Das ist eine sehr löbliche Form von Mietgestaltung. "Ausbau" von Badezimmern müsste man sich im Detail angucken (ein zusätzliches Bad und dafür ein anderes Zimmer weniger ist nicht für jeden ein Mehrwert, ein neu eingerichtetes statt einem alten Bad nicht immer ein Funktionsgewinn) und Fenster sowie Elektrik auf dem aktuellen Stand zu halten gilt, je nach Alter und resultierenden Vorteilen, auch manchmal nur als Modernisierung.
Der Dachboden wurde ausgebaut. Aus dem ungenutztem Dachboden wurde ein Badezimmer und ein Schlafzimmer, inklusive Fenster im Dach, die zuvor nicht da waren. Und weil man das Dach eh offen hatte, wurde gleich alles isoliert. Ich hab natürlich die alten Dachziegel wieder verwendet, da sie ja nicht kaputt waren., Dazu wurde der Sicherungskasten erweitert, da das Badezimmer eine ordentliche Absicherung braucht.
Ähnliches gilt, wenn die Gasheizung nur eine andere Zentralheizung ersetzt hat (und keine Öfen o.ä.).
Das Haus ist über 100 Jahre alt. Die alte Ölheizung war aus den 50er oder so -- weiß ich nicht mehr genau. die wurde entfernt und gegen eine moderne Gasheizung ausgetauscht. Ich musste damals noch zusätzlich eine feuerfeste Umkleidung für das Abgasrohr einbauen -- nachträglich, weil dem Schornsteinfeger plötzlich einfiel, dass es ja neue Bestimmungen gab. Mein Nachbar, der ein Jahr zuvor auf Gasheizung umgestellt hatte, musste das nicht, auch nicht nachträglich.
Mal wieder bürokratische Willkür in meinen Augen.
Aber spätestens bei der Terrasse und den Parkplätzen handelt es sich ganz klar um Modernisierungs/Verbesserungsmaßnahmen, der Kosten nach geltendem Recht als Aufschlag auf die Miete umgelegt werden können und viele Vermieter hätten das auch bei den vorangegangenen Posten versucht beziehungsweise durch leichte Änderungen problemlos rechtfertigen können.
Ach, so extrem war das jetzt nicht. Ich hab Rasen entfernt und gegen Steinplatten ausgetauscht -- fertig war die Terrasse.

Und die Parkplätze waren auch nicht anders angelegt. Man muss eben damit rechnen, dass wenn einer das Haus nutzen will, er vermutlich auch ein Fahrzeug haben wird und das kann ja nicht an der Straße stehen. Daher -- etwas Rasen entfernt, Platten hin und fertig war der Parkplatz. Hat nur Arbeitszeit gekostet.
(Alte, nicht mehr wirklich dichte/isolierende Fenster durch neue auf ähnlichem Stand ersetzen: "Instandhaltung", von den Rücklagen zu zahlen. 10% draufgelegt, damit die neuen Fenster mehr Licht reinlassen/sich anders öffnen lassen/Wärmestrahlung abhalten/eine deutlich bessere Wärmedämmung bieten und schon ist es eine "Modernisierung", die zu 100% der Mieter trägt). Davon unabhängig darf die Miete selbst (vor Umlagen) in regelmäßigen Abständen an das ortsübliche Niveau angepasst werden.
die Fenster waren halt fertig. Frag mich nicht, wie alt die waren. Einfachverglasung und so.
Hab dann neue Doppelverglasung eingebaut und im Zuge dessen dann auch gleich den Boden erneuert und die Wände behandelt. Also Estrich und Konsorten.
Das war auch wichtig, damit sich durch die neue Verglasung kein Schimmel bildet.
Und bis heute ist das Haus komplett schimmelfrei. Da bin ich echt stolz drauf.
Vernünftige Vermieter missbrauchen diese Instrumente nicht, gute Vermieter erhöhen gar nicht, sondern lassen Wohnung und Vertrag wie sie sind und sehr gute Vermieter erhöhen nicht nur nicht, sondern bauen trotzdem aus und bieten damit dem Mieter am Ende mehr fürs gleiche Geld. Aber das sind eben die kleinen, netten privaten, die eben auch nicht vom Mietendeckel betroffen werden. Das Gegenbeispiel sind Investoren, allen voran Wonovia/Deutsche Wohnen: Alte Mietverträge binnen weniger Jahre auf die ortsübliche Nettomiete pushen, also alle drei Jahre 20% anheben und dann oben drauf noch energetisch und gleichzeitig Luxussanieren, sodass teilweise 100 bis 150% Umlagen noch on top kamen, während die Mieter teilweise jahrelang auf einer Baustelle lebten. Mit solchen Methoden wurden gerade in Ostberlin, wo es naturgemäß eine ganze Menge sehr günstiger Altverträge gab, Mieter zu tausenden aus ihren Wohnungen geekelt und die Neuvermietung im Anschluss Faktor 3-4-5-6 über der Vormiete angesetzt. Dagegen richtet sich der Mietspiegel.
Genau das wollte ich auch zum Ausdruck bringen. Der kleine Privatvermieter, der ein oder zwei Häuser hat, ist immer darauf bedacht, dass es dem Haus und den Leuten, die drin wohnen, gut geht. Der versucht nicht den letzten Cent herauszupressen. Schlimm sind die, die nur den Profit im Auge haben und dabei alles andere ignorieren.
In dem Haus lebten früher meine Großeltern. Als die gestorben sind, hat mein Vater mir das Haus samt Grundstück überschrieben. Ich bin dann erst mal ran gegangen und hab alles raus gerissen, was Murks war und eben alles modernisiert.
Natürlich macht das eine Menge aus, wenn man alles in Eigenregie machen kann. Dazu hab ich genug Bekannte und Freunde, die Maurer, Elektriker, Dachdecker, Zimmermann, usw. sind, die mir da unter die Arme greifen können. Mein Haus hab ich auch selbst gebaut.
Der nächste Schritt wird Photovoltaik sein. Dazu muss ich aber noch etwas sparen, da ich gleich alle Häuser damit ausstatten will.
Ist da aber ebenso vorhanden. Wer in einer Mietwohnung etwas mutwillig zerstört muss auch hier für den Schaden aufkommen.
Da gab es doch keinen Vorsatz. Die Mieter wussten das halt nicht oder kannten sich nicht aus oder waren es eben so gewohnt.
Das waren ganz nette Leute aus Portugal, die nach Deutschland gekommen sind, weil sie in ihrem Heimatland keine Chance mehr sahen.