Ich sagte den für mich bestmöglichen Job. Nicht den besten Job in der Stadt. Und dann hab' ich ein Problem, wenn sich ausgerechnet dort keine Wohnung finden lässt.
Ach, weil die Mietpreise ja nur in den Metropolen am explodieren sind.

Augsburg ist immernoch eine Großstadt und obwohl das Lohnniveau dort bayernweit am niedrigsten ist, sind auch dort die Mietpreise schon seit Jahren mehr und mehr gestiegen:
Augsburg:
Immobilien in Augsburg werden immer teurer - Lokales (Augsburg) - Augsburger Allgemeine
Ich komme auch aus einer ländlichen Region und hier kannst du eine Wohnung für unter 1000€ pro qm absolut knicken.
Anderswo sieht's wieder anders aus, da sind Wohnungen deutlich günstiger, i.d.R. weil die Gemeinden in Bauplätze investieren.
Überall wo das nicht gemacht wird, hast du auf dem Land genauso schlechte Karten.
Wer redet von 100.000 Wohnunten pro Stadt nur für diese 1 Mio.?
Natürlich hat man auch viel zu wenige Wohnungen, darauf ist jetzt wohl auch der letzte CSUler gekommen. Aber die Flüchtlinge werden ja auch auf dem Land verteilt. Hätte man damals die Sozialwohnungen nicht abgestoßen, wäre übrigens jetzt auch grade dann mehr Platz...
Eure heißgeliebten Linken? Fangen wir jetzt wieder mit dem Schubladendenken an?
Es gab in den 90ern mehr als 3 Millionen Sozialwohnungen, diese Zahl hat sich inzwischen halbiert. Seitdem sind auch die Mietpreise teils um bis zu 80% gestiegen und für Geringverdiener wird Wohnen in der Stadt mehr und mehr zum purem Luxus.
Dass günstiges Wohnen in Großstädten eben sehr wohl erschwinglich sein kann, zeigt übrigens schon seit Jahren die Stadt Wien: Dort gehört jede vierte Wohnung der Stadt. Überall dort, wo der Immobilienmarkt fast vollständig in Privathänden ist, ist Wohnen drastisch teurer.
Richtig, weil Privatfirmen nunmal ihre Bilanzen im Sinn haben und die Geld damit verdienen wollen.
Nur ist Wohnen keine Handelsware, sondern ein Grundrecht, das jedem zustehen sollte.
Deswegen ist es auch ein Fehler, sowas fast ausschließlich Privatfirmen zu überlassen, weil die so oder so die Preise nach oben drücken - wie hier in München, wo Immobilienfirmen wie auch die Regierung mehr Interesse daran hat, Appartments für die reiche Oberschicht entstehen zu lassen, als dringend benötigten sozialen Wohnraum.
Also erstens mal sind 80.000€ für ein Grundstück ein absolutes Schnäppchen.
Zweitens, als Geringverdiener bringt mir das überhaupt nichts. Und selbst als Mittel bzw. Gutverdiener reicht irgend'ein persönliches Unglück (Scheidung, Arbeitsunfähigkeit ggf. eine Kombination aus beiden) und dann ist's ganz schnell aus mit dem Eigenkapital.
Drittens, zu Beginn meiner Berufsjahre muss ich ja auch irgendwo wohnen und leben. Habe ich einen bestimmten Beruf erlernt, finde aber keine Stelle in meiner Umgebung, muss ich woanders hinziehen, finde ich aber keine Wohnung, was dann?
Und viertens ist das allgemein eine ganz schöne Milchmädchenrechnung, in der wirtschaftliche Schwankungen nicht miteinbezogen werden. Wenn es so einfach ist, sich heutzutage ein Haus zu leisten, warum macht das dann nicht jeder so? Ganz einfach, weil sich nicht jeder einfach mal 100.000€ aus dem Ärmel schüttel kann.