Ich kann Zappaesk in dem Fall voll verstehen:
In der Analogtechnik kann theoretisch erstmal "alles" einen Unterschied machen. Parasitäre Kapazitäten sind bei HF Technik z.B. das täglich Brot des Ingenieurs und kein bisschen Voodoo. Nur ob die hörbar sind ist eine andere Frage.
Was ganz anderes ist aber die Digitaltechnik. Da hat man nur einen Unterschied wenn ein Bit kippt(bzw. sogar mehrere wenn es eine Checksumme gibt).
Erst mal danke für dein Verständnis!
Aber dein Bild der Digitaltechnik ist auch ein wenig zu enfach. Auch da gibt es Unterschiede in der Übertragung. Das hat auch nichts mit Voodoo zu tun und steht außerhalb des Hifibereichs auch völlig außerhalb dieses Verdachts! Jitter ist z.B. so ein Thema. Das sind - vereinfacht und bildlich ausgedrückt - digitale Gleichlaufschwankungen. Mittlerweile ist das Thema nicht mehr ganz so wichtig, weil durch immer bessere Masterclocks und auch durch die Zwischenpufferung der Daten die meisten Wandler das Thema recht wirksam bekämpfen.
Wann ein Bit kippt bzw. ab wann es als "gekippt" vom Wandler wahrgenommen wird ist auch so ein Thema (das führt dann u.a. zu Jitter). D.h. wenn der Anstieg nicht schnell genug ist kann es eben zu minimalen Verzögerungen kommen. Das Signal ist zwar richtig, das Timing aber eben nicht. Optische Toslinkkabel sind für sowas z.B. anfällig (und Toslink klingt daher auch oftmals nicht so gut wie ne Coax Verbindung), weil es aufgrund der nicht lichtdichten Stecker zu Streulicht kommen kann oder weil minderwertige Fasern (Glasfasern sind es in den aller wenigsten Fällen) Bruchstellen aufweisen, die wiederum Reflektionen erzeugen und somit ebenfalls das Signal stören.
Wie gesagt, das Signal ist zwar rein von den Werten her richtig aber nicht zwingend zeitlich optimal. Bei einer Datenübertragung im Rechner oder sonst wo ist der Zeitbezug normalerweise egal, deswegen spielt das da keine so große Rolle. Bei der Musikübertragung aber schon. In den Anfangstagen hat sich bei der Definition der Schnittstellen darüber niemand einen Kopf gemacht, sonst wäre das Thema u.U. auch keines geworden und man hätte ggf. Vorkehrungen treffen können um die Übertragung zu verbessern.
Wobei, heute weiß man es und hat z.B. das HDMI Protokoll auch nicht diesbzgl. verbessert. Es gibt nicht wenige, die HDMI als klanglich signifikant schlechter einstufen als die betagten S/P-DIF Schnittstelle. Ich selber kann dazu nichts sagen, weil ich kein HDMI Gerät zur Musikwiedergabe besitze und es mich auch nicht interessiert da mal einen Test zu machen.
Ich weiß nicht, was es noch für Themen und Probleme bei der digitalen Übertragungstechnik gibt - stecke da viel zu wenig drin, aber es ist wie überall, der Teufel steckt im Detail und macht die ansich so einfache Digitalübertragung dann doch - wenn man sie optimieren will - komplexer wie vermutet!