fördert das EU-Recht die soziale Trennung (Segregation) in den Städten und schließt viele Menschen mit mittlerem Einkommen vom Zugang zu bezahlbarem Wohnraum aus. [...]
Die EU-Haushaltsvorschriften (sogenannte Maastricht-Kriterien) schränken die Finanzierung von sozialem und öffentlichem Wohnungsbau ebenfalls ein. Öffentliche Investitionen in bezahlbaren Wohnraum werden in die Defizitberechnungen der Mitgliedsstaaten einbezogen und unterbleiben deshalb häufig. [...]
 
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Die prekäre Beschäftigung haben sich die Leute selbst angeschafft.
Es gibt keinen Arbeitskampf, kaum noch neue Gewerkschaften (und die alten schrumpfen), die Leute haben einfach keinen Arsch mehr in der Hose. Zum Ausbeuten gehören immer zwei dazu - der, der ausgebeutet wird sollte sich hier wehren und er hat mittlerweile alle Mittel dazu die er sich wünschen kann.
So was kann man nicht verhindern, aber bekämpfen.
Irgendwie sehe ich nur die streiken, die schon gutes Geld bekommen, der Rest will entweder kein Geld oder ist so faul geworden das es schon nicht mehr lustig ist.

Privat bedeutet auch immer - du verhandelst mit dem Chef selbst was dein Gehalt angeht usw. - es ist immer ein Vertrag zwischen 2 Parteien wo der Staat nur wenig zu sagen hat (bis auf übliche Rahmenbedingungen wie Stundenanzahl und Mindestlohn + Feiertage/Urlaub), wer also mehr will, sollte auch mehr einfordern.
 
@poulton

Der würde bestimmt gerne die Wasserversorgung privatisieren, da freut sich Nestle :)

@cryon1c

Sag mal , willst du mich veräppeln ??

Ich habe schon mal geschrieben,

Pflegeversicherung ist gedeckelt, alles was darüber kommt muss der Bewohner/Angehörigen und sozialamt zahlen.
(
Erhöhst du die Löhne wird es direkt an die Bewohner geleitet die sowieso an Sozialhilfe angewiesen sind (jede 2te) oder die Kinder werden herangezogen.

Ergo das will niemand.
( eine AWO heim hat mal die Löhne gut erhöht, da haben die Angehörigen ihre eltern..einfach ins billigere Heime gesteckt, rate mal was für welche)

Und privatebetreiber(Rede net von diese "familiäre " Betriebe) müssen Rendite machen, höchste kostenfaktor ist halt Personal.


Wo ich arbeite ist die eigenanteil 2800 euro
(Gestz. Pflegeversicherung abgezogen)

Und wo ich lebe sind es Durchschnittlich 2400 Euro eigenanteil
 
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@poulton

Der würde bestimmt gerne die Wasserversorgung privatisieren, da freut sich Nestle :)

@cryon1c

Sag mal , willst du mich veräppeln ??

Ich habe schon mal geschrieben,

Pflegeversicherung ist gedeckelt, alles was darüber kommt muss der Bewohner/Angehörigen und sozialamt zahlen.
(
Erhöhst du die Löhne wird es direkt an die Bewohner geleitet die sowieso an Sozialhilfe angewiesen sind (jede 2te) oder die Kinder werden herangezogen.

Ergo das will niemand.
( eine AWO heim hat mal die Löhne gut erhöht, da haben die Angehörigen ihre eltern..einfach ins billigere Heime gesteckt, rate mal was für welche)

Und privatebetreiber(Rede net von diese "familiäre " Betriebe) müssen Rendite machen, höchste kostenfaktor ist halt Personal.


Wo ich arbeite ist die eigenanteil 2800 euro
(Gestz. Pflegeversicherung abgezogen)

Und wo ich lebe sind es Durchschnittlich 2400 Euro eigenanteil

Willst du mich veräppeln? Die Personalkosten gehen von der Rendite ab. Dann haben die Heimbesitzer halt keine 8% sondern nur noch 6%, an den Kosten wird sich nichts ändern. Und wenn die versuchen die Preise zu erhöhen, ziehen die Bewohner um.
Pflege ist ein Bereich wo die Löhne dauerhaft zu niedrig sind, da müssen sie steigen. Und diese bezahlen wir am Ende mit, daran ist ja nichts verwerfliches, dafür verdienen wir hier auch gut. Ich würde nicht wollen das mein Pfleger den Mindestlohn bekommt - denn dann arbeitet der genau so - nur das Mindeste tun und ja nicht mehr.
 
Irgendwie sehe ich nur die streiken, die schon gutes Geld bekommen, der Rest will entweder kein Geld oder ist so faul geworden das es schon nicht mehr lustig ist.
Oder man hat sie schlicht und ergreifend durch die Politik der letzten Jahrzehnte verekelt:
Eliten, Politik und Ungleichheit – ein Teufelskreis - Makronom
Bei den letzten Bundestagswahlen lagen die Prozentsätze der Wahlbeteiligung für die unterschiedlichen Teile der Bevölkerung weiter auseinander als je zuvor. Betrug die Differenz zwischen den Wahlbezirken in den 1990er Jahren nur um die zehn Prozentpunkte, liegt sie jetzt um die 30 Prozentpunkte. In Großstädten ist es noch extremer. Je ärmer ein Stadtteil, umso niedriger fällt die Wahlbeteiligung aus und umgekehrt. Das Beispiel Köln demonstriert das deutlich. In Chorweiler, dem Stadtteil mit der höchsten Arbeitslosenquote, fast 20%, gingen nur noch 42,5% zur Wahl, in Hahnwald, dem exklusivsten Stadtteil, dagegen 88,7%. Ähnlich sieht es auch in anderen Großstädten wie etwa Hamburg mit den Extremen Billbrook (43,2%) und Nienstedten (86,9%) aus.
In den USA lässt sich dieses Verhalten schon länger beobachten. Die oberen zehn Prozent der Bevölkerung gehen bei den Präsidentschafts- und Kongresswahlen zu vier Fünfteln wählen, das oberste Prozent sogar fast ohne Ausnahme, das untere Viertel dagegen gerade einmal zu einem Drittel.


Armuts- und Reichtumsbericht: Die Originaldokumente zu Reichtum und Einfluss | LobbyControl
Die Aussage, dass Reiche mehr Einfluss auf politische Entscheidungen haben als andere, ist im Bericht zwar enthalten – allerdings nicht mehr in der Deutlichkeit und Ausführlichkeit wie in der ursprünglichen Version. Weggefallen ist die Aussage, dass die Meinungen der unteren und mittleren Einkommensschichten insbesondere bei kontroversen politischen Fragen kaum einen Einfluss auf politische Entscheidungen haben. Gänzlich gestrichen blieben die folgenden Sätze (Fettung stammt von uns):

  • „In Deutschland beteiligen sich Bürgerinnen mit unterschiedlichem Einkommen nicht nur in sehr unterschiedlichem Maß an der Politik, sondern es besteht auch eine klare Schieflage in den politischen Entscheidungen zulasten der Armen. Damit droht ein sich verstärkender Teufelskreis aus ungleicher Beteiligung und ungleicher Responsivität, bei dem sozial benachteiligte Gruppen merken, dass ihre Anliegen kein Gehör finden und sich deshalb von der Politik abwenden – die sich in der Folge noch stärker an den Interessen der Bessergestellten orientiert.“

  • „Jedoch vertreten verschiedene Bevölkerungsgruppen ihre Interessen mit ungleichen Konflikt- und Organisationsressourcen. So können Partikularinteressen von Eliten und Unternehmen in modernen Demokratien einen übergroßen Einfluss gewinnen, mit der Folge einer zunehmenden Entpolitisierung und damit eines Legitimitätsverlustes.“


Armut in Deutschland - Die Beduerftigen ohne Lobby (Archiv)

Danke Kohl, danke Schröder, danke Merkel, mit ihren jeweiligen Koalitionspartnern, für diese neue Form des 3-Klassen-Wahlsystems. :rollen:

Ein Volksbegehren gegen den Pflegenotstand wurde ja abgeschmettert , als ob das hilft :p
Nein, das liegt jetzt beim Bayrischen Verfassungsgerichtshof.
 
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Ich habe nichts gegen die Investoren, sie halten unsere Wirtschaft am laufen und bringen richtig viel Geld ins Land. Man muss es sich nur holen (wenn man mit denen arbeitet, damit meine ich nicht nur den Staat!) - dann haben alle was davon.
In München z.B. haben maßgeblich nur die Topverdiener was davon. Für die werden die ganzen Luxus-Apartments nämlich überhaupt eingerichtet.
Genau deshalb hat die Regierung tausende Sozialwohnungen abgestoßen, damit man schön reiche Urlauber aus dem Ausland locken kann.
Glaubst du Investoren interessieren Geringverdiener, die kaum zahlungsfähig sind? Oder Rentner und Pflegebedürftige ohne andere Bleibechance, die man einfach per Eigenbedarfanmeldung davonjagt. Das sind jetzt die, die quasi auf der Straße hocken. Als das noch in staatlicher Hand war, war das nicht der Fall.

In welcher Welt lebst du eigentlich?
 
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Die prekäre Beschäftigung haben sich die Leute selbst angeschafft.
Es gibt keinen Arbeitskampf, kaum noch neue Gewerkschaften (und die alten schrumpfen), die Leute haben einfach keinen Arsch mehr in der Hose. Zum Ausbeuten gehören immer zwei dazu - der, der ausgebeutet wird sollte sich hier wehren und er hat mittlerweile alle Mittel dazu die er sich wünschen kann.
Bei uns im SPD Ortsverein sind auch 2 Gewerkschafter drinnen.
Die Gewerkschaften haben so wenige Mitglieder, dass sich bei einem Streik die Arbeitgeber nur noch tot lachen würden.
Betriebsräte gibt es auch kaum noch, und damit null Mitbestimmung der Arbeitnehmer.

Da müssten erst einmal viele, viele Millionen Arbeitnehmer in die Gewerkschaften zurück gehen, damit überhaupt eine Streikbasis geschaffen wird die die Gewerkschaften handlungsfähig macht. Dieses Szenario ist absolut utopisch und unrealistisch.

Abgesehen davon musste ich hier im Forum öfter lesen, dass die Deutschen ein Volk von Nörglern und Meckerern sind.
So wie es real aussieht lassen sich die Menschen aber viel zu viel gefallen......
 
Die Studenten haben keine wirkliche Auswirkung auf den Markt, vor allem weil sie kein Geld haben und eh nur für wenige Jahre mieten, dazu WGs und Wohnheime nutzen

Keine Ahnung, wie es in der Region der Ahnungslosen aussieht, aber in den meisten deutschen Städten herrscht akuter Mangel an Wohnheimplätzen und zumindest in Kiel waren die meisten WGs 2/3er in ganz normalen Wohnungen. Das sich eine ausreichend große Gruppe für die Miete einer übergroßen Wohnung zusammenfindet, ein Vermieter, der eine teure Wohnung an ständig wechselnde Studenten vermieten will und auch noch eine Wohnung, die WG geeignet ist*, ist selten. Typisch für Studentenstädte sind extreme Mieterkonkurrenz um kleine Wohnungen für 1-2 Personen, also genau das gleiche Spektrum, dass Berufsanfänger, Gründer, Singles,... etc. beanspruchen. In Metropolen wie Berlin hast du Recht: Hier sind die Studenten insgesamt zuwenige, um einen Einfluss auf den Mietmarkt zu nehmen. Deswegen gilt Berlin auch nicht als Studentenstadt. Aber guck dir mal Heidelberg an, Bamberg, ggf. Mainz, Oldenburg, Kiel,...

*: Wohnungen >150 m² sind an Familien zwar nur schwer zu vermieten, aber nicht automatisch WG-geeignet. Oft sind nur einzelne Räume sehr groß, was eine faire oder überhaupt eine Aufteilung des Wohnraums auf gleichrangige Co-Mieter unmöglich macht und Zimmer sind als Durchgangszimmer ausgeführt und mehrere Badezimmer -bei hoher Mieterzahl unumgänglich- gibt es fast ausschließlich dort, wo mal mehrere Wohnungen zu einer zusammengelegt wurden. Solche Konstrukte können vom Vermieter bei der nächsten Sanierung auch wieder getrennt werden. Ich habe in meiner ganzen Studentenzeit eine einzige Groß-WG mit 6 Teilnehmern zu Gesicht bekommen. Die meisten WGs waren in 60-80 m² Wohnungen, die 1:1 für eine Familie mit begrenztem Einkommen gepasst hätten.

Zum Rest: ich rede hier nicht über 100-Mann Dörfer. Ich rede über Kleinstädte - in Sachsen sind das unsere berüchtigten blau-wählenden Orte wie Görlitz, Plauen, Werdau usw. Klar gibt es da Jobs. Die Leute da wollen auch essen, sich die Haare schneiden lassen

Reicht da nicht rasieren? :P
Das in DIESE Käffer niemand von außerhalb ziehen möchte, hat sehr offensichtlich Gründe. Aber davon abgesehen: Nö, da scheint es kein gigantisches Job-Angebot zu finden. Jedenfalls find ichs spontan nicht. Erster Treffer für "Elektriker Plauen":
Ergebnisse Ihrer Jobsuche
Niemand, der einen gelernten Kabelleger sucht. Die Bahn würde wahrscheinlich einen nehmen, die nehmen gerade fast alles - aber dafür muss ich nicht nach Plauen.
Fliesenleger? 0
Friseur? negativ
Mag sein, dass es auch die falsche Plattform ist, hab da keinen Überblick. Aber ich bezweifle, dass du irgend eine finden wirst, in der zu klassischen Ausbildungsberufen 10 Stellenausschreibungen zu finden sind. Klar gibt es auch in Kleinstädten freie Stellen für hunderte spezialisierte Fachkräfte. Aus genau dem Grund, den ich oben beschrieben habe: Pro Spezialisierung ist es jeweils nur ein Job von einem Arbeitgeber. Für so eine Stelle zieht nur jemand um, der ungebunden ist und an seinem aktuellen Arbeitsort gar keine Chance sieht. Alle anderen werden den Teufel tun und irgendwo hinziehen, wo nicht mindestens ein halbes dutzend potenzielle Arbeitgeber für sie in Reichweite sind.

Aber nö, jeder denkt das der in der Großstadt ein viel besseres Angebot bekommt was den Job angeht, ist auf dem Papier ja viel mehr. Nur dann haut einem die Realität zwischen die Beine - mit der Miete und anderen Preisen die deutlich höher sind einfach weil die Stadt an sich teuer ist und entsprechend die Preisgestaltung überall angepasst wird.

Gutes Angebot? Nö. Aber ein zweites, wenn das erste nichts wird. Ein sicheres schlechtes Einkommen ist besser, als ein unsicheres mittelmäßiges Einkommen (jeweils bezogen auf die lokalen Lebenserhaltungskosten)
Und Jobs, für die sich umziehen allgemein lohnen kann, also min. 1500 netto, eher 2000, gibt es in einer Kleinstadt mit 5000 Leuten oft nicht mal einen je Branche. Bei 100000 dann vielleicht 2-3, aber das ist trotzdem ein extremes Risiko. Nur für ungelernte würde die reine Einwohnergröße keinen Unterschied machen, aber die haben allgemein in wachsenden Gemeinden die besten Jobchancen und das sind auch wieder die großen Städte.

Die Landflucht wird sich automatisch wieder umkehren wenn die Großstädte den Leuten nicht mehr das angenehme Leben bieten was sie dort suchen.

Das bieten sie schon heute nicht mehr. Ich kenn niemanden, der in einer Großstadt lebt und die Stadt toll findet. Oft nicht einmal praktisch - klar, es gibt mehr Einkaufsmöglichkeiten, aber zu keiner davon kannst du mal eben schnell mit dem Auto hinfahren, wenn du was größeres kaufen willst. Und Kleinkram kauft man entweder im Supermarkt, den auch jeder kleinere Ort bietet, oder (Elektronik,...) sowieso online. Das kulturelle Angebot ist sicherlich nett und wird bei den 18 bis 25 jährigen Partygegängern ein Faktor sein (das sind gleichzeitig auch die Altersgruppen, die am mobilsten sind), aber bei Ü30 reduziert sich die Nutzung dann auch ganz schnell auf 1-2 Konzerte im Jahr und die Bar um die Ecke. (Zugegeben: Je nach Geschmack wird es in einer sächsischen Kleinstadt vermutlich schwierig, eine passende Bar zu finden. Vor allem intellektuell-alternative stehen dem Klischee nach dort schnell allein im Raum.)

Was die Leute in die Städte zieht: Ausbildung und Job.
Was die Leute in den Städten hält: Job(-sicherheit) und fehlende finanzielle Reserven.


Nur als Frage, welche S Bahn Strecke in Berlin ist eingleisig?
Grade aus Berlin höre ich, dass die Leute sich kein Auto kaufen weil man es nicht braucht. Hier Rhein/Ruhr vollkommen undenkbar.
Danke, interessant. War schon sehr oft in Berlin, aber das hatte ich nie im Blick.

Die meisten der genannten Verbindungen sind die westlichen Enden der längeren Strecken. Also die Trassen, die bis 1990 tot fahren und aus Westberlin in abgeschnittene, tote Vororte nicht-führten. In den 90er und frühen 0ern war da afaicr auch kein Bedarf für Ausbau - Berlin wuchs nicht und zu DDR-Zeiten war da nie was hochgewachsen, weil das alle Orte mit dem Rücken zur Mauer und der brandenburgischen Leere vor sich waren. Ganz abgesehen davon, dass große Teile Westberlins selbst erst mal S-Bahntechnischn ausgebaut werden mussten, die BRD hatte in weiten Teilen nur auf Buslinien gesetzt, die schon mit dem Verkehr innerhalb der Insel ihre Mühe hatten.
Erst jetzt, mit dem Boom der letzten 10-15 Jahre ist die Gegend auf einmal Speckgürtel und man braucht mehr S-Bahnen für die Häuslebauer. Im Osten, wo ein historisch konstant genutztes und auch zu DDR-Zeiten (gewohnt langsam) ausgebautes ÖPNV-Netz besteht, kenne ich nur eine einzige eingleisige Strecke auf Stadtgelände: Die südöstzliche Abzweigung vom Ring Richtung Köpenick/Müggelseeumfeld. Da ist ab Schöneweide bis Spindlersfeld nur ein Gleis in Benutzung und die Flächen für das Zweite wurden seit der Wende afaik auch teilweise überbaut. Spindlersfeld ist dann aber auch Endhaltestelle, sodass wie bei vielen jwd eingleisig verlaufenden Strecken gilt: Da wäre ein dichter Takt durchaus möglich, weil es nur ein kurzes Stickstück betrifft und Expresszüge, die nicht ganz durchfahren, währen überhaupt kein Problem. Aber solange die BVG nicht genug Züge und Personal hat, nützt auch das ausreichenste Gleis nichts.

Ja genau, zum Pendeln zum Arbeitsplatz in der Stadt nutzt man einen ICE. Ein echter cryon1c-Post mal wieder. :schief:

Auch wenn er das nicht meinte: Das gibts, in der von ihm für gewöhnlich betrachteten Lohnklasse, tatsächlich. Die Mietpreise in Nürnberg sollen mittlerweile davon dominiert werden, dass die Innenstadt zum Teil des Münchener Speckgürtels zählt. Du bist mit dem ICE von Nürnberg HBF schneller an einem Arbeitsplatz in der Münchener Innenstadt, als mit Bus und U-Bahn aus einem Münchener Vorort mit günstigen Mieten. Auch nach Hamburg und Frankfurt sollen Leute mit der DB pendeln. Und ich habe sogar schon Leute getroffen, die das aus familiären Gründen zwischen Berlin und Hamburg gemacht haben. Nicht schön, aber die Lage ist vielerorts verzweifelt genug, dass die Pendlerbahncard attraktiv wird. (


Warum sollte kann ausgerechnet Deutschland seine Hauptstadt nicht fördern?

"CSU"


Und was ist so schlimm daran, wenn Investoren richtig viel Geld zu uns bringen und Rendite erwarten?

Investoren, die Rendite erwarten, bringen kein Geld, sondern entziehen es netto. Das ist nun einmal der Grundgedanke: Hinterher mehr haben als vorher. Und wenn der, der hat, nicht in der Stadt wohnt, dann fließt das Geld offensichtlich ab.


Willst du mich veräppeln? Die Personalkosten gehen von der Rendite ab. Dann haben die Heimbesitzer halt keine 8% sondern nur noch 6%, an den Kosten wird sich nichts ändern. Und wenn die versuchen die Preise zu erhöhen, ziehen die Bewohner um.

:lol:
Hast du schon mal versucht, in Berlin einen Pflegeheimplatz zu finden? Es ist keine Polemik, wenn ich sage: Solltest du für dich selbst einen anstreben, dann ist es jetzt schon fast zu spät. Dagegen sind Wohnungen für HartzIVer oder Termine bei Berliner Behörden geradezu kinderleicht zu bekommen.

Pflege ist ein Bereich wo die Löhne dauerhaft zu niedrig sind, da müssen sie steigen. Und diese bezahlen wir am Ende mit, daran ist ja nichts verwerfliches, dafür verdienen wir hier auch gut. Ich würde nicht wollen das mein Pfleger den Mindestlohn bekommt - denn dann arbeitet der genau so - nur das Mindeste tun und ja nicht mehr.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der sich die Lohnhöhe nach der Seltenheit der Qualifikation richtet und ein massenhaft benötigter Job mag zu knapp, aber nie selten ausgebildet werden. Und (glücklicherweise) leben wir nicht mehr in einer exponentiell wachsenden Bevölkerung, sodass insbesondere jetzt in der Babyboomer-Verrentungszeit häufig nur ein Nachkomme in arbeitsfähigem Alter (möglicherweise aber auch noch ohne Job) auf zwei Pflegebedürftige mit bekanntermaßen in vielen Fällen knapper Rente kommt.

Und ehe du jetzt wieder den Smartarsch mit Eigenverantwortung und selber Vorsorgen auspackst: Die verarmten Rentner sind zwar Mitschuld an diversen Problemen unserer Zeit, haben während ihres Arbeitslebens aber noch erzählt bekommen, dass der Staat sich um alles kümmert. Heute stehen sie da und können sich gut bezahlte Pflege schlicht nicht leisten. Das müsste wenn dann über öffentliche Mittel z.B. aus Unternehmenssteuern bezahlt werden, wenn sich der Lebensstandard von niemand anderem verschlechtern soll. Und ich kann mich nicht erinnern, dass du deren Erhöhung zustimmst.
 
Bei uns im SPD Ortsverein sind auch 2 Gewerkschafter drinnen.
Die Gewerkschaften haben so wenige Mitglieder, dass sich bei einem Streik die Arbeitgeber nur noch tot lachen würden.
Betriebsräte gibt es auch kaum noch, und damit null Mitbestimmung der Arbeitnehmer.

Da müssten erst einmal viele, viele Millionen Arbeitnehmer in die Gewerkschaften zurück gehen, damit überhaupt eine Streikbasis geschaffen wird die die Gewerkschaften handlungsfähig macht. Dieses Szenario ist absolut utopisch und unrealistisch.

Abgesehen davon musste ich hier im Forum öfter lesen, dass die Deutschen ein Volk von Nörglern und Meckerern sind.
So wie es real aussieht lassen sich die Menschen aber viel zu viel gefallen......

Das ist doch dann aber due Schuld der Arbeitnehmer. Wenn sie sich nicht organisieren haben sie halt Pech gehabt, Vielleicht sollten die Gewerkschaften auch mal darüber nachdenken wieso sie so wenig bzw. immer weniger Mitglieder haben. Oft fühlt sich der gemeine Arbeitnehmer dort nicht mehr richtig vertreten. Postengeschacher unter Gewerkschaftsbonzen und falsche Prioritäten in der Aussendarstellung, Da wird die massenhafte Migration in die Sozialsysteme von den Gewerkschaften verteidigt und für gut befunden. Damit könnte ich, wäre ich Arbeitnehmer, nichts anfangen. Ich würde erwarten dass sich die Gewerkschaften um meine Belange kümmern denn dafür zahle ich ja Beiträge und nicht um irgendwelche jungen Männer aus Afrika oder dem nahen Osten. Das ist für den Arbeitnehmer gar kein Thema.
 
Da gibt es noch mehr:


Da wird die massenhafte Migration in die Sozialsysteme von den Gewerkschaften verteidigt und für gut befunden.
Ist das ein neues Trinkspiel, möglichst viele haltlose Behauptungen in den Raum zu stellen?

Damit könnte ich, wäre ich Arbeitnehmer, nichts anfangen.
Wenn du es wärst, das erklärt so einiges.
Das Personen mit Migrationshintergrund hierzulande ebenso normale Lohnabhängige sind, scheint von dir konsequent ausgeklammert zu werden. Dabei ist es nicht erst seit heute so, sondern z.B. schon in den 80er Jahren beim Kampf um die 35h Woche in der Metall- und Elektroindustrie.

€: https://www.destatis.de/DE/Themen/G...n/liste-migrationshintergrund-geschlecht.html
 
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Ist das ein neues Trinkspiel, möglichst viele haltlose Behauptungen in den Raum zu stellen?
Gab genügend fragwürdige Aussagen von DGB und Verdi Bossen dazu in 2015 und 2016. Deren Job ist es sich um ihre Arbeitnehmer zu kümmern und nicht um Glücksritter aus aller Herren Länder.


Wenn du es wärst, das erklärt so einiges.
Das Personen mit Migrationshintergrund hierzulande ebenso normale Lohnabhängige sind, scheint von dir konsequent ausgeklammert zu werden.

Habe ich nie bestritten. Mir geht es einzig und allein um Einwanderung in Sozialsysteme die ich kategorisch ablehne genauso wie das Betreten der EU ohne Visum oder Aufenthaltserlaubnis. Asylprüfung hat ausschließlich offshore oder in Drittstaaten in von der EU unterhaltenen EInrichtungen zu erfolgen und Einwanderung nur nach harten Kriterien ala Australien, Neuseeland, Kanada & Co, sprich nach einem Mehrwertsprinzip für die aufnehmende Gesellschaft und sonst gar nix.
 
Eher dass er keine Arbeit hat und auf kosten der anderen lebt, erklärt so einiges.

Woher willst Du das wissen? Im Gegenteil ich habe eine Arbeit nur bin ich kein abhängig Beschäftigter mehr sondern ich schaffe Beschäftigung und das zu ordentlichen Löhnen von denen man auch sehr gut leben kann. Ich sehe allerdings zunehmend kritisch wie sich die Abgabenlast sowohl für mein Unternehmen wie auch meine Mitarbeiter stetig erhöht und wie das Geld für Dinge ausgegeben wird die nichts aber auch gar nichts mit unserem Land und dessen Bevölkerung zu tun haben. Auf dem Reichstag steht der klar formulierte Auftrag unserer Politiker und ihre Pflicht drauf. Da steht nicht Afrika, Naher Osten oder irgendwelche anderen Länder / Kulturen.
 
... und Einwanderung nur nach harten Kriterien ala Australien, Neuseeland, Kanada & Co, sprich nach einem Mehrwertsprinzip für die aufnehmende Gesellschaft und sonst gar nix.

Bitte verlassen sie ihr Haus / ihre Wohnung erst dann wenn sie ihren bewilligten Einreiseantrag, nach dem Prüfverfahren ob sie für die BRD einen Nutzen haben, erhalten haben. :P:ugly:

Wirklich schade das wir das hier noch nicht eingeführt haben, da würden wohl so einige vermeindlich deutsche Staatsbürger (in Bioqualität) nie wieder aus ihrem Haus / ihrer Wohnung kommen, da sich rausstellen würde das sie und ihr Weltbild eigentlich nur nutzloser gesellschaftlicher Balast sind. :D
 
Woher willst Du das wissen? Im Gegenteil ich habe eine Arbeit nur bin ich kein abhängig Beschäftigter mehr sondern ich schaffe Beschäftigung und das zu ordentlichen Löhnen von denen man auch sehr gut leben kann. Ich sehe allerdings zunehmend kritisch wie sich die Abgabenlast sowohl für mein Unternehmen wie auch meine Mitarbeiter stetig erhöht und wie das Geld für Dinge ausgegeben wird die nichts aber auch gar nichts mit unserem Land und dessen Bevölkerung zu tun haben. Auf dem Reichstag steht der klar formulierte Auftrag unserer Politiker und ihre Pflicht drauf. Da steht nicht Afrika, Naher Osten oder irgendwelche anderen Länder / Kulturen.

Du lässt also andere für dich Arbeiten. Auch eine Form von Ausbeutung.

Asylprüfung hat ausschließlich offshore oder in Drittstaaten in von der EU unterhaltenen EInrichtungen zu erfolgen und Einwanderung nur nach harten Kriterien ala Australien, Neuseeland, Kanada & Co, sprich nach einem Mehrwertsprinzip für die aufnehmende Gesellschaft und sonst gar nix.

Lustig, dass die aktuellen Flüchtlinge aus Venezuela, die sich die USA und Europa mit den Putschversuchen selbst geschaffen hat, ganz ohne Visum legal einreisen können.
Medienbericht - Die zweitmeisten Fluechtlinge kamen im Maerz aus Venezuela nach Deutschland
Zahlen der Mitgliedsstaaten: Wieder mehr Asylbewerber in der EU | tagesschau.de

Wobei die meisten wohl nach Spanien gehen werden, wegen der Sprache.
 
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