Stabilität des Stromnetzes in Deutschland zuletzt mehrfach gefährdet

AW: Stabilität des Stromnetzes in Deutschland zuletzt mehrfach gefährdet

Dazu hier mal die Q/A's aus dem angepinnten Beitrag beim Video:
Wir freuen uns sehr über die vielen konstruktiven Kommentare. Ein paar Dinge, die viele schreiben:
- Wenn es eine Millionen Elektroautos gibt, dann werden die doch nicht alle gleichzeitig und komplett laden müssen?
Richtig. Was wir anscheinend nicht gut rübergebracht haben: Wir gehen bei der Rechnung von einer vollständig durchelektrisierten Mobilität aus.[Anm. meinerseits: Ich glaube, am Anfang des Videos sagt er das sogar auch.]

- Warum rechnen wir mit 350 kW Ladestationen?
Wir wollten eine Rechnung in der Zukunft machen - unsere Vermutung: Stromtanken soll sicherlich so bequem werden wie Kraftstofftanken - daher wird sich die 350 kW-Ladestation durchsetzen.

- Es gibt doch noch keine 350 kW Ladestationen?
So weit wir wissen gibt es solche an der Raststätte Brohltal-Ost (bei Andernach) und in Aurich. Vermutlich wird das die Zukunft sein. Wie weit so etwas auch außerhalb von Tankstellen installiert wird, darüber kann man diskutieren.

- Es gibt doch noch keine Autos, die mit 350 kW laden?
Richtig. Wir wollten in die ferne Zukunft schauen, aber auf Basis von etwas, das bereits in Entwicklung ist. Nach Teslas eigener Darstellung hat das Model 3 die maximale Ladeleistung bei 250 kW.

- Die Wasserstoffautos sind doch viel ineffizienter im Verbrauch?
Richtig, im Video sagt Harald: "zwei bis dreimal so schlecht im Wirkungsgrad".

- Warum sprecht Ihr nicht über die Gefahren von Wasserstoff bei Unfällen?
Nach unserem Verständnis besteht da kein großer Unterschied in den beiden Technologien. Wasserstoff und Lithium sind vom Prinzip her beide hochbrennbar, in der Praxis ist Wasserstoff sehr flüchtig und das Lithium gut verpackt.

- Die Spitzenlast von 350 GW ist weit ab von jeder Realität?
Überschlagsrechnung: Kraftstoffverbrauch in Deutschland 2017: 25.768 Mio Liter Benzin, 21.082 Mio Liter Diesel. Brennwert Benzin 8,4 kWh/l, Diesel 9,8 kWh/l; macht zusammen ca. 423 TWh pro Jahr. Entspricht einer Momentanleistung von 48 GW bei optimaler Gleichverteilung. Nun ist die Frage wie viel effizienter Elektroautos die Energie verwerten und welche Spitzen sich bilden können: Ferienbeginn etc.

- Warum führen wir einen Feldzug gegen das Elektroauto?
Das tut uns leid, wenn das so rübergekommen ist, das wollen wir auf keinen Fall. Wir finden auch batteriebetriebene Autos großartig. Wir wollten nur darauf hinweisen, dass es da noch eine alternative Technologie gibt, die eigene Probleme hat und andere löst

wo Dich bezüglich des trinkens fragst:
Wir wollten in die ferne Zukunft schauen, aber auf Basis von etwas, das bereits in Entwicklung ist. Nach Teslas eigener Darstellung hat das Model 3 die maximale Ladeleistung bei 250 kW.
Tesla Model 3 in Europa bald mit 200 kW Ladeleistung > Teslamag.de

Fahrer von Model 3 sowie auch umgerüsteten Model S und Model X mit Adapter können aber ebenso an den CCS-Stationen von Drittanbietern laden, die Ladeleistungen von bis 350 Kilowatt erlauben sollen. Mehrere derartige Netze sind derzeit in Aufbau.
so und jetzt?

edit:
ich treibs mal noch ein stück weiter:
Kraftfahrt-Bundesamt - Bestand
47Mio Fahrzeuge...
also... vollständige elektrifizierung? never ever, da brauch man gar nicht drüber nachdenken, egal unter welchen bedingungen.
atomstrom? klar, erstmal billg und viel, aber hinten raus...
kohle? bloß nicht. wird hinten raus auch verdammt teuer - und da sprechen wir noch nichtmal von der renaturierung. "schönes", aktuelles Beispiel:
der Hambacher Forst. Aus der Braunkohle, die dort abgebaut entstehen pro Kg ca. 2,5Kg Co2 - 65.000.000t Braunkohle gibt es dort, macht 150.000.000t CO2. Die Kosten für die "beseitigung" dessen beliefen sich laut Lesch auf 75 Milliarden Euro. Und der Hambacher Forst ist nur einer von wie vielen Tagebauen? Völliger Irrsinn, den Wald nun doch zu vernichten.
Link zum Video: YouTube
Das gute ist, es gibt immer ziemlich viele Quellen, Links und Erklärungen bei denen dazu.

Naja... fakt ist: Das Ding ist rum, wir könnens eigentlich nicht mehr reißen. Das einzige, was eventuell helfen würde, wäre den Verbrauch massiv einzudämmen. Wir solltens freiwillig machen, bevor wir dazu gezwungen werden. Oder wir pulverisieren uns einfach alle gegenseitig, scheint ja das einzige was wir wirklich drauf haben. Nach uns die Sintflut...

So, bin müde jetzt... nächtle. ;)
 
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@ sterreich

Das was du zu den Elektroautos sagst ist m.A. nach Blödsinn.
Wenn in Deutsland wirklich Flächendeckend E-Autos (Batterie) vorhanden wären und von (54 Millionen zugelassenen Autos) würden gleichzeitig 1 Millionen Schnellladen dann wären es z.B. mit dem Tesla Supercharger 250KW (Tesla Supercharger – Wikipedia), was dann die Bereitstellung von dauerhaften 250 GigaWatt wären! Die Rechnung von Lesch ist absolut in Ordnung als Beispiel.

Edit:
Hab mir grad das Video angesehen. Sauft der?
350 kW für ein Auto? Das würde bedeuten man hängt das Auto an mind. 16 Starkstromkabel
Damit könntest du einen Tesla Model X in weniger als 20 Minuten von 0 auf 100 laden. Und vermütlich gleich ein BBQ veranstalten, mit deiner Karre als Lagerfeuer

2019 wurde der Supercharger V3 mit bis zu 250 kW Spitzenleistung vorgestellt.

Selbst wenn man nur 100KW zugrunde legt, müßten 100 GigaWatt alleine für die momentanen Schnelllader (1 Millionen) vorgehalten werden, die restlichen 53 Millionen wovon vielleicht die Hälfte (25 Millionen) mit 5-10 KW lädt, belasten das Netz zusätzlich mit 250 GigaWatt, wären dann schon zusammen 350 GigaWatt.
 
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An die AKW-Fans in diesem Thread:

Es ist korrekt, dass Deutschland und alle anderen Staaten mit Kohlekraftwerken zuerst aus Kohle aussteigen hätten sollen.

Aber bitte vergesst das mit der angeblichen Versorgungssicherheit durch AKW.

Wir in der Schweiz kämpfen mit zahlreichen AKW-Ausfällen, die sich regelmässig über Monate, ja Jahre hinwegziehen.
AKW Unzuverlässigkeit.PNG

Wir überleben das.

Zum einen dank eines 60%-Anteil erneuerbaren Energien im Stromsektor und dem Stromhandel mit dem Ausland. Zum andern dank stetig steigender Energie-Effizienz, was sich trotz aller Unkenrufe betreffend bsw. zunehmender E-Mobilität in einem seit Jahren stagnierenden Stromverbrauch widerspiegelt, trotz steigender Bevölkerung und Wirtschaftsleistung.
Leider gibt es bei uns eine wissenschaftsallergische, ja -feindliche, mächtige Partei, die mit ihrem isolationistischen und damit stark antischweizerischen Gedankengut den grenzüberschreitenden Stromhandel gefährdet. Weil diese Partei zusammen mit ihrem Juniorpartner #FuckDePlanet gleichzeitig alle Hebel in Bewegung setzt, dass wir die neuen erneuerbaren Energien NICHT oder nur extrem künstlich gebremst ausbauen können, gefährden diese beiden massiv unsere Versorgungssicherheit. (Die Erdöl-Vereinigung und Swissoil ist halt auch noch zusätzlich fest in den Händen dieser wählerstärksten Partei der Schweiz.)

Was den Stromhandel betrifft, basierte das klassische Schweizer Stromkonzept darauf, bei Niedrigpreisen den Schweizer und europäischen Strom in unseren Pumpspeicherkraftwerken zu verpumpen und ihn dann während Hochpreis-Spitzen für viel Geld wieder zu verkaufen, bevorzugt ins Ausland.

Seit Jahrzehnten.

Mit dem starken Aufkommen der neuen erneuerbaren Energie wurde der Strommarkt aber zusehends mit Strom geflutet und die Preise auf dem Strommarkt sanken massiv (Was allerdings private Haushalte kaum merkten, während Grossverbraucher zeitweise Strom zu Preisen von 4 Cent/Rappen pro kWh einkaufen konnten. Zumindest bei uns in der Schweiz). Das Energiegeschäftsmodell der Schweiz wurde massiv unrentabel, Energiekonzerne gerieten in tiefrote Zahlen im 3-stelligen Millionenbereich und AKWs als einer der teuersten Kraftwerkformen überhaupt (Wenn man in der Schweiz bsw. nicht jedes Jahr 7 Milliarden Franken direkte und indirekte Subventionen in den Betrieb (!) der AKWs versenken würde, wären die schon lange stillgelegt, da schlichtweg zu teuer. Restrisikoversicherungen, die man gar nicht abschliessen kann, aber müsste, und Langzeitentsorgungskosten schon mal gar nicht eingerechnet) wandelten sich zu einem finanziellen Klotz am Bein.

Btw. betreffend Autos und Flugzeuge, hätte unsere ETH eine öffentlich zugängliche Technologie zu bieten, die deren Problematik ohne Verstromung lösen kann. Die EU und deren Mitglieder müssten dazu lediglich mal endlich massiv in den südlichen Ländern in trockenen, unbenutzbaren Gegenden in entsprechende Treibstoffproduktionsanlagen investieren:
CO2-neutraler Treibstoff aus Luft und Sonnenlicht | ETH Zuerich
 
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Die Sache mit der Rechnung von Herr Lesch ist das in keinem verfügbaren Szenario Millionen an Autos gleichzeitig an Superchargern laden.
Man würde auch lange in der Schlange stechen wenn Millionen PKW´s sich entschließen gleichzeitig zur Tankstelle zu fahren.
Um herrauszufinden wie viel Strom durch Elektroautos entnommen wird muss man die Durchschnittliche Strecke die ein PKW pro Jahr zurückliegt mal den Stromverbrauch rechnen.Wenn man das hochrechnen sind wir glaube ich bei so etwas 28% Mehrverbrauch(siehe unten). Das ist nicht wenig aber ist machbar. Die Autos kommen ja nach und nach und mit einem guten Ausbau aus Erneuerbaren Energien und Speichern definitiv machbar.
@ don-71 Das vorhalten von Strom für potenziellen Verbrauchen ist nicht realistisch. Das ist so als würde man für jedes Elektronische Gerät Stromkapazitäten vorenthalten.
Wenn jeder gleichzeitig z.b den Backofen anmacht und nen Föhn dann bricht das netz auch zusammen.
Die Schuld sollte man lieber bei der Regierung die mit allen Mittel versucht den Ausbau zu verhindern und überall Steine in den Weg legt. Ohne Ausbau kein Strom.
edit: Ich hab mal kurz nachgerechnet wegen dem Stromverbrauch von PKW´s
Die Gesamtfahrleistung aller Pkw liegt mit 630,5 Milliarden Kilometern (km) in 2017.
Wenn man von einem Verbrauch von 25 KW pro 100km ausgeht ist das ein Verbrauch von 157 Terrawattstunden. Das sind etwa 28% des Stromverbrauches der BRD.
Das sind etwa 18 Gigawatt pro Stunde. Das finde ich machbar.
Man muss auch bedenken das dann auch die Treibstoffversorgung wegfällt die auch viel Strom verbraucht.
Falls ich einen Fehler in meiner Überlegung gemacht habe korrigiert mich bitte.
 
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Und jetzt kommt noch die Elektromobilität dazu - wartet nur mal ab, was passiert, wenn hier in Deutschland Millionen an E-Autos rumfahren. Selbst wenn die natürlich nicht alle gleichzeitig geladen werden, wird dort eine enorme zusätzliche Belastung im Stromnetz auftreten. Und selbst jetzt schon ist das Stromnetz so an der Belastungsgrenze, dass Lastabwurf betrieben wurde. Ohne unsere Nachbarn wären wir offenkunding ziemlich angeschissen gewesen. Oh, mit was produzieren die denn ihren Strom? Hauptsächlich durch Atom- und Kohlekraftwerke.

Während Deutschland mit seinen ca. 2% Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß (was angesichts der Wirtschaftsleistung so schon lächerlich wenig ist) sich das Leben durch zunehmend instabile Strometze und stark steigende Strompreise schwer macht, packt die restliche Welt nicht die Reduzierung des CO2-Ausstoßes - wenn er nicht immer weiter gesteigert wird.
Liste der groessten Kohlenstoffdioxidemittenten – Wikipedia

Obendrein ist es auch in politischer Hinsicht wahnsinnig intelligent, sich von Dritten abhängig zu machen... :schief:

Wo wir schon beim Thema Lastabwurf waren: Jetzt ratet mal, wozu diese tollen smarten Stromzähler (SmartMeter) technisch in der Lage sind...
Intelligenter Zaehler – Wikipedia
Lastmanager – Wikipedia

Ja, eine Komplettabschaltung soll und darf nicht möglich sein - die prinzipielle Möglichkeit ist aber da... So kann man natürlich auch das Problem der fehlenden Möglichkeit, erneuerbare Energien nicht sinnvoll und umweltverträglich speichern zu können, lösen. :schief:

Ich hoffe, die ganzen Fridays for Future-Demonstranten heulen nicht rum, wenn im Falle eines Blackouts nichts mehr funktioniert - kein Wasser, kein Internet, kein Social Media, die Mobilität welche praktisch zum erliegen kommt, irgendwann wird auch das Essen knapp...

Erneuerbare kosten im Betrieb einen Bruchteil von Kohle und Co.
Deswegen haben wir ja auch die EEG-Umlage - weil unsere erneuerbaren Energien sonst kaum wirtschaftlich zu betreiben sind. Nicht umsonst ist stark damit zu rechnen, dass bald die ersten EE-Anlagen wieder abgebaut und gegen neue Anlagen ersetzt werden, weil bald die ersten EE-Anlagen aus der EEG-Förderung fallen (Laufzeit 20 Jahre).

Und die logische Schlussfolgerung: Steigt der Anteil an erneuerbaren Energien, steigt automatisch auch noch die EEG-Umlage und verteuert den Strom bei uns nur noch weiter. Bravo. :rollen:
 
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Natürlich ist die realistisch!

Du hast auch mind. 1,4 Millionen (eher 2 Millionen) tankende Autos/LKW pro Tag in Deutschland, deren Reichweite größer ist und das ist eine sehr vorsichtige Überschlagsrechnung bei 14500 Tanstellen (100 pro Tankstelle, Autobahnen und Autohöfe dürften ein vielfaches davon haben). Insoweit hat Lesch völlig recht wenn er Abends als Beispiel für Nachfahrten anführt, da dürften die meisten E-Autos "leer" sein, im Gegensatz zu Morgens und 1 Millionen Nachtfahrten in Deutschland dürfte ziemlich gut hinkommen.
 
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....Das vorhalten von Strom für potenziellen Verbrauchen ist nicht realistisch. Das ist so als würde man für jedes Elektronische Gerät Stromkapazitäten vorenthalten.
Wenn jeder gleichzeitig z.b den Backofen anmacht und nen Föhn dann bricht das netz auch zusammen.

kann man nicht, hat man nie, wird man nie.
[fun fact: just gestern kurz nach dem anfahren meiner beiden anlagen auf der arbeit gab es einen kurzen stromausfall. vielleicht für eine viertel sek. ging sogar das licht aus. hat bist heute früh gedauert, bis alles wieder richtig lief.]

Prof. Lesch führt es doch auch aus: Ausgehend von vollständiger elektrifizierung. ob da 1Mio gleichzeitig ladende Autos sooo unrealistisch wären? Weiss man die peaks bei den benzinern?

Die Schuld sollte man lieber bei der Regierung die mit allen Mittel versucht den Ausbau zu verhindern und überall Steine in den Weg legt. Ohne Ausbau kein Strom

Zu allererst sollte man mal denen, die sich vehement gegen die benötigten stromtrassen oder ein paar schienen durch ihr gelobtes land um endlich mal die ganzen lkw's von der straße zu bekommen etc. wehren, ne ordentliche backpfeife verpassen. als nächstes hat man gefälligst bei sich selbst an zu fangen was zu machen, respektive zu ändern. das beispiel mit den fingern hatten wir doch erst ne seite weiter vorn, oder? ist hierzulande leider aber ganz, ganz groß in mode. und dann(!) kann (und muss) man auch anfangen, den politikern n bissel feuer unterm arsch zu machen - wenn das dann überhaupt noch nötig sein sollte. denn wie heisst es doch so schön: der fisch stinkt vom kopf her! was die meissten aber nicht wahr haben oder realisieren wollen: der kopf sind sie selbst.
 
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@iGameKudan
Schon heute sind Anlagen in Planung und werden gebaut die keine EEG-Förderung haben und trotzdem profitabel laufen. Wind und Solar sind spotbillig.
Die EEG-Umlage ist dieses Jahr zum zweiten Mal gesunken. Außerdem besteht der Strompreis aus 75% Umlagen und Steuer vielleicht wäre da mal was zu ändern.
Wir erzeugen doppelt so viel CO² wie der Durchschnitt darum geht es.Deswegen sollen wir ihn senken.
Die Anschaltung von Abnehmern wird auch schon heute eingesetzt hauptsächlich bei großen Stromverbrauchern
 
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kann man nicht, hat man nie, wird man nie.
[fun fact: just gestern kurz nach dem anfahren meiner beiden anlagen auf der arbeit gab es einen kurzen stromausfall. vielleicht für eine viertel sek. ging sogar das licht aus. hat bist heute früh gedauert, bis alles wieder richtig lief.]

Prof. Lesch führt es doch auch aus: Ausgehend von vollständiger elektrifizierung. ob da 1Mio gleichzeitig ladende Autos sooo unrealistisch wären? Weiss man die peaks bei den benzinern?



Zu allererst sollte man mal denen, die sich vehement gegen die benötigten stromtrassen etc. wehren ne ordentliche backpfeife verpassen. als nächstes hat man gefälligst bei sich selbst anfangen was zu machen. das beispiel mit den fingern hatten wir doch erst ne seite weiter vorn, oder? ist hierzulande leider aber ganz, ganz groß in mode. und dann(!) kann (und muss) man auch anfangen, den politikern n bissel feuer unterm arsch zu machen. denn wie heisst es doch so schön: der fisch stinkt vom kopf... was die meissten aber nicht wahr haben wollen: der kopf sind sie selbst.

Genau das ist das Problem. Dumme Leute(Nimby´s) die sich aus Dummheit gegen Sachen stellen die gemacht werden müssen. Es würde alles viel besser wenn solche Leute einfach mal Ruhig wären und die Politiker entlich mal gescheit an der Wende arbeiten würden und nicht so was dummes wie nen Ausbaudeckel machen.
 
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@ sterreich

Das was du zu den Elektroautos sagst ist m.A. nach Blödsinn.
Wenn in Deutsland wirklich Flächendeckend E-Autos (Batterie) vorhanden wären und von (54 Millionen zugelassenen Autos) würden gleichzeitig 1 Millionen Schnellladen dann wären es z.B. mit dem Tesla Supercharger 250KW (Tesla Supercharger – Wikipedia), was dann die Bereitstellung von dauerhaften 250 GigaWatt wären! Die Rechnung von Lesch ist absolut in Ordnung als Beispiel.



2019 wurde der Supercharger V3 mit bis zu 250 kW Spitzenleistung vorgestellt.

Selbst wenn man nur 100KW zugrunde legt, müßten 100 GigaWatt alleine für die momentanen Schnelllader (1 Millionen) vorgehalten werden, die restlichen 53 Millionen wovon vielleicht die Hälfte (25 Millionen) mit 5-10 KW lädt, belasten das Netz zusätzlich mit 250 GigaWatt, wären dann schon zusammen 350 GigaWatt.

Hab meinen Kommentar entsprechend angepasst/umgeschrieben.

Jetzt auch nochmal nachgesehen, meine 64 Mio. waren falsch, da sind Anhänger auch dabei, die kommen wohl eher ohne Strom aus :ugly:
Es sind derzeit 47 Mio. PKW und 57 Mio. KFZ, da sind schätze ich wohl auch LKW und 2-Räder dabei. Bei ersteren Macht Diesel noch länger Sinn.
Kraftfahrt-Bundesamt - Bestand

Diese Schnelllader sind ja in rund 20 Minuten fertig. Und werden wohl eher nur für von wenigen Personen für längere Trips verwendet. Jeder der kann lädt zuhause oder am Arbeitsplatz und da sind dann eher im Bereich 2-11kW üblich. Da wären wir gleich nur mehr bei 10GW, halt eben über einen längeren Zeitraum. Also nicht mehr Spitze als zur Mittagszeit wo jeder den Herd anmacht. Wenn man es intelligent anstellt kann man auch primär erst am Abend laden und hat das Problem mit überflüssigem Nachtstrom nicht mehr. Zumal die meisten weniger als 50km am Tag zurücklegen, das sind dann knappe 10 kWh.

Ja klar gehören die Kapazitäten für Stromer ausgebaut. Das gehören sie aber sowieso wenn man sich das deutsche Stromnetz und den Strommix ansieht.
Wobei ihr bei den Kapazitäten immer noch deutlich besser dasteht als wir. In Österreich ist der meiste Strom importiert.

Halte Elektroautos in ihrer jetzigen Form und unter den momentanen Umständen nicht für ein Allheilmittel. Die von BigYundol verlinkte Technik ist auch interessant. Oder auch Methanisierter Wasserstoff und in weiterer Folge Gaskraftwerke und Autos.
Wenn wir eine Möglichkeit finden effektiv wieder das CO2 aus der Luft zu fischen und für Treibstoffe zu verwenden wäre das für mich die perfekte Lösung. Allerdings ist dafür eben wieder Energie nötig. Fläche genug gibt es eh, die man nicht anderweitig verwenden kann.
Btw. betreffend Autos und Flugzeuge, hätte unsere ETH eine öffentlich zugängliche Technologie zu bieten, die deren Problematik ohne Verstromung lösen kann. Die EU und deren Mitglieder müssten dazu lediglich mal endlich massiv in den südlichen Ländern in trockenen, unbenutzbaren Gegenden in entsprechende Treibstoffproduktionsanlagen investieren:
CO2-neutraler Treibstoff aus Luft und Sonnenlicht | ETH Zuerich

Danke, kannte ich noch nicht.
 
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Während Deutschland mit seinen ca. 2% Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß (was angesichts der Wirtschaftsleistung so schon lächerlich wenig ist) sich das Leben durch zunehmend instabile Strometze und stark steigende Strompreise schwer macht, packt die restliche Welt nicht die Reduzierung des CO2-Ausstoßes - wenn er nicht immer weiter gesteigert wird.
Genau, ich verursache auf die Weltbevölkerung umgerechnet auch kaum Müll. Das heißt ich kann meinen ganzen Mist einfach auf den Boden fallen lassen, wenn ich unterwegs bin. Wozu die Mühe machen und einen Mistkübel suchen? :rollen:

Klar kann Deutschland den Planeten nicht alleine retten. Aber wenn jeder diese Einstellung vertritt geschieht nie etwas. Sogar die Chinesen haben begriffen, dass sie nicht so weitermachen können. Bei den Amis und auch bei uns dauert's leider noch wie es scheint.

Deswegen haben wir ja auch die EEG-Umlage - weil unsere erneuerbaren Energien sonst kaum wirtschaftlich zu betreiben sind. Nicht umsonst ist stark damit zu rechnen, dass bald die ersten EE-Anlagen wieder abgebaut und gegen neue Anlagen ersetzt werden, weil bald die ersten EE-Anlagen aus der EEG-Förderung fallen (Laufzeit 20 Jahre).

Und die logische Schlussfolgerung: Steigt der Anteil an erneuerbaren Energien, steigt automatisch auch noch die EEG-Umlage und verteuert den Strom bei uns nur noch weiter. Bravo. :rollen:
Nochmal, warum kriegen es Norwegen und Island mit fast 100% Erneuerbaren den halben Preis pro kWh wie Deutschland zu verrechnen? Die EEG ist vorgeschoben mehr nicht. Zumal auch andere Energieformen gefördert werden und wurden:
In den frühen Jahren der Atomenergienutzung sind noch höhere staatliche Förderungen von mehr als 60 Cent je Kilowattstunde gewährt worden.
http://www.foes.de/pdf/2012-08-Was_Strom_wirklich_kostet_kurz.pdf
Die Förderung von Erneuerbaren zahlt halt direkt der Verbraucher während er es bei Atomkraft und Co. nicht wirklich mitkriegt obwohl er nochmal mehr in Form von Steuergeldern dafür blecht. Nicht wirklich ein fairer Vergleich, oder?
Wirklich vergleichbar sind diese Zahlen jedoch erst dann, wenn die Fördersummen auf die erzeugten Strommengen umgerechnet werden. Hier ergibt sich, gemessen am Zeitraum von 1970-2012, eine staatliche Förderung von 3,4 Cent pro Kilowattstunde für die Erneuerbaren. Die Braunkohle erhielt im gleichen Zeitraum 1,3 Cent, die Steinkohle 3,3. Am höchsten ist der angeblich so billige Atomstrom subventioniert, nämlich mit 4 Cent. Die geringste Förderung gibt es für Erdgas - nur 0,3 Cent.
Studie deckt versteckte Kosten von Kohle- und Atomstrom auf | Telepolis
 
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Aber auch du hast kein Rezept für die Lagerung und komme mir jetzt nicht, das die momentane Castor Lagerung an allen Standorten sicher und billig ist, dann lache ich dich aus!
Ich kann alle deine Argumente nachvollziehen und bin teilweise deiner Meinung, trotzdem ist das Endlagerproblem und damit DIE Kosten nicht gelöst, noch sind sie einigermaßen seriös einzuschätzen.
Darüber hinaus ist der Rückbau eines Atommeilers schweine teuer, wenn er denn mal seine Laufzeit beendet hat.

Die Endlagerung ist gelöst, es gibt diverse Konzepte, das Problem ist politischer Natur, keiner will es anpacken. Das kann man jetzt nicht der Kernkraft anlasten und wenn die Politiker und am Ende auch die Bevölkerung den Müll lieber in Zwischenlagern sehen wollen, dann ist das eben so. Dort klingt er ab, nach 50 Jahren sind 80% der Aktivität verschwunden, nach 300 Jahren ist das gröbste vorbei, so kann man es auch machen.

Endlager braucht ein großes Industrieland, wie Deutschland so oder so. Die Anwendungen in der Industrie, Forschung und vor allem Medizin sind einfach zu wichtig, nichtmal die Grünen stellen das ernsthaft in Frage. Dafür braucht es Forschungsreaktoren und die ziehen die gleichen Probleme, wie ihre großen Brüder nach sich.

Das beste Wäre eine internationale Lösung, man könnte das Zeug in Gebirgen der Antarktis vergraben, zusammen mit dem anderen Giftmüll. Tausende Kilometer keine Menschen, kein Ackerbau, nur ewiges Eis. Damit wären die meisten Probleme gelöst. Die zweitbeste Lösung wäre wohl den Müll in der Tiefsee zu deponieren, wobei das nichts mit dem Fäßerversenken zutun ha, wie man es praktiziert hat. Das ganze kommt das in korrosionsbeständige Behälter und wird von Robotern 100m tief in den Boden geschraubt. Es gibt Sedimentschichten die schon seit duzenden Millionen Jahren stabil sind und dies auch noch etwa genauso lange bleiben. In 5000m Tiefe kommt man nur mit Spezialtechnologie, wie sie frühstens in den 60ern verfügbar war, hin und finden kann man sie wohl erst mit unserer Technologie. Von daher ist es ausgeschlossen, dass unsere Nachfahren irgendwann hinkommen, ohne eine Ahnung zu haben, was sie da gefunden haben.

Lösungen gibt es, man müßte sie nur nutzen.

Da hier einige in die Richtung "billig" argumentiert haben. Atomenergie ist mit den Folgekosten wie der Endlagerung, die ja der Steuerzahler übernimmt und nicht der Stromerzeuger, unterm Strich wohl die teuerste Energieform (http://www.foes.de/pdf/2017-10-Was_Strom_wirklich_kostet_kurz.pdf).

Das ist etwas, bei dem man gerne seine Horrozahlen Fabrizieren kann, besonders wenn man es so inkompetent macht, wie Deutschland. Die Finnen rechnen mit 5Mrd € für ein Endlager, dass den Müll von 100 Jahren aufnimmt. Aber die Finnen sind auch schlau, im Gegensatz zu uns dummen Deutschen und haben den Standort nur für ein Endlager gewählt und nicht ein altes Bergwerk, das einen rattenschwanz an Problemen hat. Bei 5 Mrd € ist das ganze sehr günstig und trägt nur Bruchteile pro kWh bei, besonders da man wie gesagt sowieso eines braucht. Wenn man das herumgeeier der Deutschen nimmt, dann wird es teuer.

Ach Ja: Giftmüll wird z:B. in Herfa Neurode endgelagert, ähnlich sicher, sehr preisgünstig und da interessiert sich auch kein Schwein.
Untertagedeponie Herfa-Neurode – Wikipedia

Wenn in Deutsland wirklich Flächendeckend E-Autos (Batterie) vorhanden wären und von (54 Millionen zugelassenen Autos) würden gleichzeitig 1 Millionen Schnellladen dann wären es z.B. mit dem Tesla Supercharger 250KW (Tesla Supercharger – Wikipedia), was dann die Bereitstellung von dauerhaften 250 GigaWatt wären! Die Rechnung von Lesch ist absolut in Ordnung als Beispiel.

Das Problem ist einfach, dass er nicht bedacht hat, dass sich die Sache regeln läßt. In dem Fall kommt aus den 350kW Superchargern einfach weniger raus. man kann sich ja einigen, dass man den Leuten mit wenig Restenergie Priorität gibt und die anderen sich etwas gedulden müssen. Ein großes Problem sind eher die Leute, die zuhause über 3 Phasen Wechselstrom laden, da die nicht reguliert sind, aber das wird auch noch kommen.

Erneuerbare kosten im Betrieb einen Bruchteil von Kohle und Co. Die Ressourcen gibt's ja gratis. Das einzige Problem ist ein kurzfristiger Speicher für die Grundlast.

Dieses "einzige" Problem ist ein sehr kostspieliges. Man muß den Strom Wochen oder Monate speichern und das kostet Geld, sehr viel Geld. Dann muß man auch noch die Infrastruktur schaffen, Stromleitungen mit denen sich der gesamte (!!!) Stromverbrauch von einem ans andere Ende der Republik schaffen läßt und wenn man auf Wasserstoff setzt auch noch ein neues Gasnetz. Klar kann man das alte dafür verwenden, nur müßte man das teuer umrüsten und man könnte es dann nicht mehr für Erdgas verwenden - echt blöd. Zusätzlich wird sich der Stromverbrauch auch noch, dank Wärmepumpen und Elektroautos massiv erhöhen, Greenpeace glaubt es wird nur der Faktor 2,5 sein, konservativere Quellen gehen vom Faktor 5 aus. Da Greenpeace bei soetwas in einer Tour ins Klo gegriffen hat können wir mal vom Faktor 5 ausgehen (zumindest wenn es so kommt, wie gewünscht). Dann kommt auch noch das Problem mit dem Wirkungsgrad, Akkuspeicher sind teuer und nutzen sich ab, Schwungradspeicher sind nur eine kurzfristige Lösung und Pumpspeicherwerke sind nur begrenzt ausbaubar. Wasserstoff und Wärmespeicher haben einen Wirkungsgrad von unter 50%, sprich man muß doppelt soviel Strom produzieren.

Alles in allem sind diese Traumtänzereien sehr teuer und da das niemand offen Kommuniziert, wird man auf die Schnauze fallen, so wie bisher auch. Mit 0,5-1€ je kWh wird man wohl rechnen dürfen.

Tja, dann baut endlich mal eure Stromtrassen von Nord nach Süd aus und bringt nicht die Netze der Polen und Tschechen an ihre Grenzen.

Die sind nicht gewollt, im letzten Jahr wurden gerade einmal von über 1700 geplanten km lediglich 90km fertig und die richtig heftigen Strecken sind nichtmal in Angriff genommen worden. Dazu reicht das geplante hinten und vorne nicht aus.

(...) trotzdem ist das Endlagerproblem und damit DIE Kosten nicht gelöst, noch sind sie einigermaßen seriös einzuschätzen.

Das Problem ist gelöst und man kann die Kosten auch vernünftig einschätzen. Dass wir es in Deutschland nicht auf die Reihe bekommen steht auf einem anderen Blatt, aber es würde auch keiner ernsthaft behaupten, dass fliegen unmöglich ist, nur weil wir keinen Hauptstadtflughafen hinbekommen.

Darüber hinaus ist der Rückbau eines Atommeilers schweine teuer, wenn er denn mal seine Laufzeit beendet hat.

Das kannst du auch abschätzen, da gibt es schon Erfahrungen. Wenn man es schnell macht, wie in den USA und jetzt auch in Deutschland, dann ist man mit etwa 1,5 Mrd € pro großem Reaktor dabei. Wenn man 30 Jahre herumpfuscht, so wie in Greifswald, dann können es auch über 5 Mrd € pro Reaktorblock werden. Dann gibt es noch den sicheren Einschluß (warten bis die Strahlung wesentlich abgeklungen ist) und das Entombment (zumauern unf warten bis die Strahlung nach Jahrhunderten bis Jahrtausenden weg ist).

Wir können die Auswirkungen der Endlagerung für 1000e Jahre bei Weitem nicht abschätzen.

Klar kann man das, diese Leute nennen sich Geologen und schauen auch mal gerne millionen Jahre in die Zukunft. Die wissen sogar schon, dass sich die Kontinente wieder zu einem Superkontinent verneinigen und dass uns in 300 Mio Jahren das CO2 ausgeht (wenn wir noch da sind, dann können wir natürlich neues machen).

Wie sah es nochmal in Asse aus?

Asse I ist abgesoffen, genau wie Asse III und nun sollte keiner vorhergesehen haben, dass das auch mit Asse II passieren wird. Im Buch "der Gorlebenreport" (aus den 80ern) wurde damals schon davor gewarnt. Von daher eine vorhersehbare Blödheit.

In Deutschland geht viel schief, Ausstieg aus der Atomenergie gehört nicht dazu.

Doch, der hirnlose Atomausstieg gehört dazu, jedenfalls wenn man es aus der Sicht des Klimaschutzes sieht. 0,8% der weltweiten Stromerzeugung wurden faktisch von Kernkraft auf Braunkohle umgestellt, das hat ein großes Gewicht, besonders da wir alle unsere Klimaziele verfehlen werden und nun ein abschreckendes Beispiel sind. Die Kernkraftwerke hätte man als letztes abschalten sollen, wenn überhaupt (eventuell werden irgendwann mal neue gebaut).

Keiner braucht hier Kohlekraftwerke (die eh nicht zu regeln sind) und erst recht keine AKWs (die Enstorgungskosten des Mülls sind die Betreiber ja auch losgeworden).

Klar brauchen wir die, zumindest solange noch kein Ersatz da ist.

Wir haben ein super Gasnetz (und super Energiespeicher Stichwort Power-to-gas) und die Gaskraftwerke sind Regelbar, frag dich mal lieber warum die Politik so krampfhaft an Kohle und Atom festhält und z.b. den PV Markt hier in Deutschland komplett gegen die Wand gefahren haben (inkl. Arbeitsplätze).

Power to Gas ist reichlich ineffizient und dafür müßte es ersteinmal die regenerativen Kapazitäten geben. Die nächsten 10 Jahre fällt sowieso ein drittel des Windstroms weg, neuer wird nicht so schnell nachgebaut. Putingas ist natürlich eine sauberere Alternative, auch wenn man sich damit in die Abhängigkeit begibt. Leider wird da momentan wenig gebaut, dafür gibt es vollmundige Versprechen.

In Norwegen oder Island kostet die kWh rund 15 cent und die kratzen an 100% Erneuerbaren und das bei einem Einkommensschema dass den meisten Deutschen wohl das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Ja klar haben die mit Wasser und Geothermie bessere Voraussetzungen. Aber bei euch scheitert es nicht an den Möglichkeiten sondern am Willen/Kompetenz der Verantwortlichen und auch der Bevölkerung.

Der Punkt ist, dass Wasserkraft absolut billig und regelbar ist, damit unterbietet man so ziemlich alles. Norwegen hat da einfach Glück gehabt, dass sie so unglaublich viel haben und die Bevölkerung dabei noch recht klein ist. Wenn wir nur 5 Mio Leute wären, dann hätte sich das mit der Energiewende erledigt, da wir nie etwas anderes als Wasserkraft genutzt hätten. Bei Island ist es das gleich, die können damit sogar die Bürgersteige heizen.

Eigentlich sind das die Norweger, mit 99,8% Wasserkraft, da kommt man nur sehr schwer vorbei. Auch Länder wie Island, Venezuea, Paraguy und einige andere sind ordentlich von Mutter Natur gesegnet worden. 40% sind nichts besonderes, was besonders ist, sind unsere hohen Preise.

Sogar die Chinesen haben begriffen, dass sie nicht so weitermachen können.

Die Chinesen sind das schlechteste Beispiel, das du nehmen kannst. Die nehmen jede Woche zwei große Kohlekraftwerke in Betrieb und das wollen sie noch bis etwa 2030 machen. Dann ist eine Sättigung erreicht und sie haben sich tatsächlich erklärt , dann ihren CO2 Ausstoß zu reduzieren. Das meiste soll dann durch neue, effizientere Kohlekraftwerke und vorallem Kernkraft (Fusionsenergie) erreicht werden. Wenn es danach geht: das ist kein Problem.
 
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AW: Stabilität des Stromnetzes in Deutschland zuletzt mehrfach gefährdet

Die EEG-Umlage ist dieses Jahr zum zweiten Mal gesunken. Außerdem besteht der Strompreis aus 75% Umlagen und Steuer vielleicht wäre da mal was zu ändern.
Die EEG-Umlange beträgt aktuell wenn ich mich nicht irre 6,405ct/kWh. Also ca. 20% des derzeitigen durchschnittlichen Strompreises. Da ist es auch nur nen Tropfen auf den heißen Stein, dass die EEG-Umlage leicht gesunken ist. Insbesondere wenn einem mal klar wird, wie groß alleine der Anteil der EEG-Umlage an den Steuern und Umlagen ist (ausgehend von 30ct/kWh und deinem Wert von 75% beträgt der Steuer- und Umlagenanteil 22,5ct/kWh - da sind 6,405ct/kWh ca. 28%)...

Wir erzeugen doppelt so viel CO² wie der Durchschnitt darum geht es.Deswegen sollen wir ihn senken.
Nochmal... Wir sind eine der größten Wirtschaftsmächte und ein recht wohlhabendes Land - und sind trotzdem nur für 2% der CO2-Emissionen verantwortlich. Obendrein haben wir seit den 70ern bis auf eine Ausnahme unseren CO2-Ausstoß kontinuierlich gesenkt - was man von den meisten anderen Ländern nicht behaupten kann.

Klar, mit ca. 1,14% Anteil an der Weltbevölkerung sind 2% der weltweiten CO2-Emissionen nicht wenig. Vergleiche mal mit anderen Ländern:

Die USA verursachen mit 4x so vielen Einwohnern ca. 6,5x mehr Emissionen. Die Chinesen verursachen mit ca. 16,5x so vielen Einwohnern "nur" einen 13x höheren CO2-Ausstoß - wobei der Wohlstand der Chinesen im Schnitt geringer ist wie bei uns... Stelle dir mal vor, wie da die Bilanz bei einem ähnlich hohen Wohlstand aussieht. Saudi Arabien verursacht mit 0,4x so vielen Einwohnern 0,75x so viele Emmissionen... Im Rest der Welt mit der Ausnahme mancher EU-Länder ist der CO2-Ausstoß bestenfalls nur am stagnieren, in den meisten Ländern steigt er hingegen mehr oder weniger stark.

Merkst was?

Die Einsparpotenziale sind in den anderen Ländern viel, viel größer wie in Deutschland bzw. der EU, sobald man auch mal den Wohlstand der durchschnittlichen Bevölkerung sowie die Wirtschaftsleistung in Betracht zieht. Bevor man sich hier also das Leben noch schwerer macht, sollte der Großteil der Welt überhaupt erstmal ein ähnlich hohes CO2-Effizienzniveau erzielen. Das würde nicht nur prozentual, sondern absolut, viel viel größere Einsparungen erzeugen.

Die Anschaltung von Abnehmern wird auch schon heute eingesetzt hauptsächlich bei großen Stromverbrauchern
Ist nur noch ne Frage der Zeit, bis das auch bei Privatleuten Realität wird - die Voraussetzungen schafft man ja gerade.

sterreich schrieb:
Nochmal, warum kriegen es Norwegen und Island mit fast 100% Erneuerbaren den halben Preis pro kWh wie Deutschland zu verrechnen?
Weil die nordischen Länder durch ihre Geothermie in der Hinsicht einen regelrecht unfairen Vorteil in Hinsicht auf die Menge, dauerhafte Verfügbarkeit und finanziellen Aufwand haben.
Die haben so viel geothermische Energie, dass die in manchen Städten sogar die Fußwege und Straßen heizen können...

sterreich schrieb:
Klar kann Deutschland den Planeten nicht alleine retten. Aber wenn jeder diese Einstellung vertritt geschieht nie etwas.
Praktisch scheinen aber nur ein paar europäische Länder neben Deutschland den Willen zu haben, entsprechende Klimaziele und Umweltschutzauflagen auch wirklich durchzusetzen.
Persönlich sehe ich es nicht ein wieso sich Deutschland und die EU das Leben noch schwerer machen sollen, wenn für den Rest der Welt diverse Klimaziele und Umweltschutzauflagen praktisch (wiegesagt, bestenfalls stagniert in vielen Ländern der Welt der CO2-Ausstoß pro Kopf, in den meisten Ländern steigt er...) nur Lippenbekenntnisse sind.
 
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Wir haben bei uns ein Gutes Strom Netz Wärme Kopplung und noch ein Gas Kaufwerk der Grund Versorger Standwerke hat es bis jetzt gut im Griff.

Praktisch scheinen aber nur ein paar europäische Länder neben Deutschland
Persönlich sehe ich es nicht ein wieso sich Deutschland und die EU das Leben noch schwerer machen sollen, wenn für den Rest der Welt diverse Klimaziele und Umweltschutzauflagen praktisch (wiegesagt, bestenfalls stagniert in vielen Ländern der Welt der CO2-Ausstoß pro Kopf, in den meisten Ländern steigt er...) nur Lippenbekenntnisse sind.

Eben das bringt auch nicht viel das was wir versuchen es verzögert das Klima Chaos nur etwas weil der Rest der Welt nicht mit macht.
 
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Die EEG-Umlange beträgt aktuell wenn ich mich nicht irre 6,405ct/kWh. Also ca. 20% des derzeitigen durchschnittlichen Strompreises. Da ist es auch nur nen Tropfen auf den heißen Stein, dass die EEG-Umlage leicht gesunken ist. Insbesondere wenn einem mal klar wird, wie groß alleine der Anteil der EEG-Umlage an den Steuern und Umlagen ist (ausgehend von 30ct/kWh und deinem Wert von 75% beträgt der Steuer- und Umlagenanteil 22,5ct/kWh - da sind 6,405ct/kWh ca. 28%)...

Die EEG-Umlage sinkt ja also alles gut. Außedem haben wir einen überdurchschnittlich hohen Anteil an abgaben deswegen sollte ich da was ändern.


Nochmal... Wir sind eine der größten Wirtschaftsmächte und ein recht wohlhabendes Land - und sind trotzdem nur für 2% der CO2-Emissionen verantwortlich. Obendrein haben wir seit den 70ern bis auf eine Ausnahme unseren CO2-Ausstoß kontinuierlich gesenkt - was man von den meisten anderen Ländern nicht behaupten kann.
Aber trotzdem nicht genug wir sind immernoch doppelt so hoch wie der durchschnitt.

Klar, mit ca. 1,14% Anteil an der Weltbevölkerung sind 2% der weltweiten CO2-Emissionen nicht wenig. Vergleiche mal mit anderen Ländern:

Die USA verursachen mit 4x so vielen Einwohnern ca. 6,5x mehr Emissionen. Die Chinesen verursachen mit ca. 16,5x so vielen Einwohnern "nur" einen 13x höheren CO2-Ausstoß - wobei der Wohlstand der Chinesen im Schnitt geringer ist wie bei uns... Stelle dir mal vor, wie da die Bilanz bei einem ähnlich hohen Wohlstand aussieht. Saudi Arabien verursacht mit 0,4x so vielen Einwohnern 0,75x so viele Emmissionen... Im Rest der Welt mit der Ausnahme mancher EU-Länder ist der CO2-Ausstoß bestenfalls nur am stagnieren, in den meisten Ländern steigt er hingegen mehr oder weniger stark.

Merkst was?
Saudi Arabien finanziert sich nur aus ÖL und Gas und in China wird alles auf der Welt hergestellt, natürlich haben die einen großen ausstoß.
Außerdem inverstiert China große Mengen an Geld in erneuerbare Energien. China hat in den letzten Jahren seine Leistungen in Sonne und Wind jedes Jahr verdoppelt. China investiert doppelt so viel Geld wie Europa pro Jahr und im Gegensatz zu uns investieren sie immer mehr.
In der USA ist der ausbau der erneuerbaren Energien im Gegensatz zu der Politik des Clowns um 25% gestiegen und z.b Kalifonien plant eine Versorgung von 100% bis 2050


Die Einsparpotenziale sind in den anderen Ländern viel, viel größer wie in Deutschland bzw. der EU, sobald man auch mal den Wohlstand der durchschnittlichen Bevölkerung sowie die Wirtschaftsleistung in Betracht zieht. Bevor man sich hier also das Leben noch schwerer macht, sollte der Großteil der Welt überhaupt erstmal ein ähnlich hohes CO2-Effizienzniveau erzielen. Das würde nicht nur prozentual, sondern absolut, viel viel größere Einsparungen erzeugen.
Also ist dein Plan die erstmal ne lange Pause machen und warten bis wir dann von allen Überholt werden?


Ist nur noch ne Frage der Zeit, bis das auch bei Privatleuten Realität wird - die Voraussetzungen schafft man ja gerade.

Das kann sein aber aus PR und Imagegründen würde ich nicht glauben das sie Haushalte einfach ausschalten.


Praktisch scheinen aber nur ein paar europäische Länder neben Deutschland den Willen zu haben, entsprechende Klimaziele und Umweltschutzauflagen auch wirklich durchzusetzen.
Persönlich sehe ich es nicht ein wieso sich Deutschland und die EU das Leben noch schwerer machen sollen, wenn für den Rest der Welt diverse Klimaziele und Umweltschutzauflagen praktisch (wiegesagt, bestenfalls stagniert in vielen Ländern der Welt der CO2-Ausstoß pro Kopf, in den meisten Ländern steigt er...) nur Lippenbekenntnisse sind.

Deutschland hat nicht wirklich den willen die Klimaziele und Umweltschutzauflagen durchzusetzten sonst würden wir sie ja erfüllen. Rumhocken und mimimi zu machen finde ich ist keine Lösung
 
AW: Stabilität des Stromnetzes in Deutschland zuletzt mehrfach gefährdet

Eben das bringt auch nicht viel das was wir versuchen es verzögert das Klima Chaos nur etwas weil der Rest der Welt nicht mit macht.[/QUOTE]
Dann sprengen wir uns dann einfach in die Luft weil bringt ja eh nix. Der Klimawandel wird zeigen wie "Intelligent" und überlebensfähig unsere Spezies ist und je mehr Leute es gibt die sagen es wird eh nix desto warscheinlicher wird es das es nicht klappt(selbsterfüllende Prophezeiung).Also entweder scheitern wir und gehen unter oder wir gehen gestärkt daraus raus.Da gibt es ein Video von Lesch oder kurzgesagt um diese Herausforderung die sich Spezien stellen müssen.
 
AW: Stabilität des Stromnetzes in Deutschland zuletzt mehrfach gefährdet

Aber auch du hast kein Rezept für die Lagerung und komme mir jetzt nicht, das die momentane Castor Lagerung an allen Standorten sicher und billig ist, dann lache ich dich aus!
Ich kann alle deine Argumente nachvollziehen und bin teilweise deiner Meinung, trotzdem ist das Endlagerproblem und damit DIE Kosten nicht gelöst, noch sind sie einigermaßen seriös einzuschätzen.
Darüber hinaus ist der Rückbau eines Atommeilers schweine teuer, wenn er denn mal seine Laufzeit beendet hat.

Ja, die Lagerung ist derzeit ein Problem weil Reaktoren die den Brennstoff gut verwerten können nicht gebaut werden bzw nicht gebaut werden dürfen. Der sogenannte "Abfalll" ist zu 99% unverbrauchter Treibstoff der von diversen Reaktoren genutzt werden könnte. Das was von Gen 3 Reaktoren oder anderen wie Flüssig-Reaktoren übrig bleibt benötigt nur wenige Jahre Lagerung da es fast nur kurzlebige (damti stark strahlende) Isotope enthält - die sich auch gut für RTGs verwenden lassen.
 
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Oh man ich bin 100% davon überzeugt das ich hier vor kurzem mit einem User genau dieses Gespräch hatte.

Er meinte man könnte problemlos ganz Deutschland umrüsten auf E-Fahrzeuge. Als ich sagte das es JETZT schon knapp ist und wir schon an der kotzgrenze sind wurde ich ausgelacht. Man ich muss weiter suchen
 
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Klar kann Deutschland den Planeten nicht alleine retten. Aber wenn jeder diese Einstellung vertritt geschieht nie etwas.
Es vertritt jeder diese Einstellung, der nicht auf den Kopf gefallen ist, denke ich. Und Deutschland kann tatsächlich im Grunde nicht mehr tun, als getan wird.
Jedes Land steht auf der Erde auch im Wettbewerb mit anderen. Zwar muss einer vorangehen, aber es wird immer welche geben, die davon profitieren und den billigen Strom liefern, um z.B. jetzt unsere Grundlast mit Atomenergie zu decken.
Mit dem "guten Willen" machen andere Geschäfte. Das sollte man nie vergessen (egal, worum es gerade geht), und muss somit einfordern dass sie mitziehen, man darf nicht blind in eine Richtung rennen, wodurch irgendwann der Strom für z.B. in Deutschland ansässige Unternehmen im Vergleich mit anderen Ländern unbezahlbar würde und sie die Produktion verlagern müssen. Dann kann man sich gar keine erneuerbaren Energien mehr leisten.

Nur der Atomausstieg war ein dummer Fehler. Eigentlich hätte man nur die Vorkommnisse in Japan zum Anlass nehmen sollen, um die Sicherheitsvorkehrungen zu prüfen und weiter zu verbessern.
Tatsächlich hätte man aus der teuren Kohleenergie aussteigen müssen, statt weiter die Kohle(-> CO2) aus der Erde herauszuklopfen, obwohl wir die Kohle zum Schutz des Klimas eigentlich aus der Luft wieder unter die Erde befördern müssten. Die Form als feste, kompakte Masse wie Kohle ist zur Lagerung sogar bereits perfekt.
Dann hätten wir jetzt schon der Welt gezeigt, dass wir daran interessiert sind, die CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre zu senken.
Die umweltfreundlichste Energieform bis dahin zu verdammen, aufgrund von Szenarien, die seltenst eintreten - besonders in Deutschland, ist aus Sicht anderer Länder - zurecht - völlig unverständlich. Es war eine angstgetriebene Kurzschlussreaktion.
 
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