Special Steam Machine im Test: Valves ernüchternder Wohnzimmer-PC hat ein großes Preisproblem

Welche bestimmte Hardware bei Android?
Da gibt's so viele verschiedene.
Genauso viele wie es verschiedene Androids gibt. Android wird von jedem Hersteller stark angepasst. Ist ja open source. Freie Systeme wie LineageOS unterstützen oft nicht die ganze Hardware und haben noch weitere Einschränkungen. Kenne kaum jemanden, der solche Custom ROMs auf seinem Smartphone nutzt. Da läuft immer das kuratierte ROM des jeweiligen Herstellers.
 
Genauso viele wie es verschiedene Androids gibt. Android wird von jedem Hersteller stark angepasst. Ist ja open source. Freie Systeme wie LineageOS unterstützen oft nicht die ganze Hardware und haben noch weitere Einschränkungen. Kenne kaum jemanden, der solche Custom ROMs auf seinem Smartphone nutzt. Da läuft immer das kuratierte ROM des jeweiligen Herstellers.
Wobei das Hauptproblem meines Wissens nach ist, dass das OS genau wissen muss, welche Hardware wo angesprochen wird, d.h. man braucht quasi eine Variante pro Produkt. Deswegen haben alternative OS auch Listen, welche Geräte unterstützt werden. Nur die, für die sich jemand die Mühe macht, können dann auch mit dem OS genutzt werden.
 
Die Kiste ist aber keine Konsole die bei jedem Blödmarkt steht.
Die richtet sich explizit an bestehende Steam-Nutzer. Die meisten davon sind langjährige Gamer mit ordentlich Ahnung was PC angeht (und alles drum herum - Spiele modden, sich mit dem Betriebssystem prügeln, PC umbauen/reparieren whatever).
Das ist denke ich ein wichtiger Punkt. Sicher gibt es auch bei dieser Zielgruppe einige, die sich nicht übermäßig für die Specs interessieren und denen der Formfaktor und das Plug-and-Play wichtig genug sind um auch den jetzt aufgerufenen Preis zu zahlen. Aber mit dem Gesamtpaket und dem eher schwachen P/L-Verhältnis wird man auch eine Menge möglicher Käufer in dieser Zielgruppe verschrecken. Und bei dem Preispunkt jetzt wäre wohl auch die Vermarktung an ein breiteres Publikum, etwa über eine größere Werbekampagne und Verfügbarkeit im stationären EInzelhandel kaum sinnvoll weil man da unweigerlich in Konkurrenz zu den klassichen Konsolen treten würde und in diesem Vergleich eben nicht sonderlich gut dastehen würde. Und selbst gegen normale Fertig-PCs sieht es ja abgesehen vom Formfaktor nicht sonderlich vorteilhaft für die Steam Machine aus, da würde man dann Gefahr laufen in der Masse solcher Systeme ein wenig unterzugehen.
Ein breiterer Marktstart war aber wohl auch sowieso von Anfang an nie geplant, insofern war sich Valve der Problematik ganz offensichtlich auch ganz gut bewusst würde ich schätzen.
Die Machine ist der kleine Bruder vom Gaming-PC im anderen Zimmer. Genau so wird es vermarktet.
Und es kommt als MiniPC daher, vergleichbar mit anderen Barebone-Kisten. Da werden sich auch noch andere Hersteller von kleinen Kisten drauf stürzen und ihre Varianten bringen - man denke an ASUS, MSI, Minisforum, Zotac und wer sonst noch regulär seit langem MiniPCs/NUC anbietet. All diese Firmen haben wesentlich mehr Erfahrung mit MiniPCs, eine bestehende Lieferkette an Ersatzteilen und teils viel bessere Konditionen als Valve - weil es eben reine Hardware-Hersteller sind, kein Online-Shop/GameDev der hier und da mal einen kleinen Zeh in den Hardware-Markt steckt.
Wir wissen natürlich schlicht nicht genau, wie die Marktlage bezüglich der nötigen Komponenten jetzt genau aussieht und welche Konditionen Valve konkret für sich aushandeln konnte. Aber es wirkt tatsächlich so als ob Valve da ein ziemlich kleiner Fisch ist der nur wenig vorteilhafte Konditionen für sich aushandeln konnte. Selbst in der aktuellen Lage hätte ich durchaus einen um vielleicht 100-150$/€ niedrigen Preis erwartet oder zumindest für recht problemlos möglich gehalten, gerade mit Blick auf die tendenziell schon etwas betagteren Specs. Aber gut, womöglich war der Formfaktor und damit verbunden das gesamte Design auch schlicht teurer in der Entwicklung und der Produktion als wir uns das so vorstellen. Oder vielleicht hat Valve auch zu sehr getrödelt mit der Produktion und entsprechenden Liefer- und Produktionsverträgen, ist dann Ende 2025 oder Anfang 2026 voll in die KI-Speicherkrise geraten und musste zu diesem Zeitpunkt einfach nehmen was man noch kriegen konnte. Jedenfalls macht der jetzt aufgerufene Preis alles andere als einen guten Eindruck und dürfte auch zusätzlich nochmal auf die erwarteten Absatzzahlen drücken. Da könnten dann eventuell gesenkte Produktionszahlen sogar auch nochmal die Kosten etwas getrieben haben weil man bei geringeren Bestellmengen für Komponenten etc. (noch) schlechtere Konditionen hinnehmen muss oder gar gewisse Vertragsstrafen oder so zahlen muss.

Und weil Valve ja auch im Gegensatz zu den klassichen Konsolen garnicht auf solch eigene Hardware als Geschäftsgrundlage angewiesen ist (schließlich besteht ja schon längst eine riesige Steam-Nutzerbasis, über die der Umsatz generiert wird) und die Steam Machine zudem vorrangig an schon bestehende Steam-Nutzer vermarktet wird stand auch eine mögliche Subventionierung der Hardware (wie man es eben von den klassichen Konsolen kennt) nie zur Debatte. Klar, theoretisch könnte Valve sich das leisten, nicht zuletzt auch weil es ja ein vollständig privat geführtes Unternehmen ist ohne jeglichen Druck von Aktionären oder Investoren, aber am Ende des Tages ist man trotzdem noch ein Unternehmen das Umsatz und Gewinn erwirtschaften will
Es ist und bleibt ein Enthusiasten-Produkt, leider hat man eine Sache vergessen - etwas, wofür Enthusiasten auch Enthusiasten-Preise bezahlen: LEISTUNG.
Zumindest zu dem jetzigen Preispunkt geht das auf jeden Fall schon in Richtung der Enthusiasten-Kategorie. Bei den urpsrünglich mal erwarteten 600-800$/€ (angeblich soll Valve sogar mal etwa 550-600$ angepeilt haben) hätte das halt etwas anders ausgesehen und die vergleichsweise schwache Hardware wäre da sicher weniger problematisch gewesen. Ein Aufpreis von vielleicht 200$ zu den klassischen Konsolen wäre eben etwas völlig anderes gewesen als der jetzt effektiv locker doppelte Preis.
Die Kiste ist ja nicht schlecht, aber nicht günstig und die liegt mitten im Nirgendwo - zwischen Gaming-Laptops und Konsolen, auf dem Level von einem Einsteiger-PC. Und in der aktuellen Wirtschaftslage mit so einem deftigen Preisschild anrücken ist schwierig.
Die wird sich trotzdem verkaufen, so wie alles was Valve bringt - aber die Kiste hätte viel mehr sein können, vor allem für einen 4-stelligen Betrag.
Valve hat halt jetzt mit seinem Timing richtig dickes Pech gehabt. Vor einem Jahr oder besser 1,5-2 Jahren mit einem Stratpreis von vielleicht 600-700$ wäre das eine völlig andere Hausnummer gewesen und hätte richtig Potenzial gehabt. Aber mit dem Losverfahren und dazu mutmaßlich recht überschaubaren Stückzahlen (irgendwo im niedrigen bis mittleren sechsstelligen Bereich würde ich mal vorsichtig schätzen) zieht sich Valve jetzt erstmal recht elegant aus der Affäre wenn man so will. Ist sicherlich kein rauschender Erfolg aber man kann so ganz gut das tatsächliche Interesse an dem Ding ausloten und dann entsprechend weiter planen. Ansonsten muss man jetzt wohl auf eine Steam Machine 2 in ein paar Jahren (und dem hoffentlichen Ende der KI/Speicherkrise und einer Rückkehr so einem möglichst normalen Preisvieau) hoffen. Grundsätzlich ist das Konzept ja sehr interessant und ein langfristiger und möglichst großer Erfolg wäre wünschenswert.
 
Valve hat halt jetzt mit seinem Timing richtig dickes Pech gehabt. Vor einem Jahr oder besser 1,5-2 Jahren mit einem Stratpreis von vielleicht 600-700$ wäre das eine völlig andere Hausnummer gewesen und hätte richtig Potenzial gehabt. Aber mit dem Losverfahren und dazu mutmaßlich recht überschaubaren Stückzahlen (irgendwo im niedrigen bis mittleren sechsstelligen Bereich würde ich mal vorsichtig schätzen) zieht sich Valve jetzt erstmal recht elegant aus der Affäre wenn man so will. Ist sicherlich kein rauschender Erfolg aber man kann so ganz gut das tatsächliche Interesse an dem Ding ausloten und dann entsprechend weiter planen. Ansonsten muss man jetzt wohl auf eine Steam Machine 2 in ein paar Jahren (und dem hoffentlichen Ende der KI/Speicherkrise und einer Rückkehr so einem möglichst normalen Preisvieau) hoffen. Grundsätzlich ist das Konzept ja sehr interessant und ein langfristiger und möglichst großer Erfolg wäre wünschenswert.
Das Timing ist eigentlich gut.
Der Rest der Konsolen hat im Preis auch angezogen sowie alles andere, was komplizierter ist als ein Toaster.
Es ist ein recht langweiliger und langsamer Markt geworden - Nvidia hat den Refresh ausgelassen und dafür ne aufgewärmte olle GPU wieder angekurbelt.
AMD pennt auch und dümpelt in der Mittelklasse, diesmal aber ohne ein Modell mit viel VRAM.
Intel ist unter "ferner liefen" im Desktop Bereich, die regieren halt den Laptop-Markt aktuell, dieser ist für die Steam Machine aber recht irrelevant - keiner will einen Laptop am Fernseher betreiben :)

Valve hat einfach die Jahre davor (wo die Hardware in Entwicklung war), sich die entsprechenden Kapazitäten an Speicher zu sichern.

Die werden sicher daraus lernen und es eher wie Apple machen - langfristige Verträge mit garantierten Abnahmemengen und Preisen.
 
Das Timing ist eigentlich gut.
Der Rest der Konsolen hat im Preis auch angezogen sowie alles andere, was komplizierter ist als ein Toaster.
Die klassichen Konsolen haben zwar auch im Preis angezogen, das aber zumindest bisher noch eher moderat. Ne PS5 Digital bekommt man immer noch flächendeckend unter 500€, teils auch im Angebot um oder unter 450€. Und das bedeutet dann eben einen mehr als doppelt so hohen Preis für die Steam Machine, dazu hat auch die 1000€-Schwelle noch einen gewissen psychologischen Effekt. Daher würde ich eben schon sagen, dass das Timing jetzt recht ungünstig ist für Valve. Mit einem Preis von vielleicht 600-700€ und damit zwischen 200 und 300€ Abstand zu den klassichen Konsolen bei einem Release vor vielleicht einem bis zwei Jahren wäre das wie gesagt ein völlig anderes Bild gewesen wie ich finde.

Dass der Markt jetzt eben dank der KI/Speicherkrise so aussieht wie er es derzeit tut und man sich gerade auch in einer gewissen Flaute bezüglich neuer Hardwaregenerationen und Entwicklungen befindet hilft der Steam Machine vielleicht ein bisschen, aber eine gute Ausgangslage oder gutes Timing ist das meiner Meinung nach trotzdem nicht.
Valve hat einfach die Jahre davor (wo die Hardware in Entwicklung war), sich die entsprechenden Kapazitäten an Speicher zu sichern.

Die werden sicher daraus lernen und es eher wie Apple machen - langfristige Verträge mit garantierten Abnahmemengen und Preisen.
Ja, das sollte Valve wohl eine Lehre sein. Wobei halt auch die Frage ist, inwiefern sie da überhaupt vorausplanen können und wie sinnvoll/effektiv das bei den mutmaßlich eher geringen Stückzahlen wäre. Man ist da ja schon eher noch ein recht kleiner Fisch in Sachen Auftragsvolumen und konkret der RAM und VRAM ist für Valve ja auch nur für die Steam Machine überhaupt nutzbar. Aber grundsätzlich kann man eben schon den Eindruck gewinnen, dass da noch ordentlich Raum zur Verbesserung und Kostenoptimierung besteht bei Valve. Ich könnte mir zudem auch vorstellen, dass das Timing bezüglich des ursprünglich mal angedachten Produktionsstarts und des Releasedatums ganz besonders unglücklich genau in die Zeit des Beginns der KI/Speicherkrise gefallen ist und man da dann schlicht unvorbereiter getroffen wurde. Man wurde da vielleicht einfach von der Entwicklung ein Stück wit überrollt und musste dann erstmal schauen wie man weiter vorgehen will. Und weil man eben kein sonderlich großer Hardwarehersteller ist und das Produktportfolio sehr überschaubar gab es natürlich auch kaum bestehende Lieferferträge oder Lagerbestände auf die man hätte zurückgreifen oder umleiten hätte können um den geplanten Launch trotzdem irgendwie durchzuziehen.
 
Die klassichen Konsolen haben zwar auch im Preis angezogen, das aber zumindest bisher noch eher moderat. Ne PS5 Digital bekommt man immer noch flächendeckend unter 500€, teils auch im Angebot um oder unter 450€. Und das bedeutet dann eben einen mehr als doppelt so hohen Preis für die Steam Machine, dazu hat auch die 1000€-Schwelle noch einen gewissen psychologischen Effekt. Daher würde ich eben schon sagen, dass das Timing jetzt recht ungünstig ist für Valve. Mit einem Preis von vielleicht 600-700€ und damit zwischen 200 und 300€ Abstand zu den klassichen Konsolen bei einem Release vor vielleicht einem bis zwei Jahren wäre das wie gesagt ein völlig anderes Bild gewesen wie ich finde.
200-300€ über den Konsolen wäre schlecht.
Die Kiste ist schwächer als die PS5 Pro, sollte also auch deutlich drunter liegen.
Dabei ist es egal, wann das passiert wäre - vor 1 Jahr mit guten Preisen oder eben jetzt.
Das, was zählt, ist halt die Leistung von dem Gerät. Es wäre der ideale Einstieg in die Welt vom PC-Gaming, ne Kiste die man sich einfach so nebenbei kauft weil günstig. Etwas, was man den Kids hinstellt anstatt denen einen alten PC unterzuschieben (wenn man aufrüstet und die Kids halt die olle Hardware kriegen - das ist oft der Fall).

Zu dem aktuellen Preis fehlt einfach die Leistung. Sony kann die teure PS5 Pro nur verkaufen weil die genug Leistung bringt für den Preis.

Das ist Massenware, kein Luxusschlitten - da spielt Preis/Leistung ganz oben mit.
Für ein reines Enthusiasten-Produkt ist die kleine Box zu langweilig - da gibt es viel bessere MiniPC mit besseren Anschlüssen (Thunderbolt 4 oder 5, 2,5Gbit/s LAN etc.) für das gleiche Geld.
 
Wobei das Hauptproblem meines Wissens nach ist, dass das OS genau wissen muss, welche Hardware wo angesprochen wird, d.h. man braucht quasi eine Variante pro Produkt. Deswegen haben alternative OS auch Listen, welche Geräte unterstützt werden. Nur die, für die sich jemand die Mühe macht, können dann auch mit dem OS genutzt werden.
So ein Immutable, also unveränderliches Sytstem, verhält sich gegenüber der Hardware nicht anders als ein normales Desktop-System. Die gleichen Kernel, die gleichen Treiber. Es ist nur eben aufwendiger anzupassen. Daher bieten solche Distributionen gerne vorbereitete Images für bestimmte Hardware-Konfigurationen.

Valve unterstützt natürlich nur seine eigene Hardware. SteamOS auf anderer Hardware zu installieren ist kein Hexenwerk, verlangt aber sehr gute Linux-Kenntnisse und gegebenenfalls viel Geduld sowie die Bereitschaft Dinge zu testen. Wem also schon ein normales Linux so viel ist, der ist an der Stelle ganz raus.
 
Wen es interessiert, hier mal die neuen US Preise für die XBox ab 1.sten August

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200-300€ über den Konsolen wäre schlecht.
Das finde ich eben nicht. Es wurde ja von Anfang an kommuniziert, dass man sich preislich nicht in direkte Konkurrenz zu den klassischen Konsolen begeben würde sondern eher klassische PCs als Maßstab oder Orientierungspunkt anvisieren würde. Und da hätte man eben mit vielleicht 700-750$/€ ganz ordentlich ausgesehen. Und dazu funktioniert das Ding eben auch im Wesentlichen als klassischer PC neben der Hauptfunktion als Steam-Spielegerät. Als direkte 1:1-Konkurrenz zu den klassischen Konsolen war das Teil nie wirklich gedacht. Ein gewisser Aufpreis gegenüber den klassischen Konsolen wäre also denke ich durchaus gerechtfertigt gewesen und wohl auch von vielen potenziellen Käufern so akzeptiert worden. Einen regulären PC mit vergleichbarer Leistung hätte man für diesen Preis zwar durchaus auch bekommen können (also etwa bis Herbst 2025 als die KI/Speicherkrise ihren Anfang nahm), wäre aber nicht wesentlich günstiger davongekommen und/oder hätte Abstriche wie etwa die AM4-Plattform machen müssen und vor allem der Formfaktor wäre schwer erreichbar gewesen bei ähnlichem Preis weil gerade solche ITX-Komponenten auch damals mit ordentlichen Aufpreisen gegenüber regulären ATX/mATX-Komponenten versehen waren (das geht ja durchaus in die Richtung 150-200€ mehr für SFX-Netzteil, ITX-Mainboard und ITX-Gehäuse gegenüber günstigen "normalen" Alternativen).

Jetzt mit 1039€ als Startpreis sieht es halt etwas anders aus. Man bekommt derzeit recht problemlos ein vergleichbar starkes System für einen niedrigeren Preis zusammengestellt (auch als Fertig-PC, so ab 850-900€), für vergleichbare Kosten um 1050-1100€ sind schon stärkere Systeme mit etwa RTX 5060 oder gar RX 9060XT auf der AM5-Plattform möglich und selbst dem Formfaktor bekommt man zu annähernd gleichem Preis mit einem ITX-Build recht nah wenn man will.
 
Die werden sicher daraus lernen und es eher wie Apple machen - langfristige Verträge mit garantierten Abnahmemengen und Preisen.
Auch Apple hat die Preise deutlich nach oben korrigiert. Nur mal zum Vergleich: Für das iPhone17 werden Verkaufszahlen von ca. 250 Millionen Geräten erwartet. DELL verkauft PCs in dieser Größenordnung.

Ich hab keine Ahnung, aber ich bezweifle, dass Valve großartig anders behandelt wird als irgendein mittelständischer PC Schrauber.
 
Auch Apple hat die Preise deutlich nach oben korrigiert. Nur mal zum Vergleich: Für das iPhone17 werden Verkaufszahlen von ca. 250 Millionen Geräten erwartet. DELL verkauft PCs in dieser Größenordnung.

Ich hab keine Ahnung, aber ich bezweifle, dass Valve großartig anders behandelt wird als irgendein mittelständischer PC Schrauber.
Valve ist natürlich ein kleiner Fisch wenn man diese mit Apple, Dell, HP oder selbst so was wie MSI oder Acer vergleicht. Nicht finanziell, sondern einfach was die Masse an Hardware angeht, die da umgesetzt wird.

Das würde Valve aber nicht daran hindern, langfristige Veträge zu sichern.

Aktuell ist das aber so: keiner kriegt Verträge mit längerer Dauer. Anbieter machen das aktuell so:
Hier sind X Speicherchips für $XYZ, wolle kaufen?
Wenn nicht, der nächste nimmt diese. Das machen praktisch alle 3 aktuell so: Samsung, SK Hynix und Micron.
Die wissen wie viel Marktmacht sie aktuell haben und nutzen diese - selbst große Firmen die 7-stellige Bestellungen pro Monat machen, kriegen keine Rabatte oder Verträge mit Preisgarantie. Weil die Anbieter absolut keinen Grund dazu haben, denen wird alles leergekauft was da ist, ohne verhandeln. Wer verhandelt, riskiert komplett ohne die Ware sitzen zu bleiben oder starke Verzögerungen zu bekommen.

Aber das ist eine Lektion für die Zukunft, nicht für jetzt.
Das funktioniert dann etwa wie Fuel Hedging bei den Fluglinien - anstatt Tagespreis für den Sprit bezahlen die Airlines etwas mehr, haben dafür eine Preisgarantie für den gewählten Zeitraum und Menge.
Das ist übrigens der Grund, warum Spirit Airlines bei den Amis vor kurzem (endgültig) pleite ging - die stark angestiegenen Kosten haben denen die Finanzen so hart ruiniert, da ging nix mehr. Während andere AIrlines mit teilweise bis zu 60% vom Treibstoff-Bedarf über Fuel Hedging abgedeckt haben und somit vor kurzfristigen Preisexplosionen geschützt sind.

Für Hardware-Anbieter sind die Lieferanten und deren Produkte genau so wichtig wie Treibstoff für die Airlines - das sind die laufenden Kosten. Flügzeuge, Crew und diverse Gebühren machen zusammen weniger aus als der Treibstoff. Da kann die Consumer Electronics Industrie noch einiges von den Airlines lernen, wie man mit sehr geringen Margen und instabilen Preisen umgeht, dauerhaft.
Bei dem Crypto Boom haben die nichts gelernt :wall:
 
"Langfristige" Verträge muss man eben langfristig abschließen. Dem Verlautbaren nach haben SK, Samsung und Micron ihre 2027er Fix-Produktion schon vor einem halben Jahr verkauft. Wer aktuell größere Kapazitäten zum Festpreis ordern möchte, macht das also für 2028 oder gegebenenfalls schon 2029. Gesicherten RAM für eine 2026er-Produkt hätte Valve spätestens im Frühjahr 2025, eher aber Mitte 2024 bestellen müssen – also zusammen mit den CPUs und GPUs. Damals war man aber in einer Tiefpreisphase und hoffte scheinbar, dass die noch lange andauert. (Auch wenn historisch betrachtet immer nach 0,5-1,5 Jahren ein Umschwung kam. Es kann schließlich kein Speicherhersteller dauerhaft Verlust machen.) Die Entscheidung dagegen hat man im Laufe der Eskalation scheinbar nie korrigiert.

Auf dem Spotmarkt dagegen gab es noch nie "große" und "kleine". Da streiten sich alle um den relativ kleinen, "offenen" Teil der Produktion, egal ob nachkaufender Global-OEM oder kleiner, nationaler Zulieferer für Endkunden-Shops. Den Zuschlag kriegt, wer am meisten bietet, und da einige nicht auf RAM verzichten können wird aktuell so viel geboten, wie nur irgendwie geht.
 
Zuletzt bearbeitet:
aber die Kiste hätte viel mehr sein können, vor allem für einen 4-stelligen Betrag.
Nicht bei den aktuellen Preisen. Wenn man sich einen vergleichbaren Rechner zusammendübelt, landet man meines Wissens nach auch bei knapp 1000€.
Das wird sich hier sicherlich wiederholen, und wie du schon sagtest, wird man es mit den Spielen wieder reinholen.
Eben nicht. Valve subventioniert die Steammachine nicht. Das wollen sie auch nicht. Irgendwo auf der Website steht das durch die Blume auch. Deswegen kann Sony den Preis niedriger halten als Valve.
Das würde Valve aber nicht daran hindern, langfristige Veträge zu sichern.
Bei Valve scheint es nicht die notwendige interne Struktur für so richtig langfristige Planung zu geben. Soweit ich weiß, sind die Entwickler bei denen intern immer noch ziemlich frei, sich einem beliebigen Projekt anzuschließen. Das sorgt für das bekannte Problem mit der Nummer 3.
Wenn ich das bedenke und dann noch hier ein neues Produkt baue, das zumindest vom Konzept her Konkurrenz für Playstation und Xbox ist, egal was im Marketing steht, dann würde ich auch nicht den RAM 2 Jahre im vorraus bestellen.

GN hatte in ihrem Video einen clip von den Entwicklern hinter der Steam machine, die ganz klar gesagt haben, das sie RAM aktuell nur bekommen, wenn die Hersteller ihn denen anbieten und das es da friss oder stirb heißt. Deswegen gibt es die steam machine zufällig mit single channel oder dual channel RAM.
Das klingt erstmal nach Valve kauft den RAM am spot markt und bezahlt entsprechend.
Sony wird für die PS5 entsprechend langfristige Verträge haben.
 
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Und was wünscht ihr euch so? :-) #weltfrieden

MfG
Raff
 
GN hatte in ihrem Video einen clip von den Entwicklern hinter der Steam machine, die ganz klar gesagt haben, das sie RAM aktuell nur bekommen, wenn die Hersteller ihn denen anbieten und das es da friss oder stirb heißt. Deswegen gibt es die steam machine zufällig mit single channel oder dual channel RAM.
Das klingt erstmal nach Valve kauft den RAM am spot markt und bezahlt entsprechend.
Sony wird für die PS5 entsprechend langfristige Verträge haben.
Dazu gab es ein Update, der Gabe Cube kommt erstmal immer nur mit Single Channel 16GB Konfiguration.
Für spätere Modelle könnte das anders aussehen, aber zumindest alle beim Launch sind so.

Komponenten nach Bedarf einkaufen ist ja schön und geil, das ist aber wie bei Airlines mit dem Treibstoff - da unterliegt man dem Tagespreis und wenn dieser explodiert, dann explodieren die roten Zahlen. Genau deswegen ist ja Spirit Airlines endgültig pleite (waren vorher schon, aber die hohen Treibstoffpreise haben die Airline endgültig getötet).
Dafür gibt es in jeder Industrie langfristige Lösungen, bei Airlines heißt das z.B. speziell "Fuel Hedging" wo man sich ne Treibstoffmenge X für nen Zeitraum Y und einen Festpreis sichert. Eben um NICHT in so was reinzulaufen.
Das werden auch die Hersteller im Bereich Consumer Electronics lernen - das betrifft ja so ziemlich alles - Speicher ist überall, vom Router bis Smartwatch und PC, andere Chips können auch stark im Preis schwanken etc.
Wer sich nicht die Lieferkette absichert, erlebt dann ein blaues Wunder.
Und was wünscht ihr euch so? :-) #weltfrieden

MfG
Raff
Gabe Cube XXL bitte.
9070 XT, custom X3D CPU (8-Kerner, aber vll vom TDP her eher gedrosselt, damit der eher an 7800X3D erinnert).
3x PCI-e 5.0 Slots und zwar alle SEITLICH HINTER EINER ABDECKUNG, werkzeugloser Zugriff (!). 10Gbit/s LAN (1Gbit/s ist PFUJ, das ist mit der größte Kritikpunkt bei dem aktuellen). Spiele werden immer fetter, Leitungen immer schneller - 1Gbit/s recht nicht. Vor allem nicht, weil Steam lokal von einem PC zum anderen übertragen werden kann.
WiFi 7. Custom 2,4Gz für Steam Controller. Dickeres Netzteil damit auch 200W TypeC PD möglich ist sowie Thunderbolt 5. USB 4 vorne dran, 2 Ports. Quad RAM Slots (!!!). Standard AM5-Kühlung-Montage für die CPU bitte.
Das Ganze bitte im ATX-Format, gerne so 20L Kiste und dann für 2500€ - da nehme ich 2. Für den Preis können die auch den popeligen RAM-Riegel und die zahnlose 512er SSD drin lassen, fliegt eh weg :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
Auf dem Spotmarkt dagegen gab es noch nie "große" und "kleine". Da streiten sich alle um den relativ kleinen, "offenen" Teil der Produktion, egal ob nachkaufender Global-OEM oder kleiner, nationaler Zulieferer für Endkunden-Shops. Den Zuschlag kriegt, wer am meisten bietet, und da einige nicht auf RAM verzichten können wird aktuell so viel geboten, wie nur irgendwie geht.
Sorry, aber ich kapier die ganze Diskussion nicht. Was bringt es denn, wenn Valve einen PC unter Marktpreis verkauft? Gut, sie hätten sich da eindecken können oder Verträge machen können. Aber was würde das jetzt genau bringen?

Ich will eine Steam Machine. Habe mit zwei Accounts an der Verlosung teilgenommen. Leider Pech gehabt.

Aber euer Vorschlag ist jetzt, dass Valve mehr dafür hätte tun müssen, um einen niedrigen Preis zu haben? Weil sie auch Milliarden von diesen Geräten herstellen?

Entschuldige, wenn ich hier sarkastisch werde, aber ich verstehe wirklich die ganze Diskussion nicht. Seht ihr die Steam Machine wirklich als einen gewöhnlichen PC? Der Markt sieht das offenbar anders.
 
9070 XT, custom X3D CPU (8-Kerner, aber vll vom TDP her eher gedrosselt, damit der eher an 7800X3D erinnert).
3x PCI-e 5.0 Slots und zwar alle SEITLICH HINTER EINER ABDECKUNG, werkzeugloser Zugriff (!). 10Gbit/s LAN (1Gbit/s ist PFUJ, das ist mit der größte Kritikpunkt bei dem aktuellen). Spiele werden immer fetter, Leitungen immer schneller - 1Gbit/s recht nicht. Vor allem nicht, weil Steam lokal von einem PC zum anderen übertragen werden kann.
WiFi 7. Custom 2,4Gz für Steam Controller. Dickeres Netzteil damit auch 200W TypeC PD möglich ist sowie Thunderbolt 5. USB 4 vorne dran, 2 Ports. Quad RAM Slots (!!!). Standard AM5-Kühlung-Montage für die CPU bitte.
Das Ganze bitte im ATX-Format, gerne so 20L Kiste und dann für 2500€ - da nehme ich 2
uuuuuund was genau hält dich davon ab, einen derartigen PC zu bauen und mit SteamOS zusammenzubasteln?
Spätestens bei ATX als Format ist das echt kein kleiner Rechner mehr. Ich habe hier in den Casemodtagebüchern so ziemlich genau das gebaut, mit Wasserkühlung für CPU und GPU. Gibt genug 3D-Druck-Ideen dafür auf printables, scheinbar sind auch andere auf den Trichter gekommen und haben zumindest hübscher als ich gebaut.

Wenn du den RAM und SSDs eh schon hast, kannst du dir damit genau das bauen, was du kaufen willst zu den Preisen, die du bezahlen würdest.
 
uuuuuund was genau hält dich davon ab, einen derartigen PC zu bauen und mit SteamOS zusammenzubasteln?
Spätestens bei ATX als Format ist das echt kein kleiner Rechner mehr. Ich habe hier in den Casemodtagebüchern so ziemlich genau das gebaut, mit Wasserkühlung für CPU und GPU. Gibt genug 3D-Druck-Ideen dafür auf printables, scheinbar sind auch andere auf den Trichter gekommen und haben zumindest hübscher als ich gebaut.

Wenn du den RAM und SSDs eh schon hast, kannst du dir damit genau das bauen, was du kaufen willst zu den Preisen, die du bezahlen würdest.
Ich habe das bereits, allerdings im normalen ATX Format und das Ganze im Lancool III - kein fettes Gehäuse, aber auch nicht klein.

Warum also nicht eine kleine Kiste anbieten, die halt keine steinalte Hardware hat?
Valve kann genau so ein Pro/Super/XXL/Whatever Modell anbieten. Da kann man sich nen 7800X3D mit 65W TDP reinhauen (das Profil ist für die CPU seit Anfang an vorhanden) - keine starke Kühlung nötig. Da muss man auch nicht Direct Die machen und kompatible Kühler vom Markt holen.
9070 XT kann man auch ordentlich undervolten und optimieren, damit diese auch im kleinen Gehäuse atmen kann. 300W sind schon nicht wenig.
Und der Rest da drin wäre auch auf dem aktuellen Stand - schnelles LAN, WiFi 7, mehr PCI-e M.2 Slots (genau das, was man mit aktuellen AM5 Chipsets bekommt).

Wenn das Teil dann richtig gut ist und noch einen guten Preis hat (also unter dem Selbstbau im ähnlichen Format) - würde mir das Teil auch kaufen.

Ich kann mir das genauso zusammenbauen, schon seit langer Zeit. Die Teile sind ja nicht seit gestern auf dem Markt.
Aber ich kann guten Systemen mit gutem Support und abgestimmter Software viel abgewinnen - praktisch wäre das so was wie ein dicker Mac Studio, aber mit Fokus auf Gaming, nicht auf Productivity. Und es soll neben dem TV leben, nicht unbedingt neben einem Monitor. Zusammen mit gutem Support, für den Steam bekannt ist - das wäre ein Win.
 
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