AW: Stabilität des Stromnetzes in Deutschland zuletzt mehrfach gefährdet
Du vergleichst hier gerade den Mist den ein Papagei macht mit dem einer Elefantenherde.
Radioaktiver Abfall aus Medizin und Forschung sind fast ausschließlich schwach radioaktiv und können oberflächlich gelagert werden. Kein Vergleich mit Brennstäben aus einem AKW.
Und auch in der Menge ein gewaltiger Unterschied. In Österreich lagern wir derzeit 2240 Kubikmeter Atommüll. Der hat sich in 60 Jahren angesammelt.
Und der Versuchsreaktor der TU Wien hat ganze 3,5 kg Uran.
Nimm das ganze Mal 10 und du hast grob den Bedarf Deutschlands ohne AKWs.
Wie viel Müll transportiert so ein Castor-Transport alle paar Jahre?
Die deutschen Forschungsreaktoren haben z.B. 400kg, mit 3,5 kg kommt man nicht sonderlich weit, erst recht nicht im Bereich Medizin und Industrie. So wie hochaktiver Müll anfällt muß man dafür das ganze Faß aufmachen, man brauht ein extra Endlager, das sicher sein muß usw.. Ldiglich die Mensngen unterscheiden sich, der Aufwand bleibt jedoch etwa der gleiche. Einer Kobalt 60 Quelle würde ich z.B. nicht nu nache kommen wollen (nichtmal eine tausendstel Sekunde), die kann z.B. Glas braun färben und Bergkristall in Amethyst und Rauchquarz umwandeln und das in sekundenschnelle.
So wie man einen Kernspaltungsrekator etwas laufen läßt, stellt sich auch das Problem mit dem Abfällen, da kommt man nicht herum.
Der Unterschied zwischen radioaktivem(=strahlendem) und "regulärem" Abfall ist dir bekannt?
Beide sind saumäßig gefährlich und beide dürfen nicht entkommen. Ich würde Methylquecksilber z.B. in eine ähnliche Kategorie, wie hochaktiven Abfall einordnen, wobei Methyquecksilber erheblich weniger verzieht. Die Probleme sind sehr ähnlich und auch die Lösungen sind es, mit einem Unterschied: bei radioaktiven Abfällen kommt der Tag, an dem sie ungefährlich sind, das wird es bei Giftmüll nicht geben.
Klar, wenn du dich einschränkst und nur bereits etablierte Technologie hernimmst schaut es düster aus. Du kannst nicht davon ausgehen, dass wir technologiemäßig im Status Quo stecken bleiben.
Der angebliche technologische Durchbruch läßt seit längerem auf sich warten. Ich kann mich noch an das Versprechen von Jürgen Tritin erinnern, dass die Strompreise durch die Erneuerbaren sinken sollten, weil der Fortschritt es ja richten würde, damals koste der Strom unter 10 Cent (ohne Inflationsbereinigung). Wenn du so argumentierst, dann können wir doch gleich auf die Kernfusion warten. Sicher, kaum radioaktiver Abfall, der auch noch nach kurzer Zeit weg ist, verfügbar und hoffentlich auch billig. Kommt etwa 2050, eventuell sogar früher, also noch rechtzeitig. Eine Lösung sollte sich jetzt realisieren lassen, der Wunderakku, der mit unter 1 Cent je kWh die Energie besser speichern kann als ein Lionakku wurde ewig versprochen und kam nie und die Chancen das er jemals kommen wird stehen deutlich schlechter als bei der Kernfusion, die zumindest funktioniert und sich nur die große Frage stellt, ob man sie auch rentabel hinbekommt.
Wieso brauchst du bei Wasserstoff ein neues Gasnetz?
Weil man dann kein Erdgas mehr einspeisen kann, zumindest wenn man die Vorteile des Wasserstoffs voll nutzen möchte. Ein paar Prozent gehen, dann kann man den allerdings auch nur verbrennen. Eine Umstellung über Nacht ist quasi ausgeschlossen, also wäre das sinnvollste ein zweites Netz zu bauen, um die alten Anwendungen (Gaskraftwerke, Heizungen) weiter betreiben sowie ausbauen können und die Vorteile des Wasserstoffs (Brennstoffzellen) zu haben.
Beschränkt kannst du es heute schon einleiten und wenn du es methanisierst (Bei dem Wirkungsgrad auch schon egal) kannst du es wie gehabt einleiten.
Bei dem miesen Wirkungsgrad hat sich die Metanisierung erledigt, theoretisch sind es etwa 20% und dafür gibt es dann Wärme. Man kann den Wasserstoff auch einfach gleich verwenden, höherer Wirkungsgrad, unkomplizierter und vorallem billiger. Denk dran: halber Wirkungsgrad bedeutet, dass man doppelt soviel Strom braucht, die Sache etwa doppelt so teuer wird und auch der Planet etwa doppelt so stark verschandelt wird. Die Methaniserung gehört in die Kategorie wie das Wasserstoffauto oder die CCS Kohlekraftwerke, wobei man letzte sogar tatsächlich bauen könnte. Diese Technologien sollen ablenken. Das Wasserstoffauto wird scheitern, also stört es die Hersteller von Verbrennungmotoren nicht, CCS sorgt dafür, dass man noch 20 Jahre problemlos Kohlekraftwerke bauen kann, man könnte sie ja nachrüsten und die Methaniserung macht das gleiche wie CCS, wir können die Fossilen noch länger nutzen.
Wärmepumpe und Elektroauto werden idealerweise durch Solarpaneele oder vertikale Windräder am Dach gespeist. Stromerzeugung MUSS dezentralisierter werden wenn es funktionieren soll.
Dezentral ist das ganze wesentlich teurer, weshalb es auch scheitern wird, die kleinen Windkraftwerke sind z.B. absolut ineffizient, es hat seinen Grund, warum es immer größer wird.
Akkutechnologie steckt vergleichsweise noch in den Kinderschuhen und Lithium-Akkus sind nicht der Weisheit letzter Schluss.
Die Akkutechnologie wird seit 150 Jahren vorangetrieben, demnach würde also auch noch der Verbrennungsmotor in den Kinderschuhen stecken. Originelle Ansätze gibt es seit jeher, jedes Jahr wird eigentlich eine neue Sau durchs Dorf getrieben, mal Aluminium Schwefel, mal diverse Redox Flow Konzepte. Revolutionen sind selten, bzw. kommen falt garnicht vor es ist eine Evolution, statt einer Revolution.
Komisch das so viele Länder mit mehr Erneuerbaren als Deutschland billiger und fernab von 0,5-1€/kWh entfernt sind. Es muss ja nicht die komplette Energie in GER produziert werden.
Das letzte ernstzunehmende Projekt war Desertec, damit wären wohl 20 Cent drin gewesen, das wurde allerdings zerredet, wie quasi alles in diese Richtung. Es ist auch eine ganze verrücke Idee von mit: aber eventuell wollen diverse Länder auch ihre billige Energie nicht an uns verscherbeln, sondern selbst nutzen und eventuell kaufen auch andere Länder die Energie ein. Es zu transportieren wird jedenfalls teuer, schon die popligen Trassen in den Süden Deutschlands kosten ein Vermögen.
Ist doch furzegal ob es "nicht gewollt" ist. Ich will auch nicht zum Zahnarzt, muss aber trotzdem hin. Fakt ist, dass das eine zusätzliche Baustelle in der Stromversorgung ist, die man in Deutschland nicht gebacken bekommt.
Es gibt halt eben auch immer noch die Möglichkeit garnichts zu tun und das macht Deutschland momentan.
Und wo gibt es jetzt endlich ein "sicheres" Endlager?
Wie gesagt: die Konzepte gibt es, sie werden nur, aus politischen Gründen nicht umgesetzt. Wenn du das Argument ziehst, dann dürfe man auch nicht auf Erneuerbare umsteigen, denn das wird ja auch verpfuscht, allerdings nicht nur aus politischen Gründen. In Herfa Neurode kann man übrigens sehen wie Müll sicher endgelagert wird, auch wenn die vorerst nur Giftmüll einlagern.
Warum zitierst du nicht auch meinen nächsten Satz? Ich hab geschrieben der Ausstieg war kein Fehler, aber das WIE. Ja der Umstieg auf Braunkohle war komplett bescheuert, auch die Ablösen an die Kraftwerkseigentümer. Ihr zahlt jetzt den Energiebetreibern viel Geld ihre Kohlekraftwerke abzudrehen, die sie in den nächsten paar Jahren eh von sich aus abgedreht hätten.
Solange es nicht gut gemacht wurde und ich denke zumindest in dem Punkt sind wir uns einig, war es eben ein Fehler. Was man hätte tun können steht auf einem anderen Blatt und ist für die jetzige Situation uninteressant.
Die wie gesagt nicht von den Erneuerbaren kommen wenn man sich andere Länder ansieht. Belgien hat die teuersten Preise nach Deutschland und hat noch weniger Erneuerbare. Dänemark ist gleich teuer, kratzt hingegen an den 50% und das auch bei deutlich höherem Einkommen, sodass die Preise deutlich weniger weh tun. Die unterbieten euch Kostenmäßig bei Wind und Solar um ein Vielfaches.
Energiewende: Daenemark blamiert Deutschland bei Solarstrom - manager magazin
Sie kommen einerseits von der EEG Umlange, der Notwendigkeit den Strom weiterzuleiten und ihn dann zu speichern. Erneuerbare sind bei unserer Geographie eben teuer.
Äpfel != Birnen
Die neuen Kraftwerke kommen daher, dass die Chinesen einen stark wachsenden Energiebedarf haben. In einem Jahr gleich mal 2/3 vom Gesamtbedarf in GER. Der ist ja schon "ausgewachsen". Trotzdem haben sie es geschafft von 2010 bis 2017 den Anteil an Erneuerbaren von 10 auf 26% zu steigern.
China hat derzeit das Ziel bis 2020 den Stromanteil von Kohle auf 58% zu senken. Sie sind derzeit bei 59%. 2016 waren es noch 65%, 2010 76%
Deren 2020 Ziele für Solarenergie haben sie bereits 2017 erreicht.
Ja, der CO2 Ausstoß steigt bei denen noch ist aber immer noch weit weg von dem in Europa pro Kopf. Die sagen auch ab 2030 geht es nur noch abwärts, und hier der "Vorteil" einer totalitären Regierung, das wird auch so kommen.
Soweit sind sie von uns nichtmehr entfern, sie holen mit großen Schritten auf und haben uns bald eingeholt, auch pro Kopf. Es ist eben eine Tatsache, dass die Verpflichtungen der Chinesen, ähnlich wie die der Deutschen, nicht sonderlich ambitioniert waren, deshalb wurde das ganze ja überhaupt unterschrieben. Zu dumm, dass wir aus der Kernkraft ausgestiegen sind, sonst hätten wir die Ziele mit links geschafft (so war es auch geplant), jetzt werden wir sie wohl alle verfehlen.