Volksentscheid in Berlin: Umwandlung von Wohnungen in Sozialwohnungen

Das Einkommen sollte nicht die Wohnungsgröße bestimmen. Jeder sollte eine angemessene Wohnung haben. Noch besser wäre, jeder hätte ein vergleichbares Einkommen.
 
Aber irgendwo hat er auch recht, es gibt viel zu wenige moderne Wohnungen in der Größe 35qm und ähnlich.
 
Sollte Enteignung ein Thema sein, wird Berlin sich so tief verschulden das es kracht. Deutsche Wohnen hat da knapp 100.000 Wohnungen, zu den aktuellen Marktpreisen sind das Milliarden, wie viele davon in Berlin stehen müsste ich nachsehen. Wird auf jeden Fall nichts vernünftiges.

Das muss sich Berlin überhaupt nicht verschulen. Bei der Enteignung müssen keine marktüblichen Preise gezahlt werden. Da tut es wie in den 90ern bei der Treuhand auch die Symbolische Mark.
Währen dann also 100.000€, das sollte sich auch Berlin leisten können.

Davon können alle nur profitieren. Du wirst da kaum einen finden, der davon einen Verlust hat.
Ansonsten kannst du den sicher persönlich mit Namen benennen. ;)
 
Das muss sich Berlin überhaupt nicht verschulen. Bei der Enteignung müssen keine marktüblichen Preise gezahlt werden. Da tut es wie in den 90ern bei der Treuhand auch die Symbolische Mark.
Währen dann also 100.000€, das sollte sich auch Berlin leisten können.

Davon können alle nur profitieren. Du wirst da kaum einen finden, der davon einen Verlust hat.

Die Firmen werden für die Wohnungen eben marktübliche Preise verlangen und das ist aktuell richtig viel Geld. Das wird nie passieren das die Enteignung ohne vernünftige, marktübliche Entschädigung stattfindet - also zwischen 5000 und 8000 pro m² aktuell, kannst dir ja ausrechnen wie teuer das wird.
 
Doch das passiert an anderer Stelle, wenn Autobahnen gebaut werden oder ein Tagebau erweitert wird auch regelmäßig.

Es reicht, wenn Berlin einfach ein Gesetz macht, die Wohnungen werden für einen € pro Wohnung in den Landesbesitz überführt. Da können die Immobilienspekulanten protestieren wie sie wollen. Wer jahrelang Gewinne auf kosten anderer gemacht hat, muss auch mit den Verlusten leben können.

Mit irgendwelchen Aktionären muss man da auch kein Mitleid haben, schließlich können die ihre Aktien jetzt immer noch verkaufen, bis der Volksentscheid abgeschlossen ist.
 
Doch das passiert an anderer Stelle, wenn Autobahnen gebaut werden oder ein Tagebau erweitert wird auch regelmäßig.

Es reicht, wenn Berlin einfach ein Gesetz macht, die Wohnungen werden für einen € pro Wohnung in den Landesbesitz überführt. Da können die Immobilienspekulanten protestieren wie sie wollen. Wer jahrelang Gewinne auf kosten anderer gemacht hat, muss auch mit den Verlusten leben können.

Mit irgendwelchen Aktionären muss man da auch kein Mitleid haben, schließlich können die ihre Aktien jetzt immer noch verkaufen, bis der Volksentscheid abgeschlossen ist.

Es wird immer nach dem Marktwert entschädigt. Hallo. Sozialismus ist tot, wir leben im Kapitalismus. Solche Ansagen schaden der Wirtschaft enorm, selbst wenn sie nicht umgesetzt werden, das sorgt dafür das da ordentlich Panik entsteht und das kostet am Ende richtig viel Geld - weil Fehler gemacht werden etc.
Also so schon mal nicht. Und schon gar nicht für Wohnungen wo investiert wurde, diese lassen sich die Firmen ordentlich was kosten und wenn sie nicht ordentlich bezahlt werden, gibt es da richtig Ärger.

Und ein Gesetz? Weißte wie lange das dauert? Und wie die Wirtschaft dagegen kämpfen wird? Da kannste so was im Jahre 2025 haben.

Und da hängen auch Investoren aus dem Ausland mit, mit denen sollte man sich auch nicht verscherzen, sonst sinkt die Investitionsbereitschaft massiv und wir haben dadurch mehr Nachteile als Vorteile.

Ich sehe die Enteignung kritisch. Wir haben die Wohnungen selbst an sie verkauft. Sollen sie diese doch behalten und auf dem Markt anbieten, man kann neu bauen und man wird neu bauen müssen.
 
Verkehrsministerium: 200 Enteignungen fuer den Strassenbau - Politik - Tagesspiegel
Aber ich vergaß: Das sind die guten Enteignungen.

Es wird immer nach dem Marktwert entschädigt.
Der in seiner jetzigen Form nicht Aussagekräftig ist, da künstlich durch Spekulation aufgebläht. Ansonsten: Schloss Reinhardsbrunn wurde auf Grundlage des Thüringer Denkmalschutzgesetz vor kurzem ohne Entschädigung enteignet, nachdem der Eigentümer es über Jahrzehnte hat verfallen lassen und der Freistaat selber schon Geld in die Hand genommen hat, um das ganze zu sichern und das Dach zu reparieren, damit es nicht komplett verfällt.

Und da hängen auch Investoren aus dem Ausland mit, mit denen sollte man sich auch nicht verscherzen, sonst sinkt die Investitionsbereitschaft massiv und wir haben dadurch mehr Nachteile als Vorteile.
Man fragt die Frösche nicht, ob man einen Sumpf trocken legt.

Ich sehe die Enteignung kritisch.
Stimmt, man muss nicht enteignen, es gäbe noch andere Mittel um regulierend einzugreifen. Da könnte man sich z.B. am ehemaligen Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz orientieren und den Wohnungskonzernen etwas in der Form auferlegen: https://www.bundestag.de/resource/b...eec8839fb2aef36b9c83/wd-7-006-13-pdf-data.pdf
Gewinnverzicht: Dividendenbeschränkung auf 4% um eine verdeckte Gewinnausschüttung an die Gesellschafter zu unterbinden, Preisbindung (Kostendeckungsprinzip des § 7 Abs. 2 WGG)
Bauverpflichtung: Verpflichtung im Sinne einer volkswirtschaftlichen Bedarfsdeckungswirtschaft Wohnungen zu erstellen
Zweckbindung der Mittel: notwendige Ergänzung der Dividendenbegrenzung im Falle der Liquidation eines gemeinnützigen Wohnungsunternehmens
Eigentum zu haben, vorallem als Konzern, heißt nicht, damit immer tun und lassen zu können, wonach es einem gerade beliebt. Vorallem wenn dazu noch eine marktbeherrschende Stellung kommt und/oder es um Grundversorgung und Recht auf Wohnen geht.

[...] man kann neu bauen und man wird neu bauen müssen.
Aber mit Sicherheit nicht so wie bis jetzt: Wohnraumoffensive: Steuererleichterungen fuer Luxuswohnungen | ZEIT ONLINE
 
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Ich bin nicht gegen Enteignung an sich, aber gegen Enteignung wenn wenn es nicht nötig ist. Die Straße kann man nur halbwegs gerade verlegen und muss schauen wie man die am besten legt, Umwege anzulegen kostet mehr als das Grundstück zu kaufen oder über Enteignung zu entschädigen wenn der Besitzer sich weigert. Da wird auch GEBAUT.
Hier geht es aber darum, die Wohnungen bzw. Häuser einfach zu übertragen ohne das da was sinnvolles rauskommt. Hier schadet man also einem Unternehmen einfach weil man Bock drauf hat billig zu wohnen, an den Häusern wird eh nix gemacht (schon gar nicht in Berlin wenn da erstmal Milliarden dafür ausgegeben werden). Die Konzerne hingegen halten die Häuser modern was ungemein wichtig ist, viele dieser Häuser sind extrem alt und ich finde es super wenn hier modernisiert wird und nicht z.B. wie in Russland einfach gnadenlos abgerissen und dann in hässlich neu gebaut.

Und diese Frösche investieren hier massiv Geld und sind eng mit dem Markt verknüpft. Investoren sehen es gar nicht gerne wenn man denen ans Bein pinkelt. Und das Geld was sie haben, tragen sie dann woanders hin, die EU ist groß. So viel dazu. Will man es sich nicht mit Bauherren und Investoren verscherzen, sollte man so was tunlichst vermeiden. Hier geht es um Milliarden, nicht um eine Hinterhof-Firma mit ner Garage als Hauptsitz!

Aufgebläht oder nicht, der Marktwert ist halt der Marktwert, so viel sind die Wohnungen aktuell wert wenn man sie anbieten würde. Der Staat kann den Markt nicht einfach ignorieren, das hat böse Folgen.

Und aktuell wird ordentlich gebaut.
Das einzige was nicht gebaut wird, sind kleine Wohnungen mit geiler Ausstattung, aber halt für Leute die keine 100-200m² benötigen. 35-45m² sollte es auch geben für Studenten, Singles (davon haben wir ja immer mehr und alleine auf 100+m² rumgurken - das brauchen nur wenige Leute und die können sich das auch leisten).
1-2 Raum muss gebaut werden, aber keine Plattenbauten mehr, sondern vernünftige Häuser mit hochwertiger Ausstattung, energetisch sparsam, sie müssen ans Glasfasernetz angeschlossen werden usw. Ich rede hier nicht von billigen Bruchbuden wo man froh ist das die Rauhfasertapete noch klebt und der Wasserhahn nicht tropft.
Gleich kommt wieder das "mimimi": Fußbodenheizung, fette Fenster und Video-Gegensprechanlage braucht kein Schwein und billigster PVC-Boden verlegt von OstEuropäern und das schief und wellig tut es ja auch, Hauptsache noch den letzten € von der Kaltmiete runtersäbeln..
Wir werden aber sehen was gebaut wird. Wenn die Steuererleichterung nicht gedeckelt ist, wird dort ALLES eingebaut was man in die Hütte einbauen kann - Kamin, elektrische Rolladen, Whirlpool, alles was sich zu Geld machen lässt und die Rendite steigert. Weil der Markt es will, die oberen 10% sind richtig scharf drauf und auf die richten sich diese Neubauten.
 
Wer braucht schon irgendwelche Investoren, die ihr Schwarzgeld bunkern wollen. Wenn man die verschreckt, hat die organisierte Kriminalität gleich einen Ort weniger, wo sie Geschäfte machen kann.

Weil der Markt es will, die oberen 10% sind richtig scharf drauf und auf die richten sich diese Neubauten.

Genau das ist das Problem. Wenn man gesetzlich Regelt, das mit Immobilen kein Gewinn mehr gemacht werden darf, hat sich das aber ganz schnell erledigt.

Die 10% können sich ihr Haus nämlich auch komplett selbst bauen.
 
Der Immobilienmarkt ist aber überwiegend in privater Hand. Genossenschaften sind nicht mehr so groß. Sehr viel was neu gebaut wurde, gehört Investoren.
Und das bleibt auch so.

Die Mieten kann man ja regulieren und es gibt schon sehr viele Sachen die Mieter schützen und Vermieter bremsen.
Ein wenig finetuning und sehr sehr viel mehr bauen und dann hat sich das Problem auch erledigt.
 
Wer im Home Office arbeitet, verdient meist auch mehr als ordentlich und kann sich auch 100m² leisten
Wer im HomeOffice arbeitet, kann auch an den Stadtrand ziehen. Da spielen Arbeitswege keine/nur eine geringe Rolle.

cryon1c schrieb:
Wer unbedingt mitten in einer Großstadt leben will, kann sich auch in eine 35m² Wohnung quetschen als Single, es sei denn der will mehr verdienen und mehr ausgeben. Ist in vielen Städten längst Realität :)
Verstehst du es nicht? Willst du die ganzen Normalverdiener aus der Stadt vertreiben und/oder zu extrem langen Arbeitswegen zwingen? Gerade in Zeiten der Verkehrswende, wo man allen am liebsten das Auto verbieten wollen würde, eine ganz blöde Idee.
Angesichts dessen wäre es dringend nötig, auch für Normalverdiener die Arbeitswege möglichst kurz zu halten.

Übrigens... Selbst wenn man sich auf 45m² beschränkt, zahlt man stattliche 675€ Miete. Das ist für 45m² irre... Genau wie 525€ für 35m². Bezogen auf deine von dir als normal bezeichneten 15€/m².
Niemand braucht die schei* Luxussanierungen, die zum Großteil nur deshalb gemacht werden, weil man die Sanierungskosten dauerhaft umlegen kann und damit die Miete bzw. Rendite dauerhaft extrem steigert. Da bringts auch nen Pups, wenn die Höhe auf 8% gedeckelt ist...

Und eine energetische Sanierung zumindest in Form einer Wärmedämmung ist in Zeiten der Energiewende eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Neben der Miete kommen noch Kosten für Mobilität, Heizen, Strom, Wasser, (Gas), Essen, Trinken, Kleidung und Hygiene etc. dazu. Das sind alles die absoluten Mindestkosten um überleben zu können. Dann kommen noch natürlich Kosten wie für Kinder oder Partner, wo es schon ethisch unterste Schublade wäre, diese Möglichkeit nur Gutverdienern und Reichen zuzusprechen, und andere soziale Kosten (bspw. Vereine) hinzu. Will man noch halbwegs am modernen Alltag teilnehmen können werden GEZ, Internet, Fernsehen, Handy fällig. Und dann, weil der Staat einen zunehmend im Stich lässt, kommen noch Kosten wie eine private Altersvorsorge auf einen zu. Von solchen Dingen wie einem Bausparkredit, um eventuell mal den Traum, dem Mietmoloch entkommen zu können, verwirklichen können, mal ganz abgesehen.

Und dann will man von seinem Geld auch noch etwas Freizeit genießen und ein Hobby betreiben können, damit man wenigstens das Gefühl hat, dass sich der Arbeitsaufwand auch gelohnt hat (gerade im Niedriglohnsektor hat man mit Hartz IV oft mehr raus).
Glaubst du ernsthaft, ein Normalverdiener mit seinen 1500-1600€ Netto (und ein beträchtlicher Teil viel, viel geringeres Einkommen...) könnte all diese Kosten bei deinen irren Mietvorstellungen noch unter den Hut bringen?

cryon1c schrieb:
Wir haben hier teils massiven Platzüberschuss für die Singles. Oma lebt in ihrer 120m² 3-Zimmer Wohnung weiter weil die nach dem Umzug in eine 45m² Wohnung praktisch die gleiche Miete zahlen würde - weil sie halt einen alten Mietvertrag hat mit einer Kaltmiete die man aktuell höchstens irgendwo im Dorf findet.
Gut verdienende Singles und Pärchen holen sich auch recht dicke Wohnungen.
Wird bei mir genau aufs Gleiche hinauslaufen. Solange mich eine kleinere Wohnung mit ähnlicher Ausstattung, Lage und Verkehrsanbindung nicht bedeutend weniger kostet ziehe ich hier garantiert nicht aus, das wäre dumm. Wärmedämmung, Kabelinternet, großer Balkon, gut verlegter normaler Fußboden im Treppenhaus und Fahrstuhl.

Und Pleite ist die Wohnungsbaugenossenschaft trotz der geringen Mietpreise trotzdem noch lange nicht - genauso wenig, wie die Wohnungen absolute Dreckslöcher sind (Man könnte den Eindruck bekommen, du denkst sowas von Wohnungen, die auf solch einem sozial verträglichen Level vermietet werden...), kaum modernisiert werden und noch auf dem Stand der 70er Jahre sind. Ganz im Gegenteil - man modernisiert angemessen und sozial verträglich (selbst der Mietpreis bei einer Neuvermietung für eine ähnliche Wohnung liegt nur bei knapp über 600€ warm...).

Ein Kollege wird demnächst umziehen und zahlt für zwei Zimmer und 50m² 620€ kalt - in Stadtrandlage (Spandau). Das ist doch irre...

cryon1c schrieb:
Da biste 150€ + Fahrkosten für das Konzert los und 1500€ für das Festival los bei aktuellen Preisen. Freien Eintritt gibt es dort nur dann, wenn man die richtigen Leute kennt oder mit bestimmten Personen ins Bett geht, ansonsten darf man blechen.
Wer da also nicht genug Geld verdient, kann sich solche Veranstaltungen knicken und wird sozial durchfallen.
Sorry, die Realität sieht nunmal so aus, dass sich viele gerade aufgrund ausufernder Mietpreise in Relation zum Einkommen solche Veranstaltungen schon garnicht mehr leisten können.
Das scheinen solche HomeOffice-Hipster und Gutverdiener wie du scheinbar nicht zu verstehen. :ka:

Nirgendswo sind die Preise so dermaßen stark gestiegen wie bei den Mieten - die Konzerne stopfen sich auf Kosten der Allgemeinheit (= höhere Kosten für diverse Zuschüsse) die Taschen voll, während alle anderen Preise nicht mal im Ansatz in solch einem Maße gestiegen sind.
Und Wohnen ist ein Grundbedürfnis, welches man sich genauso wenig wie Lebensmittel knicken kann. Was man sich knicken kann sind preislich zunhemend überzogene Festivals, extravagante Restaurants/Cafes, oder irgendwelchen sonstigen Luxus wie Video-Gegensprechanlagen oder Kokosfußböden, wo die Preise in der Tat ähnlich wie bei den Wohnkosten völlig in durch die Decke geschossen sind.

Zeit ist genauso unersetzlich - dementsprechend witzig finden das immer mehr Leute, weit über eine Stunde am Tag innerhalb einer Stadt pendeln zu müssen, weil Immobilienkonzerne sich auf unverantwortliche Weise die Taschen vollstopfen.
Ist ja nicht so als würde die Deutsche Wohnen oder Vonovia kurz vor einem Verlust stehen - nein, man hört jedes Jahr von immer höheren Gewinnen in Multimillionenhöhe - ergo stopfen sich die großen Wohnungskonzerne völlig ohne Grund die Taschen immer weiter voll.

Und man muss nicht auf extrem teure Veranstaltungen gehen um nicht sozial durchzufallen. Solche besonderen/teuren Veranstaltungen wie sind eigentlich eher die seltene Ausnahme vom Alltag... Nur scheinen immer mehr Leute völlig verzogene Vorstellungen vom Lebensalltag zu haben - Gerade achso liebe Studenten, die immer rumflennen sie hätten kein Geld, sind aber jedes Wochenende besaufen... 1500€ + Fahrtkosten ist eigentlich schon ein Preisbereich, wo Normalverdiener schon ziemlich lange drauf sparen müssen (die Leute, die ich bisher so kennengelernt habe und solch eine Summe aus dem Ärmel schütten können, kann ich an einer Hand abzählen...). Wer nur mit solchen Summen sozial leben kann, sollte eher mal sein eigenes Sozialverhalten (und auch die Erwartungen) überdenken.

Seit Wochen versuchen dir hier mehrere Leute anhand mehr oder weniger detaillierten Praxisbeispielen zu erklären, weshalb deine Lebensvorstellungen, deine Vorstellungen von angemessenen Mieten und deine entsprechenden Lösungsvorschläge weit ab von der Realität sind. Und der Lerneffekt ist wie beim Thema Internet bei dir gefühlt Null. Irgendwie stellt sich bei mir langsam der Eindruck ein dass man mit dir nicht diskutieren kann - ich würds ja am liebsten sein lassen - nur kann man deine... Vorstellungen einfach nicht so stehen lassen.

Sorry, aber ich muss Nightslaver da mal zitieren:
Nightslaver schrieb:
Mal wieder etwas ernsthafter, sorry, aber du hast für mein Dafürhalten einfach massiv einen an der Waffel
 
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Jap, hat aber nix mit Vonovia, Deutsche Wohnen & co die hier über Enteignung erleichtert werden sollen.
Clans werden eh von der KriPo usw. verfolgt, da spielt das Finanzamt mit, das hat hier mit der Sache nicht viel zu tun - abgesehen vll. von deren Effekten auf den Wohnungsmarkt für Ausländer die sich da überwiegend eine Wohnung mieten.

@iGameKudan

Naja die 1500 sind für das Wave Gotik Treffen mit 5 Festivaltagen über Pfingsten, das ist kein billiger Spaß. Ticket allein kostet um die 150 und da fängt es erst an, was denkste was Hotels in Leipzig zu Pfingsten machen - die verdoppeln die Preise und schmeißen sogar Leute raus die billig gebucht haben. Entweder pennst im Zelt und siehst entsprechend aus (kannste aufm Wacken bringen) oder du machst was gemütliches.
Aber auch andere Events in anderen Bereichen sind doch genauso teuer. Geh mal die Gamescom in Köln besuchen, da weißte auch was Hotel oder AirBNB kostet und alles andere. Und du willst ja Spaß haben und nicht auf einer mitgebrachten Gurke vor dem Eingang rumknabbern weil das Essen drin unbezahlbar ist.

Die Preise sind in allen Bereichen hart gestiegen. Strom kostet irre viel wenn man viel braucht (Videoequipment, Studioleuchten usw. - klar, machen nur wenige Leute, aber das knallt wenn du die Abrechnung siehst), Fahrkosten steigen jedes Jahr, Hotelpreise sind keinen Cent gefallen, eher gestiegen und zu Großevents verdoppeln sie sich, Smartphones über 1000€, andere Hardware war zwischenzeitlich auch schweineteuer (RAM hat sich beruhigt, der Rest noch nicht).
Du siehst das einfach nur falsch. Gugg mal wie teuer der Strom in 15 Jahren geworden ist, so in %-Zahl und gugg mal wie die Mieten gestiegen sind. Nur beim Strom wird der Preis alle paar Jahre angepasst, bei der Miete wohnst du billig für lange bis es eben Zeit wird für eine Mieterhöhung, die klatscht dich dann auch vom Stuhl wenn du das nicht erwartest und die Preise nicht kennst. Wäre die alle 2 Jahre oder so um 1€ gestiegen, hätten die Leute sich schon längst dran gewöhnt und was billigeres gesucht wenn sie es nötig haben.

Die 15€/m² sind ja auch keine Wunschvorstellung von mir, sie sind real, so real wie der Bildschirm auf dem du das lesen kannst. Und die werden nicht fallen. Selbst wenn Berlin jetzt 100.000 Wohnungen kauft, das reicht vll für 200.000-250.000 Menschen, vielleicht 300.000 wenn es nur große Wohnungen sind. Dann sind die Voll und das Spiel geht in 4 Jahren von vorne los. Rund 40.000 Leute ziehen pro Jahr nach Berlin, mal mehr, mal weniger, aber die Stadt boomt, kannste ja mal rechnen. Und wenn da erstmal mehr billiger Wohnraum da ist, ziehen noch MEHR dahin bis der vollgestopft ist. Und der Rest der Wohnungen wird dadurch ja nicht billiger. Ich rede über Realität, über das was mittlerweile normal ist, auch wenn du mich für verrückt halten magst (sei dir gegönnt),
Hier mal was reales:
https://www.immobilienscout24.de/ex...-3dc8-a714-66f690266255&searchType=district#/
17,44€ pro m² für eine stinknormale Wohnung, 75m² ohne Luxus. Dafür halt Charlottenburg.
Oder hier:
https://www.immobilienscout24.de/ex...-34ed-934b-0231721cbbd9&searchType=district#/
15,33€ pro m². Berlin Mitte. So was ist auf dem Markt, das sind auch nicht die teuersten Wohnungen, kein Luxus drin.
Sobald die Gegend etwas besser ist und es keine Bruchbude ist, biste bei 15€+.
Billige Wohnungen gibts da:
https://www.immobilienscout24.de/ex...-3366-9027-8cc028c4eb78&searchType=district#/
Marzahn, da haste deine 6€ pro m², dafür wohnst du auch in Marzahn in einem hässlichen Hochhaus. Wenn das an der Reihe ist für die Modernisierung und wenn die gut gemacht wird (das Haus ist nicht alt, aber da kann schon was gemacht werden), hüpft die Miete auch auf 11-12€ und du darfst zusehen wie du deinen Hintern die 12km in die Innenstadt bekommst durch den Stau.

Ich kann es den Konzernen nicht übel nehmen, das ist deren einziger SINN und ZWECK, Geld machen, auf legale Weise. Wenn Amazon, Google oder Netflix mit mir Geld verdienen und die Preise anziehen (Prime, Netflix Abos usw.) - who cares, ich bekomme Leistung, der Service wird ausgebaut, warum also nicht mehr zahlen. Das ist bei der Wohnung nicht anders, wenn sich die Lebensqualität verbessert dann zahle ich auch. Wenn es mir nicht passt, muss ich das Angebot vom Vermieter nicht (mehr) wahrnehmen.
 
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Nirgendswo sind die Preise so dermaßen stark gestiegen wie bei den Mieten - die Konzerne stopfen sich auf Kosten der Allgemeinheit (= höhere Kosten für diverse Zuschüsse) die Taschen voll, während alle anderen Preise nicht mal im Ansatz in solch einem Maße gestiegen sind.
Dazu passt auch: Deutsche Wohnen in Berlin: So funktioniert das Geschaeftsmodell - zulasten der Mieter | Berliner Zeitung
Die börsennotierte Deutsche Wohnen vermeldet immer wieder steigende Gewinne – doch diese werden zulasten der Mieter erwirtschaftet. So investiert das Unternehmen im Vergleich zu den sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften deutlich weniger Geld in die Instandhaltung seiner Immobilien. Die Ausgaben für Modernisierungen, die sich dagegen auf die Miete umlegen lassen, sind beim größten Privat-Vermieter Berlins sehr viel höher als bei den kommunalen Unternehmen.
[...]
Der Berliner Mieterverein (BMV) kritisiert die Deutsche Wohnen. „Die Bewirtschaftungsstrategie spricht eine deutliche Sprache“, sagt BMV-Geschäftsführer Reiner Wild. „Möglichst wenig Geld für nicht mietwirksame Instandhaltungen und Instandsetzungen ausgeben und dann später mit mietentreibenden Modernisierungen die unterlassene Instandhaltung aufholen.“
[...]

und weil man den Hals nicht voll genug bekommen kann: Konflikt um Berliner Mietspiegel: Die Deutsche Wohnen gibt nicht nach - Berlin - Tagesspiegel

Und du willst ja Spaß haben und nicht auf einer mitgebrachten Gurke vor dem Eingang rumknabbern weil das Essen drin unbezahlbar ist.
Man kann also nur mit dort gekauftem Essen Spaß haben? Interessant...

Smartphones über 1000€,
Ja ne, ist klar. Smartphones kosten natürlich immer über 1000€. Alles was weniger kostet, ist ja schließlich keines. :rollen:
 
Zuletzt bearbeitet:
Dazu passt auch: Deutsche Wohnen in Berlin: So funktioniert das Geschaeftsmodell - zulasten der Mieter | Berliner Zeitung


und weil man den Hals nicht voll genug bekommen kann: Konflikt um Berliner Mietspiegel: Die Deutsche Wohnen gibt nicht nach - Berlin - Tagesspiegel


Ja ne, ist klar. Smartphones kosten natürlich immer über 1000€. Alles was weniger kostet, ist ja schließlich keines. :rollen:

Klar kannste auch n Smartphone für 150€ kaufen. Aber man sieht das die Preise steigen für die dicken Dinger und der Markt sie kauft. Jeder Konzern sucht erstmal einen Sweetspot, wo sich der Kunde noch nicht schreiend davonmacht und bezahlt. Davon gibt es viele Beispiele. Alleine die RTX Grafikkarten, Nvidia lotet aus wie teuer sie die verscherbeln können.
Das ist ganz natürlich für jeden Konzern, die sind ja nicht dafür da, uns am Rücken zu kraulen - die sind dafür da, um Gewinne zu machen mit Produkten die die Kunden bezahlen. Wo ist jetzt der Unterschied zwischen ner teuren 2080Ti und ner teuren Wohnung in guter Lage? Aus der Sicht der Firma - es gibt keinen, Ware ist Ware und Gewinn ist halt Gewinn.

Dazu passt auch die Strategie - warum irgendwelche Kleinigkeiten reparieren wenn man die gesamte Anlage im Zuge der Modernisierung eh ersetzt und sich das Geld wiederholt? Da kann man sich Kommentare wie: "Das ist aber asozial hoch10!!!11" sparen, ist halt so wie es ist. Das geht so weit wie der Markt das halt regelt - also so wie die Leute das bezahlen. Wenn sie aufhören diese Mieten zu bezahlen, gehen die auch mit der Zeit runter. Ohne Mieter keine Gewinne die von den Mietern bezahlt werden, so einfach ist das.
 
Sozialismus ist tot, wir leben im Kapitalismus.
Genau das ist das Problem. Der Kapitalismus wird noch unser Untergang sein. Alleine am Wohnungsmarkt sollte der letzte Idiot merken, dass dieses System grundlegend verdorben ist. Stattdessen schützt man noch die Investoren und stellt sich auf ihre Seite. Ekelhafte FDP-Rhetorik vom Feinsten.
 
Aus der Sicht der Firma - es gibt keinen, Ware ist Ware und Gewinn ist halt Gewinn.
Und der Mensch wird zum Humankapital degradiert. Willkommen in der totalitären und menschenverachtenden Verwertungslogik des Kapitalismus. Verwerten bis die Knochen brechen und das Blut spritzt. :-$

PS: Und um noch einen draufzusetzen: YouTube

Wenn sie aufhören diese Mieten zu bezahlen, gehen die auch mit der Zeit runter. Ohne Mieter keine Gewinne die von den Mietern bezahlt werden, so einfach ist das.
Genau. Einfach aufhören irgendwo zu Wohnen. Obdachlosigkeit für jeden, da gehen schon irgendwann und wenn die Sterne gut stehen, mal die Mieten runter. :ugly: :schief:
 
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