Tesla [ist] war VW und Toyota technisch um Jahre voraus

Das Zauberwort wäre eine einheitliche CO2 Bepreisung, diese regelt alles weitere, ideologieoffen und sinnig lenkend. Leider politisch nicht umsetzbar - auch wenn es keine vernünftige Argumentation dagegen gibt.
Lösungen gibt es viele, auch die CO2 Bepreisung die du angesprochen hast, halte ich für sinnvoll. Ich plädiere auch dafür, der Industrie nicht den Strom so extrem zu subventionieren. Denn die Energieversorger holen sich das Geld zum Teil beim kleinen Bürger wieder. Man muss sich nur mal anschauen, wie die Strompreise die letzten Jahre gestiegen sind. Auf der anderen Seite wird rumgedödelt was die Förderung von Erneuerbaren Energien für den Bürger angeht. Das sind Zustände die so nicht mehr weitergehen können. Vorallem da die Stromanbieter das Geld der Industrie wirklich für ihre Netze gebrauchen können.

Die Kohleförderung wird subventioniert, obwohl diese noch nie wirtschaftlich war. Auf der anderen Seite lässt man die deutsche PV-Industrie vor die Hunde gehen. Der Effekt davon: Über 110.000 Arbeitsplätze in der PV-Industrie sind Großteils verloren. So bekommt man den Wechsel zu erneuerbaren Energien auf jeden Fall nicht hin. Natürlich haben hier die Solar-Unternehmen auch ihre Schuld daran. Sie wurden durch die Förderung träge und die Forschung und Entwicklung wurde nur im kleinen Stil voran getrieben. Aber auch hier hätte der Staat Druck ausüben können. Klappt ja in anderen Industriebereichen auch wunderbar.

Ähnlich wie bei anderen Großprojekten hat es die Regierung wieder mal verschlafen, die Bevölkerung bei Green Energy mit ins Boot zu holen. Es fehlt eine sinnvolle und vorallem einheitliche Förderung von erneuerbaren Energien. Die Einspeisevergütung für Besitzer von PV-Anlagen muss wieder steigen. Das würde sicher auch den einen oder anderen motivieren, sich so eine Anlage ohne Gesetzeszwang wie von Söder geplant, aufs Dach zu schnallen. Ebenso muss eine einheitliche Förderung von eAutos und Stromspeichern her. Hersteller auszuschließen, nur weil ihr Auto in der Anschaffung mehr als 75.000 Euro kostet, kann hier wohl nicht die Lösung sein. Das wirkt auf mich so, als würde hier mit zweierlei Maß gemessen.

Der Preis, ich bin mir nicht sicher, aber ich meine gelesen zu haben das diese um den Faktor 3-4 teurer sei. Das ist bei tausenden von Kilometern schon ein Argument. Aber auf Teilstrecken wird das ja gemacht.
Ui, ok. Das ist natürlich eine Hausnummer! oO

Wobei man dabei beachten muss, dass in den USA üblicherweise noch die Mehrwertsteuer draufgerechnet werden muss. Dann ist der Unterschied in dem Fall eher vernachlässigbar.
E-Autos haben das Potential deutlich billiger zu werden als Verbrenner. Einzig die Batteriepreise sind dem aktuell im Weg. Wenn man vom Reichweitenwahn wegkäme und damit kleinere Akkus einbaut werden die Autos nicht nur billiger, sondern auch ökologisch sinnvoller.
Meiner hat gute 300km bei 50kWh und damit für 99.9% aller meiner Fahrten genug Saft ohne nachzutanken (bei einer Jahresfahrleistung zwischen 35t und 40tkm). Wenn ich jetzt 600km Reichweite haben wollt und damit 100kWh durch die Gegend schaukle habe ich außer einem deutlichen Mehrpreis keinerlei Vorteile.
Ach da fehlt die Steuer. Ok, dann wird mir einiges klar. Ich bin davon ausgegangen, das die Steuer schon drauf ist. :D
Mhm, die Reichweitengeschichte ist meiner Meinung nach kein einfaches Thema. Ich persönlich plane durch meine zukünftige PV-Anlage auch mit einem gebrauchten Tesla Model S. Durch die PV-Anlage inkl. Stromspeicher und das Tesla Super Charger Netz macht mir ein größerer Akku auch nichts aus. Für mich hätte er sogar Vorteile, da ich wirklich viel mit meinem Auto unterwegs bin. Aber ich stimme dir zu, das nicht jeder ein Auto mit so einem großen Akku braucht. Im Stadtverkehr wo Parkplätze und Ladesäulen wirklich Mangelware sind, profitiert man eher von kleinen Autos mit etwas kleinerem Akku, denke ich.

Wo wir aber gerade bei der größe des Akkus sind: Korrigiert mich bitte wenn ich falsch liege, aber je mehr Ladezyklen ein Akku auf dem Tacho hat, umso schlechter ist das doch, oder? Dann würde ja ein größerer Akku im Umkehrschluss mehr Sinn machen, da ich diesen nicht so oft laden muss wie einen kleinen.

Es gibt zig Ansätze um die Akkus umweltfreundlicher in der Herstellung und in der Produktion billiger zu machen. Das ist nur einer davon.
Lustig dabei ist, dass ich es sehr oft erlebe wie eine Wasserstoffzukunft herbeierträumt wird, die noch einige Technologiesprünge und immense Investitionen in die Infastruktur erfordert. Die gleichen Leute dann aber eine Weiterentwicklung der Akkus bzw deren Technologie, die verglichen dazu ein Klacks ist und in den nächsten 2 Jahren sicherlich kaufbar sein werden schlicht abstreiten bzw nicht wahrhaben wollen.
Es ist auch absolut notwendig, das beim Akku weiter geforscht wird. Davon profitiert ja nicht nur die eAuto-Industrie. ;)
Die Wasserstoffgeschichte ist auch ein zweischneidiges Schwert. Was die Investitionen, Forschung und Infrastruktur angeht hast du völlig Recht. Will man hier wirklich unter dem Strich "grün" rauskommen, dann muss der Wasserstoff mit erneuerbaren Energien erzeugt worden sein. Sonst geht die Rechnung einfach nicht auf. Die Preise für Wasserstoffautos liegen auch im Bereich von ~ 75.000 € (Hyundai Nexo & Toyota Mirai). Aber auch hier würden die Preise massiv sinken, wenn höhere Stückzahlen davon gefertigt werden. Der große Nachteil beim Wasserstoff ist halt, das ich ihn in meinem kleinen Häuschen nicht selbst erzeugen kann. Das heißt ich hab hier genau so wie bei Benzin und Diesel große Produktions- und Lieferketten. Diese müssen dann natürlich auch "grün" sein, sonst macht das keinen Sinn.

Kleine True-Story noch zum Ende des Wall of Text:

Neulich am Mittagstisch. Kollegin X erzählt, das sie sich NIE ein eAuto (mit Akku) kaufen würden, wegen der seltenen Erden/Umweltverschmutzung etc. Im nächsten Satz erzählt sie, das sie sich jetzt ein eFahrrad gekauft hat. :ugly:
Mein Kommentar dazu: "Aha, und der Strom wird beim eFahrrad also nicht in einem Akku gespeichert, sondern in einem Ziegelstein?"

Bei so einer Doppelmoral tränen dir die Augen, weil du nicht weißt ob du lachen oder weinen sollst. :hmm:
 
Ja das mit dem großen Akku und den Zyklen hat was wahres. Aber was bringt es im Gegensatz dauernd viel mehr Gewicht mitzuschleppen?
Auch wenn der kleine Akku nach 8 Jahren getauscht werden muss hast du dann beim Tausch wahrscheinlich günstigere Preise und bessere Zellen.
 
Die Frage ist halt: Braucht man einen großen Akku oder braucht man keinen? Für Leute wie mich, die viele Kilometer am Stück fahren und das Teil selbst laden können bzw. auf das Super Charger Netzwerk zurückgreifen können, sehe ich keinen großen Nachteil.

Du hast natürlich Recht was das Gewicht des Akkus angeht. Dieser macht einen Großteil des Gesamtgewichts aus. Dicht gefolgt von den E-Motoren. Zumindest beim Tesla Model S ist es so. Da aber die Tesla ein sehr niedrigen cW-Wert haben, büßen sie auch bei der Reichweite trotz des hohen Gewichts nicht soviel ein. Die einzigen Mankos beim Model S ist für mich das Fehlen einer Wärmepumpe und die dürftige Rekuperation. Aber mal sehen ob das in der nächsten Version behoben wird. :)

Was die Kostenvergleich zwischen großem und kleinen Akku angeht, gibt es eine interessante Studie. Wie nahe die an der Realität ist, kann ich leider nicht sagen. *Klick*
 
Wir haben ja einmal den 100er Akku drin und einmal den 75er.. vom Gewicht her sind das vielleicht noch mal 40kg mehr oder weniger. Darauf kommt es echt nedd an. Zyklenzahl is da natürlich ein Argument. Nen 50er Akku macht bei gleicher Fahrtstrecke die doppelte Zyklenzahl mit als ein grosser 100er Akku. Wird also wohl auch schneller verschleissen. Dazu wird er nicht so gern so schnell geladen werden, bzw. tun dem hohe Raten mehr weh als kleine. Aber der Großteil fährt halt keine 600km am Tag. Und damit klappt es für den Grossteil auch. Und es werden täglich mehr. Und es steigen mehr Leute vom Verbrenner auf E um als von E wieder zum Verbrenner ;) Weder ich noch meine Frau werden je wieder ein Auto kaufen mit dem ich extra irgendwo hin fahren muss um zu tanken... Das danach noch Lärm macht, viel Wartung braucht etc... Nope, die Zeiten sind vorbei.

Wobei das am Ende irgendwelche Zahlenspiele sind. Und oft auch deutsche Extreme die sonst weltweit nirgendwo auftreten. Extra für die paar tausend da was konsturieren ist ökonomischer Schwachsinn. Funzt halt dann in einem Land nicht, dafür in allen anderen. Passt doch. Irgendwo müssen die Verbrenner die in D gebaut werden ja auch noch gefahren werden :lol:Vom Binnenmarkt können die 3 grossen Hersteller sicherlich leben.
 
Der Trend zu einem großen Steuergerät ist ja auch bei den alteingesessenen OEMs zu erkennen.
Die vielen Steuergeräte wird es auch weiterhin geben, dann aber wohl mit veringertem Funktionsumfang. Es macht keinen Sinn wenn das große Steuergerät direkt die einzelnen Ventile/Pumpen des ESP/ABS-Hydraulikblocks oder die Heckklappe ansteuert. Der Kabelbaum wäre ein rießen Rückschritt.
Tesla hat natürlich mit dem eigenen Silizium und der Software einen großen Vorsprung. Wie viel der Wert ist zeigt sich dann wenn rechtliche Rahmenbedingungen vorhanden sind.
 
Der Trend zu einem großen Steuergerät ist ja auch bei den alteingesessenen OEMs zu erkennen.
Die vielen Steuergeräte wird es auch weiterhin geben, dann aber wohl mit veringertem Funktionsumfang. Es macht keinen Sinn wenn das große Steuergerät direkt die einzelnen Ventile/Pumpen des ESP/ABS-Hydraulikblocks oder die Heckklappe ansteuert.
Dieses Thema ist zwanzig Jahre alt. Schon vor zwanzig Jahren haben wir in der Elektronikforsung eins großen Autoherstellers vorgeschlagen, von den weit über 100 einzelnen Steuergeräten in Oberklassefahrzeugen weg zu gehen und zu dem klassischem drei Rechner Desing zu kommen. Ein billiger für alle Konfortfunktionen, einen hochwertigen und umfassend getesteten für alle Sicherheitsfunktionen und einen Dritten zur Überwachung und für Notlaufeigenschaften.

Das sagt sich alles so leicht, man muss dan das gesamte Know-How der Zulieferer abgreifen. Und die geben das nicht her, oder ungern. Dann hei0t es auf einmal, ein ABS Gerät selber zu programmieren und das macht man nicht so einfach, da hängen vierzig Jahre Erfahrung drin. Aber man macht es über eine Zulieferer-App, dann hat man trotzdem wieder die Kompatibilitätsprobleme, wenn über 100 Apps von allen Zulieferern parallel laufen.
 
Ich halte Wasserstoff für die einzig sinnvolle praktikable Lösung auf Dauer, die auch von der Umsetzung um Welten kostengünstiger ist als die Batterie/Akku Geschichte:
  • Kurze Auflade/Tankzeiten->quasi unbegrenzte Reichweite, da Zeitverlust als Faktor wegfällt
  • Klimaneutral bei Erzeugung durch erneuerbare Energien und je nach politischen Umfeld Kernkraft oder in ferner Zukunft Fusion
  • Man kann vorhandene Tankstelleninfrastruktur weltweit Nutzen also auch in Entwicklungsländern/abgelegenen Gebieten ohne massiv in die Natur eingreifen zu müssen durch Kraftwerke vor Ort. Transport ist bei vollständiger Umstellung der Antriebe auf Wasserstoff, auch aus Marketinggründen, umweltfreundlich
  • Mineralölkonzerne können mit Gewinnerwartung in sinnvolle Folgetechnologien(Wasserstoffgewinnung) und Umstrukturirung(Tankstellen) investieren, ohne das für sie der Markt wegbricht und werden mit Fristen zur Übernahme von Kosten für die Umstrukturierung genudged, was staatliche Haushalte entlastet
  • Sklaverei/Aubeutung und Kinderarbeit in Entwicklungsländern durch Gewinnung und Verarbeitung großer Mengen von teilweise hochgiftigen Chemikalien bzw. deren spätere Entsorgung wird massiv reduziert
  • Drucktanks+ Brennstoffzelle oder Wasserstoffverbrenner haben hier einen wesentlich besseren ökologischen Fußabdruck als Batteriekomponenten und lassen sich besser recyclen

Was das eigentlich Thema angeht:
Selbst Tesla kocht nur mit Wasser: was die in der Fertigung an Knowhow noch nicht haben, das haben sie in der Softwareabteilung der Konkurrenz voraus. Auch ist das politische Klima in Kalifornien für Technologiefirmen sicherlich besser: "Haben wir immer so gemacht"; "Visionen sind für Spinner"; "Keine Experimente", wie hierzulande lähmen technische Entwicklungen, auch wenn sich dadurch andere Annehmlichkeiten ergeben. Steuersysteme stehen da aber auf einem ganz anderen Papier, setzt ja offensichtlich auch Tesla auf Zulieferer. Weder besonders ungewöhnlich, noch besondere Eigenleistung von Tesla.
 
Ich sehe Text aber keine Zahlen. Kannst du die noch nachliefern oder basiert das nicht auf deutlichen Fakten?
 
Ich halte Wasserstoff für die einzig sinnvolle praktikable Lösung auf Dauer.
Wie willst Du es verteilen? Flüssig oder Gasförmig, Laster oder Gasleitungen und wie und aus welchem Material willst Du Wasserstofftanks dicht bekommen und haltbar? Wie willst Du mit aabblasenden Tanks in Tiefgaragen parken, etc.

Für Strom haben wir ein Netz, das liegt. Es ist überhaupt kein Problem, die ersten 10 Millionen Fahrzeug ohne Änderungen an unser Stromnetz zu hängen. Erst dann muss man langsam erweitern oder die lokalen Ausbau von Solarzellen und Windkraftwerken forcieren.

Einfach mal durchlesen und sich über die Konsequenzen im Klaren sein:
Wasserstoffversproedung – Wikipedia
 
Ich sehe Text aber keine Zahlen. Kannst du die noch nachliefern oder basiert das nicht auf deutlichen Fakten?

Habe mich absichtlich auf Allgemeinplätze beschränkt, die Zahlenreiterei führt zu nichts, da duzendfach in öffentlichen Medien präsentiert. Das Datenmaterial in den wirklich relevanten Punkten ist unzureichend und wird ohnehin nur durch politische Statements ausgeglichen(siehe Punkt 6). Solange da nicht mehr kommt kann ich wie jeder andere auch nur auf Erfahrungsbasis argumentieren.
Zu Punkt1: Erfahrungswerte für jeden der schon mal Tanken war
Punkt 2: Allgemeinplatz, wurde ja auch weiter oben schon angesprochen: Kohle verstromen um daraus Wasserstoff zu gewinnen wäre genauso sinnfrei für das angestrebte Ziel, wie mit Kohlestrom Batterien aufzuladen.
Punkt 3: Umsetzbarkeitsüberlegung auch abseits des "Industienationen Elfenbeinturms" mit Berücksichtigung des Aspekts Naturschutz. Gerade das Argument, "aber China und Staat X verpesten viel mehr!" hört man ja gerne. Die Überlegung bietet weltweit Perspektiven und bezieht andere Staaten von Anfang an mit ein. Was bringen Elektroautos in 50 Jahren wenn nur in einer handvoll Länder die notwenige Infrastruktur vorhanden ist.
Punkt 4: Überlegung der möglichen Einbindung der internationalen Marktteilnehmer mittels Zielvorgaben statt nationaler Alleingang mit Umverteilung über Subventionen
Punkt 5: Allgemeinplatz, aber bezüglich der Gewinnung sicherlich mit Zahlen belegbar. Der Wiederverwertungsaspekt ist zu neu, um da belastbares zugehöriges Datenmaterial zu haben, hier sehe ich aber Parallelen zur Elektroschrottentsorgung
Punkt 6: Wie oben: zum Batterierecycling in den Größenordnungen gibt es noch keine belastbaren Zahlen. Laut kurzem Blick in Wikipedia und anhängende Quellen werde das ganze Stand heute noch nicht durchgeführt. Das ganze sei trotz möglichen Verwertungsgrades von 90% energietechnisch unwirtschaftlich. Hingegen ist die Restverwertung von Metallschrott (Tanks/Motorblöcke)bei allen 3 Technologien aber identisch einfach und mit hohem Recyclinggrad(quasi 100%) industriell wirtschaftlich, trotz des enormen Energieverbrauchs.
 
... Punkt 6: Wie oben: zum Batterierecycling in den Größenordnungen gibt es noch keine belastbaren Zahlen. ...
Was ist einfacher? Lithium aus Salzen mit 1% Lithiumgehalt zu gewinnen, oder aus fertigen Batterien? Es wird nur nicht gemacht, weil es sich noch finanziell nicht lohnt. Das wird sich mit steigenden Preisen schnell ändern. Es gibt Verfahren, die 99% der Rohstoffe zurückgewinnen. Wir müssen sie nur errichten. Einfach bei Bedarf durchlesen:

WIEDERVERWENDUNG UND RECYCLING VON LITHIUM-IONEN-AKKUS
https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/abfall/ressourcenschutz/Projektarbeit_LIA_final.pdf

Recycling von Lithium-Ionen-Batterien im Rahmen des FuE-Programms
"Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich der Elektromobilität"

https://www.erneuerbar-mobil.de/sites/default/files/publications/abschlussbericht-lithorec_1.pdf

Geht es um Wasserstoff, muss alles neu gemacht werden. Das vergessen viele. Ist ein Schlagwort, glint langfrisitg gut, ist aber extrem teuer. Und dann braucht man überall Brennstoffzellen, um aus Wasserstoff wieder Strom zu machen. Das ist auch teuer.
 
Wie willst Du es verteilen? Flüssig oder Gasförmig, Laster oder Gasleitungen und wie und aus welchem Material willst Du Wasserstofftanks dicht bekommen und haltbar? Wie willst Du mit aabblasenden Tanks in Tiefgaragen parken, etc.

Für Strom haben wir ein Netz, das liegt. Es ist überhaupt kein Problem, die ersten 10 Millionen Fahrzeug ohne Änderungen an unser Stromnetz zu hängen. Erst dann muss man langsam erweitern oder die lokalen Ausbau von Solarzellen und Windkraftwerken forcieren.

Einfach mal durchlesen und sich über die Konsequenzen im Klaren sein:
Wasserstoffversproedung – Wikipedia

Flüssig in Drucktanks. Speziallegierungen dafür herzustellen ist weniger das Problem. Über geeichte Manometer die bei ungewöhnlichem Druckabfall warnen und regelmäßige Prüfung auf Dichtheit und gegebenenfalls Nacheichen des Manometers zB. beim Tüv kann man hinreichende Sicherheit gewährleisten.
Die Verteilung kann klassisch in flüssiger Form für Tankstellen erfolgen. Langfristig ist die Idee über Gasleitungen in gasförmiger Form allerdings eine clevere Sache, wenn man Möglichkeiten findet bestehende Infrastruktur zu Nutzen(gerade unter dem angesprochenen Aspekt der Versprödung).
In Tiefgaragen sind Abluftsysteme allein schon wegen Kohlenmonoxid notwendig, Wasserstoff ist allerdings leichter als Luft, die Entlüftung sollte sich hier einfacher gestalten. In Kombination mit geprüfter Tankeinheit sehe ich da keine Probleme.
Die Sache mit dem Stromnetz in Industrieländern löst 2 Probleme nicht: Die Reichweite(gerade auch für Warentransport) und die Übertragbarkeit auf abgelegene Regionen/andere Länder. Deshalb ja die Idee Tankstellen als Infrastrukturnetzwerk weiternutzen zu können.
 
Flüssig in Drucktanks.
"... Die Verflüssigung bedarf jedoch einer Energie von 36kJ/g um Wasserstoff auf eine Temperatur von -253°C herunterzukühlen, was ca. einem Drittel der gespeicherten Energie entspricht. ..."
dieBrennstoffzelle.de - Speicherung von Wasserstoff

Dazu kommt der Wirkungsgradverlust bei der Herstellung und die Abdampfrate bei Transport und Lagerung. Da ist Strom in Leitungen merklich sinnvoller, wenn wir von vorhandenem Strom aus Solar- und Windkraftwerken ausgehen.
 
Was ist einfacher? Lithium aus Salzen mit 1% Lithiumgehalt zu gewinnen, oder aus fertigen Batterien? Es wird nur nicht gemacht, weil es sich noch finanziell nicht lohnt. Das wird sich mit steigenden Preisen schnell ändern. Es gibt Verfahren, die 99% der Rohstoffe zurückgewinnen. Wir müssen sie nur errichten. Einfach bei Bedarf durchlesen:

WIEDERVERWENDUNG UND RECYCLING VON LITHIUM-IONEN-AKKUS
https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/abfall/ressourcenschutz/Projektarbeit_LIA_final.pdf

Recycling von Lithium-Ionen-Batterien im Rahmen des FuE-Programms
"Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich der Elektromobilität"

https://www.erneuerbar-mobil.de/sites/default/files/publications/abschlussbericht-lithorec_1.pdf

Geht es um Wasserstoff, muss alles neu gemacht werden. Das vergessen viele. Ist ein Schlagwort, glint langfrisitg gut, ist aber extrem teuer. Und dann braucht man überall Brennstoffzellen, um aus Wasserstoff wieder Strom zu machen. Das ist auch teuer.

Die Rohstoffrückgewinnung ist nie das Problem, mit quasi unbegrenztem Energieaufwand. Der Hase im Pfeffer liegt aber bei der notwendigen Energie für das Komplettrecycling eines Systems. Selbst die Studie ist zwar hochinteressant, geht aber auf diesen Aspekt nicht wirklich ein. Mehr als ein kWh/Batterie (ohne die zu spezifizieren) habe ich nicht sehen können, da wurde aber dann nicht mehr weiter darauf eingegangen -->Seite 195. Der ganze Recyclingaspekt wird in voller Breite ausgerollt mit Rückgewinnungsquoten und allem was politische Entscheidungsträger so hören wollen(mutmaßlicher Adressat). Der Energieaspekt mit dem die Wirtschaftlickeit aber steht und fälltfällt leider unter den Tisch.

"... Die Verflüssigung bedarf jedoch einer Energie von 36kJ/g um Wasserstoff auf eine Temperatur von -253°C herunterzukühlen, was ca. einem Drittel der gespeicherten Energie entspricht. ..."
dieBrennstoffzelle.de - Speicherung von Wasserstoff

Dazu kommt der Wirkungsgradverlust bei der Herstellung und die Abdampfrate bei Transport und Lagerung. Da ist Strom in Leitungen merklich sinnvoller, wenn wir von vorhandenem Strom aus Solar- und Windkraftwerken ausgehen.
Das häufige Energieumwandlung den Wirkungsgrad stark mindert ist immer ein Nachteil, der aber den Reichweitenvorteil und die einfache Nutzung von Infrastruktur weltweit nicht kompensieren kann. Die beste Alternative, die denkbar ist, sind genormte Wechselakkusysteme, die schnell getauscht werden können. Die Sache scheint vor einiger Zeit mal erwägt worden zu sein, war aber eine Totgeburt, weil jeder Hersteller gerne proprietäre Batteriesysteme nutzen will.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Rohstoffrückgewinnung ist nie das Problem, mit quasi unbegrenztem Energieaufwand. Der Hase im Pfeffer liegt aber bei der notwendigen Energie für das Komplettrecycling eines Systems. ...
Es wird leider viel zu selten das Gesamtsystem bewertet. Der erste Schritt ist Downzycling. Fahrzeugbattererien sind hoch belastet, haben hohe Temperaturschwankungen, Schwingungen und Stöße sowie hohe Spitzenströme. Im ersten Schritt nutzt man 10 Jahre alte Batterien aus Fahrzeugen im Stationären Betrieb zur Pufferung des Stromnnetzes. Mit konstantet Temperatur, moderaten langsamen Ladezyklen und fest installiert halten sie dann nochmal 10 Jahre, bis die Kapazität so weit gesunken ist, dass eine Aufarbeitung sinnvoll ist.

Und dann vergleiche den Enewrgieaufwand der Neugewinnung mit dem Rezykling. Und dann werden im nächsten Schritt auch batterien gebaut, die einfacher zu rezykeln sind. Wir sind am Anfang, nicht am Ende. Es sprichtz ja auch nichts dagegen, parallel zum vorhandenen Stromnetz mit Batterien auch ein Wasserstoffnetz aufzubauen. Nur wozu. Was sollen wir mit Wasserstoff im Haushalt. Strom und Wärmepumpen sind viel effizienter.
 
Richtig.
Ich finde es nur immer komisch, wenn statt generell technologieoffen zu sein mittels Subventionen oder Verboten massiv in Technologien und deren Entwicklung eingegriffen wird. Subventionen sind der erste Schritt zur Korruption. Es gibt immer jemanden der mehr auf die Fördertöpfe schielt, statt auf das Ziel mit dem die Subventionen eingeführt wurden. Deshalb bin ich eher der Vertreter von Konzepten und Vorgaben und gezielter Besteuerung zur Beteiligung der (ich nenn sie jetzt mal so) "schwarzen Schafe" an den Folgekosten für deren Wirtschaften.
Ich erlaube mir da mal einen kleinen Bogen zu schlagen: Intel hat gerade Probleme mit der Fertigung, aber auch da wird nicht alles auf 1 Pferd gesetzt, weil man glaubt das sei das einzig Wahre. Man forscht parallel zu verschiedenen Fertigungsverfahren und Chiparchitekturen. Das hat Intel schon einmal das Leben gerettet(Netburst vs. Core-Architektur). Solange wir hier in den Industriestaaten noch die Möglichkeit haben uns technologisch breit aufzustellen sollten wir das tun.
 
Wasserstoff ist auch Verschleiß- und Rohstofftechnisch nicht ganz ohne: Für die Brennstoffzelle benötigt man ebenfalls seltene Erden und auch diese verschleißen, u.a. durch Verunreinigungen in der Luft und im Wasserstoff.
 
Ich finde es nur immer komisch, wenn statt generell technologieoffen zu sein mittels Subventionen oder Verboten massiv in Technologien und deren Entwicklung eingegriffen wird. Subventionen sind der erste Schritt zur Korruption..
Über 200 Milliarden Subventionen für Kernenergie. Was man damit hätte machen können
Atomstrom - mit 304 Milliarden Euro subventioniert | Greenpeace

Da hast völlig Recht. Die EE läuft ohne direkte Subvention, einzig der sinnvolle EInspeisevorrang entspricht nicht der reinen Marktwirtschaft, ist aber sinnvoll.
 
Dachte es gibt " freie Marktwirtschaft " :devil:
Freie Marktwirtschaft existiert so gesehen nicht. Der Staat greift immer auf die eine oder andere Weise ein, und sorgt für eine Marktregulation.

Es gibt immer jemanden der mehr auf die Fördertöpfe schielt, statt auf das Ziel mit dem die Subventionen eingeführt wurden. Deshalb bin ich eher der Vertreter von Konzepten und Vorgaben und gezielter Besteuerung zur Beteiligung der (ich nenn sie jetzt mal so) "schwarzen Schafe" an den Folgekosten für deren Wirtschaften.
Jeder stiehlt auf die eine oder andere Weise. So läuft das nun mal. Glaubst du, dass die Menschen da draußen genau das bekommen, was sie verdienen? Nein. Sie werden über- oder unterbezahlt, aber jemand in der Kette wird immer übers Ohr gehauen.
 
Zurück