Special Steam Machine im Test: Valves ernüchternder Wohnzimmer-PC hat ein großes Preisproblem

Welche bestimmte Hardware bei Android?
Da gibt's so viele verschiedene.
Genauso viele wie es verschiedene Androids gibt. Android wird von jedem Hersteller stark angepasst. Ist ja open source. Freie Systeme wie LineageOS unterstützen oft nicht die ganze Hardware und haben noch weitere Einschränkungen. Kenne kaum jemanden, der solche Custom ROMs auf seinem Smartphone nutzt. Da läuft immer das kuratierte ROM des jeweiligen Herstellers.
 
Genauso viele wie es verschiedene Androids gibt. Android wird von jedem Hersteller stark angepasst. Ist ja open source. Freie Systeme wie LineageOS unterstützen oft nicht die ganze Hardware und haben noch weitere Einschränkungen. Kenne kaum jemanden, der solche Custom ROMs auf seinem Smartphone nutzt. Da läuft immer das kuratierte ROM des jeweiligen Herstellers.
Wobei das Hauptproblem meines Wissens nach ist, dass das OS genau wissen muss, welche Hardware wo angesprochen wird, d.h. man braucht quasi eine Variante pro Produkt. Deswegen haben alternative OS auch Listen, welche Geräte unterstützt werden. Nur die, für die sich jemand die Mühe macht, können dann auch mit dem OS genutzt werden.
 
Die Kiste ist aber keine Konsole die bei jedem Blödmarkt steht.
Die richtet sich explizit an bestehende Steam-Nutzer. Die meisten davon sind langjährige Gamer mit ordentlich Ahnung was PC angeht (und alles drum herum - Spiele modden, sich mit dem Betriebssystem prügeln, PC umbauen/reparieren whatever).
Das ist denke ich ein wichtiger Punkt. Sicher gibt es auch bei dieser Zielgruppe einige, die sich nicht übermäßig für die Specs interessieren und denen der Formfaktor und das Plug-and-Play wichtig genug sind um auch den jetzt aufgerufenen Preis zu zahlen. Aber mit dem Gesamtpaket und dem eher schwachen P/L-Verhältnis wird man auch eine Menge möglicher Käufer in dieser Zielgruppe verschrecken. Und bei dem Preispunkt jetzt wäre wohl auch die Vermarktung an ein breiteres Publikum, etwa über eine größere Werbekampagne und Verfügbarkeit im stationären EInzelhandel kaum sinnvoll weil man da unweigerlich in Konkurrenz zu den klassichen Konsolen treten würde und in diesem Vergleich eben nicht sonderlich gut dastehen würde. Und selbst gegen normale Fertig-PCs sieht es ja abgesehen vom Formfaktor nicht sonderlich vorteilhaft für die Steam Machine aus, da würde man dann Gefahr laufen in der Masse solcher Systeme ein wenig unterzugehen.
Ein breiterer Marktstart war aber wohl auch sowieso von Anfang an nie geplant, insofern war sich Valve der Problematik ganz offensichtlich auch ganz gut bewusst würde ich schätzen.
Die Machine ist der kleine Bruder vom Gaming-PC im anderen Zimmer. Genau so wird es vermarktet.
Und es kommt als MiniPC daher, vergleichbar mit anderen Barebone-Kisten. Da werden sich auch noch andere Hersteller von kleinen Kisten drauf stürzen und ihre Varianten bringen - man denke an ASUS, MSI, Minisforum, Zotac und wer sonst noch regulär seit langem MiniPCs/NUC anbietet. All diese Firmen haben wesentlich mehr Erfahrung mit MiniPCs, eine bestehende Lieferkette an Ersatzteilen und teils viel bessere Konditionen als Valve - weil es eben reine Hardware-Hersteller sind, kein Online-Shop/GameDev der hier und da mal einen kleinen Zeh in den Hardware-Markt steckt.
Wir wissen natürlich schlicht nicht genau, wie die Marktlage bezüglich der nötigen Komponenten jetzt genau aussieht und welche Konditionen Valve konkret für sich aushandeln konnte. Aber es wirkt tatsächlich so als ob Valve da ein ziemlich kleiner Fisch ist der nur wenig vorteilhafte Konditionen für sich aushandeln konnte. Selbst in der aktuellen Lage hätte ich durchaus einen um vielleicht 100-150$/€ niedrigen Preis erwartet oder zumindest für recht problemlos möglich gehalten, gerade mit Blick auf die tendenziell schon etwas betagteren Specs. Aber gut, womöglich war der Formfaktor und damit verbunden das gesamte Design auch schlicht teurer in der Entwicklung und der Produktion als wir uns das so vorstellen. Oder vielleicht hat Valve auch zu sehr getrödelt mit der Produktion und entsprechenden Liefer- und Produktionsverträgen, ist dann Ende 2025 oder Anfang 2026 voll in die KI-Speicherkrise geraten und musste zu diesem Zeitpunkt einfach nehmen was man noch kriegen konnte. Jedenfalls macht der jetzt aufgerufene Preis alles andere als einen guten Eindruck und dürfte auch zusätzlich nochmal auf die erwarteten Absatzzahlen drücken. Da könnten dann eventuell gesenkte Produktionszahlen sogar auch nochmal die Kosten etwas getrieben haben weil man bei geringeren Bestellmengen für Komponenten etc. (noch) schlechtere Konditionen hinnehmen muss oder gar gewisse Vertragsstrafen oder so zahlen muss.

Und weil Valve ja auch im Gegensatz zu den klassichen Konsolen garnicht auf solch eigene Hardware als Geschäftsgrundlage angewiesen ist (schließlich besteht ja schon längst eine riesige Steam-Nutzerbasis, über die der Umsatz generiert wird) und die Steam Machine zudem vorrangig an schon bestehende Steam-Nutzer vermarktet wird stand auch eine mögliche Subventionierung der Hardware (wie man es eben von den klassichen Konsolen kennt) nie zur Debatte. Klar, theoretisch könnte Valve sich das leisten, nicht zuletzt auch weil es ja ein vollständig privat geführtes Unternehmen ist ohne jeglichen Druck von Aktionären oder Investoren, aber am Ende des Tages ist man trotzdem noch ein Unternehmen das Umsatz und Gewinn erwirtschaften will
Es ist und bleibt ein Enthusiasten-Produkt, leider hat man eine Sache vergessen - etwas, wofür Enthusiasten auch Enthusiasten-Preise bezahlen: LEISTUNG.
Zumindest zu dem jetzigen Preispunkt geht das auf jeden Fall schon in Richtung der Enthusiasten-Kategorie. Bei den urpsrünglich mal erwarteten 600-800$/€ (angeblich soll Valve sogar mal etwa 550-600$ angepeilt haben) hätte das halt etwas anders ausgesehen und die vergleichsweise schwache Hardware wäre da sicher weniger problematisch gewesen. Ein Aufpreis von vielleicht 200$ zu den klassischen Konsolen wäre eben etwas völlig anderes gewesen als der jetzt effektiv locker doppelte Preis.
Die Kiste ist ja nicht schlecht, aber nicht günstig und die liegt mitten im Nirgendwo - zwischen Gaming-Laptops und Konsolen, auf dem Level von einem Einsteiger-PC. Und in der aktuellen Wirtschaftslage mit so einem deftigen Preisschild anrücken ist schwierig.
Die wird sich trotzdem verkaufen, so wie alles was Valve bringt - aber die Kiste hätte viel mehr sein können, vor allem für einen 4-stelligen Betrag.
Valve hat halt jetzt mit seinem Timing richtig dickes Pech gehabt. Vor einem Jahr oder besser 1,5-2 Jahren mit einem Stratpreis von vielleicht 600-700$ wäre das eine völlig andere Hausnummer gewesen und hätte richtig Potenzial gehabt. Aber mit dem Losverfahren und dazu mutmaßlich recht überschaubaren Stückzahlen (irgendwo im niedrigen bis mittleren sechsstelligen Bereich würde ich mal vorsichtig schätzen) zieht sich Valve jetzt erstmal recht elegant aus der Affäre wenn man so will. Ist sicherlich kein rauschender Erfolg aber man kann so ganz gut das tatsächliche Interesse an dem Ding ausloten und dann entsprechend weiter planen. Ansonsten muss man jetzt wohl auf eine Steam Machine 2 in ein paar Jahren (und dem hoffentlichen Ende der KI/Speicherkrise und einer Rückkehr so einem möglichst normalen Preisvieau) hoffen. Grundsätzlich ist das Konzept ja sehr interessant und ein langfristiger und möglichst großer Erfolg wäre wünschenswert.
 
Valve hat halt jetzt mit seinem Timing richtig dickes Pech gehabt. Vor einem Jahr oder besser 1,5-2 Jahren mit einem Stratpreis von vielleicht 600-700$ wäre das eine völlig andere Hausnummer gewesen und hätte richtig Potenzial gehabt. Aber mit dem Losverfahren und dazu mutmaßlich recht überschaubaren Stückzahlen (irgendwo im niedrigen bis mittleren sechsstelligen Bereich würde ich mal vorsichtig schätzen) zieht sich Valve jetzt erstmal recht elegant aus der Affäre wenn man so will. Ist sicherlich kein rauschender Erfolg aber man kann so ganz gut das tatsächliche Interesse an dem Ding ausloten und dann entsprechend weiter planen. Ansonsten muss man jetzt wohl auf eine Steam Machine 2 in ein paar Jahren (und dem hoffentlichen Ende der KI/Speicherkrise und einer Rückkehr so einem möglichst normalen Preisvieau) hoffen. Grundsätzlich ist das Konzept ja sehr interessant und ein langfristiger und möglichst großer Erfolg wäre wünschenswert.
Das Timing ist eigentlich gut.
Der Rest der Konsolen hat im Preis auch angezogen sowie alles andere, was komplizierter ist als ein Toaster.
Es ist ein recht langweiliger und langsamer Markt geworden - Nvidia hat den Refresh ausgelassen und dafür ne aufgewärmte olle GPU wieder angekurbelt.
AMD pennt auch und dümpelt in der Mittelklasse, diesmal aber ohne ein Modell mit viel VRAM.
Intel ist unter "ferner liefen" im Desktop Bereich, die regieren halt den Laptop-Markt aktuell, dieser ist für die Steam Machine aber recht irrelevant - keiner will einen Laptop am Fernseher betreiben :)

Valve hat einfach die Jahre davor (wo die Hardware in Entwicklung war), sich die entsprechenden Kapazitäten an Speicher zu sichern.

Die werden sicher daraus lernen und es eher wie Apple machen - langfristige Verträge mit garantierten Abnahmemengen und Preisen.
 
Das Timing ist eigentlich gut.
Der Rest der Konsolen hat im Preis auch angezogen sowie alles andere, was komplizierter ist als ein Toaster.
Die klassichen Konsolen haben zwar auch im Preis angezogen, das aber zumindest bisher noch eher moderat. Ne PS5 Digital bekommt man immer noch flächendeckend unter 500€, teils auch im Angebot um oder unter 450€. Und das bedeutet dann eben einen mehr als doppelt so hohen Preis für die Steam Machine, dazu hat auch die 1000€-Schwelle noch einen gewissen psychologischen Effekt. Daher würde ich eben schon sagen, dass das Timing jetzt recht ungünstig ist für Valve. Mit einem Preis von vielleicht 600-700€ und damit zwischen 200 und 300€ Abstand zu den klassichen Konsolen bei einem Release vor vielleicht einem bis zwei Jahren wäre das wie gesagt ein völlig anderes Bild gewesen wie ich finde.

Dass der Markt jetzt eben dank der KI/Speicherkrise so aussieht wie er es derzeit tut und man sich gerade auch in einer gewissen Flaute bezüglich neuer Hardwaregenerationen und Entwicklungen befindet hilft der Steam Machine vielleicht ein bisschen, aber eine gute Ausgangslage oder gutes Timing ist das meiner Meinung nach trotzdem nicht.
Valve hat einfach die Jahre davor (wo die Hardware in Entwicklung war), sich die entsprechenden Kapazitäten an Speicher zu sichern.

Die werden sicher daraus lernen und es eher wie Apple machen - langfristige Verträge mit garantierten Abnahmemengen und Preisen.
Ja, das sollte Valve wohl eine Lehre sein. Wobei halt auch die Frage ist, inwiefern sie da überhaupt vorausplanen können und wie sinnvoll/effektiv das bei den mutmaßlich eher geringen Stückzahlen wäre. Man ist da ja schon eher noch ein recht kleiner Fisch in Sachen Auftragsvolumen und konkret der RAM und VRAM ist für Valve ja auch nur für die Steam Machine überhaupt nutzbar. Aber grundsätzlich kann man eben schon den Eindruck gewinnen, dass da noch ordentlich Raum zur Verbesserung und Kostenoptimierung besteht bei Valve. Ich könnte mir zudem auch vorstellen, dass das Timing bezüglich des ursprünglich mal angedachten Produktionsstarts und des Releasedatums ganz besonders unglücklich genau in die Zeit des Beginns der KI/Speicherkrise gefallen ist und man da dann schlicht unvorbereiter getroffen wurde. Man wurde da vielleicht einfach von der Entwicklung ein Stück wit überrollt und musste dann erstmal schauen wie man weiter vorgehen will. Und weil man eben kein sonderlich großer Hardwarehersteller ist und das Produktportfolio sehr überschaubar gab es natürlich auch kaum bestehende Lieferferträge oder Lagerbestände auf die man hätte zurückgreifen oder umleiten hätte können um den geplanten Launch trotzdem irgendwie durchzuziehen.
 
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