Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Das ist nur mit einem Netzwerk zu erklären, dass dank weitereichender Mitwisserschaft Fahrzeuge beladen konnte, oder mit einer großen Zahl verteilter Soldaten, die über längere Zeiträume hinweg regelmäßig einzelne Schüsse oder, bei Abstimmung innerhalb des Trupps, vielleicht auch mal ganze Magazinladungen oder Teilgurte veruntreut haben. Ich tippe, wie gesagt, vor allem auf Ausbildungsveranstaltungen, bei denen innerhalb weniger Tage große Mengen Munition verbraucht werden sollten und eine etwas geringerer Verbrauch gerade bei Spezialeinheiten, die von ihrer Struktur her nicht jedem Trupp einen unabhängigen Aufseher zur Seite stellen können, niemanden aufgefallen wäre. Sobald mehr als 1-2 Personen was anderes als Einzelschuss praktizieren, wird mitzählen kaum noch möglich sein => "29 Schuss ins Magazin, 1 Schuss in die Tasche".

Nochmal, das KANN nicht die Ursache sein.
Wenn man auf die Art Mun abzweigt, dann geht jeder davon aus, dass diese Munition wie vorgesehen verbraucht wurde. Somit wird sie als verschossen eingetragen und nicht als Fehl. Man kann sowas nicht Jahre später rekonstruieren und sagen " da fehlt Munition". Wenn du auf der Schießbahn, beim Gruppengefechtsschießen, jemand 180 Schuss fürs G36 gibst und der nach der Übung mit 0 zurückkommt, dann stehen in der Schiesskladde 180 verschossene Patronen für diesen Schützen. Selbst wenn der Schütze 5 eingesteckt hat, es gibt kein "Fehl".

Wir reden also von Munition, von der bekannt ist dass sie abhanden gekommen ist.
Ich weiß nicht wie ich das jemandem erklären soll der das Procedere auf einer Schießbahn offensichtlich nicht durchlebt hat, aber glaub mir, wenn die Schiesskladde stimmt, also was ausgegebene, verschossene und zurückgegebene Munition angeht, dann kann NIEMAND im Nachhinein feststellen, dass Munition fehlt, es sei denn, es werden beim Schützen direkt Patronen gefunden. Aber die fehlen ja dann nichtmehr, weil sie ja gefunden wurden.
 
Vor allem wenn man sich die Logistik der Auslandseinsätze ansieht. Da fliegt auch deutscher Nachschub von Frankreich mit einem spanischen Flugzeug ins Ausland und wird da zusammen mit Nachschub von anderen Ländern von Italienern ausgeladen, und dann von dänischen Lastern ins deutsche Camp gebracht. Wenn man sich so eine Lieferkette in der Wirtschaft vorstellt, ist man sehr überrascht dass es nicht 6 Millionen Schuss sind.
 
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Wir reden also von Munition, von der bekannt ist dass sie abhanden gekommen ist.
Ich weiß nicht wie ich das jemandem erklären soll der das Procedere auf einer Schießbahn offensichtlich nicht durchlebt hat, aber glaub mir, wenn die Schiesskladde stimmt, also was ausgegebene, verschossene und zurückgegebene Munition angeht, dann kann NIEMAND im Nachhinein feststellen, dass Munition fehlt, es sei denn, es werden beim Schützen direkt Patronen gefunden. Aber die fehlen ja dann nichtmehr, weil sie ja gefunden wurden.

Wobei man doch auch die nach dem Schießen am Stand liegenden Hülsen nachzählen kann, bzw. die in die Scheibe eingeschlagenen Projektile.
 
Exakt so, wie Hoffgang schreibt.
Bzw. umgekehrt, es gibt nur anderthalb Möglichkeiten, Munition als fehlend zu erkennen: Entweder sollte sie laut Inventarliste im Mun-Depot sein, ohne dieses jemals verlassen zu haben ODER sich als nicht verschossen *wieder* dort befinden, ist es jedoch nach Überprüfung nicht.

Und für das Fehlen gibt es demnach auch nur zwei Möglichkeiten: Sie wurde entweder tatsächlich entwendet, oder irgendwo auf ihrem Weg falsch protokolliert bzw. inventarisiert.
Neben den gängigen Fehlerquellen wie Verzählen, Zahlendrehern, falsch verstandene Meldungen etc. kommt beispielsweise auch vor, dass angebrochene Packungen als nicht angebrochen zurückgeliefert werden und auch ungeöffnet aussehen und - vorschriftswidrig - nicht auf Vollständigkeit geprüft werden.
Es kam auch schon vor, dass Munition an die falsche Stelle geliefert und dort sogar ordnungsgemäß an überzählig vermerkt wurde, während der eigentliche Empfänger sie ordnungsgemäß als nicht empfangen meldete, aber niemand diese Meldungen zusammenführte - was dann über bleibt, ist die Meldung über fehlende Munition.
Und gar nicht mal so selten scheucht man auch seine ganze Bande bis nach Verlöschen des Lichts vergeblich durchs Gelände, um verlorene Mun wieder aufzuspüren, die dann irgendwo auf dem Übungsgelände liegt und womöglich zum Gegenstand späterer archäologischer Ausgrabungen wird und bis dahin bei Familie Wühlmaus das Wohnzimmer schmückt.

Worüber man sich tatsächlich Sorgen machen muss, ist die systematische Unterschlagung größerer Chargen, denn dahinter stecken System und auch organisierte Strukturen. Diese wiederum müssen allerdings nicht unbedingt rechtsextreme Gruppen sein, manchmal landet das Zeug auch ganz profan auf dem Schwarzmarkt - auch nicht schön, aber immer noch besser als im Waffenkeller des Clubs "Umsturz 88".
Allerdings kann natürlich auch Schwarzmarktware wieder bei Extremisten landen.
 
Wobei man doch auch die nach dem Schießen am Stand liegenden Hülsen nachzählen kann, bzw. die in die Scheibe eingeschlagenen Projektile.

Nein.
Wenn du auf Pappkameraden schießt haben die bereits jede Menge Löcher, Hülsen sammeln & zählen geht vllt noch beim Schulschießen, bei NSAK oder beim Gruppengefechtsschießen kannste das sowas von knicken :)
 
Allerdings kann natürlich auch Schwarzmarktware wieder bei Extremisten landen.

Sind überhaupt alle Bundeswehrkaliber im normalen Handel erhältlich?

(und, um mal auf die Politik zurückzukommen: Warum sind sie eigentlich nicht einfach alle verboten? Das würde die Motivation für Munitionsdiebstahl mal drastisch reduzieren, wenn man dafür auch noch eine Bundeswehrwaffe klauen müsste. Und umgekehrt.)
 
Ja 7,62x51 ist im Zivilen z.B. .308 Winchester

Also im Prinzip kann man schießen, aber es gibt so viele Variablen. Zum Beispiel kann die Treibladung dann bei einigen Waffen nicht ausreichen um den Verschluss weit genug zurück zu führen damit die nächste Patrone ins Patronenlager kommt ergo du darfst mit deinem MG repetieren.

Das ist jetzt mal ein Beispiel was bei unpassender Munition passieren kann.

Für ein Gefecht oder lange Benutzung also schlecht. für einen Anschlag sollte es aber reichen.
 
Nein.
Wenn du auf Pappkameraden schießt haben die bereits jede Menge Löcher, Hülsen sammeln & zählen geht vllt noch beim Schulschießen, bei NSAK oder beim Gruppengefechtsschießen kannste das sowas von knicken :)

Bloß wie wird dann geprüft, wie gut die Leute schießen, wenn man da schon Löcher drin hat?
Was ist Gruppengefechtsschießen?
 
Ja man zählt die Löcher, aber du schießt tatsächlich oft genug durch die selbe Stelle.
Außerdem schießt man manchmal auch vorbei.

Die Löcher werden dann nach einem "Rennen" also einer Person die eine Übung geschossen hat überklebt.
Sonst hätte man enormen Materialverbrauch.

Gruppengefechtsschießen:
Gefechtsschiessen - Reservistenverband Brandenburg
 
Bloß wie wird dann geprüft, wie gut die Leute schießen, wenn man da schon Löcher drin hat?

Man nennt das auch Klappfallscheiben, d.h. die Kameraden klappen bei einem Treffer nach unten weg, werden auf Anweisung des Leitenden (je nach Übung) wieder aufgerichtet.


Was ist Gruppengefechtsschießen?

Wenn eine ganze Gruppe gemeinsam den Feuerkampf führt. Schau einfach mal bei YT nach Videos.
 
Sind überhaupt alle Bundeswehrkaliber im normalen Handel erhältlich?
Darum braucht man für die geklauten Waffen auch geklaute Munition. :)
In den US bekommst Du jede mögliche Munition frei gekaut. Und der Transport via Segelboot ist problemlos. Keine Jacht wird beim Einlaufen kontrolliert.

Und hier mal wieder etwas Satirisches zum Nachdenken für unsere mitlesenden Polizisten: Einfach mal fragen, bevor man schießt.
Racial Profiling : de
 
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Knochenbrueche nach Polizeieinsatz - Panorama - SZ.de

und wieder ein Fall übelster Polizeigewalt gegen die Presse :daumen2:
Es ist so unglaublich, wenn ich das lese. Sechs gut ausgebildete Polizisten und ein leicht angetrunkener Provozierender. Und den auf Testoeteron stehenden Polizisten fällt nichts anderes ein, als im das Sprunggelenk zu zertreten? Wo leben wir und was soll das? Und wieder mal sechs Polizisten als eingeschworene Mannschaft, die sich gegeneinander deckt. Dazu wie üblich keine Ermittlunbgsarbeit, denn Taxifahrer und Mitinsassin zu befragen wäre nun wirklich zu viel gewesen.

Ab jetzt stelle ich immer mein Smartphone Kamera an, wenn ich miot Polizisten rede. Und ich ahne, sie werden das sofort unterbinden. Das wird spannend.
 
Sind die Populisten wieder da?
Selbst wenn es die Schuld der Cops ist, ist es nicht gegen die Presse da dieser Fakt unmöglich bekannt gewesen ist.


Aber was war denn der ganze Anlass?
Ein Autofahrer blockiert den Weg.

Dann diskutiert ein Betrunkener auch noch mit der Polizei die dann wahrscheinlich zu hart reagiert.
 
Es ist so unglaublich, wenn ich das lese. Sechs gut ausgebildete Polizisten und ein leicht angetrunkener Provozierender. Und den auf Testoeteron stehenden Polizisten fällt nichts anderes ein, als im das Sprunggelenk zu zertreten? Wo leben wir und was soll das? Und wieder mal sechs Polizisten als eingeschworene Mannschaft, die sich gegeneinander deckt. Dazu wie üblich keine Ermittlunbgsarbeit, denn Taxifahrer und Mitinsassin zu befragen wäre nun wirklich zu viel gewesen.

Ab jetzt stelle ich immer mein Smartphone Kamera an, wenn ich miot Polizisten rede. Und ich ahne, sie werden das sofort unterbinden. Das wird spannend.

Im Prinzip könnte man es sich auch sparen, mehrere Polizisten zu verhören und stattdessen einfach "eine Einsatzgruppe" ins Protokoll eintragen. Unabhängige Aussagen bekommt man sowieso nicht, mehr als die Zeugenaussage eines einzelnen Angeklagten (!) ist das Ergebnis nie wert. Also weniger als das Papier, auf dass es x-fach ausgedruckt wird. Würden mutmaßliche Mörder wie mutmaßlich harmlose Polizisten behandelt werden, hätten wir bei Mord eine Aufklärungsquote von Null, weil die Angeklagten immer bezeugen, dass sie unschuldig sind...


Ich bin ja dafür das alle Polizisten Bodycams tragen müssen. Das würde einiges erleichtern.

Nur wenn die dann auch immer laufen, was aber in keinem einzigen Gesetz für Bodycams vorgesehen und auch außerhalb Deutschlands afaik nirgendwo die Norm ist. :(
 
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