Volksentscheid in Berlin: Umwandlung von Wohnungen in Sozialwohnungen

Passt eben gut zu dem was du und einige andere hier im Thread regelmäßig schreiben, oder wie würdest du dich politisch einordnen?

Also mein Parteiausweis sagt immer noch das ich bereits seit 2005 in der CDU wäre. :P

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Also mein Parteiausweis sagt immer noch das ich bereits seit 2005 in der CDU wäre. :P

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Nightslaver triggert mich wieder. :(

Die Schulen hier in Berlin liefern immer schlechtere Ergebnisse und sind im Allgemeinen im schlechten Zustand, die vernünftig ausgebildeten Lehrer verdrücken sich wegen der besseren Bezahlung UND der Verbeamtung in andere Bundesländer,
Das liest sich fast wie das, was die CDU hier in Thüringen in den 25 Jahren ihrer Regentschaft angerichtet hat und die erste Landesregierung unter Führung der Linkspartei, kaum hinterherkommt den Scherbenhaufen wieder zu richten.
 
Wie sehr es eine Regierung versaut kann man wie die Geschichte zeigt kaum an Links oder Rechts festmachen. ;)
 
Wie sehr es eine Regierung versaut kann man wie die Geschichte zeigt kaum an Links oder Rechts festmachen. ;)
Das du als Ex-Jungunionler eben der Union beispringst, war abzusehen. Die CDU hatte in den 25 Jahren ihrer Regentschaft vorallem Lehrer entlassen und zwar nicht nur solche, welche belastet waren.* Neueinstellungen sowie Verbeamtungen gab es die ganzen 25 Jahre so gut wie keine. Dadurch hat man nicht nur eine völlig überalterte Lehrerschaft, mit entsprechenden Unterrichtsausfällen, man kann auch sagen, dass eine ganze Lehrergeneration fehlt. Aber das ist Union für einen.
<<Der Mangel war absehbar>> (neues-deutschland.de)

*Treppenwitz: Ein mit Kreationisten kuschelnder ehemaliger Kultusminister und Ministerpräsident, hätte deswegen auch nie mehr Lehrer werden können in Thüringen.
 
Verzeihe mir, wenn ich jetzt zu faul bin alles zu zerlegen, ich versuche einfach mal das Ganze schrittweise abzuarbeiten.
Also gut, dann "darf" ich jetzt auch zu faul sein, rumzuquoten.

Die Zeiten, in denen du auch auf dem Land überall günstig wohnen konntest, sind schon lange Vorbei.
Selbst in Kleinstädten mit nicht viel mehr als 12.000 Einwohner sind die Wohnungspreise z.T. schon bei weit über 4000€ pro qm angestiegen.
Bauplätze und geschweige denn ein Eigenheim kannst du dir als Otto-Normalverdiener kaum noch leisten, das war vor gar nicht mal so langer Zeit anders.
Positiv sieht es dagegen in Gemeinen aus, die in Wohnflächen investieren.
Inzwischen sind sie auch in unserer Gegend auf dem Land draufgekommen, dass Arbeitsplätze in ansässigen Firmen nichts bringen, wenn niemand dort wohnen kann.

Das mit der Sparerei kannst du dir einfach knicken.
Meine Generation steht auf der Verliererseite was das anbelangt, die Zinspolitik der EU wird sich auch in den nächsten Jahren kaum ändern. Hast du Kinder, wird es schwierig sein, da Kapital beiseite zu schaffen. Oder Angehörige, die pflegebedrüftig sind oder du selber dringend Geld benötigst.
Ich kenne Leute, die arbeiten in München, finden dort aber schlicht keine Wohnung - und das obwohl sie Gutverdiener sind. Die fahren jeden Morgen fast zwei Stunden mit der Bahn zur Arbeit, plus nochmal zwei beim Rückweg. Hast du kein Auto und musst zwischen den Käffern auch noch mit dem Bus fahren hast du in unserem deutschen Nahverkehrsnetz schnell die Arschkarte gezogen, was bequeme Anfahrten angeht.

Ein weiterer Grund, warum das Bauen - zumindest in Bayern - auf dem Land so verdammt teuer ist, ist nunmal der Tatsache geschuldet, dass die CSU hierzulande die Grundstücke lieber an zahlungskräftie Firmen verhökert hat, die mit ihrem Flächenfraß nicht nur potentiellen Wohnraum, sondern auch Natur vernichten. Für Markus Söder - der zu dem Zeitpunkt ein so genannter "Heimatsminister" war - ein absolutes Armutszeugnis.

Und nochmal, auch wenn du es schlichtweg nicht wahrhaben willst: Der Grund für die Wohnungsnot ist neben den viel zu wenig vorhandenen Wohnungen numal, dass die ohnehin nicht vielen Sozialwohnungen verkauft wurden. Dein Vergleich mit dem Brot ist ja wohl das bescheuertste, was ich zum dem Thema je gehört oder gelesen habe.
Schau dir die Wohnsituation in den 90ern an oder einfach nur in Städten, die relativ viele Sozialwohnungen bereitstellen - überall dort ist Wohnen günstiger, auch für Geringverdiener leistbar. Nur Städten, mit besonders hoher Wohnprivatisierung haben dermaßen Probleme.

Der Wohnungsmangel ist einer der größten Versäumnisse, der gesamten Amtszeit von Merkel. Auf der einen Seite wurden Sozialwohnungen abgestoßen, auf der anderen aber keine neuen gebaut. Dann kamen später noch die Flüchtlinge dazu. Insbesondere im Zuge der Agenda 2010, durch die Löhne eher gesunken als gestiegen sind und das im Angesicht immer höherer Abgaben und Lebenshaltungskosten, wäre hier längst Handlungsbedarf gewesen.

Und was meine oder irgendeines politische Verortung angeht würde ich mich zurückhalten.
Mich hast du nie andere in politische Lager einordnen sehen, weil ich, ohne den Menschen nicht zu kennen, solche Urteile einfach nicht fällte. MMn gehört sich das nicht, egal ob ich oder jemand anders nun nach rechts oder links geschoben wird.
 
Das sehe ich irgendwie ein wenig anders, auch wenn man das nicht pauschalieren sollte, aber Bayern und BW stehen wirtschaftlich schon recht gut da, während z.B. Bremen das reinste Armenhaus ist.
Aber wie gesagt auch CDU Landesregierungen haben schon versagt, aber m.A. nach SPD geführte wesentlich häufiger in den einzelnen Bundesländern.

Auch freue ich mich gerade diebisch über die Rathaus Affäre bei mir vor Ort, könnte sein das Hannover nach 60 plus Jahren endlich mal kippt, vielleicht beschäftigt sich dann in Hannover mal Jemand mit Stadtentwicklung und den Problemen vor Ort und nicht wie seit 3 Jahren, mit der gendergerechten Sprache in der Stadtverwaltung und ihrer Umsetzung nach Außen.
 
Wieso soll ich meinen Mitgleidsausweis fotografieren?
Ich bekenne mich seit Jahrzehnten dazu, das in meinen Augen die CDU immer noch die bessere Politik für das Land macht, auf Landesebene und auch Kommunalebene habe ich mein Kreuz auch schon durchaus anders gesetzt, auch in der CDU gibt es genug Leute, die den Schuss nicht gehört haben und die muss man nicht unbedingt wählen und unterstützen.

Auch habe ich schon mal eine Zweitstimme der FDP gegeben, das wird mir allerdings nie wieder im Leben passieren, schließlich lernt man aus seinen Fehlern.....
 
Das sehe ich irgendwie ein wenig anders, auch wenn man das nicht pauschalieren sollte, aber Bayern und BW stehen wirtschaftlich schon recht gut da, während z.B. Bremen das reinste Armenhaus ist.
Wirtschaftlich steht Bayern wegen seiner zahlreichen ansässigen Großkonzerne natürlich sehr gut da und ich will die soziale Situation hierzulande nicht schlechter beurteilen, als anderswo in Deutschland.
Aber es nützt halt nichts, wenn riesige Firmen - z.B. Amazon - hier ihre Zelte aufschlagen und theoretisch für eine Menge Arbeitsplätze sorgen, aber sich keiner Wohnungen in deren Nähe leisten kann.
Da sind aber inzwischen viele Gemeinden und kleinere Städte draufgekommen und investieren nun mehr in sozialen Wohnungsbau, seither bessert sich das ein klein wenig.

Ein weiteres Problem ist eben der unnötige Flächenfraß, der eine Menge Natur vernichtet und Bauern hier Probleme bekommen.
Auch das hätte man leicht abmildern können, wenn z.B. Amazon oder BMW ihre Lagerhallen nicht so sehr in die Breite bauen würden, aber das ist wieder ein anderes Thema...
 
Amazon sagt dass Leute die Pakete packen und räumen in der Logistik arbeiten und nicht im Einzelhandel. Da kann ich ihnen nur zustimmen.

Was gewisse Strömungen in Lokal und Landespolitik an geht habe ich das Gefühl dass dort mehr nach der Mode der Zeit als nach Parteiideologie gearbeitet wird. Privatisieren war zwischendurch einfach "der heiße Scheiß", egal welches Parteibuch der Kämmerer/Minister hatte.
 
Ich wollte damit gar nicht ausdrücken, das in Bayern keine Fehler gemacht wurden, aber wenn man sich die Geschichte Bayerns und damit auch der CSU anschaut, haben sie seit sie die Regierung übernommen haben, wirtschaftliches doch viel richtig gemacht, allerdings nehmen sie sich von der "Korruption" nicht wirklich viel mit den Sozis aus z.B. NRW, hatten aber politisch und wirtschaftlich, messbar wesentlich mehr Erfolg.

Oh Gott, unser CDU Bürgermeister (Vorstadt von Hannover), hat trotz eindringlicher Warnung bei uns Amazon angesiedelt, das wird ihn mit zu 100% Sicherheit neben etlichen anderen Fehlern, seine Wiederwahl kosten.
Dort arbeiten ausschließlich Zeitarbeiter und noch kein Mitarbeiter, hat hier vor Ort mehr als 6 Monate erlebt, bevor er entlassen oder ausgetauscht wurde. Die örtliche Presse berichtet regelmäßig und ist da ziemlich auf Zack, die Bevölkerung ist stinksauer, weil nicht ein einziges Versprechen eingehalten wurde und jetzt der Klumpen mitten im Landschaftsschtuzgebiet steht. Aber wer nicht hören will, muss halt fühlen.
 
Amazon sagt dass Leute die Pakete packen und räumen in der Logistik arbeiten und nicht im Einzelhandel. Da kann ich ihnen nur zustimmen.

Was gewisse Strömungen in Lokal und Landespolitik an geht habe ich das Gefühl dass dort mehr nach der Mode der Zeit als nach Parteiideologie gearbeitet wird. Privatisieren war zwischendurch einfach "der heiße Scheiß", egal welches Parteibuch der Kämmerer/Minister hatte.
Viel privatisiert haben ja nicht nur Söder und Seehofer, nö, das ging schon mit Stoiber im großen Stil los.
Damals wurde er dafür viel gelobt, weil das eben eine Menge Geld in die Staatskassen spült und die Bilanzen gut aussehen lässt, was ja quasi eine Art "Benchmark" für eine Regierung ist.
Irgendwann bekam man aber die Auswirkungen davon zu spüren und seither finden eine Menge Leute das nicht mehr so toll...

Ich selbst habe ja die CSU nie gewählt. Und wenn man in Bayern sein Kreuzchen woanders als bei der CSU oder den Freie Wählern macht, gilt man in gewissen Kreisen fast als Hochverräter.:ugly:
Ist mir aber egal, mich bringen jedenfalls keine 20 Gäule dazu, schwarz zu wählen.:nene:
 
Also gut, dann "darf" ich jetzt auch zu faul sein, rumzuquoten.

Die Zeiten, in denen du auch auf dem Land überall günstig wohnen konntest, sind schon lange Vorbei.
Selbst in Kleinstädten mit nicht viel mehr als 12.000 Einwohner sind die Wohnungspreise z.T. schon bei weit über 4000€ pro qm angestiegen.
Bauplätze und geschweige denn ein Eigenheim kannst du dir als Otto-Normalverdiener kaum noch leisten, das war vor gar nicht mal so langer Zeit anders.
Positiv sieht es dagegen in Gemeinen aus, die in Wohnflächen investieren.
Inzwischen sind sie auch in unserer Gegend auf dem Land draufgekommen, dass Arbeitsplätze in ansässigen Firmen nichts bringen, wenn niemand dort wohnen kann.

Das mit der Sparerei kannst du dir einfach knicken.
Meine Generation steht auf der Verliererseite was das anbelangt, die Zinspolitik der EU wird sich auch in den nächsten Jahren kaum ändern. Hast du Kinder, wird es schwierig sein, da Kapital beiseite zu schaffen. Oder Angehörige, die pflegebedrüftig sind oder du selber dringend Geld benötigst.
Ich kenne Leute, die arbeiten in München, finden dort aber schlicht keine Wohnung - und das obwohl sie Gutverdiener sind. Die fahren jeden Morgen fast zwei Stunden mit der Bahn zur Arbeit, plus nochmal zwei beim Rückweg. Hast du kein Auto und musst zwischen den Käffern auch noch mit dem Bus fahren hast du in unserem deutschen Nahverkehrsnetz schnell die Arschkarte gezogen, was bequeme Anfahrten angeht.

Ein weiterer Grund, warum das Bauen - zumindest in Bayern - auf dem Land so verdammt teuer ist, ist nunmal der Tatsache geschuldet, dass die CSU hierzulande die Grundstücke lieber an zahlungskräftie Firmen verhökert hat, die mit ihrem Flächenfraß nicht nur potentiellen Wohnraum, sondern auch Natur vernichten. Für Markus Söder - der zu dem Zeitpunkt ein so genannter "Heimatsminister" war - ein absolutes Armutszeugnis.

Und nochmal, auch wenn du es schlichtweg nicht wahrhaben willst: Der Grund für die Wohnungsnot ist neben den viel zu wenig vorhandenen Wohnungen numal, dass die ohnehin nicht vielen Sozialwohnungen verkauft wurden. Dein Vergleich mit dem Brot ist ja wohl das bescheuertste, was ich zum dem Thema je gehört oder gelesen habe.
Schau dir die Wohnsituation in den 90ern an oder einfach nur in Städten, die relativ viele Sozialwohnungen bereitstellen - überall dort ist Wohnen günstiger, auch für Geringverdiener leistbar. Nur Städten, mit besonders hoher Wohnprivatisierung haben dermaßen Probleme.

Der Wohnungsmangel ist einer der größten Versäumnisse, der gesamten Amtszeit von Merkel. Auf der einen Seite wurden Sozialwohnungen abgestoßen, auf der anderen aber keine neuen gebaut. Dann kamen später noch die Flüchtlinge dazu. Insbesondere im Zuge der Agenda 2010, durch die Löhne eher gesunken als gestiegen sind und das im Angesicht immer höherer Abgaben und Lebenshaltungskosten, wäre hier längst Handlungsbedarf gewesen.

Und was meine oder irgendeines politische Verortung angeht würde ich mich zurückhalten.
Mich hast du nie andere in politische Lager einordnen sehen, weil ich, ohne den Menschen nicht zu kennen, solche Urteile einfach nicht fällte. MMn gehört sich das nicht, egal ob ich oder jemand anders nun nach rechts oder links geschoben wird.

Wie gesagt, ich habe eine Vielzahl von Kaufverträgen aus meiner Region gesehen, ich kenne die Preise besser als 99% der Personen die in meiner Region wohnen. Wir haben hier außerdem einige sehr große Firmen, die zum Teil Weltmarktführer in sehr speziellen Bereichen sind, sprich der Zugzug ist nicht allzu knapp.
Das Beispiel mit den 140k für 60qm stammt übrigens aus einer Stadt mit um den 20.000 Einwohnern in guter Lage und wie gesagt mit einer Vielzahl großer Firmen. Bauplätze sind hier gar kein Problem, das Problem ist es eine Baufirma zu bekommen.

Du brauchst nicht sparen, es ist deine eigene Entscheidung, aber bitte jammer dann nicht im Alter wie unfair alles doch ist, du hattest es selbst in der Hand.
Stimmt das tut sie, sollte die EU die Zinspolitik nicht ändern ist bei der nächsten Finanzkrise sowieso mit einem Ende des Euros zu rechnen, da die EZB ihr Pulver bereits verschossen hat.
München ist ein extrem schlechtes Beispiel, da selbst "Gutverdiener" bei den absurd hohen Lebenshaltungskosten zum Normalverdiener werden. Man sollte bei der Job Auswahl eben nicht nur auf das Gehalt schauen ;).

Ein Bauplatz wird ziemlich sicher immer an den Höchstbietenden verkaufen.

Nein, das ist nicht der Grund. Es ist völlig wurscht, in den ehemaligen Sozialwohnungen leben jetzt eben Leute die mehr verdienen, aber auch diese müssten sonst woanders wohnen, das Wohnproblem wäre noch genauso das Selbe. Es ist auch nicht zu beheben und zwar durch gar nichs, außer du könntest zaubern und ausreichend Bauunternehmen würden vom Himmel fallen, selbst, wenn die bürokratischen Hürden reduziert würden. Solange ein solch ungleiches Verhältnis existiert, ist es nur logisch, dass die Mieten immer weiter steigen werden.
Das einzig Richtige ist den Leuten klar zu machen, dass nicht jeder in den Großstädten wohnen kann.
Mir ist keine Einzige Großstadt bekannt die eine entspannte Wohnsituation hat.


Die Agenda 2010 war richtig und notwendig, nur angenehm war und ist sie nicht.
 
Das du als Ex-Jungunionler eben der Union beispringst, war abzusehen. Die CDU hatte in den 25 Jahren ihrer Regentschaft vorallem Lehrer entlassen und zwar nicht nur solche, welche belastet waren.* Neueinstellungen sowie Verbeamtungen gab es die ganzen 25 Jahre so gut wie keine. Dadurch hat man nicht nur eine völlig überalterte Lehrerschaft, mit entsprechenden Unterrichtsausfällen, man kann auch sagen, dass eine ganze Lehrergeneration fehlt. Aber das ist Union für einen.
Und während man in allen anderen Bundesländern mittlerweile wieder dazu übergegangen ist Lehrer zu verbeamten (verdienen tun die so oder so schon extrem gut...), sträubt sich unsere linke Regierung hier in Berlin weiterhin beharrlich gegen eine Verbeamtung und setzt stattdessen lieber auf Quereinsteiger anstatt auf qualifizierte Lehrkräfte (und die Ausbildung solcher). Behebt natürlich kurzfristig statistisch das Problem des Lehrermangels hier in Berlin, senkt die Unterrichtsqualität aber auch nachhaltig.

Mit der Quereinsteiger-Quote belastet man Schulen nur unnötig und zwingt, dadurch dass die Schulen ihr Budget statt für voll ausgebildete Lehrer für Quereinsteiger hergeben müssen, ggfs. voll ausgebildete Lehrer an... "schwierige" Schulen. Dass voll ausgebildete Lehrer sich, wenn sie sich schon die Berliner Probleme und das Angestelltenverhältnis antun, nicht freiwillig an Brennpunktschulen begeben und stattdessen lieber in ruhigere Länder gehen wo ihnen sogar die Verbeamtung winkt, ist wohl mehr wie verständlich.

Die Lösung kann es aber auch kaum sein, unbeliebte Schulen mit Quereinsteigern zu füllen und das Problem an solch schwierigen Schulen noch zu verschärfen. Man bräuchte einfach genug richtig ausgebildete Lehrer... Aber nein, das kostet mehr Geld wie eine Quote.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auf dem Land kann inzwischen auch nicht mehr jeder wohnen, also was soll eigentlich dauernd der Unfug, dass hier und dort diese und jene wohnen können und andere nicht?
Mal ganz betriebswirtschaftlich gesehen: Was macht denn eine Firma, wenn die Nachfrage das Angebot bei weitem übersteigt? Natürlich kann sie die Preise erhöhen. Sie kann aber auch das Angebot erhöhen. Indem sie investiert. Das ist aber den Immobilienfirmen hierzulande zu teuer.
Wäre anders, wenn der Staat die Zügel diesbezüglich in den Hand nehmen würde. Deshalb gibt es auch auch den sozialen Wohnungsbau, dass eben auch Menschen ohne hohes Einkommen sich eine Wohnung leisten können.

Dass der Wohnugnsmangel nunmal insbesondere für Geringverdiener ein Armutsrisiko ist, scheint dich garnicht zu interessieren. In dem "Worst-Case-Szenario" München wäre die Situation auch anders, wenn die dortige Regierung nicht jahrelang sozialen Wohnraum privatisiert hätte.

Ich tat mir als Student auch verdammt schwer, hier eine einigermaßen bezahlbare Wohnung zu finden. Noch dazu ist mein Vater selbstständig, das macht sich beim Antrag auf BAföG nicht so dolle.
Und ich habe hart dafür gearbeitet, hier studieren zu können, habe mein Abi über den zweiten Bildungsweg mit einem Notendurchschnitt von 1,6 nachgeholt, das ist auf der Berufsoberschule kein Zuckerschlecken.
Die LMU mit ihren Instituten und Einrichtungen ist deutschlandweit und auch international sehr beliebt, hier hast du viele Möglichkeiten die du an anderen Unis und FHs nicht hast. Selbiges gilt wieder für andere Unis in anderen Städten, die für gewisse Fachbereiche die besten Studiengänge bieten.
Der Punkt hier: Die Stadt - z.B. München - sieht das ja.
Sie wirbt selbst damit, eine große Universitätsstadt zu sein, mit Lernwilligen aus allen Bundes- und internationalen Ländern. Nur was nützt das, wenn sich es kaum noch jemand leisten kann, hier zu studieren weil er keine bezahlbare Bleibe findet?
Das, was Deutschland ja im Gegensatz zu anderen Ländern wie den USA oder England auszeichnet, ist, dass jeder, egal mit welchem sozialen oder finanziellen Hintergrund, die Möglichkeit besitzt, auch an den besseren Unis zu studieren, ohne ein Vermögen dafür ausgeben zu müssen.
Frei nach dem Motto, dass Bildung eben ein Grundrecht ist.
München hätte nun natürlich mehr in sozialen Wohnungsbau investieren können. Tat die Stadt aber nicht. Ergo ist es ja logisch, dass der Wohnraum fehlt. Ich frage mich immernoch, warum diese einfache Tatsache so schwer ist zu kapieren.:nene:

Dass du keine Stadt kennst, in der es noch "angenehme" Wohnsituationen gibt, liegt schlicht daran, dass es fast keine Städte mehr in Deutschland mit angenehmer Wohnsituation gibt - aus bereits zigfach durchgekauten Gründen.;) Aber wie gesagt: Schau dir Wien an, da sieht's komischerweise ganz anders aus...

Und eine Arbeitsmarktreform war damals natürlich notwendig; Aber die Agenda 2010 ist nichts anderes als pures Lohndumping gewesen.
Es gab in den 90ern Spitzenverdiener, die nun dank dieser knapp über der Armutsgrenze leben müssen. Die Abgaben wurden im Gegenzug nie gesenkt. Und noch dazu haben wir nun den so genannten "Fachkräftemangel", weil Firmen Arbeitsplätze in gewissen Bereichen deutlich weniger vergüten und sich für so ein Gehalt keiner mehr den Arsch aufreißen will. Stattdessen holen wir halt irgendwelche armen Teufel aus Osteuropa, die hierzulande ein bisschen mehr verdienen und locken so schön billige Arbeitskräfte an, die sich wunderbar ausbeuten lassen.

Die Agenda 2010 war der größte Schwachsinn, den Schröder abgezogen hat, neben dem Quatsch mit der Rieserrente und dem Hedgefonds. Die Lorbeeren dafür hat Merkel geerntet.
Und dann wundert sich noch jemand, wieso die SPD schon lange an ihrem Tiefpunkt angelangt ist.:schief:
 
Auf dem Land kann inzwischen auch nicht mehr jeder wohnen, also was soll eigentlich dauernd der Unfug, dass hier und dort diese und jene wohnen können und andere nicht?
Zumal man damit sich einen Berg anderer Probleme aufhalst, allen vorran in Form sozialer Segregation, wo Elendsviertel auf der einen und gated communities auf der anderen, die langfristigen Folgen sind.
 
Zumal man damit sich einen Berg anderer Probleme aufhalst, allen vorran in Form sozialer Segregation, wo Elendsviertel und gated communities die langfristigen Folgen sind.
Eben.
Es fördert eine Zweiklassengesellschaft, zwischen den Besser- und Geringverdienern. Da braucht sich auch wieder keiner zu wundern, warum der Mittelstand immer kleiner wird und die soziale Schere immer weiter auseinandergeht - und das bereits seit vielen Jahren.:schief:
 
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