Volksentscheid in Berlin: Umwandlung von Wohnungen in Sozialwohnungen

Ich halte entschieden dagegen, Berlin ist einfach die deutsche Hauptstadt. Eine Stadt die von ihrer Größe und Geschichte eines Staates wie Deutschland angemessen ist.

Ja, Berlin kann ja auch die deutsche Hauptstadt sein. Wieso aber sollte Bonn nicht weiterhin Regierungssitz sein? Wieso mussten mehrere Ministerien umziehen? Wieso sind nicht alle umgezogen?
Funktioniert in den Niederlanden doch auch.

Die Beste Heilung für linke Träumer ist immer knallharte wirtschaftliche Realität, deswegen Länderfinanzausgleich reformieren und eine Maximalbezugsdauer einführen. Ich habe ja nichts gegen temporäre Förderung wenn in einer Region die Wirtschaft gewandelt werden muss aber ich habe ganz grundsätzlich was gegen eine dauerhafte Alimentierung und da ist es mir scheiß egal ob es um die Griechen oder andere Südeuropäer geht oder um Berlin, Bremen & Co.

Städte wie Berlin oder Bremen werden immer Geld benötigen.
 
...ich habe ganz grundsätzlich was gegen eine dauerhafte Alimentierung und da ist es mir scheiß egal ob es um die Griechen oder andere Südeuropäer geht oder um Berlin, Bremen & Co.

Na dann, Renten- / Krankenversicherungen (Solidarität) abschaffen!
Warum sollte man schließlich solche Lumpen wie dich mit "lebenslangen" Beiträgen in die Rentenkasse / Krankenkassen alimentieren? Sieh doch gefälligst selbst zu wie du später im Alter und bei Krankheit fianziell abgesichert wirst. :rollen:
 
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lol
Na dann mal her mit den Zahlen die besagen, dass die massenhaft ja nicht hier sein dürften.

Die Anerkenungsquoten sind extrem niedrig. Nur die Leute sind dann auf unserem Boden und eine endlose Industrie an Asylanwälten und Organisationen verhindert konsequentes durchgreifen. Das kosten uns alles nur unnütz Geld. Daher ein Beispiel am Einwanderungsland Australien (westliche Demokratie) nehmen.

Ih zitiere mal frei raus was die groß und fett im Immigration Museum schreiben:

"Offshore detention centers are a central part of Australien asylumn processing". Die wissen wie man das macht. Ohne Visum kommt da keiner aufs Festland und wer illegal kommt wir in diesen Zentren untergebracht und zwar so lange bis sein Verfahren abgeschlossen ist. Wird er abgelehnt und seine Einreise war illegal bekommt er Kosten aufgebrummt, wird abgeschoben und bekommt gleich mal Einreiseverbot für 15 Jahre oder mehr hinterher. Und so haben die Australier gesteuert und geregelt ca. 3 Millionen Immigranten in ihr Land gelassen über einen Zeitraum von über 1 Jahrzehnt bei deutlich mehr Platz. Und wir lassen einfach mal so jeden reinspazieren und seine Pässe wegwerfen. Zudem bringen Australier jedes Schiff auf dass versucht illegale Migranten ans Festland zu bringen und wenn das so ein kleiner Kutter ist werden die Leute ins Zentrum gebracht und die Nussschale sofort versenkt. Genauso macht man das. Mir harter Hand und vollem Durchgriff. Wer politisch verfolgt ist dem wird die Zeit im offshore Detention Center egal sein denn er ist sicher. Aber die ganzen Glücksritter die bleiben dann aus denn es gibt nichts zu gewinnen odern nur zu verlieren, nämlich die Chance mit einem ordentlichen Visum reinzukommen.
 
Die Anerkenungsquoten sind extrem niedrig. Nur die Leute sind dann auf unserem Boden und eine endlose Industrie an Asylanwälten und Organisationen verhindert konsequentes durchgreifen. Das kosten uns alles nur unnütz Geld. Daher ein Beispiel am Einwanderungsland Australien (westliche Demokratie) nehmen.

Ih zitiere mal frei raus was die groß und fett im Immigration Museum schreiben:

"Offshore detention centers are a central part of Australien asylumn processing". Die wissen wie man das macht. Ohne Visum kommt da keiner aufs Festland und wer illegal kommt wir in diesen Zentren untergebracht und zwar so lange bis sein Verfahren abgeschlossen ist. Wird er abgelehnt und seine Einreise war illegal bekommt er Kosten aufgebrummt, wird abgeschoben und bekommt gleich mal Einreiseverbot für 15 Jahre oder mehr hinterher. Und so haben die Australier gesteuert und geregelt ca. 3 Millionen Immigranten in ihr Land gelassen über einen Zeitraum von über 1 Jahrzehnt bei deutlich mehr Platz. Und wir lassen einfach mal so jeden reinspazieren und seine Pässe wegwerfen. Zudem bringen Australier jedes Schiff auf dass versucht illegale Migranten ans Festland zu bringen und wenn das so ein kleiner Kutter ist werden die Leute ins Zentrum gebracht und die Nussschale sofort versenkt. Genauso macht man das. Mir harter Hand und vollem Durchgriff. Wer politisch verfolgt ist dem wird die Zeit im offshore Detention Center egal sein denn er ist sicher. Aber die ganzen Glücksritter die bleiben dann aus denn es gibt nichts zu gewinnen odern nur zu verlieren, nämlich die Chance mit einem ordentlichen Visum reinzukommen.

Vieleicht ist es dir ja entgangen, aber die üblichen Migrationsrouten nach Deutschland führen in der Regel nicht über Ost- & Nordsee, von daher ist ein vorher auf dem Meer aufbringen recht schwierig und ich bezweifle das Östereicher, Tschechen, Franzosen, ect. besonders viel Verständnis und Bereitschaft dafür aufbringen würden wenn wir geschlossene Migranten-Lager auf ihrem Staatsgebiet errichten und Menschen schon dort bei ihnen aufhalten wollen. Zudem es auch schwierig werden könnte 3714km deutscher Grenze lückenlos kontrolliert zu bekommen (zum besseren Vergleich die Innerdeutsche Grenze der DDR war mit rund 1400km nicht einmal halb so lang). :P
 
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Nur die Leute sind dann auf unserem Boden und eine endlose Industrie an Asylanwälten und Organisationen verhindert konsequentes durchgreifen.

Kommt da noch mehr als das übliche Geschwafel von Rechtsaußen?
Es gibt keine Asylantenanwälte. Deutschland ist ein Rechtsstaat und jeder hat Anspruch darauf, den Rechtsstaat einzusetzen und das ist auch gut so.
 
Es gibt keine Asylantenanwälte.
Das würde ich nicht sagen. Anwälte haben sich teilweise auf bestimmte Rechtsgebiete spezialisiert. Ähnliches findet man ja auch bei der Justiz. Nicht nur in Form von soetwas wie Arbeitsgericht, Sozialgericht, Amtsgericht, ... sondern wo in den Gerichten selber, bestimmte Kammern für bestimmte Fälle zuständig sind.

Die Anerkenungsquoten sind extrem niedrig.
Das liest sich doch etwas anders: http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlag...zu-asyl-april-2019.pdf?__blob=publicationFile

Nur die Leute sind dann auf unserem Boden und eine endlose Industrie an Asylanwälten und Organisationen verhindert konsequentes durchgreifen.
Wie dem Asylantragssteller, steht auch dir der Rechtsweg offen.

Daher ein Beispiel am Einwanderungsland Australien (westliche Demokratie) nehmen.
Nur weil es ein westliches Land ist, ist nicht alles was es macht gut. Schon allein die medizinische Versorgung der Flüchtlinge dort ist die reinste Katastrophe.
 
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Das würde ich nicht sagen. Anwälte haben sich teilweise auf bestimmte Rechtsgebiete spezialisiert. Ähnliches findet man ja auch bei der Justiz. Nicht nur in Form von soetwas wie Arbeitsgericht, Sozialgericht, Amtsgericht, ... sondern wo in den Gerichten selber, bestimmte Kammern für bestimmte Fälle zuständig sind.

Ich bezog mich eher auf den abwertenden Begriff und weniger darauf, dass sich Anwälte auf bestimmte Bereiche des Rechts spezialisieren.
 
Ja, Berlin kann ja auch die deutsche Hauptstadt sein. Wieso aber sollte Bonn nicht weiterhin Regierungssitz sein? Wieso mussten mehrere Ministerien umziehen? Wieso sind nicht alle umgezogen?
Funktioniert in den Niederlanden doch auch.



Städte wie Berlin oder Bremen werden immer Geld benötigen.

Es sind mittlerweile alle umgezogen, das andere war nur eine Übergangslösung, damit Bonn Zeit hat sich auf die Strukturveränderung einzustellen.

Ich halte es auch weiterhin für den größten Fehler, dass man von Bonn nach Berlin umgezogen ist. Aber das nur am Rande.

Es war die einzig richtige Entscheidung im gesamtdeutschen Zusammenhang, sowohl die Bonner Republik als auch die Hauptstadt Bonn, waren immer nur als Provisorium gedacht und angelegt, bis zu einer Wiedervereinigung. Ein Regierungssitz Bonn wäre ein noch massiveres Zeichen im wiedervereinigten Deutschland gewesen, dass der "Westen" den "Osten" "annektiert" hätte.
Die Ostdeutschen haben das auch mit ihren Stimmen mehr oder minder entschieden, sowohl bei der Union als auch der SPD war die Mehrheit für Bonn, kann man sich nur an den Kopf greifen.
Hauptstadtbeschluss – Wikipedia

Auf welcher Basis, sollte sich jemals ein "Ostdeutscher" oder in der DDR sozialisierter Mensch mit Bonn als Regierungssitz/Haupstadt eines wiedervereinigten Deutschlands identifizieren?
Ich als gebürtiger Frankfurter (am Main) hatte schon mit diesem Provinzkaff als Hauptstadt der BRD vor 1989 ein Problem.

Bemerkenswert zur Abstimmung ist vielleicht noch, das sie ziemlich genau an den religiösen (katholisch und prostestantisch) Bruchlinien/Milieus, die schon aus dem Kaissereich bekannt waren/sind, verlaufen ist.
Hauptstadtbeschluss – Wikipedia

Da soll noch mal einer sagen, Geschichte, Tradtion und Religion hätten keinen Einfluss....
 
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Dir ist schon klar, das der Wikiartikel hoffnungslos überaltert ist?
Ich meine es wird eine Liste von 2012 als Quelle genannt.

Das Ganze wird mittlerweile sytematisch verlagert, sieht man auch deutlich am Verteidigungsministerium und Gesundheitsministerium.
 
Dir ist schon klar, das der Wikiartikel hoffnungslos überaltert ist?
Ich meine es wird eine Liste von 2012 als Quelle genannt.

Das Ganze wird mittlerweile sytematisch verlagert, sieht man auch deutlich am Verteidigungsministerium und Gesundheitsministerium.

Und BND, der ja erst Anfang diesen Jahres hier in Berlin seine neue Zentrale bezogen hat.
 
@iGameKudan

Ganz einfach, habs hier auch schon geschrieben. Arbeit muss sich lohnen, auch Azubis usw. sollten Geld haben für etwas mehr als Jeans von KiK und Sternburg Bier.
Dann klappt es auch mit den Mieten ohne große Probleme.

Die Zahlen die ich da sehe, sind extrem niedrig. Problem - zu niedrige Löhne, nicht zu hohe Mieten, aber das geht ja nicht in die Köpfe rein.
Dort wo die Verdienste hoch sind und entsprechend mehr Geld im Umlauf ist steigen die Preise automatisch mit an.
Wir in Berlin hatten zwar relativ geringe Wohnkosten - und Lebenshaltungskosten -, dafür aber auch relativ geringe Einkommen - in Relation zum Einkommen waren die Mieten und Lebenshaltungskosten daher angemessen. Das sind sie nicht mehr - Wohnungskonzerne stopfen sich die Taschen voll.

Ein Problem, dass durch höhere Löhne nicht ausgeglichen werden kann. Dann kostet aufgrund höherer Personalkosten automatisch alles mehr - Einzelhandel, Spätis, ÖPNV (wird noch witzig, scheinbar scheint sich der Berliner Senat vor seiner Zusage zu drücken, der BVG die Lohnerhöhungen zu bezahlen), Handwerker, Baustellen...

Einzig die Wohnungskonzerne stopfen sich über alle Maße die Taschen voll.

Und an Mancko:

Kleiner Tipp:

- Berlin war nach dem zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört (gut, war ne Stadt wie Dresden auch...)
- Berlin musste die Luftbrücke überstehen
- Berlin musste die Teilung der Stadt überstehen
- Fast die gesamte Industrie ist aus Berlin abgewandert, weil hier alles zerstört war und durch die Teilung auch wirtschaftlich risikoreich war (der Westteil lag mitten in der DDR)
- Berlin hat sich durch die Teilung extrem unterschiedlich entwickelt
- Nach der Teilung ist ein Großteil der verbliebenen Industrie aus dem Osten abgewandert, Pleite gegangen oder wurde durch den Westen kaputtgemacht (vom Treuhandskandal dürfte jeder was gehört haben...)
- Berlin ist Regierungssitz
- Berlin hat sich zum Abbau des Schuldenberges über alle Grenzen kaputtgespart, was in ÖPNV, Schulen, Polizei, Verwaltung, Straßenpflege, Krankenhäusern und insbesondere durch den Verkauf von ehemalig öffentlichem Wohnraum mittlerweile extrem negativ bemerkbar macht

Ist natürlich klar, dass der reiche Westen bzw. so ziemlich jede Großstadt im Westen so viel besser dasteht. Er wurde nicht durch die DDR (Planwirtschaft) bzw. die Russen (Abbau von Infrastruktur und Industrie als Kriegsentschädigungen) wirtschaftlich ruiniert, sondern hat aufgrund der höheren politischen Sicherheit nach dem Krieg so ziemlich jegliche Industrie und damit auch den Wohlstand abgestaubt. Und Berlin hat wie jedes andere neue Bundesland nach dem Mauerfall weitere Industrie eingebüßt.

Wie schon dargelegt - Berlin hat weit mehr wie einen oder mehrere Strukturwandlungen mitgemacht. Und praktisch jedes andere östliche Bundesland steht ebenfalls vor einem enormen, sehr langfristigen Finanzbedarf aufgrund von Strukturwandeln...

Und als weiterer Tipp: Im Vergleich zu anderen Bundesländern haben wir in Berlin mit die wenigsten Feiertage. Wir brauchen uns gewiss nicht vorwerfen lassen, dass wir zu wenig Arbeiten würden... Berlin hat nur 10 Tage (wovon einer kurzfristig eingeschoben wurde...), Bayern hat effektiv 13, BaWü hat effektiv 11, Saarland hat effektiv 12. Selbst 2020 haben wir effektiv nur neun Feiertage (da einer auf einen Sonntag fällt...), während Bayern effektiv 13 Tage hat. Zumal du garantiert nicht Arbeitsverhältnisse wie in Asien haben willst (wobei ich eh davon ausgehe, dass du am oberen Ende sitzt und daher nichts merken würdest...).

Gewiss, wie man hier und da liest bin ich auch der Ansicht, das Rot-Rot-Grün das Schlimmste ist, was irgendeiner Regierung passieren kann. Wie du schon passend festgestellt hat, gerade bezüglich Recht und Ordnung läuft hier aufgrund fehlendem politischen Willen und falschen Ideologien so einiges falsch. Trotzdem gibt es noch eine Menge anderer Gründe, weswegen Berlin auf den Länderfinanzausgleich angewiesen ist bzw. einen wirtschaftlich schwereren Stand hat, dem man nicht einfach Abhilfe schaffen kann, ohne eine ganze Stadt den Bach runtergehen zu lassen. Und gewiss tut Berlin auch nicht garnichts, um Geld zu sparen. Wiegesagt, eher wurde auf Druck anderer Bundesländer und dem Rechnungshof hier so dermaßen hart gespart, dass Berlin sich in den oben genannten Punkten sogar kaputtgemacht hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dort wo die Verdienste hoch sind und entsprechend mehr Geld im Umlauf ist steigen die Preise automatisch mit an.
Wir in Berlin hatten zwar relativ geringe Wohnkosten - und Lebenshaltungskosten -, dafür aber auch relativ geringe Einkommen - in Relation zum Einkommen waren die Mieten und Lebenshaltungskosten daher angemessen. Das sind sie nicht mehr - Wohnungskonzerne stopfen sich die Taschen voll.

Ein Problem, dass durch höhere Löhne nicht ausgeglichen werden kann. Dann kostet aufgrund höherer Personalkosten automatisch alles mehr - Einzelhandel, Spätis, ÖPNV (wird noch witzig, scheinbar scheint sich der Berliner Senat vor seiner Zusage zu drücken, der BVG die Lohnerhöhungen zu bezahlen), Handwerker, Baustellen...

Einzig die Wohnungskonzerne stopfen sich über alle Maße die Taschen voll.

Das ist den Investoren doch Rille, was die Stadt durchgemacht hat, wie die Geschichte aussieht (sogar bei Objekten wo sie direkt rein investieren ists denen oft egal).
Investoren vergleichen die Städte auf der Suche nach Immobilien für Rendite.
Die sehen sich um - OK, London ist praktisch komplett dicht (alles aufgekauft und neu bauen kostet irre viel), New York ist schon lange dicht, Paris ist nu auch nicht mehr so geil, in Asien regieren die lokalen Investoren so hart das da nix zu holen ist (die Chinesen investieren ja bei uns und nicht umgekehrt), in Moskau oder St. Petersburg - zu riskant, die Währung zickt, politische Stabilität fehlt. Ah gugg mal, Deutschland, Berlin, da is doch was und billig ists auch! - das ist deren Gedankengang auf dem aktuellen Finanzmarkt. Den darf man sich nicht lokal isoliert ansehen und dann macht alles auf ein Mal wirklich Sinn.

Die Investoren juckt es auch nur geringfügig, was das Einkommensgefüge in der Stadt angeht. Die juckt: Grundstückspreis, Baukosten, Objekt+Modernisierungskosten wenn es bereits steht und halt die mögliche Rendite - also die Kauf/Mietpreise in der Gegend und absehbare Trends (Gentrifizierung ahoi)..
Berlin ist eine sehr internationale Stadt. Die Leute die aus USA oder Asien angereist kommen, finden das extrem billig (ists auch), die Bänker aus England finden Frankfurt auch nicht zu teuer. Die verschieben das Einkommensgefüge sowieso. Und der Markt folgt. Angebot und Nachfrage.
Was nicht folgt, sind die Leute. Die bestehen leider nicht drauf, wirklich Geld zu verdienen und es sich auch zu holen. Es fühlt sich für mich so an, als ob die Leute in Berlin kein Geld haben wollen, echt jetzt. Die Stadt wird genau so wie jede andere Hauptstadt als eine der teuersten im Land werden in wenigen Jahren, weil sie entsprechend boomt. Die Graffitis an den Wänden werden durch Schaufenster mit Cafes ersetzt und Weinläden und Hipster-Vegan-Fresslokalen wo der Salat das dreifache kostet im Vergleich zu früher und so weiter.
Man kann den Leuten nicht verbieten ihr Geld auszugeben und einen entsprechenden Lebensstandard um sich rum zu schaffen, der dann die gesamte Stadt aufwertet und bestimmte Gegenden ganz besonders. Daran ist nichts schlimmes, auch wenn ich selbst um Underground kämpfe bei diversen Projekten (überwiegend Musik/Nachtleben), man sagt denen auch klar - purer Underground-Club im Zentrum ist teilweise nicht rentabel z.B. - Standortwechsel halt. Wir haben viel größere Projekte als irgendwelche kleinen Standorte erhalten.
Übrigens hat Berlin eine geile Gründerszene die viele Leute beschäftigt und denen richtig viel zahlt, auch generell sind da die Löhne in einigen Bereichen längst genau so gut wie in Frankfurt, München, Köln oder Hamburg. Und diese Leute werden mitbestimmen wohin der Markt geht. Vor allem weil das die Leute sind, die Eigentum erwerben (für sich oder als Investition sogar), sie haben auf dem Immobilienmarkt also mehr zu sagen als der Michel der sich nur einmieten will und nicht bereit ist, richtig Geld auszugeben.
Genau deswegen gibt es ja das Thema - Umwandlung in Eigentumswohnungen. Weil der Bedarf da ist.

Ich kenne das aus anderen Länden, da ist Eigentum wesentlich öfter vorhanden, es ist normal sich um eine Wohnung oder ein Haus zu bemühen, sogar in Russland ist das üblich. Investoren juckt das Thema auch nicht oder nur ganz wenig - wenn sie überlegen ihre Immobilie zu vermieten oder eine Immobilie erwerben wo Mieter schon drin sitzen, nur dann interessiert es die.

Ich verstehe die Investoren vollkommen hier und bin dafür, denen nicht den Markt kaputt zu machen. Die EZB hat diverse Probleme geschaffen und deswegen gehen die Investoren in den Immobilienmarkt. Das hat den positiven Effekt das unsere steinalte Häuser endlich mal die finanzielle Spritze bekommen, die den Genossenschaften usw. immer gefehlt hat um umfassend zu modernisieren und Wohnraum zu schaffen der richtig gut ist. Billig ist nicht gut, wer spart, spart sich hier kaputt. Wenn nur Geld für Instandhaltung ausgegeben wird (so wie Genossenschaften halt arbeiten) dann bleibt der Wohnraum im besten Fall auf dem Stand so wie der gebaut wurde, im schlimmsten Fall werden nur die nötigsten Arbeiten gemacht und die Häuser werden hässlich, ungemütlich und einer weltoffenen Metropole wie Berlin in einem stinkreichen Land nicht würdig. Da entstehen Ghettos usw.

Wie umgeht man das? Na in dem sich Arbeit wieder lohnt. Damit der Arbeiter sich halt auch ne gute Wohnung leisten kann, genau so wie der Anwalt 2 Stockwerke drüber. Mit dem Unterschied das dann beim Arbeiter nur ein Golf unten steht und beim Anwalt ein Porsche oder zwei, aber beide sollen gut wohnen können. Dann entgeht man auch dem Problem der sozialen Durchmischung. Aktuell ist es so das ein Teil der Bevölkerung wie Fürsten leben und der andere Teil wie Bauern.
Bei der Schere zwischen Arm und Reich sollte man den Teil schließen der Arm ist und nicht unbedingt den Reichen an den Karren pinkeln (Reiche sind sehr gut darin, ihr Vermögen sehr zeitnah woanders hin zu verfrachten, wo es besser aufgehoben ist).
Hier ist also jeder gefragt der nicht ordentlich verdient, sich da drum zu kümmern - mehr Tarifverträge, bessere Tarifverträge, bessere Konditionen, 35h/Woche, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Werkswohnungen bauen lassen über die Firma die einen beschäftigt (mit der Gewerkschaft zusammen usw.) und sich nie, niemals ausbeuten lassen. Also kurz: Eier wachsen lassen oder Arsch in der Hose haben, was halt besser funktioniert davon.
Ich habe eines sehr früh schon gelernt - sich nie unter Wert verkaufen, egal ob im Job, in der Beziehung, in jeder Angelegenheit. Sobald die Leute anfangen sich da zu bewegen, wird auch Berlin richtig geil sein und nicht nur so tun.
 
Der Mythos vom sich selbst regulierenden Kapitalismus wurde doch schon wiederlegt.....
Nachfrage und Angebot halten sich NICHT die Wage, nur ganz selten.
Wir hatten eine recht heftige Finanzkrise vor einiger Zeit, die fast zu einer neuen Weltwirtschaftskrise ausgeartet wäre.

Die explodierende Obdachlosigkeit in Deutschland, und die weiter wachsende Armut der unteren 20% sind ein großes Alarmzeichen.
Unter diesen Bedingungen wird die AFD stark weiter wachsen, wie als ob man der Partei einen Superdünger verpasst hat.

Städte wie Leipzig haben gar keine Sozialwohnungen mehr, und Obdachlose haben dort absolut Null Chancen ihr Leben irgendwie in den Griff zu bekommen.....

Bevor die Verelendung in Berlin überhand nimmt, sollte unbedingt SCHNELL reagiert werden.
D.h. die verkauften Wohnungen sollten unbedingt zurück gekauft werden, und es muss zusätzlich der soziale Wohnungsbau extrem beschleunigt werden, mit so wenig Bürokratie im Hintergrund wie möglich.
 
Deine Investoren machen auch gut Rendite an pflegeheime.


Geld kommt immer,
durch unsere Pflegeversicherungbeiträge, Omas Rente und wenn die Rente net reicht ..kommt Sozialhilfe.

Dann an Personal und Lohn + dies und jenes sparen , dann läuft es.

Der Markt regelt alles waa

Recherche mit ZDF Frontal 21 zu Pflegekonzern: Das System Alloheim: Rendite um jeden Preis - Wirtschaft - Stuttgarter Nachrichten

Viele Pflegebeduerftige auf Sozialhilfe angewiesen | MDR.DE


Investoren in Altenpflege: Rendite mit Senioren - ZDFmediathek

Pflege: Darf ein Heim Gewinne machen? - WELT

Altenpflege: Geld verdienen mit Pflege | ZEIT ONLINE
 
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Und was ist so schlimm daran, wenn Investoren richtig viel Geld zu uns bringen und Rendite erwarten? Wie es verdammt noch mal in jedem Bereich rund um die Welt üblich ist?
Es ist nicht umsonst alles privatisiert, das ist gewollt - von allen, weil das einfach effizienter ist als staatliche Einrichtungen die dann alle gnadenlos veraltet sind und sehr zäh arbeiten. Und es gibt guten Service und ordentliche Gewinne für alle - für den Papa Staat, für die Investoren usw.

Warum also alles verteufeln?
 
Dann steck mal deine Eltern in einem Heim mit hohe Rendite und " Gute Service ".


In meinem Leiharbeit Zeit war ich öftere bekannte private pflegeheimbetreiber,

Hauswirtschaft Service Personal gestrichen, pflegekräfte + Helfer müssen es übernehmen , in spätdienst zur zweit ist es schön lustig und "effektiv " wenn nebenbei paar Leute klingen und aufs Klo müssen.

Am besten,
als ich Abendbrot schmieren war, könnte ich über Leute net beaufsichtigen da ist einer mit Rollstuhl gestürzt (Treppenhaus mit viele Stufen, Kopf-> Wand -> ende) hat man nicht mitgekriegt.(war ganz woanders in einer Ecke am Brote schmieren für 40 Leute).

Und das war eine von vielen Erlebnisse.


Die Bahn muss ja auch Rendite machen, deswegen sehen Die Bahnhöfe ******** aus und es gab Streckenabbau, das die Leute mehrmals umsteigen müssen , längere Fahrten oder Wartezeiten und und )


Bestimmte Dinge sollte man nicht auf Kosten andere Gewinn machen wie pflegebedürftige;)

aber du hast anscheind kein Skrupel dabei oder hat dein rentenfond pflegeheime pakete mit drin?
 
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Wenn die Pflegekräfte endlich mal einen Arsch in der Hose finden und sich guten Lohn besorgen, warum auch nicht.
Nicht der Investor macht die Probleme, sondern das unzufriedene Personal (glaub mir ich wäre bei dem Gehalt auch unzufrieden), das ist auch der Grund für Personalmangel in dem Bereich - die Arbeit lohnt sich nicht.
Investoren sorgen nur dafür das es optimal läuft, größere Ketten können effizienter und kostengünstiger arbeiten alleine schon durch ihre Größe.

Ich habe nichts gegen die Investoren, sie halten unsere Wirtschaft am laufen und bringen richtig viel Geld ins Land. Man muss es sich nur holen (wenn man mit denen arbeitet, damit meine ich nicht nur den Staat!) - dann haben alle was davon.
 
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