Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Fragt sich nur ob es nur aus einer Anfrage war.

Btw
Müssen die ihre Quellen eigentlich nicht genauer verlinken?
 
Sollen wohl über 60k bei der Bundeswehr insgesamt fehlen und davon über 40k beim KSK.
Unabhängig von den mehr als 60.000 Schuss Munition, die bei der Bundeswehr insgesamt fehlen und über die nun die "Welt" berichtet, ist darüber hinaus auch unklar, wo 62 Kilogramm Sprengstoff und 48.000 Schuss Munition aus den KSK-Beständen geblieben sind.
Bundeswehr vermisst Munition: Schlamperei oder Diebstahl? | tagesschau.de



Mehr Datenschutz kommt in Hessen jetzt zumindest:
https://www.hessenschau.de/politik/massnahmenkatalog-nach-nsu-20-affaere-unabhaengige-experten-sollen-hessische-polizei-kontrollieren schrieb:
Nach der Abfrage sensibler Daten von Polizeicomputern in der "NSU 2.0"-Affäre soll außerdem die Datensicherheit verbessert werden. Jeder Polizist erhalte neue Zugangsdaten und müsse sich schriftlich zu deren Geheimhaltung verpflichten, kündigte Ullmann an. Bei der Abfrage von Personendaten müsse der Benutzer zudem künftig sein Passwort erneut eingeben.

Außerdem soll die Abfrage von Daten erschwert werden, wenn es um Personen des öffentlichen Lebens geht, oder um Menschen, die Sperrvermerke im Einwohnermeldesystem haben. In diesen Fällen werde die Abfrage sofort dem direkten Vorgesetzten dargestellt, erklärte Ullmann. Stimmt dieser der Abfrage nicht zu, sollen die Daten nicht eingesehen werden können.
Massnahmenkatalog nach "NSU 2.0"-Affaere: Unabhaengige Experten sollen hessische Polizei kontrollieren | hessenschau.de | Politik


Rechtsextremistische Drohungen : Was ueber die "NSU 2.0"-Briefe bekannt ist | tagesschau.de
Wobei die Frage ist, ob es wirklich immer der gleiche Absender ist, oder ob es nach den Presseberichten nun Nachahmer gibt. Schließlich wurde schon bei der Anwältin berichtet, dass die Mails mit NSU2.0 unterschrieben wurden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie...
Man kann beim Panzerschießen mal 7,62mm Leuchtspur mitgehen lassen (also 1-2, alles andere wird, wenn die Kommandanten was taugen gefunden), aber 60.000 Schuss Munition?
Wie geht sowas? Das ist ja Munition, bei der man sich des Umstandes des Verschwindens bewusst ist - im Gegensatz zu meinem Eingangssatz, dort glaubt man, die Munition sei verschossen worden. Wie verliert man 60.000 Schuss Munition.
Schlamperei kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass wird doch 3 mal gegengerechnet und geprüft (anders kenne ich es zumindest nicht) und wenn ein Fehl entsteht, dann wird gesucht, nochmal gesucht und weitergesucht.

Kannste Dir nicht ausdenken was in dem Laden los ist.
 
Evtl. im Auslandseinsatz.

Könnte sein.
Wenns z.b. auf Fahrzeugen war, die im Einsatz zerstört wurden, wie beispielsweise beim Karfreitagsgefecht. Aber dann hätte man festgestellt, hoppla. X Anzahl Munition fehlt und angenommen, dass diese auf dem Fahrzeug war und entsprechend abgeschrieben. D.h. man wüsste wo sie verlorengegangen ist - damit ist sie nicht "verloren" in diesem Sinne dass niemand weiß wo sie abgeblieben ist. Wir reden, so wie ich den Welt Artikel verstehe, von Munition, von der bekannt ist, dass sie fehlt, aber niemand weiß wo diese Munition hingekommen ist.

Im Grunde geht das garnicht. Holt man Muni aus dem Depot wir gezählt und schriftlich quittiert. Wird Muni ausgegeben, wird gezählt und schriftlich quittiert. Wird Muni zurückgegeben, wird gezählt und schriftlich quittiert. Fehlt Muni wird gesucht, befragt und solange mit der Verschiebung des Wochenendes gedroht bis der Mist wieder da ist.
Wenn jemand Munition abzweigt, indem er z.b. aus seinem Magazin 29 Schuss abgibt, eine Patrone behält, dann fällt das höchstwahrscheinlich nicht auf, besonders bei Gruppengefechtsschießen. Aber dann weiß halt auch niemand dass Munition fehlt weil man eben der Meinung ist, die abgezweigte Patrone wäre verschossen.

Was natürlich auch sein kann:
Ggf. hat der Welt Artikel einfach sämtliche Munitionsverluste der letzten Jahre addiert. Lass bei einer Übung eine Kiste vom LKW fallen (ja, sowas passiert leider wirklich, ich hab schon Waffen, Funkgeräte, Munition und Waffenteile auf Übungsplätzen suchen lassen...) und diese wird nicht immer gefunden. Der Prozess, Suche, Befragung, Wochenendverschiebung ist dann durchlaufen, ggf. gabs Disziplinarstrafen oder gar weiterführende Ermittlungen / Strafen und das Thema ist durch. Die Munition ist zwar immer noch weg, aber die Verantwortlichen dafür sind ermittelt worden. Dass wäre eine Erklärung für die Menge und weitaus weniger beunruhigend.
 
Wobei doch auch dokumentiert sein muss, wie viel generell ins Ausland geliefert wurde und was wieder zurückgekommen ist.

Ggf. hat der Welt Artikel einfach sämtliche Munitionsverluste der letzten Jahre addiert. Lass bei einer Übung eine Kiste vom LKW fallen (ja, sowas passiert leider wirklich, ich hab schon Waffen, Funkgeräte, Munition und Waffenteile auf Übungsplätzen suchen lassen...) und diese wird nicht immer gefunden. Der Prozess, Suche, Befragung, Wochenendverschiebung ist dann durchlaufen, ggf. gabs Disziplinarstrafen oder gar weiterführende Ermittlungen / Strafen und das Thema ist durch. Die Munition ist zwar immer noch weg, aber die Verantwortlichen dafür sind ermittelt worden. Dass wäre eine Erklärung für die Menge und weitaus weniger beunruhigend.

Bloß wie viel Munition ist in einer Kiste drin, wenn die vom LKW fällt?
Zumal das trotzdem absichtlich gewesen sein kann, um die anschließend heimlich zu bergen.
Irgendwo muss die Kiste ja stecken, wenn die nicht gefunden wurde.
 
Könnte sein.
Wenns z.b. auf Fahrzeugen war, die im Einsatz zerstört wurden, wie beispielsweise beim Karfreitagsgefecht. Aber dann hätte man festgestellt, hoppla. X Anzahl Munition fehlt und angenommen, dass diese auf dem Fahrzeug war und entsprechend abgeschrieben. D.h. man wüsste wo sie verlorengegangen ist - damit ist sie nicht "verloren" in diesem Sinne dass niemand weiß wo sie abgeblieben ist. Wir reden, so wie ich den Welt Artikel verstehe, von Munition, von der bekannt ist, dass sie fehlt, aber niemand weiß wo diese Munition hingekommen ist.

Im Grunde geht das garnicht. Holt man Muni aus dem Depot wir gezählt und schriftlich quittiert. Wird Muni ausgegeben, wird gezählt und schriftlich quittiert. Wird Muni zurückgegeben, wird gezählt und schriftlich quittiert. Fehlt Muni wird gesucht, befragt und solange mit der Verschiebung des Wochenendes gedroht bis der Mist wieder da ist.
Wenn jemand Munition abzweigt, indem er z.b. aus seinem Magazin 29 Schuss abgibt, eine Patrone behält, dann fällt das höchstwahrscheinlich nicht auf, besonders bei Gruppengefechtsschießen. Aber dann weiß halt auch niemand dass Munition fehlt weil man eben der Meinung ist, die abgezweigte Patrone wäre verschossen.

Was natürlich auch sein kann:
Ggf. hat der Welt Artikel einfach sämtliche Munitionsverluste der letzten Jahre addiert. Lass bei einer Übung eine Kiste vom LKW fallen (ja, sowas passiert leider wirklich, ich hab schon Waffen, Funkgeräte, Munition und Waffenteile auf Übungsplätzen suchen lassen...) und diese wird nicht immer gefunden. Der Prozess, Suche, Befragung, Wochenendverschiebung ist dann durchlaufen, ggf. gabs Disziplinarstrafen oder gar weiterführende Ermittlungen / Strafen und das Thema ist durch. Die Munition ist zwar immer noch weg, aber die Verantwortlichen dafür sind ermittelt worden. Dass wäre eine Erklärung für die Menge und weitaus weniger beunruhigend.

Ich dachte auch an Einsätze wie Mali wo man mit vielen anderen Nationen zusammenarbeitet und sich auch die Basen teilt. Ob da immer vor gemeinsamen Einsätzen darauf geachtet wird, dass jeder die Munition aus der Kiste seiner Nation nimmt?

Oder wenn die Camps in Afghanistan angegriffen wurden. Ob da wirklich Zeit war jede Kiste Munition ordnungsgemäß zu dokumentieren, oder ob man da nicht die Munition einfach so aus dem Lager geholt hat.
 
Evtl. im Auslandseinsatz.

Unwahrscheinlich. Zwar kann man da vergleichsweise leicht was abzweigen, weil der unkontrollierbare Verbrauch höher ist. Aber wie kriegt man mehr als eine Handvoll nach Hause? Ist ja nicht so, als 1000 Schuss Munition kein Gewicht und kein Volumen oder als würden Soldaten im Einsatz eine individuelle Zahl von Rollkoffern hinter sich herziehen.


Was natürlich auch sein kann:
Ggf. hat der Welt Artikel einfach sämtliche Munitionsverluste der letzten Jahre addiert.


Keine Ahnung, wie der Artikel arbeitet, die Größenordnung entspricht dem, was andere Zeitungen für die insgesamt vermisste Munition berichten, also angesammelt über Jahre möglicherweise sogar >1 Jahrzehnt. Da relativ viel bei den Spezialeinheiten fehlt und relativ viel in rechtsextremen Kreisen mit Bezug zu einem bevorzugten Trainingsgelände besagter Einheiten wieder aufgetaucht ist, würde ich davon ausgehen, dass die meiste Munition bei Übungen abgezeigt wurde. Da KSK & Co da entsprechend mehr rumballern als andere und es viele Anzeichen dafür gibt, dass der Haufen auf vorbildlichsten Benehmen sowieso nicht soviel Wert legt, aber einschlägige Netzwerke beinhaltet, ist es durchaus im Bereich des möglichen, dass eine Gruppe von Soldaten eine ganze Kiste am Stück veruntreuen konnte.
 
NATO Standard ftw.

Das ist halt auch so ne Sache...
RRT877: Unterschied zwischen Kaliber, Patrone und Munition - Munition

Hat mir mein Kamerad (Zugführer & KpChef bei 291) auch so bestätigt, Patronen aus dem G36 entnehmen und ins Famas stecken ist keine (langfristig) gute Idee.
(ja, es gibt eine Variante des Famas die auch Messinghülsen verträgt, die wurde aber nicht vom französischen Heer gekauft weil Vive la France und so FAMAS - Wikipedia)

Aber die beschaffen ja das HK416, von daher ein Problem welches sich in der nahen Zukunft von selbst löst.
 
Unwahrscheinlich. Zwar kann man da vergleichsweise leicht was abzweigen, weil der unkontrollierbare Verbrauch höher ist. Aber wie kriegt man mehr als eine Handvoll nach Hause? Ist ja nicht so, als 1000 Schuss Munition kein Gewicht und kein Volumen oder als würden Soldaten im Einsatz eine individuelle Zahl von Rollkoffern hinter sich herziehen..

Wer sagt, dass die überhaupt heim geschmuggelt wurden. Die können auch einfach von anderen Nationen vor Ort genutzt worden sein. Wir reden ja bei 60.000 Schuss noch nicht einmal um eine Europalette.

Boxen von 20.000 Patronen sitzen auf einer Palette in der Vorbereitung an einem anderen Ort an Yokota Air Base, Japan, 24.02.2016, versandt werden. Der Flug Griffe zwischen 100.000 und 250.000 Munition Artikel je Monat und kann 15.000 Pfund an Gewicht nicht ueberschreiten. (U.S. Air Force Foto von aelteren Flieger David Owsianka/Freigegeben Stockfotografie - Alamy
 
Würde nicht gerade eine derartige Abgabe dokumentiert werden? Meines Wissens nach gibt es keine gemischten Einheiten, in denen sich die Soldaten einfach gemischt aus der Munitionslieferung einer Nation bedienen würden (und selbst wenn, dann würde das als Bereitstellung für diese Einheit verrechnet werden). Aber in Afghanistan, Mali... operierten deutsche Soldaten in deutschen Einheiten aus deutschen Versorgungsanlagen heraus auf deutsche Ausbildungsgeländen oder mit deutschen Fahrzeugen unter deutschem Kommando. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass anderen die Reserven ausgehen, aber gerade die deutschen vor Ort mal die besser funktionierenden Tranportflugzeuge hatten, würde eine Abgabe also über dem Weg Lager A meldet Kommandant A "keine Munition" => Kommandat A fragt bei Kommandant B "könnt ihr Aushelfen" => Kommand B ordnet Lager B an "gebt denen was". Vermutlich in der Praxis mit jeweils 1-3 Befehlsebenen dazwischen und einer Rückfrage 1-2 weiter oben und einem Papierkrieg, der mehr Personal als War on Terror verschlingt, allein um den Transport zu organisieren, aber auf alle Fälle würde derartige Munition nicht einfach verschwinden, sondern auf gut dokumentiertem Wege abgegeben werden.
=> Vor Ort legitim genutzte Munition ist nicht Teil der gesuchten 600000 Schuss. Das sind entweder Buchhaltungsfehler oder entwendete Patronen, wobei man wohl sehr, sehr, sehr sichergestellt hat, dass es erstere nicht sind, bevor den Verlust öffentlich zugegeben hat.

Die abgebidete Palette dürfte bei der Packdichte von Munition übrigens "voll", also mit ihrem Gewicht am Limit sein. Selbst wenn es mehrheitlich kleine 5,5 mm gewesen wäre (gefunden wurde weitaus mehr), ist mindestens eine Tonne an Munition verschwunden. Die trägt man nicht einfach mal so davon. Das ist nur mit einem Netzwerk zu erklären, dass dank weitereichender Mitwisserschaft Fahrzeuge beladen konnte, oder mit einer großen Zahl verteilter Soldaten, die über längere Zeiträume hinweg regelmäßig einzelne Schüsse oder, bei Abstimmung innerhalb des Trupps, vielleicht auch mal ganze Magazinladungen oder Teilgurte veruntreut haben. Ich tippe, wie gesagt, vor allem auf Ausbildungsveranstaltungen, bei denen innerhalb weniger Tage große Mengen Munition verbraucht werden sollten und eine etwas geringerer Verbrauch gerade bei Spezialeinheiten, die von ihrer Struktur her nicht jedem Trupp einen unabhängigen Aufseher zur Seite stellen können, niemanden aufgefallen wäre. Sobald mehr als 1-2 Personen was anderes als Einzelschuss praktizieren, wird mitzählen kaum noch möglich sein => "29 Schuss ins Magazin, 1 Schuss in die Tasche".
 
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