Volksentscheid in Berlin: Umwandlung von Wohnungen in Sozialwohnungen

Wird Netto wohl so bei 1500 liegen.
Ziemlich exakt zutreffend. Vor März 2018 waren das als Berufseinsteiger gerade mal 2068€ und ein paar Zerquetschte - Brutto. Das waren nur knapp über 1400€ Netto.
Seitdem 2168€ und ein paar Zerquetschte - Brutto. Knapp über 1450€ Netto. Siehe hier: Öffentlicher-Dienst.Info - TV-N

Wie Nightslaver schon schriebt - bei der DB hast du brutto mehrere hundert Euro mehr bekommen.

Sonderlich viele Leute dürfte man nicht gefunden haben, die dafür Schichtarbeit mit unregelmäßigen Einsatzorten und Arbeitszeiten an Wochenenden, an Feiertagen, an Silvester, Neujahr, nachts, sehr früh etc. und auch diverse soziale Einschnitte haben hinnehmen wollen. Von solchen Dingen wie seltene richtige Wochenenden, wenig Ruhezeit, wenig Freizeit usw. mal ganz abgesehen. Und dann bedenke noch, dass man im Idealfall auch nicht am Arsch der Welt wohnen sollte, damit der Zeitaufwand für den Arbeitsweg nicht explodiert (ergo: Wohnkosten sind tendenziell hoch). Für die Meisten ist es halt nur ein Job, keine Berufung, ergo zählt für die Meisten halt das Geld...
 
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Mein Ziel liegt so bei 2500 Netto, was laut Besoldungstabelle etwa 3200 Brutto sind. Wobei halt die Krankenkasse noch abgeht.
 
Mein Ziel liegt so bei 2500 Netto, was laut Besoldungstabelle etwa 3200 Brutto sind. Wobei halt die Krankenkasse noch abgeht.
Wolltest du nicht irgendwas mit IT-Sicherheit im öffentlichen Dienst bzw. bei einer Behörde machen? Da klingt dein Ziel angesichts des nötigen Wissens und des lebenslangen Lernenmüssens aber echt niedrig... Oder sind das dort normale Löhne?
 
Zumindest als Beamter hat man da nicht viel Spielraum. Da steigt man mit Hochschulabschluss immer mit A9 ein.
Gehaltsrechner Öffentlicher Dienst

Als Tarifangestellter sieht es noch etwas anders aus, da dort direkte IT-Zulagen möglich sind, womit man mehrere 100 Euro mehr im Monat bekommen kann, wenn man drauf besteht und sagt, woanders würde ich so und soviel bekommen.
 
Das ist natürlich der kleine Nebeneffekt von Streiks, aber am Ende sind die Löhne der Fahrer auch ein kleines Zahnrad bezüglich der Attraktivität des ÖPNV. Ich habe zwar keine Ahnung von den Lohnverhältnissen bei der DB, aber hier in Berlin hat unser Senat das kleine Zahnrädchen der Personallöhne im ÖPNV leider lange Zeit vergessen. An dich auch mal die Frage gerichtet - Was sind so deine Vorstellungen, mit was für einem Nettolohn Fahrer hier in Berlin nach Hause gegangen sind?


2.500 Brutto wenn das kein blutiger Anfänger ist. Und das ist die Basis, die Zuschläge für Wochenende, Nachtdienst, Überstunden und 13es Gehalt - da kommt man auf 3000 Brutto im Schnitt. Nicht üppig, aber sollte reichen.

Das war jetzt ohne die Kommentare zu lesen^
 
Zumindest als Beamter hat man da nicht viel Spielraum. Da steigt man mit Hochschulabschluss immer mit A9 ein.
Gehaltsrechner Öffentlicher Dienst
Glaube ich nicht ganz, wir werden ja auch nach Beamtenbesoldung bezahlt und bei uns bekommt man mit Bachelor alleine A10 (Oberleutnant) bis hin zu A14 (Oberstleutnant) als Seiteneinsteiger, bei was man A14 bekommt weiß ich leider nicht genau, waren aber z.B. Ärzte und Juristen.
 
Wobei der Bund eh etwas mehr zahlt als die Länder. Auch beim BKA würde man mit einer A10 einsteigen.
 
Dachdecker verdienen nicht unbedingt wenig. In meiner Verwandschaft ist eine Person Dachdeckermeister und hat eigenen Betrieb und die Gehälter die da für Gesellen bezahlt werden sind recht gut, vorallem in Anbetracht des Baubooms. Aber das ist halt ein Beruf, für den sich auch nicht jeder eignet.

Die meisten Handwerker verdienen mittlerweile sogar ziemlich gut. Das ist die eine Bevölkerungsgruppe außerhalb der Finanzbranche, die von dem auf Kosten aller verschenkten EZB-Geld profitiert, weil im Zuge der Immobilienspekulationen wieder deutlich mehr gebaut wird - und dafür brauchts Handwerker, mittlerweile mehr als Osteuropa liefert. Aber das ist halt nur eine Momentaufnahme, vor 10 Jahren sah es genau gegenteilig aus. Und wenn nicht gerade Boom ist, bist du als (deutscher) Handwerker ziemlich lange Arsch vom Dienst.

Kommt auf die Region und Gegend an. Hier auf dem Dorf die Postfrau die immer rumfährt ist festangestellt, ich mein sogar noch bei der Post und nicht bei DHL. In Erfurt direkt sieht man dahingegen öfters mal die gelben Transporter, manchmal auch nur weiße mit kleinem gelben Logo, die im Auftrag für DHL unterwegs sind.

Ich hab seit 5-6 Jahren keine Original-DHL-Paketträger mehr gesehen. Alles nur Subunternehmer und einige davon sieht man nur wenige Monate. (Brief-)Post, die auf dem Land zum Teil zusammen mit Paketen ausgeliefert wird, ist anders. Die Briefträger sind afaik alle direkt bei der Post angestellt und für einen Job mit 0 Qualifikation auch gar nicht mal so schlecht bezahlt. (Nur dass es je nach Wetter und Entfernung halt auch ein Job ist, den in schlecht bezahlt gar niemand mehr machen würde. Und dem man auch nur bis zu einem gewissen Alter/Fitnessgrad machen kann, wonach man dann arbeitslos, alt und ohne irgendeine Form von für andere Arbeitgeber verwertbaren Erfahrungen dasteht.)


Streiks sollen ja absichtlich richtig weh tun, damit man die Unternehmen zum Handeln zwingt - würde von den Streiks niemand was mitbekommen, würde der Sinn ja im Sande verlaufen. Leider scheint die effektive gewerkschaftliche Organisation immer mehr abzunehmen - anders kann ich es mir nicht erklären, wie Streikenden gegenüber so wenig Verständnis entgegen gebracht wird, sobald man selber mal Auswirkungen spürt.

Das Problem wird auch die Outsourcerei verstärkt. Früher haben mal "die Mitarbeiter der Lufthansa" gestreikt und ein paar Wochen mit Flugstörungen später wars das. Heute streikt erst das Catering-Subunternehmen. Dann die Piloten. Dann das Kabinenpersonal. Dann die Sicherheitsbediensteten und Zwischendurch nochmal die Fluglotsen. Und wenn die alle endlich fertig sind und der Flieger pünktlich abhebt, sieht man das von außen, weil bei der früher noch veramteten Bahn gerade eine von drei Gruppen mehr Lohn fordert. Das System ist mittelerweile so komplex verzahnt, dass man alle naslang von irgend einem Streik betroffen sein kann und wenn ständig irgendwas nicht funktioniert, ist man irgendwann gereizt. Dazu kommt noch, dass die gewerkschaftlich organisierten, streikenden Branchen mittlerweile alle zu den etwas weniger schlecht gestellt gehören. 20-30% der Bevölkerung haben einen schlechteren Job und wenn den eigenen 50% Job zu verlieren droht, weil jemand mit 400 € höherem Lohn und einer 8% Forderung verhindert, dass man rechtzeitig zur Arbeit kommt, hört der Spaß halt auf.
Früher lief sowas auch stärker auf politischer Ebene und es gab ein stärkeres Zusammenhaltsgefühl. Aber heute gilt Individualismus und die SPD ist die Vertretung der Automobilhersteller und Kohletagebaubetreiber.

Nicht in jedem Beruf ist eine tiefgreifende Spezialisierung möglich.

Und: Diese Berufe werden immer mehr. Nicht umsonst ist ständig von der Dienstleistungsbranche die Rede. Bei immer mehr Jobs gehts um Service & Kleinigkeiten - einzige Anforderung: Blöd lächeln und Standardtexte runterbeten. Mitdenken ist z.B. bei einer Telefonhotline ausdrücklich nicht erwünscht. Die breite Masse der produzierenden Berufe bricht dagegen weg - entweder direkt nach Asien oder durch Automatisierung und einen kleinen Kreis Spezialisten ersetzt. Und das betrifft nicht nur Maschinen. Wenn du früher Endkundenhandel betreiben wolltest, brauchtest ausgebildete ausgebildete Lageristen, gelernte Stapler- und Lieferwagenfahrer, ausgebildete Verkäufer, qualifizierte Kassierer, etc.. Heute brauchst du einen Webdesigner, ein paar Rumänen die für DHL fahren und eine Gruppe Packer, die nur wissen müssen, wie sie drei Knöpfe drücken, was man binnen zwei Stunden dem nächsten Kandidaten beibringen kann.


Ziemlich exakt zutreffend. Vor März 2018 waren das als Berufseinsteiger gerade mal 2068€ und ein paar Zerquetschte - Brutto. Das waren nur knapp über 1400€ Netto.
Seitdem 2168€ und ein paar Zerquetschte - Brutto. Knapp über 1450€ Netto. Siehe hier: Öffentlicher-Dienst.Info - TV-N

Wie Nightslaver schon schriebt - bei der DB hast du brutto mehrere hundert Euro mehr bekommen.

Die DB zahlt allgemein recht gut. Die Geschichte als Staatsbetrieb, mit diversen Vorschriften und einer starren Arbeiterorganisation machts möglich. Aber auch 1400 € Netto Einstiegsgehalt sind für einen Job ohne Vorkenntnisse (weiß nicht, wie es bei der BVG ist, aber die meisten Verkehrsbetriebe bilden selbst und relativ flott aus) schon überdurschschnittlich.

Deswegen sag ich ja: Klar käme es aufs gleiche raus, wenn man statt des einen Faktor "Mieten" für alle anzupassen, die Löhne von allen in allen Branchen an die Mieten anpassen würde. Nur ist das eine Aufgabe von nicht bewältigbarem Aufwand.
 
Das Problem wird auch die Outsourcerei verstärkt.

Dazu kommt noch, dass die gewerkschaftlich organisierten, streikenden Branchen mittlerweile alle zu den etwas weniger schlecht gestellt gehören. 20-30% der Bevölkerung haben einen schlechteren Job und wenn den eigenen 50% Job zu verlieren droht, weil jemand mit 400 € höherem Lohn und einer 8% Forderung verhindert, dass man rechtzeitig zur Arbeit kommt, hört der Spaß halt auf.
Bei der DB sind 8% angesichts der hohen Ausgangssituation zugegeben recht hoch - allerdings sollte es auch mehr wie verständlich sein, dass man auch eine wirkliche Lohnsteigerung und nicht nur einen Inflationsausgleich haben will.

Das durch Outsourcing die gefühlte Streikhäufigkeit zugenommen hat ist unbestreitbar.. Trotzdem ist es das gute Recht eines jeden Arbeitnehmers, für höhere Löhne kämpfen zu dürfen. Auch egal, wie viel man verdienen möge und ob man in einer infrastrukturkritischen Firma arbeitet. Es kann ja schlecht ein Argument sein, man dürfe nicht für seine Rechte eintreten, weil Andere weniger verdienen oder weil andere Leute im Alltag eingeschränkt werden (in solchen Jobs war man mal verbeamtet oder mit Kündigungsschutz öffentlich angestellt...). Gerade bei den Schwierigkeiten zur Arbeit zu kommen sehe ich eher das Problem bei dem fehlenden Verständnis der meist autofahrenden und nicht auf den ÖPNV angewiesenen Vorgesetzen (oder den Schulen...). Eher sollten diejenigen, denen es unmöglich gemacht wird für ihre Rechte einzutreten, vom Staat unterstützt werden, dass für die Rechte eingetreten werden kann... Naja, theoretisch, eher drückt sich der Staat vor seiner Verantwortung.

Bezüglich der echten Streikhäufigkeit: Das konzentriert sich aber immer auf bestimmte Zeiträume, halt auf die Zeiträume, in denen die Tarifverhandlungen anstehen. Wenn man sich die Arbeitskampfbilanzen der Hans-Böckler-Stiftung anschaut, waren
- 2018 knapp eine Million Arbeitstage (EVG-Lokführerstreik, Ryanair)
- 2017 nur knapp 238.000 Tage
- 2016 ca. 462.000 Tage
- 2015 zwei Millionen (!) (Davon 1,5 Millionen auf den Post-Streik und den Streik in Kitas und Schulen)
- 2014 392.000 Tage (trotz der GDL-Streiks!)
- 2013 551.000 Tage
- 2012 630.000 Tage
- 2011 304.000 Tage
- 2010 173.000 Tage
- 2009 400.000 Tage
- 2008 542.000 Tage

ausgefallen.

Wenn man die Zahlen so betrachtet, haben einzig 2015 und 2018 deutlich herausgestochen, wo also eher in größeren Firmen/Einrichtungen gestreikt wurde, wo viele Arbeiter gleichzeitig gestreikt haben und wo lange gestreikt wurde (und gerade bezüglich der Streiklänge gibts zwei Seiten...). Ansonsten ist alles im Schnitt, d.h. trotz der Aufsplittung des Streikvolumens hat sich die Streikhäufigkeit nicht wirklich erhöht.

Kannst hier ja mal nachlesen, ist ganz interessant.
Arbeitskampfbilanzen der Jahre 2018 - 2008 - Hans-Boeckler-Stiftung

ruyven_macaran schrieb:
Aber auch 1400 € Netto Einstiegsgehalt sind für einen Job ohne Vorkenntnisse (weiß nicht, wie es bei der BVG ist, aber die meisten Verkehrsbetriebe bilden selbst und relativ flott aus) schon überdurschschnittlich.
1400€ ist für die Verantwortung die man trägt und die Arbeitsbedingungen (Schichtarbeit im Fahrdienst ist halt nochmal was anderes...) nicht so dolle, schon garnicht bei den Lebenshaltungskosten hier in Berlin. Möge man sich drum streiten ob es gerecht wäre Quereinsteiger und IHK-ausgebildetes Personal, beide machen am Ende die gleiche Arbeit, unterschiedlich zu bezahlen - in beiden Fällen sind 1400€ Netto zu wenig. Da hat man bei anderen weniger veranwortungsvollen und weniger anstregenden Jobs mehr verdient.

Nichtsdestotrotz hat Verdi mit zwei Warnstreiks (1x halbtägig, 1x ganztägig), also einer doch recht geringen Belastung der Kunden (und ja, auch ich musste mal 28€ fürs Taxi hinlegen) angesichts teilweise frecher Angebote seitens des KAV den Bruttogrundlohn von neueingestellten Fahrern bzw. allgemein dem Betriebspersonal auf ein Niveau anheben können, wo man sagen kann, dass der Grundlohn angemessen ist bzw. nach aktuellen Maßstäben auf einer Höhe liegt, wo weitere Streiks etwas vermessen wären...

Bspw. Erzieher und angestellte Lehrer haben in den 10 Jahren bei Weitem öfter und länger gestreikt und damit bei Eltern garantiert ein ähnliches Chaos angerichtet. Und das völlig zurecht, da auch dort die Arbeitsbelastung härter geworden ist...

@cryon1c: Auf 2500€ Grundlohn bist du nicht mal dann gelandet, wenn du dich ans Ende der Entgeltstufe gearbeitet hast. Da gabs nach 10 Jahren vor 2017 nur knapp über 2300€ Brutto Grundlohn ohne weitere Aussicht auf Steigerungen, bei einem Einstiegsgehalt vom ca. 2093€...
Kannst du dir hier anschauen: Öffentlicher-Dienst.Info - TV-N

Wollen wir das OT damit begraben? :P
Notfalls texten wir per PN weiter.
 
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Na mit 10-15 Jahren an Berufserfahrung, die man schon braucht um wirklich das Maximum rauszuholen, ist das zu wenig. Das geht in irgendwelcher Pampa wie Zwenkau oder so wo nicht mal Nachtlinien fahren und am Wochenende 1x pro Stunde wenn überhaupt was fährt. Wo das fahren wesentlich einfacher ist als in der hektischen, vollgestopften Stadt. Und wo die Lebenshaltungskosten halt niedriger sind.
Für Berlin ist das mager, sehr mager..

Es ist zwar Offtopic, hat aber doch direkt mit dem zu tun, wo man sich halt niederlässt. Wenn der Fahrer in Berlin nur 10% mehr verdient als sagen wir mal in Chemnitz und dafür halt 40% höhere Kosten hat und auch noch 20km zum Arbeitsort eiern darf - dann arbeitet der da nicht mehr so gerne und zieht doch eventuell woanders hin. Löhne und Kosten sollten sich halbwegs ausgleichen. In der Großstadt wird natürlich mehr bezahlt, aber die Kosten sind wesentlich höher, das lohnt sich also finanziell nicht dort zu leben. Es lohnt sich wenn man auf die Kultur steht, auf diverse Sachen die nur in der Großstadt verfügbar sind, aber der normale Arbeiter, gerade mit Schicht&Wochenend-Diensten kann sich so was öfters mal abschmieren allein schon weil die Arbeitszeit dazwischenfunkt oder das Geld halt nicht reicht, um in einer Großstadt auch gepflegt was zu unternehmen (ich sehe Konzerttickets für über 100€ ziemlich oft, das ist nicht drin jeden Monat).
Man kann die Mietpreise (um die es sich bei dem ganzen Thema ja dreht) nicht getrennt vom Einkommen und sonstigen Kosten betrachten.
Genau wegen den geringen Einkommen ist das Thema ja auch aktuell, sonst wäre es vll in 10-20 Jahren der Fall wo die Mieten halt 20€+ erreichen würden, aber aktuell knistert das ja schon bei 15€/m² bei den Leuten.
Jeder mag billig und nah an der Arbeit wohnen, am besten in einem recht gut erhaltenen Haus, ohne Probleme und wenn es geht noch ruhig und nicht auf der Hauptstraße oder neben Gleisen, geht aber nicht wenn man sich das nicht leisten kann. Und hier sind wir wieder beim Problem - es wird auf die Folgen losgegangen, nicht auf das eigentliche Problem - das man es sich nicht leisten kann weil man halt zu wenig verdient.

Dies sind Leute die keine Rücklagen bilden können, die nichts sparen und dann in Altersarmut rutschen werden wenn nicht gerade so was wie Betriebsrente winkt, das haben ja auch nicht so viele. Da gibt es dann auch massiv Neid und Missgunst, merkt man sogar hier im Thread.
Ist also nicht ganz Offtopic. Das ist halt die Ursache für den ganzen Salat.
 
Mit normalen Mieten von um die 5€ hätte man das Problem auch nicht.

Und wie soll man bitte sehr mit Mieten um 5€ die aktuellen Kosten decken, dann noch den Bestand modernisieren/energetisch sanieren (Klimaschutz ahoi, alleine die Auflagen da treiben die Kosten richtig hoch)? Und nicht zu vergessen - die Grundstückspreise in Großstädten, die sind mittlerweile auch gesalzen.
Mieten zwischen 10-15€ sind gerade ausreichend für die Unternehmen damit sie investieren können und noch Gewinne machen. Staat bzw Kommunen wenn sie gegen 0 wirtschaften wären vll in der Lage, mit 7-9€ zu arbeiten, aber irgendwann holt sie die Realität ein und es gäbe ein massives Gefälle zwischen privaten Wohnungen und Sozialwohnungen was ja auch nicht gerade geil ist. Der Markt lässt sich nicht einfach so steuern das die Preise halbiert werden und alles trotzdem paletti ist, geht nicht.
 
Ähm naja, verzeihs mir cryon1c, aber die Steigerung im Falle des TV-N Berlin ist so hoch ausgefallen, dass die Entgelte nun über dem Schnitt liegen. Und selbst mit der Steigerung wäre ne 60m²-Wohnung mit "schon" 15m² und somit knappen 900€ schon deutlich über der Grenze von ca. 1/3 des Anteils am Nettoeinkommen, die für Mietkosten der Wohnung empfohlen wird.

Und mal ganz von TN-Nlern abgesehen:. Was ist mit den ganzen ebenso wichtigen Leuten z.B. in der Altenpflege, im Einzelhandel, in der Reinigungsbranche oder sonstigen Dienstleistungsbereichen? Allgemein den zahlreichen Berufen, die schlechter bezahlt sind? Da müsste man theoretisch genauso hohe Lohnsteigerungen durchsetzen - ansonsten könnten die sich die 60m² für 15€/m² nicht mal im Ansatz leisten und würden verdrängt werden. Würde man entsprechend deines Lösungsansatzes tatsächlich die Löhne für Alle steigern, würden durch die höheren im Umlauf befindlichen Geldsummen allerdings automatisch die Preise steigen, auch von den Wohnungen. Da würden die Vermieter mit Garantie die Hände noch weiter aufhalten bzw. es würde nicht bei den 15€/m² bleiben. Die sonstigen Lebenshaltungskosten würden in gleichem Maße explodieren. Deine Lösung von allgemeinen Lohnsteigerungen auch in Durchschnittsberufen beißt sich in den Schwanz.

Es gibt ein Problem, das du nicht zu verstehen scheinst: Einzig die Entwicklung der Mietpreise passt aktuell nicht zur Entwicklung der Löhne. Die großen Wohnungskonzerne und Vermieter stopfen sich auf unverantwortliche Art und Weise die Taschen voll und gefährden dadurch den sozialen Frieden wesentlich.
 
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Und kleinere Wohnungen sind kein Thema? Wozu 60m² für eine Person? Verstehe ich ja wenn da n Pärchen drin wohnt mit 2 Einkommen.
Tokyo hat es ja auch hinbekommen, microappartments etc. Wer mehr will, darf dafür auch zahlen.

Und nein, bei mehr Einkommen würden die Vermieter nicht gleich mehr Geld verlangen. Wir haben ja schon die Mietpreisbremse sowie nur 8% auf die Modernisierung, man kann die Miete also nicht einfach mal bis zum Mond schrauben. Das wäre ja ausreichend um das halt auf 10-15 Jahre auszudehnen um zu sehen wie weit der Ansturm auf die Städte weitergehen und entsprechend zu bauen. Passiert aber nicht.

Die Lebenshaltungskosten steigen sowieso, weil nun mal Kosten überall steigen. Ich habe z.B. bei Fahrscheinen (ÖPNV als auch bei DB usw.) nie gesehen das sie günstiger werden - dafür regelmäßig teurer. Mietpreise steigen. Strom kostet mehr. Kippen kosten mehr. Kultur kostet auch immer mehr, egal ob man im Club feiern geht oder mal eine Opera besuchen mag. So gut wie alles ist teurer geworden, außer Milch und Flügen. Ein verdammtes Hotelzimmer in Leipzig zu Pfingsten kostet mindestens 80€, eher 150 wenn es keine Drecksbude ist.
Wenn man sich also aktuell halbwegs ein Leben leisten will, MUSS man mit den Preissteigerungen entsprechend auch sein Einkommen steigern, sonst klemmt es bald überall und man geht nur noch arbeiten um sich das billigste Bier zu leisten und Urlaub gibts dann am lokalen See statt in Italien. Miete ist ja nur ein Kostenfaktor von vielen und sich nur auf das überlebenswichtige zu reduzieren ist in einem reichen Industrieland mit einer Vollzeitstelle nicht richtig.
 
Und kleinere Wohnungen sind kein Thema? Wozu 60m² für eine Person? Verstehe ich ja wenn da n Pärchen drin wohnt mit 2 Einkommen.
Genau. 15m² Wohnklo für jeden und darin hat man gefälligst noch sein Home-Office einzurichten, damit der Chef Kosten spart und man schön Überstunden macht. :schief:
Angemessene Hartz-4-Wohnungsgroesse | Hartz IV & ALG II

Wir haben ja schon die Mietpreisbremse sowie nur 8% auf die Modernisierung, man kann die Miete also nicht einfach mal bis zum Mond schrauben.
Du hast auch weiterhin keine Ahnung, wie löchrig die Mietpreisbremse ist und wie zweifelhaft die Berechnungsgrundlage eines der Grundlagen ist, des Mietspiegel.

Kultur kostet auch immer mehr,
So? Die Eintrittspreise für Museen sind günstig und erster Dienstag im Monat freier Eintritt in allen städtischen Museen in Erfurt.

Urlaub gibts dann am lokalen See statt in Italien.
Ein Garten ist immer noch am besten. Da kann einen Gott und die Welt den Buckel runterrutschen.

€: Apropos Garten: Ich bin auch weiterhin der Meinung, dass es viel mehr Kleingärten geben sollte. Dann würden wahrscheinlich auch weniger Menschen am Rädchen drehen und, sofern gepachtet, ist er nichtmal bei Bezug von Leistungen nach SGB II oder XII anrechenbar. :3
 
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Bin selbst im Home Office, aber ohne Kinder, daher passe ich nicht in die Studie. Ich achte auf meine Arbeitszeit, verziehe mich aber ab und an ins Cafe mitm Notebook usw. um flexibel zu sein und auch n wenig Spaß zu haben.
Wer im Home Office arbeitet, verdient meist auch mehr als ordentlich und kann sich auch 100m² leisten und einen Raum sogar absetzen wenn dieser passend eingerichtet ist. Machen auch viele. Die halbe Firma bei mir arbeitet im Home Office. Meetings halten wir gegen 17-18 Uhr lokaler Zeit ab, da sind die Amis schon wach und wir sind noch am arbeiten.

Man kann auch im Garten arbeiten wenn es einem danach steht, dank mobilem Internet und Notebook geht das da fast so gut wie daheim, aber mit Frischluft und Vogelgezwitscher.

Und was sehe ich bei dem Link? Richtig, bei Hartz4-Bezug mit 2 Personen nicht mehr als 60m² usw. Wer unbedingt mitten in einer Großstadt leben will, kann sich auch in eine 35m² Wohnung quetschen als Single, es sei denn der will mehr verdienen und mehr ausgeben. Ist in vielen Städten längst Realität :)

Wir haben hier teils massiven Platzüberschuss für die Singles. Oma lebt in ihrer 120m² 3-Zimmer Wohnung weiter weil die nach dem Umzug in eine 45m² Wohnung praktisch die gleiche Miete zahlen würde - weil sie halt einen alten Mietvertrag hat mit einer Kaltmiete die man aktuell höchstens irgendwo im Dorf findet.
Gut verdienende Singles und Pärchen holen sich auch recht dicke Wohnungen. Kenne da einige, der mietet sich ne 4-Zimmer Wohnung für sich und 2 Hunde, die Freundin wohnt woanders. Und die nächste Tür sind 3 Studenten in der identischen Wohnung als WG drin.

Und Museen? Ja, gut, aber versuch mal ein Konzert zu besuchen oder z.B. zu einem Festival wie dem anstehenden Wave Gotik Treffen über 5 Tage nach Leipzig zu kommen, inklusive Hotel versteht sich, weil im Zelt pennen mag nicht jeder. Da biste 150€ + Fahrkosten für das Konzert los und 1500€ für das Festival los bei aktuellen Preisen. Freien Eintritt gibt es dort nur dann, wenn man die richtigen Leute kennt oder mit bestimmten Personen ins Bett geht, ansonsten darf man blechen.
Wer da also nicht genug Geld verdient, kann sich solche Veranstaltungen knicken und wird sozial durchfallen.
 
Und kleinere Wohnungen sind kein Thema? Wozu 60m² für eine Person? Verstehe ich ja wenn da n Pärchen drin wohnt mit 2 Einkommen.
Tokyo hat es ja auch hinbekommen, microappartments etc. Wer mehr will, darf dafür auch zahlen.

Genau, dieser unverschämte "Luxus" von 60qm, geben wir diesen prolligen Armuts-Schweinen doch einfach 2qm Boxen wie in Hongkong, das dicke genug, Hühner in Käfighaltung haben schließlich noch weniger!

Wohnungsnot in Hongkong - Leben wie in Kaefighaltung (Archiv)

Mal wieder etwas ernsthafter, sorry, aber du hast für mein Dafürhalten einfach massiv einen an der Waffel und warum Tokyo so viele kleine Wohnungen hat liegt vor allem an dem topografischen Problemen Japans, bzw. der Stadt. Tokyo hat schlicht ein natürlich gegebenes Platzproblem, für die große Einwohnerzahl (rund 10 Mio. Einwohner). Der ganze Großraum Tokio ist inzwischen schlicht schon verstädtert, die Balungszentren stoßen im Norden schon an die japanischen Berge und ein Wohnungen in die Höhe bauen ist in der Region Tokio schlicht nicht "grenzenlos" möglich, wegen der ständigen Erdbeben- und Tsunamigefahr.
Das Problem ist so in Berlin aber nicht mal annähernd gegeben, Berlin hat rein technisch kein Platzproblem, sondern in erster Linie ein Problem das vorhandener Wohnraum zu teuer ist und wegen Spekulation teilweise sogar unvermietet bleibt / vom Eigentümer nicht saniert (bewohnbar gemacht) wird.
 
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Genau, dieser unverschämte "Luxus" von 60qm, geben wir diesen prolligen Armuts-Schweinen doch einfach 2qm Boxen wie in Hongkong, das dicke genug, Hühner in Käfighaltung haben schließlich noch weniger!

Wohnungsnot in Hongkong - Leben wie in Kaefighaltung (Archiv)

Mal wieder etwas ernsthafter, sorry, aber du hast für mein Dafürhalten einfach massiv einen an der Waffel und warum Tokyo so viele kleine Wohnungen hat liegt vor allem an dem topografischen Problemen Japans, bzw. der Stadt. Tokyo hat schlicht ein natürlich gegebenes Platzproblem, für die große Einwohnerzahl (rund 10 Mio. Einwohner). Der ganze Großraum Tokio ist inzwischen schlicht schon verstädtert, die Balungszentren stoßen im Norden schon an die japanischen Berge und ein Wohnungen in die Höhe bauen ist in der Region Tokio schlicht nicht "grenzenlos" möglich, wegen der ständigen Erdbeben- und Tsunamigefahr.
Das Problem ist so in Berlin aber nicht mal annähernd gegeben, Berlin hat rein technisch kein Platzproblem, sondern in erster Linie ein Problem das vorhandener Wohnraum zu teuer ist und wegen Spekulation teilweise sogar unvermietet bleibt / vom Eigentümer nicht saniert (bewohnbar gemacht) wird.

Wir werden sehen wohin sich das entwickelt.
Sollte Enteignung ein Thema sein, wird Berlin sich so tief verschulden das es kracht. Deutsche Wohnen hat da knapp 100.000 Wohnungen, zu den aktuellen Marktpreisen sind das Milliarden, wie viele davon in Berlin stehen müsste ich nachsehen. Wird auf jeden Fall nichts vernünftiges.
Und an der Mietpreisbremse usw. wird auch immer rumgemoserts, dabei tut sie was sie soll - arbeiten mit dem aktuellen Mietspiegel bei Neuvermietungen (wen jucken denn die alten Verträge wo Leute noch 6€/m² haben, das ist nicht aktuell).
Berlin hat ein Problem, dadurch das es nicht in die Höhe baut, wird die Stadt extrem langgezogen, dadurch entstehen mehr Staus und deutlich längere Fahrtwege. Klar, hübsche europäische Stadt. Nur 3,5 Millionen aktuell. Wenn der Zuzug noch massiver wird und wir dann irgendwann die Einwohnerzahl verdoppeln, wirds dort sehr lustig.

Ich kenne dicke Metropolen selbst, war in Moskau ne Weile usw. Jede Stadt hat Probleme und die Mieten sind in den Metropolen immer durch die Decke gegangen, aber wen juckt es wirklich? Andere Länder haben versucht das Problem einzudämmen, keins war wirklich erfolgreich (ausgenommen Österreich mit dem was sie in Wien gemacht haben, aber dafür braucht es Jahrzehnte und ordentliche Investitionen die keiner will).
Alle anderen haben das zugelassen und leben damit, noch mal, who cares?

Ich sehe den aktuellen Wohnraum in Berlin nicht zu teuer. Berlin ist nicht mal die teuerste Stadt in Deutschland, obwohl die Hauptstadt es in den meisten Fällen doch ist (weltweit, gibt aber Ausnahmen wie Washington DC in USA).
 
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