Volksentscheid in Berlin: Umwandlung von Wohnungen in Sozialwohnungen

Die gehen halt nicht auf die Straße für guten Lohn.
Gerade die Bereiche die eigentlich rummotzen sollten wie Pflege, Zeitarbeiter, Gastro usw bewegen sich gar nicht.
Ich sehe hier nur die relativ gut verdienenden, die wirklich streiken usw. Metallindustrie kloppt sich um jeden Cent bei den Tarifen, Lokführer, Piloten, die alle kämpfen um ihr Geld, ist auch richtig so. Der Rest macht keine Anstalten, geht dafür aber auf alles andere los was teurer wird.

Wenn altenpfleger mehr verdienen ,
müssen die Bewohner mehr bezahlen.

Ein Awo heim hat mal ihre Leute und Bewerber monatlich 500 Euro brutto mehrLohn geboten , bekamen auf einmal viele Bewerbungen und die benötigte Fachkräfte, aber eigenanteil der Bewohner sind dafür stark gestiegen, und die Angehörigen haben ihre alten in billigere Heime gesteckt.(wo die Mitarbeiter wenig verdienen und die Rendite stimmen muss, kapitialismus raubzug an Pflegebedürftige ;) )

Pflegeversicherung ist ja gedeckelt, alles was drüber geht, muss man selber zahlen.

Jede 2 te Bewohner bekommt Sozialhilfe , weil die rente nicht reicht und die Vermögen aufgebraucht wurde ( glaube 3000 Euro darf man behalten, alles was drüber geht ob Haus etc. Aufbrauchen)

Bsp Artikel
AWO-Seniorenheimen 500 Euro pro Monat teurer - MOZ.de
 
Zuletzt bearbeitet:
Problem = zu wenig Geld, wenn die keine 3000€ Netto heim bringen, können sie sich ne vernünftige Wohnung in der Stadt bald nicht leisten.

Deine Vorstellungen geht mal wieder an der Realität vorbei. Normal sind 1700€ Netto.
Verguetung:
1700 Euro netto sind Mittelmass, 3000 Euro gut, 7500 Euro sehr gut


Gerade die Bereiche die eigentlich rummotzen sollten wie Pflege, Zeitarbeiter, Gastro usw bewegen sich gar nicht.

Was daran liegt, das diese mit kriminell ausgebeutet werden und wie Sklaven gehalten werden. Es ist z.B. die Regel, dass Urlaubsanträge ohne Datum bei der Bewerbung ausgefüllt werden müssen, damit diese dann später Krankenscheine ersetzen können um sich das Krankengeld zu sparen. Damit wird illegal der tatsächliche Urlaub deutlich reduziert.
Die dunkle Seite der Zeitarbeit - ZDFmediathek

Ich gehe doch auch nicht gegen Nvidia demonstrieren wenn deren Grafikkarten mir zu teuer sind, ich gehe und sorge dafür das ich Geld verdiene, angemessen für meine Arbeit bezahlt werde und dann gugge was ich mir schönes leisten kann..

Man kann sich auch einfach eine AMD-Karte kaufen. Genauso wie mir der überteuerte Apple-Schott ins Haus kommt.
 
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Die gehen halt nicht auf die Straße für guten Lohn.
Gerade die Bereiche die eigentlich rummotzen sollten wie Pflege, Zeitarbeiter, Gastro usw bewegen sich gar nicht.
Ich sehe hier nur die relativ gut verdienenden, die wirklich streiken usw. Metallindustrie kloppt sich um jeden Cent bei den Tarifen, Lokführer, Piloten, die alle kämpfen um ihr Geld, ist auch richtig so. Der Rest macht keine Anstalten, geht dafür aber auf alles andere los was teurer wird.
Wenn Deutschland so eine Moser-Gesellschaft wäre, dann hätten wir hier auch längst Proteste, wie in Frankreich.
Nach deiner Logik dürfte sich überhaupt niemand beschweren, wenn irgendwas teurer wird, erinnert mich an so manche Sprüche konservativer CSUler.
Du bist halt auch einer, der den Umstand der über 15 Jahre lang systematisch abgestoßenen Sozialwohnungsbauten, gänzlich ignoriert.^^
 
Wenn Deutschland so eine Moser-Gesellschaft wäre, dann hätten wir hier auch längst Proteste, wie in Frankreich.
Nach deiner Logik dürfte sich überhaupt niemand beschweren, wenn irgendwas teurer wird, erinnert mich an so manche Sprüche konservativer CSUler.
Du bist halt auch einer, der den Umstand der über 15 Jahre lang systematisch abgestoßenen Sozialwohnungsbauten, gänzlich ignoriert.^^

Franzosen meckern nicht, die zünden Autos an und schmeißen alles was fliegen kann. Wir hier nicht.
Nach meiner Logik müsste sich der beschweren, der zu wenig für seine Arbeit erhält. Teuer wird sowieso alles und darauf haben wir einen minimalen Einfluss, wenn überhaupt. Aber den eigenen Verdienst bestimmt man immer noch selbst - wie man arbeitet, wie man verhandelt, will man Überstunden schieben oder nicht, will man Karriere machen oder woanders die Zeit reinstecken, all das entscheidet über das, ob man Erfolg hat oder nicht. Es gibt natürlich Sachen die man nicht kontrollieren kann - wenn ich jetzt von nem Auto überfahren werde, ist mir mein Verdienst auch egal.

Und nur weil DKK007 sagt das 1700€ normal sind (Netto), muss man das ja nicht normal finden.
Zu den Zeiten wo der € rauskam waren 1700€ halbwegs gut. Jetzt, wo der € ordentlich an Wert verloren hat, wo alles gestiegen ist im Preis (egal ob durch $USD oder andere Einflüsse usw.) sehe ich das als unterste Grenze an, womit man mit einem Eigenheim noch leben kann - und sich wenigstens was für nen kurzen billigen Urlaub und notwendige Reparaturen zurücklegen kann. Zur Miete sind 1700€ Netto nicht mehr normal, sondern zu wenig. Für mich sind 2500-3000€ Netto halt genau der Mittelstand - das ist das, was man eigentlich in der Mitte verdient zwischen den Gutverdienern und den Geringverdienern mit Mindestlohn. Deutschland war immer für den Mittelstand bekannt. Für Leute die sich was aufbauen und leisten können. Die ohne fettes Vermögen, aber die, die mehr als eine 0 am Monatsende übrig haben ohne hart zu sparen.

Und was die Ausbeutung angeht - die Leute lassen sich ausbeuten. Hier gibt es mehr als genug Gesetze dagegen, hier gibt es Gerichte und Gerichtskostenbeihilfe, hier gibt es freie Wahl bei dem Beruf usw. Niemand muss sich hier ausbeuten lassen, aber einige beschließen es doch mitzumachen. Die EU ist komplett offen, Deutsche sind überall willkommen, wer will, kann hier wunderbar mitschwimmen und das recht gut.
 
Weil sie keine Wahl haben. Es kommt fast keiner von Zeitarbeit in einen festen Job.

Außerdem musst du bedenken, das auf die 3000€ Netto noch etwa 1500€ Steuern draufkommen. Jobs mit 4500€ Brutto sind selbst für Akademiker selten.
 
Weil sie keine Wahl haben. Es kommt fast keiner von Zeitarbeit in einen festen Job.

Außerdem musst du bedenken, das auf die 3000€ Netto noch etwa 1500€ Steuern draufkommen. Jobs mit 4500€ Brutto sind selbst für Akademiker selten.

So selten sind die nicht mehr, aber natürlich in jeder Region unterschiedlich. Gerade die MINT Berufe - da verdient man ordentlich.
Dazu kommt das es sehr viele Leute gibt die studieren und entsprechend in diesen Berufen hinterher arbeiten und den Markt mitbestimmen - denn sie bezahlen die Preise und sorgen entsprechend für den Druck aufm Markt.
Jemand mit 3000€ Netto kann sich auch 18€/m² kalt leisten. Nicht günstig, aber seine 45m² kriegt der bezahlt, so 1000€ warm was da rauskommt und der ist bei seinen 30% vom Einkommen.
Pärchen holen sich halt was größeres, wenn beide gut verdienen.

Und wegen Zeitarbeit schrieb ich ja - das ist zum überbrücken da während man eine Vollzeitstelle sucht, das ist ja nicht dazu da, um von Zeitarbeit in dem Betrieb dann Vollzeit machen zu können. Hier wird ja auch alles mögliche gesucht, jeder Betrieb jammert über Fachkräftemangel, überall sind offene Stellen. Eine Wahl hat jeder, die Frage ist halt ob man dafür kämpft und sich bewegt oder einfach nur die Füße stillhält und sich ausbeuten lässt.
Ich sehe auch keine Nachrichten das sich hier Arbeitnehmer gegen unbezahlte Überstunden usw. wehren, sollten die aber.
Mal sehen wann die aufwachen und am Wirtschaftswachstum mitverdienen wollen.
 
Du blendest aber auch die Realität etwas aus.

3000 Euro netto oder mehr,
verdient nur eine ganz geringe Minderheit.

Ihr dürft Euch mal nicht auf den Quark des statistischen Bundesamt berufen.
In diese Statistiken gehen auch die Einkommen aller Megareichen, Beamten usw. ein.
damit wird der Durchschnitt doch völlig verfälscht. :daumen2:
 
In diese Statistiken gehen auch die Einkommen aller Megareichen, Beamten usw. ein.
damit wird der Durchschnitt doch völlig verfälscht. :daumen2:
Es wird der Median, auch mittlere genannt, genommen, nicht der Durchschnitt. Den Unterschied sollte man schon in der Schule gelernt haben. Auf die schnelle und auch wenn die Zahlen von 2014 sind und nur Vollzeitarbeitnehmer berücksichtigt: Loehne: Auf einen Blick - so verdient Deutschland - SPIEGEL ONLINE

€: mittlere Nettoeinkommen (Haushalt), nominal - Hans-Boeckler-Stiftung
Dauerhaft Arme und Reiche in Gesamtdeutschland - Hans-Boeckler-Stiftung
Kreise - Hans-Boeckler-Stiftung
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Median ist nur ein statistischer Trick, um den Aufwand der Datenerfassung in Grenzen zu halten.

Einen wirklich räpresentativen Durchschnittswert ermittelt man damit nicht.
 
Was der Median tatsächlich nicht abbilden kann ist ein Schrumpfen der Mittelschicht. Denn im Endeffekt gibt er immer deren Einkommen an ohne ihre Größe sonderlich zu berücksichtigen.
 
Schaue dir doch die Lindnerlarve etwas genauer an,

dann wirst du erkennen,

welche Positionen diese Partei überhaupt vertritt.

Der Lindner ist halt auch ein extremer Narzisst (was man aber wohl als marktgeile Wirtschaftsnutte auch Minimum ein gutes Stück weit zwingend sein muss), in seiner Welt kann er gar nicht falsch liegen und die FDP ist unter ihm zur lindnerrischen one man show geworden.
 
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Es wird der Median, auch mittlere genannt, genommen, nicht der Durchschnitt. Den Unterschied sollte man schon in der Schule gelernt haben. Auf die schnelle und auch wenn die Zahlen von 2014 sind und nur Vollzeitarbeitnehmer berücksichtigt: Loehne: Auf einen Blick - so verdient Deutschland - SPIEGEL ONLINE

€: mittlere Nettoeinkommen (Haushalt), nominal - Hans-Boeckler-Stiftung
Dauerhaft Arme und Reiche in Gesamtdeutschland - Hans-Boeckler-Stiftung
Kreise - Hans-Boeckler-Stiftung

Die politische Ecke lass ich hier mal aus.
Aber Median ist im Jahre 2017 bei 2990€ Brutto gewesen. Das ist schon n paar Jahre her, der liegt drüber. Und sollte noch höher liegen.
Geringverdiener sollte es wirklich nur unter Nebenjobbern, Studenten in Teilzeit, Azubis usw. geben. Wer Vollzeit für den Chef buckelt, sollte auch was aufm Konto sehen, wo auch ne 3 davor steht.

Dann reichen auch die vorhandenen Sozialwohnungen locker aus, wenn diese von Leuten bewohnt werden die auf soziale Leistungen angewiesen sind - Arbeitslose, Leute mit Behinderung und Rentner die leider nix angespart haben. Leute die in Vollzeit arbeiten haben in sozialen Wohnungen nicht viel zu suchen, wenn sie nicht gerade 4 Kinder und ne arbeitslose Frau usw. haben.

Reichtum und Wachstum halbwegs über alle Schichten verteilen sollte doch gehen wenn die Leute ihre Hintern hochkriegen (von alleine passiert das niemals, man muss heutzutage für das was einem zusteht schon was tun).
Und 3000+ Netto verdienen gar nicht mal so wenige aktuell wenn man sich umsieht. Man darf halt nicht nur bei sich guggen, EU hat offene Grenzen, viele arbeiten für Firmen im nahen Ausland usw, manche sogar außerhalb der EU.
 
DWer Vollzeit für den Chef buckelt, sollte auch was aufm Konto sehen, wo auch ne 3 davor steht.
Und jetzt erkläre einem mal bitte, wie die meisten Vollzeit-Arbeitnehmer mit 3000€ nach Hause gehen können sollen, ohne dass die Preise absolut durch die Decke schießen und man Deutschland als Wirtschaftsstandort (dank der EU und der Globalisierung) noch unattraktiver macht. Ich arbeite schon in einem "besseren" Beruf, der am Ende aber doch auch eher wieder Durchschnitt ist. Wie sieht es da nur mit Friseuren, Büroangestellten, Pflegekräften, Angestellten im Einzelhandel, Reinigungskräften, Wachleuten etc. aus? Ist ja toll wenn man 3000€ verdienen würde - dann zahlst du hinterher aber nicht mehr 18€ für den Haarschnitt, sondern mindestens 50...

Das eigentliche Problem sind nicht die Löhne (wenn überhaupt, dann das immernoch existente starke Lohngefälle Ost-West), es sind bloß geldgierige Immobilienbesitzer bzw. Immobilienkonzerne mit ihren übertriebenen und sozial unverantwortlichen Renditeerwartungen.

Nichts ist aktuell so dermaßen von Preissteigerungen oder hohen Preisen betroffen, dass es großflächig Existenzen bedrohen kann. Nirgendswo - Lebensmittel sind billig, die Strompreise sind auch (noch...) sehr gut bezahlbar, Wasser ist billig, Nahverkehr ist billig und die soziale Förderung ermöglicht selbst Geringverdienern und Arbeitslosen ein angemessen würdevolles Leben. Einzig über den Wohnraum wird richtig Kasse gemacht, während man immer mehr Existenzen bedroht.

cryon1c schrieb:
Dann reichen auch die vorhandenen Sozialwohnungen locker aus, wenn diese von Leuten bewohnt werden die auf soziale Leistungen angewiesen sind - Arbeitslose, Leute mit Behinderung und Rentner die leider nix angespart haben. Leute die in Vollzeit arbeiten haben in sozialen Wohnungen nicht viel zu suchen, wenn sie nicht gerade 4 Kinder und ne arbeitslose Frau usw. haben.
Es sollte prinzipiell günstigen Wohnraum für jedermann geben - und nicht nach Sozialwohnung oder nicht unterschieden werden.
Nur so als Tipp - aber in West-Berlin hat man damals eine Fehlbelegungsabgabe eingeführt und damit eine unglaubliche Ghettobildung provoziert, weil Leute ohne Wohnberechtigungsschein weggezogen sind. Die Ergebnisse siehst du in bestimmten Kiezen von Vierteln wie Berlin-Neukölln, Berlin-Wedding, Berlin-Hohenschönhausen... Hohe Arbeitslosigkeit, hohe Kriminalität, vergleichsweise viele schlechte Schulabschlüsse und geringe Zukunftschancen.

Stellt man bestimmte Wohnungen nur einkommensschwächeren (und damit auch sozial schwächeren) Bewohnern zur Verfügung erreicht man alles - aber keinen sozialen Mix.

cryon1c schrieb:
Und 3000+ Netto verdienen gar nicht mal so wenige aktuell wenn man sich umsieht. Man darf halt nicht nur bei sich guggen, EU hat offene Grenzen, viele arbeiten für Firmen im nahen Ausland usw, manche sogar außerhalb der EU.
Kleiner Tipp: Es gibt noch mehr wie genug Leute, für die es so etwas wie eine Heimat gibt, aus der man nicht wegziehen will.
Berlin entwickelt sich zwar immer mehr zum absoluten Drecksloch für soziale Experimente wo nichts mehr funktioniert und wo es auch keine Regeln und Gesetze mehr gibt, aber wegziehen tue ich hier nur über meine Leiche.
 
Zuletzt bearbeitet:
Franzosen meckern nicht, die zünden Autos an und schmeißen alles was fliegen kann. Wir hier nicht.
Nach meiner Logik müsste sich der beschweren, der zu wenig für seine Arbeit erhält. Teuer wird sowieso alles und darauf haben wir einen minimalen Einfluss, wenn überhaupt. Aber den eigenen Verdienst bestimmt man immer noch selbst

[citation needed]

Für gewöhnlich bestimmt der Arbeitgeber den Verdienst, genauso wie der Vermieter die Miete bestimmt. Ersteres zu beeinflussen ist für viele quasi unmöglich - ob letzteres auch, wird sich zeigen. Zumindest die Berliner Mieter scheinen da aber mehr Potential zu sehen und als "Mieter" ist man halt auch eine weitaus größere, schlagkräftigere Gemeinschaft als "Angestellte von Zeitarbeitsfirma XY".


Und wegen Zeitarbeit schrieb ich ja - das ist zum überbrücken da während man eine Vollzeitstelle sucht, das ist ja nicht dazu da, um von Zeitarbeit in dem Betrieb dann Vollzeit machen zu können. Hier wird ja auch alles mögliche gesucht, jeder Betrieb jammert über Fachkräftemangel, überall sind offene Stellen.

Auch hier wären ein paar Quellen nötig. Ich sehe nur verdammt wenig offene, gut bezahlte Stellen von jammernden Firmen, die offen für Quereinsteiger sind. Eigentlich jammern nur die, die für wenig Geld Leute mit spezifisch passender Ausbildung und einschlägiger Berufserfahrung suchen, bevorzugt 5 Jahre in einem 2 Jahre alten Berufsbild, während der Großteil der Firmen durchaus gut versorgt ist. Z.B. mit Zeitarbeitern, die stellenweise 20-50% der Belegschaft ausmachen. Viel Spaß eine Vollzeitstelle zu suchen, die niemand anbietet...

Ich sehe auch keine Nachrichten das sich hier Arbeitnehmer gegen unbezahlte Überstunden usw. wehren, sollten die aber.

DU siehst auch keine Nachrichten über Massenentlassungen, Stellenabbau, Ausgliederung und Verlagerung ins Ausland. Würdest du sehen, was abläuft, würdest du vielleicht auch mal was verstehen.


Was der Median tatsächlich nicht abbilden kann ist ein Schrumpfen der Mittelschicht. Denn im Endeffekt gibt er immer deren Einkommen an ohne ihre Größe sonderlich zu berücksichtigen.

Der Median bliebe bei einer schrumpfenden Mittelschicht nur dann konstant, wenn diese sich 50:50 in Unter- und obere Klasse teilt. Macht sie aber nicht, die Zahl der Verlierer überwiegt und damit sinkt auch der Median. Bei der Diskussion um sozialan Notstand wären erste Quartil und z.T. erstes Centil natürlich trotzdem interessanter; wer ein Medianeinkommen hat, dem geht es ja meist schon ganz gut.


Aber Median ist im Jahre 2017 bei 2990€ Brutto gewesen.

Quelle.?!
Das wesentlich leichter zu findende Netto-Medianäquivalenzeinkommen lag jedenfalls bei 1600 € für Singles, was um die 2600 Brutto sein sollte, und 3400 € für Familien, was in Anbetracht der anderen Steuerklassen und Freibeträge auf ein ähnliches Brutto pro Nase hinausläuft. In Berlin, um das es hier ja immer noch primär geht, jeweils 100 € weniger, womit bei einer mondänen 1000 € Wohnung und arbeitsbedingten Fahrtkosten beim Single noch ungefähr ein HartzIV-Regelsatz zum leben und den von dir vorgeschlagenen Urlauben übrig bliebe. :stupid:

Dann reichen auch die vorhandenen Sozialwohnungen locker aus, wenn diese von Leuten bewohnt werden die auf soziale Leistungen angewiesen sind - Arbeitslose, Leute mit Behinderung und Rentner die leider nix angespart haben. Leute die in Vollzeit arbeiten haben in sozialen Wohnungen nicht viel zu suchen, wenn sie nicht gerade 4 Kinder und ne arbeitslose Frau usw. haben.

Vier Kinder sind unüblich, aber arbeitslose Lebenspartner nicht. Das kann immer und jederzeit und wenn man keine gesuchte Ausbildung hat vor allen Dingen auch immer wieder vorkommen. Man kann aber nicht alle naslang umziehen, also muss man so wohnen, dass man auf so eine Situation vorbereitet ist.

Und 3000+ Netto verdienen gar nicht mal so wenige aktuell wenn man sich umsieht. Man darf halt nicht nur bei sich guggen,

Schon klar. Sondern bei dir. Da findet man dann viele Bonzen...
 
[citation needed]

Für gewöhnlich bestimmt der Arbeitgeber den Verdienst, genauso wie der Vermieter die Miete bestimmt. Ersteres zu beeinflussen ist für viele quasi unmöglich - ob letzteres auch, wird sich zeigen. Zumindest die Berliner Mieter scheinen da aber mehr Potential zu sehen und als "Mieter" ist man halt auch eine weitaus größere, schlagkräftigere Gemeinschaft als "Angestellte von Zeitarbeitsfirma XY".




Auch hier wären ein paar Quellen nötig. Ich sehe nur verdammt wenig offene, gut bezahlte Stellen von jammernden Firmen, die offen für Quereinsteiger sind. Eigentlich jammern nur die, die für wenig Geld Leute mit spezifisch passender Ausbildung und einschlägiger Berufserfahrung suchen, bevorzugt 5 Jahre in einem 2 Jahre alten Berufsbild, während der Großteil der Firmen durchaus gut versorgt ist. Z.B. mit Zeitarbeitern, die stellenweise 20-50% der Belegschaft ausmachen. Viel Spaß eine Vollzeitstelle zu suchen, die niemand anbietet...



DU siehst auch keine Nachrichten über Massenentlassungen, Stellenabbau, Ausgliederung und Verlagerung ins Ausland. Würdest du sehen, was abläuft, würdest du vielleicht auch mal was verstehen.




Der Median bliebe bei einer schrumpfenden Mittelschicht nur dann konstant, wenn diese sich 50:50 in Unter- und obere Klasse teilt. Macht sie aber nicht, die Zahl der Verlierer überwiegt und damit sinkt auch der Median. Bei der Diskussion um sozialan Notstand wären erste Quartil und z.T. erstes Centil natürlich trotzdem interessanter; wer ein Medianeinkommen hat, dem geht es ja meist schon ganz gut.




Quelle.?!
Das wesentlich leichter zu findende Netto-Medianäquivalenzeinkommen lag jedenfalls bei 1600 € für Singles, was um die 2600 Brutto sein sollte, und 3400 € für Familien, was in Anbetracht der anderen Steuerklassen und Freibeträge auf ein ähnliches Brutto pro Nase hinausläuft. In Berlin, um das es hier ja immer noch primär geht, jeweils 100 € weniger, womit bei einer mondänen 1000 € Wohnung und arbeitsbedingten Fahrtkosten beim Single noch ungefähr ein HartzIV-Regelsatz zum leben und den von dir vorgeschlagenen Urlauben übrig bliebe. :stupid:



Vier Kinder sind unüblich, aber arbeitslose Lebenspartner nicht. Das kann immer und jederzeit und wenn man keine gesuchte Ausbildung hat vor allen Dingen auch immer wieder vorkommen. Man kann aber nicht alle naslang umziehen, also muss man so wohnen, dass man auf so eine Situation vorbereitet ist.



Schon klar. Sondern bei dir. Da findet man dann viele Bonzen...

Quelle?
Wurde hier vor kurzem gepostet, der Kollege hat das rausgemacht, habs aber noch offen *ätsch*
Loehne: Auf einen Blick - so verdient Deutschland - SPIEGEL ONLINE

Bitte sehr. 2017, Medianeinkommen: 2990€, Durchschnittslohn 3441 und das ist schon 1,5 Jahre her.

Und ich sehe ganz genau was abläuft. Paketboten die 8h ankreuzen und 12h arbeiten und so ihren Lohn unter den Mindestlohn drücken. Pfleger die andere Hintern abwischen, aber ihren eigenen Hintern nicht hochbekommen um zu streiken usw. Es gibt so viele Beispiele wo die Arbeiternehmer sich wie Sklaven benehmen und sich dann wundern wenn sie wie eben besagte Sklaven behandelt werden.

Ich sehe halt verdammt viele offene Stellen, auch bei uns wird gesucht - Quereinsteiger (ist praktisch die gesamte Firma), wird ordentlich bezahlt, aber man muss schuften.
Perfektes Englisch + weitere Fremdsprache (muss nicht deutsch sein), ordentliche Skills, Erfahrung muss sein. Auch die Plattform mit der wir arbeiten, sucht noch wie bekloppt und bietet sogar Hilfe an beim Umzug und Dokumenten, aber die Liste ist trotzdem elend lang, 3 Seiten und die stehen unter Amazon und zahlen richtig gut (IT halt). Augen auf, gut bezahlte Stellen gibt es immer wieder, verdammt gut bezahlte Stellen mit irren Gehältern erwähne ich mal nicht, weil das wirklich für 0,00001% der Bevölkerung erreichbar ist, aber gut bezahlt ist immer drin.

Der Arbeitgeber bestimmt nichts. Ich bin nach einer Messe mit dem Chef einfach mal abends aufs Sofa und wir haben das verhandelt. Ich weiß das meine Kollegen in den USA etwas mehr bekommen und Kollegen in OstEuropa und außerhalb der EU etwas weniger. Jeder verdient was anderes, auch die Kollegen hier - jeder hat eine andere Summe. Der einzige Fall wo man seinen Verdienst NICHT verhandelt, ist bei dem Tariflohn - da haste den Tarif, fertig. Aber wer Tariflohn bekommt, ist meist nicht schlecht dabei und die kämpfen auch für jeden Cent, was in anderen Bereichen wie gesagt einfach nicht passiert.

Und an den Poster über dir^:
Berlin und Drecksloch? Berlin ist ne wahnsinnsgeile Stadt, weltoffen, nicht total zugebaut mit Hochhäusern (sieh dir mal die chinesischen Städte an, da kriegste ja das kalte kotzen, unten kommt die Sonne für 10min an und das auch nur bei geilem Wetter und wenn kein Smog in der Luft ist), saugeiles Essen, halbwegs nette Leute. Die paar Ecken und Kanten wie die veralteten Züge bei der U-Bahn, Uber was den Taxifahrern im Nacken sitzt und dem nie fertig werdenden Flughafen - die gehören zu der Stadt, die haste in jeder Metropole, irgendwas ist immer. Aber die Leute leben Berlin, alles was nicht nach Bayern rammelt, rammelt nach Berlin, die Lebensqualität ist enorm gestiegen dort, alle geilen Shops, Clubs usw. sind immer noch dort. War erst letzte Woche dort und zur Twitchcon auch und allgemein besucht man Berlin öfters. Mir ist die Stadt einfach zu breit, zu groß an sich, aber das ist bei weitem nicht der letzte Ort auf der Liste wo ich wohnen würde wenn es sich lohnt. Es gibt viele gute Gründe warum Berlin boomt, gerade weil da die Mieten verdammt niedrig waren - man hat also ordentlich verdient und fast nix für die Bude bezahlt, man lebte da wie ein König verglichen mit anderen Metropolen - und das ändert sich nun.
 
Ich sehe halt verdammt viele offene Stellen, auch bei uns wird gesucht - Quereinsteiger (ist praktisch die gesamte Firma), wird ordentlich bezahlt, aber man muss schuften.
Perfektes Englisch + weitere Fremdsprache (muss nicht deutsch sein), ordentliche Skills, Erfahrung muss sein.
:wall:
Und das schüttelt natürlich auch mal so mir nichts, dir nicht jeder aus dem Ärmel. Es bleibt dabei: Du bist ein neureicher Schwätzer dem sein Erfolg zu Kopf gestiegen ist und der meint, weil er ein paar mal im Leben Glück hatte, dass es nur alle anderen so machen müssen und denen geht es genauso wie ihm.
Das erinnert mich aber auch wieder an Ungleichland, wo diese Art von Leuten sich dann hinstellt und eine "Charity" Veranstaltung gibt, die selber wiederrum von der Steuer abgesetzt werden kann, um der Welt zu zeigen wie großzügig sie sind, sich ansonsten aber nur in ihren elitären Kreisen und Zirkeln bewegt und so tut, als ob Mieten von 20€+ das normalste der Welt sind und die Leute sich nur mal so nicht haben sollten.
 
weitere Fremdsprache (muss nicht deutsch sein)

Leute für die Deutsch eine Fremdsprache ist, haben es überhaupt schwer einen Job zu bekommen.

Zitat des Tages:
https://www.jungewelt.de/bibliothek/zitat/ schrieb:
Das allerdings war und ist fehlgeleitet.
Der »Wirtschaftsweise« Lars Feld kritisiert im Interview mit der Welt (Donnerstagausgabe) den Versuch der »Verfassungsväter und -mütter«, mit dem Artikel 14 des Grundgesetzes »Unternehmen auf eine soziale Verantwortung zu verpflichten«.
Das allerdings war und ist fehlgeleitet.
 
Zuletzt bearbeitet:
:wall:
Und das schüttelt natürlich auch mal so mir nichts, dir nicht jeder aus dem Ärmel. Es bleibt dabei: Du bist ein neureicher Schwätzer dem sein Erfolg zu Kopf gestiegen ist und der meint, weil er ein paar mal im Leben Glück hatte, dass es nur alle anderen so machen müssen und denen geht es genauso wie ihm.
Das erinnert mich aber auch wieder an Ungleichland, wo diese Art von Leuten sich dann hinstellt und eine "Charity" Veranstaltung gibt, die selber wiederrum von der Steuer abgesetzt werden kann, um der Welt zu zeigen wie großzügig sie sind, sich ansonsten aber nur in ihren elitären Kreisen und Zirkeln bewegt und so tut, als ob Mieten von 20€+ das normalste der Welt sind und die Leute sich nur mal so nicht haben sollten.

Nö, das erlernt und erarbeitet man sich von klein auf. 3-4 Sprachen auf einem perfekten Level, Skills aus verschiedenen Bereichen (gibt es nur mit Erfahrung aus den Bereichen, einiges wird einem halt nicht im Studium beigebracht) und alles andere - da arbeitet man gezielt drauf hin. Das hat nichts mit Glück zu tun. Und ich bin auch nicht reich, im Gegensatz zu dem Immobilienmagnat aus Ungleichland.

Ich bin einfach nur der Meinung, das man gefälligst für das Privileg zahlen soll, mitten in der Metropole zu wohnen, wenige Meter von seiner Arbeit entfernt und mittendrin in der Kultur usw.
Das ist überall auf der Welt so, nicht nur bei uns. Silicon Valley ist auch irre teuer, aber für die Leute die da arbeiten - nicht wirklich, denn sie können es sich leisten. Und wir können es uns hier auch leisten, bei dem Erfolg den wir hier haben.
 
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