Genau das ist das Problem. Der Kapitalismus wird noch unser Untergang sein. Alleine am Wohnungsmarkt sollte der letzte Idiot merken, dass dieses System grundlegend verdorben ist. Stattdessen schützt man noch die Investoren und stellt sich auf ihre Seite. Ekelhafte FDP-Rhetorik vom Feinsten.
Man sollte Ursache und Wirkung halt schonmal kennen bevor man herumtönt. Wer hält nochmal gleich die Zinsen künstlich niedrig und druckt Geld wie heu? Ich frage mich manchmal ernsthaft ob einige das 1x1 von BWL bzw. VWL noch verstehen. Wenn die Zinsen über so einen langen Zeitraum so niedrig sind und Geld gedruckt wird, dann ist es doch klar, dass Sachwerte und Aktien steigen und dazu gehören auch Immobilien. Und steigen die Immobilienpreise, dann steigen auch die Mieten. Das Geld wird sich immer seinen Weg bahnen.
Und der Kapitalusmus ist überhaupt nicht unser Untergang. Es wäre nur zur Abwechslung ganz nett wenn die Politiker mal wieder simple Marktregeln verstehen würden und diese nicht ständig außer Kraft setzen. Billiges Geld setzt falsche Anreitze und fördert Zombiwirtschaft und Zombiunternehmen. Ständige Rettungen vor irgendwelchen Pleiten verzerren ebenfalls das Gebilde und fördern verantwortungsloses Handeln. Deswegen muss man wieder zu den normalen Kaufmannsregeln zurück und die heißen:
1) Geld hat seinen Preis -> der Zins
2) Pleiten müssen möglich sein auch bei Staaten und auch Banken, denn für den Kapitalismus sind Pleiten und die Angst vor Pleiten etwas ganz elementares und selbstheilendes
3) Eine Währung muss zum Wirtschaftsraum passen. Das ist beim Euro nicht der Fall. Für uns zu schwach für den Süden zu stark. Also Auflösen in 2 bis maximal 3 Währungsverbünde
Neben diesen Maßnahmen die für sich die Immobilienpreise massiv drücken würden könnte man natürlich auch andere Maßnahmen im Land noch zusätzlich treffen, z.B.
1) Angebot erhöhen -> also bauen auch sozial geförderten Wohnungsbau
2) Baukosten runter, Energieeinsparung gut und schön aber es macht keinen Sinn für die letzten 10% Optimierung bei der energetischen Sanierung so viel überproportional Geld auszugeben. Dann lieber die Anforderungen etwas runter nehmen
3) Mehr Bauland ausweisen
4) Baurecht massiv entschlacken und schneller Baugenehmigungen vergeben
5) Umland attraktiver machen durch Breitbandausbau, Ausbau öffentlicher Nahverkehr und Ansiedeln von Ärtzten, Apotheken etc. Man hat seit mehr als einem Jahrzehnt den ländlichen Raum komplett vernachlässigt und jetzt wundern sich alle, wieso die Menschen in die Städte wollen
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Hier wurde schon mehrfach darauf hingewiesen, dass es eine Spekulationsblase ist und der Wert der Immobilien nur auf dem Papier existiert. Der Markt regelt sich auch nicht selber, was ja gerne mantraartig behauptet wird. 
