Das müsste ich eigentlich persönlich nehmen, vor allem als Panzeroffizier, aber ich kann dem halt einfach nur zustimmen. Wobei die Probleme einfach in der kompletten Struktur verankert sind.
Die Struktur ist halt das Problem. Verteidigung der freiheitlich demokratischen Grundordnung steht zwar bei der Bundeswehr irgendwo in der Präambel, hat aber nichts mit dem Alltag und nichts mit den Beförderungsstrukturen zu tun. Wenn man aber einen Verein, dessen Spitze zur Gründung mit Nazis besetzt wurde und der bevorzug Fans von Law&Order sowie ""Patrioten"" anzieht, sich selbst überlässt, dann ist es vollkommen selbstverständlich, dass rechtsextreme Tendenzen nicht ausgesiebt, sondern über alle Ebenen hinweg verstetigt werden. Naheliegenderweise hat man weiter oben intelligenteres Personal, dass besser beurteilen kann, was es in der Öffentlichkeit und was nur hinter verschlossenen Türen sagt, aber es ist praktisch unvermeidbar, dass der Faschisten-Anteil auch in den höchsten Rängen der Bundeswehr deutlich über dem Bevökerungsschnitt liegt. Die einzige potentielle Gegenmaßnahme ist das politische Aufsichtspersonal, aber wir hatten ja gerade erst die Diskussion, dass Verteidigungsminister und Wehrbeauftragter "aus der Truppe" kommen (also Teil des Problems) sein sollen, weil sonst niemand geeignet sein kann...
Viel wichtiger wäre in meinen Augen, dass man die Auswirkungen begrenzt. Man wird eben keine Armee ohne Rechtsextreme hinbekommen. Aber eine Armee, in der das bemerkte (!) Verschwinden größerer Mengen Sprengstoff nicht untersucht wird, die muss nun wirklich nicht sein.
Wobei ein Bekannter mal meinte, ihm hat ein Bekannter erzählt, dass so eine große angelegte Sicherheitsüberprüfung bis zu 100.000€ kostet.
Was ziemlich traurig wäre, wenn man bedenkt dass dafür nur BW-eigenes Personal benötigt wird und viele der in letzter Zeit durch die Medien geisternden Rechtsextreme in/aus der Bundeswehr von privaten Recherche-Kolloquien relativ leicht in der Freizeit ermittelt wurden.
Da wo man ihn braucht schon. Im technischen Bereich braucht man ihn nur vielfach nicht.
ÖD kann auch Master ausschreiben, wo man nicht braucht. Ich habe in meiner Bekanntschaft jemanden, der für ein Amt arbeitet und dessen Kollegen mussten laut Ausschreibung
irgend ein Studium mitbringen. Also "Master" "Ja", aber "Wissen aus Master brauchen" "Nein".
Für jeden Deutschen eine verpflichtende Grundwehrzeit von 3 Monaten zur Einführung in Waffenkunde und die Nutzung von Sprengstoffen und dann dann soll der phöse Russe mal kommen. Meine Prognose: Der wird nie kommen
Die Bundeswehr beschäftigt sich seit 30 Jahren weniger mit dem bösen Russen, als mit Diktatoren, Terroristen und Piraten rund um den Globus. Man kann viele dieser Einsätze kritisieren, aber wenn die viertgrößte Wirtschaftsmacht der Welt auf finanziellen Gründen nicht mehr in der Lage ist, bei internationalen Krisen einzugreifen, wer soll dann überhaupt noch UN-Mandate umsetzen?
... plus 80.000 Zivilbedienstete, die alle brav Steuern zahlen; einschließlich Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die auch oder sogar primär zivile Nutzen hat und der Unterhalt von Immobilien, die auch nach Wegfall ihrer jetzigen Funktion unterhalten werden müssen (Man kann ja nicht alle ehemaligen Militäranlagen an Betreiber von Darknet-Rechenzentren verpachten ...

) und als lokale Wirtschaftsfaktoren wegfallen, wodurch manche Gemeinden und dortige Gewerbetreibende, ebenso wie überhaupt alle Zulieferer der Bw in Schwulitäten kämen - was die Zahl derer, die sich deswegen zu den Leistungsempfängern gesellen, noch weiter erhöht.
Egal, wie lange du diese Liste noch fortsetzt: Am Ende steht eine Summe, die schon heute der Staat zahlt. Die gleiche Summe in der gleichen Region in etwas sinnvollers zustecken, wird also immer ein volkswirtschaftlicher Gewinn sein.
Ich möchte es vorsichtig formulieren: Ich bin mir sehr, sehr sehr unsicher, ob noch mehr Kernwaffen, noch mehr distanzierte Tötungskapazität und Kriegswaffen in Privathaushalten angesichts der derzeitigen weltweiten und nationalen Stimmungslage eine gute Idee sind.
Kernwaffen in Privathaushalten könnten das Problem mit dem Klimawandel (und mit der Menschheit allgemein) recht schnell lösen

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Allerdings beinhaltet eine auf Ex-Wehrpflichtigen basierende Verteidigung nicht die Verteilung von Waffen. Die können außerhalb des Ernstfalls
weiterhin ... äh ... "erstmals"? ... zentral unter Verschluss gelagert werden.
Darum ist eine allgemeine Wehrpflicht so wichtig. Damit kommt Demokratie in den Verein, weil ein Bevölkerungsquerschnitt vertreten ist.
Demokratie kommt dadurch ganz sicher nicht zusammen, es sei denn die Kompanie stimmt künftig darüber ab, ob marschiert oder Bier getrunken wird. Und eine Wehrpflicht ändert auch nicht wahnsinnig viel am Problem in den oberen Rängen, denn die kannst du nicht alle 3 Monate austauschen, sondern die werden weiterhin mit den gleichen Mechanismen wie bisher besetzt. Rein von der durchschnittlichen Dienstzeit her dürften aktuell sowieso rund 50% der Bundeswehrmitglieder Ex-Wehrpflichtige sein und das hat offensichtlich wenig Verfassungstreue gebracht.
Ich bin weiterhin für das soziale Jahr für alle, sei es beim Bund, bei mTHW, Krankenhaus oder sonst so. Von mir aus auch ein halbes Jahr. Erfahrungsgemäß hilft das allen Schulabgängern bei der eigenen Persönlichkeitsentwicklung und der Auswahl des folgenden Bildungs- und arbeitsweges.
Das muss ich mir notieren, wenn wir mal wieder darüber diskutieren, warum es unter den heute >35-jährigen Männer im Schnitt weiter im Leben gebracht haben, als Frauen. Die Förderung der "Persönlichkeitsentwicklung und der Auswahl des folgenden Bildungs- und arbeitsweges" war es

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(Was in vielen Fällen vermutlich sogar stimmt. 10 Monate gemeinsame Besäufnisse sind nicht nur für Nazis eine gute Gelegenheit zum Netzwerken, sondern auch für Leute, die wissen, dass Qualifikationen nicht über Einstellungen entscheiden.)
Stimmt, die 2% Grenze der Nato sollte man immer im Kopf haben. Also dringend alle Arbeitslosen und deren Bezahlung über das Verteidigungsministerium laufen lassen. Dann heißen die "Angestellten" ehemaligen Hartz IVler dann "Heimatschutz", ähnlich den USA. Das technische Hilfswerk auch gleich integreiren. Ja, das sollte man diskutieren, da kommen wir mit einem Schlag von 1,2% auf 1,8%. Sehr guter Ansatz, da kommt man nur mit Bier drauf!
Und die wehrtechnische Forschung, die Küstenwache und große Teile von Luft- und Raumfahrtförderung sowie Athmosphärische- und ozeanographische Forschung bitte auch noch. Und Rüstungsgüter werden natürlich nur noch aus deutscher Produktion akzeptiert, selbst die zehnmal so teuer und halb so gut wie Alternative ist!
Ich hege ja seit langem den Verdacht, dass wir unsere NATO-Verpflichtungen mehr als erfüllt hätten, wenn wir einfach wie die USA zählen würden...
NATO 2%-Ziel: Was zählt eigentlich?
Und diese Gewissheit nimmst du woher?
Einfache Logik: Wer etwas besetzt, will davon profitieren. Deutschland hat keine Rohstoffe, Deutschland hat keine spektakuläre Natur, Deutschland hat (verglichen mit Russland) praktisch keine Fläche. Das einzige, was wir haben, sind massenhaft Fachkräfte und darauf aufbauende Betriebe. Die wollen aber halbwegs bei der Stange gehalten werden, Entwicklungsarbeit mit kreativem Anteil kann man gar nicht erzwingen und High-Tech-Produktion nur sehr eingeschränkt (wie wir vor gut 70 Jahren selbst bewiesen haben). Wer Deutschland also besetzt (und nicht einfach in Grund und Boden bombt), der wird einen gewissen Lebensstandard hier aufrechterhalten. Vermutlich nicht auf unserem heutigen Niveau, aber das liegt bekanntermaßen Welten über dem von Zentralafrika und wird das auch nach einer gewissen Reduktion noch machen. (Als Beispiel, wie russische Politiker mit besetztem deutschem Territorium umgehen, braucht man sich übrigens nur die DDR anzugucken. Nicht so toll, wie man es sich vielleicht gewünscht hätte, aber garantiert wesentlich besser als Ostsibieren. Oder auch nur Westrussland EINSCHLIEßLICH großer Teile Moskaus.)