Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Ist bei uns im Westen nicht anders.
Also wars doch nicht legal, was er vor hatte...
Unfälle können passieren, Polizisten sind auch nur Menschen.
Ich bin auch froh die Polizei zu haben und respektiere die ungemein.

Aber mit Schusswaffe hoffen ist ein nogo!
Bei so vielen Organen muss man aber Hoffen, das man nix wocjtiges trifft, das ist ja nicht wie in PC-Spielen.

Gebe ich Dir absolut recht.

Das hört sich aber auch anders an als, das vorher.
Aktion, Reaktion eben...ich mag Schusswaffen auch nicht, aber Polizisten machen ihren Job und wollen Gesund Feierabend machen.
Wem das nicht bewusst ist, ja sorry, dem ist dann auch nicht zu helfen.
 
Bei uns in D gibt es die Sache mit Verhältnismäßigkeit beim Einsatz der Waffe.
Korrekt. Gefahr für Leib und Leben erlaubt den Einsatz der Schusswaffe. Leider ist es schlecht geregelt ab wann diese Gefahr besteht.
Bei der Wache beim Militär war ich mit einer P1 ausgestattet. Ich hatte den Befehl, jeden, der nicht auf zweimaligen Zuruf reagierte, erst mit einem Warnschuss in die Luft und dann mit einem gezielten Schuss zu stoppen.
Auch richtig. Beim gezielten Schuss sage ich aber immer wieder, rückblickend auf meine Schießübungen, das ein gezielter Schuss beim Schnellschießen schwer umzusetzen ist. Und gerade dies wurde regelmäßig im Objektschutz geübt. Und die Personenscheibe hat sich nicht unvorhersehbar bewegt.

Zu den mehrmaligen Treffern kann ich nix sagen da ich nicht weiß wie die Polizei dort ausbildet.
Uns wurde deutlich gemacht, dass wir nicht mit dem Ziel zu töten schießen dürfen und wir mit einem strafrechtlichen Verfahren konfrontiert würden, wenn wir, selbst bei vermeintlicher Selbstverteidigung, einen Menschen töten würden.
Korrekt und richtig so. Dennoch bedeutet ein tödlicher Schuss nicht die Absicht zu töten. Auch bei einem Torsotreffer, der explizit bei der Bundeswehr trainiert wird, ist das Sterberisiko enorm. Jeder der einmal geschossen hat wird wissen das ein gezielter Schuss auf Extremitäten bei einem bewegten Ziel mehr mit Glück als Ausbildung zutun hat.
Zu Glück hat man mit der P1 nur töten können, wenn man das Teil jemandem hinterherwarf und ihn am Kopf traf. ;)
Gott sei Dank hat sich da nicht viel geändert. Kommentar meines Ausbilder bei der P8:" Die Munition ist dafür da das Ziel einzukreisen, danach werft ihr die Waffe um zu treffen."
Und nun sage mir: In welcher Konstellation ist es tragbar, dass man einem Menschen mehrmals von hinten in den Rücken schießt, um ihn zu stoppen?
1. Ausbildung: Ohne es zu wissen ggf werden Polizisten auf mehrfach treffer geschult. Kann ich mir kaum vorstellen aber möglich. 2. Affekt: Stresssituationen setzen auch die beste Ausbildung ausser Kraft. Man betätigt öfters den Abzug als erlernt. 3. Affekt²: Um das Leben eines Kollegen/Kameraden zu schützen überreagiert man. Ist keine Entschuldigung aber vermenschlicht das Geschehene.
Doch, irgendwie schon, denn dafür gehen Polizisten schließlich regelmäßig zum Schießtraining und absolvieren entsprechende Übungen.
Ach bitte, du warst Soldat, du hast eine verdammt gute Ausbildung erhalten. Gerade deswegen muss dir doch bewusst sein das, dass erlernte nicht die Realität widerspiegelt. Ich bin am G36, P8 und MG3 ausgebildet. Ich behaupte ganz dreist das ich auch jetzt, nach 19 Jahren Zivilleben, die Standard-Schießübungen der Bundeswehr absolvieren kann. Ob ich in einer Stresssituationen einen sauberen Treffer auf ein bewegtes Ziel landen kann? Hoffentlich finde ich das nie heraus.
 
Also wars doch nicht legal, was er vor hatte...
Reizgas mit sich zu führen, ist nicht illegal!

Allerdings ist sowas dann in der Hausordnung des Lokals nicht gestattet.
Also müsste er es dann bei Aufforderung auch abgeben....

Wenn ich in dieses Lokal möchte, muss ich mich der Hausordnung nach richten, solange die Hausordnung nichts Rechtswidriges beinhaltet!
 
Reizgas mit sich zu führen, ist nicht illegal!

Allerdings ist sowas dann in der Hausordnung des Lokals nicht gestattet.
Also müsste er es dann bei Aufforderung auch abgeben....

Wenn ich in dieses Lokal möchte, muss ich mich der Hausordnung nach richten, solange die Hausordnung nichts Rechtswidriges beinhaltet!
Dieses Reizgas gegenüber Personen(Türsteher, die nicht handgreiflich wurden) und Polizeibeamten einzusetzen ist allerdings sehr wohl illegal.
 
Du hast recht. Das mitführen von Tierabwehrspray ist grundsätzlich legal. So als 21 Jähriger Mann hatte ich auch immer eine heidenagst vor wild laufenden Eichhörnchen.
Du kannst doch nicht von Dir auf andere schließen?
Es steht doch jedem frei, was er macht so lange man sich im rechtlichen Rahmen bewegt.

Wie gesagt, das ist alles Spekulatius vor Weihnachten.
Ermittlungen einfach abwarten.

Du gehst zum Schießtraining, andere springen mit Fallschirmen von Hochhäusern also....

Apropos.

Feldhamster finde ich viel gruseliger.
 
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Du kannst doch nicht von Dir auf andere schließen?
Es steht doch jedem frei, was er macht so lange man sich im rechtlichen Rahmen bewegt.
Hab dir doch recht gegeben. Alles okay wer meint Tierabwehrspray in der Disko zu benötigen soll es mit sich führen.
Wie gesagt, das ist alles Spekulatius vor Weihnachten.
Ermittlungen einfach abwarten.
Richtig. Da sind wir absolut einer Meinung. Danach können wir die Heugabeln recken und die Fackeln entzünden.
Du gehst zum Schießtraining, andere springen mit Fallschirmen von Hochhäusern also....
Zum Schießtraining gehe ich schon lange nicht mehr, meine Dienstzeit liegt lange zurück. Bin ich übrigens auch gar nicht scharf drauf, ich verzichte sehr gerne auf Waffen. Und hey Fallschirm gespringert bin ich auch schon, nur nicht vom Hochhaus. :ugly:
 
Ach bitte, du warst Soldat, du hast eine verdammt gute Ausbildung erhalten. Gerade deswegen muss dir doch bewusst sein das, dass erlernte nicht die Realität widerspiegelt. Ich bin am G36, P8 und MG3 ausgebildet. Ich behaupte ganz dreist das ich auch jetzt, nach 19 Jahren Zivilleben, die Standard-Schießübungen der Bundeswehr absolvieren kann. Ob ich in einer Stresssituationen einen sauberen Treffer auf ein bewegtes Ziel landen kann? Hoffentlich finde ich das nie heraus.
Polizisten sind, wenn die MDIs nicht verkacken, mehrfach im Jahr beim Schießtraining. Hinzu kommen andere Übungseinheiten, um für solche Gefahrenmomente zu trainieren. So wie die Polizei erwartet, dass man ihm oder ihr entsprechenden Respekt entgegenbringt, kann ich von denen entsprechende Professionalität erwarten. Mehrfache Schüsse in den Rücken zeugen für mich nicht gerade davon. Das kannst du jetzt doof finden, ist aber so, und wird sich bei mir auch nicht ändern.
 
Bei Reizgas besteht keine Gefahr für Leib und Leben.
Doch dieser besteht. Es handelt sich um einen Angriff mit Hilfsmitteln zur körperlichen Gewalt. Die Polizistin hat das mittel ausgewählt welches zur Verfügung stand. Der Schußwaffeneinsatz ist in meinen Augen verhältnismäßig. Über die Anzahl der abgegeben Schüsse wird die Justiz urteilen. Diese hat anders als die Sicherheitskraft im Einsatz nicht ein paar Augenblicke Zeit sondern Wochen um die Situation zu beurteilen. Wo oftmals auch das Problem liegt.
Danach können wir die Heugabeln recken und die Fackeln entzünden.
Equipment was schon immer zu einem ordentlichen Mob gehört.
 
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Doch dieser besteht. Es handelt sich um einen Angriff mit Hilfsmitteln zur körperlichen Gewalt.
Aber man wird davon normalerweise nicht sterben.
Die Polizistin hat das mittel ausgewählt welches zur Verfügung stand.
Wieso Polizistin?
Der Schußwaffeneinsatz ist in meinen Augen verhältnismäßig.
In meinen Augen nicht.
Über die Anzahl der abgegeben Schüsse wird die Justiz urteilen. Diese hat anders als die Sicherheitskraft im Einsatz nicht ein paar Augenblicke Zeit sondern Wochen um die Situation zu beurteilen. Wo oftmals auch das Problem liegt.
Es geht nicht nur um die Anzahl der Schüsse. Sondern auch darum das von hinten geschossen wurde.
Und wenn er 3 von 4 Schüssen getroffen hat, muss er ja schon geübt gewesen sein.
Dann hätte er auch auf die Beine schiessen können.

Edit: Es gibt neue Erkenntnisse. Der Polizist hatte 5 mal geschossen wovon er dreimal direkt getroffen hat. Und einen Streifschuss.

Der junge Mann hatte ein Messer bei sich. Aber das vor der Polizei nicht gezogen.

Und Bodycams waren ausgeschaltet.

 
Zuletzt bearbeitet:
Aber man wird davon normalerweise nicht sterben.
Das ist irrelevant. Es ist ein Angriff auf die körperliche Unversehrtheit. Damit ist der Einsatz von Hilfsmitteln zur körperlichen Gewalt rechtmäßig. Die Wahl der Schusswaffe ist verhältnismäßig da ich im Portfolio der Polizei kein sanfter es Mittel sehe um eine Distanzwaffe, hier Pfefferspray, zu begegnen. Ein Teaser wäre wenn verfügbar sicher die erste Wahl gewesen.


Wieso Polizistin?
Autovervollständigung und meine eigenart die weibliche Form zu bevorzugen.
In meinen Augen nicht.
Zeige mir doch bitte auf wie die Polizei hier einen gegenwärtigen Angriff auf sich oder andere Personen anwenden soll.

Es geht nicht nur um die Anzahl der Schüsse. Sondern auch darum das von hinten geschossen wurde.
Wenn jemand einen Angriff ausübt und ich hinter ihm stehe und ich seinen Angriff unterbinden kann so schieße ich auch von hinten. Da sehe ich kein Problem.

Und wenn er 3 von 4 Schüssen getroffen hat, muss er ja schon geübt gewesen sein.
Dann hätte er auch auf die Beine schiessen können.
3 von 4 ist ohne die Entfernung zu kennen bei Treffern des Körpers so gut nun nicht. Aber gut da spielt Stress eine sehr große Rolle. Das kann auch einer der Gründe dafür sein das nicht auf die Beine gezielt wurde. Wenn Gefahr für mich oder einen Kameraden vorliegt, sprich der Angreifer ist sehr nah dran, ist der Schuss auf den Torso schon erste Wahl.
Das wird allerdings die Justiz klären.
Und Bodycams waren ausgeschaltet.
Etwas was nicht sein sollte und meiner Meinung auch nicht sein darf. Spätestens beim Griff zum Holster sollte jede Bodycam von Polizisten im Umkreis von 50m aktiviert werden.
Soll mir keiner sagen das wäre technisch nicht möglich.
 
Und wenn er 3 von 4 Schüssen getroffen hat, muss er ja schon geübt gewesen sein.
Dann hätte er auch auf die Beine schiessen können.
Ich möchte mich in die Diskussion ob das jetzt verhältnismäßig war oder nicht garnicht einmischen. Nur zu diesem Thema möchte ich als Sportschütze kurz was sagen.

3 von 4 Schüssen zu treffen auf ein Mann großes Ziel ist nicht gut. Das schafft man auch wenn man einmal im Jahr auf Kirmes/Messe mit so einem Luftgewehr auf Plastik Blättchen schießt.

Als erfahrener Schütze trifft man auf 25m mindestens 8 von 10 Schuss auf ein Augapfel großes Ziel.

Ich bezweifle hier, dass die Zielperson weiter als 25m entfernt war, da nur 3/4 überhaupt zu treffen ist nicht gut, Gefahrsituation hin oder her, Polizisten lernen genau solche Situationen.

Was ich damit sagen will: Wenn ein schütze so schlecht zielt, dann ist das gezielte Treffen der Beine (ungefähr 1/5 der Breite des Oberkörpers) schlicht nicht machbar.

Also nein, 3/4 zu teffen bedeutet nicht dass man geübt ist und bedeutet logischerweise auch nicht dass man "einfach so" Beine die im Bewegung sind, treffen kann.
 
Das ist irrelevant. Es ist ein Angriff auf die körperliche Unversehrtheit. Damit ist der Einsatz von Hilfsmitteln zur körperlichen Gewalt rechtmäßig. Die Wahl der Schusswaffe ist verhältnismäßig da ich im Portfolio der Polizei kein sanfter es Mittel sehe um eine Distanzwaffe, hier Pfefferspray, zu begegnen. Ein Teaser wäre wenn verfügbar sicher die erste Wahl gewesen.
Pfefferspray ist frei verkäuflich und wird von der Polizei selber eingesetzt. Pistole gegen Pfefferspray = Unverhältnismäßig.
Zeige mir doch bitte auf wie die Polizei hier einen gegenwärtigen Angriff auf sich oder andere Personen anwenden soll.
Entweder Teaser oder auf die Beine schiessen.
Wenn jemand einen Angriff ausübt und ich hinter ihm stehe und ich seinen Angriff unterbinden kann so schieße ich auch von hinten. Da sehe ich kein Problem.
Ich schon.
3 von 4 ist ohne die Entfernung zu kennen bei Treffern des Körpers so gut nun nicht. Aber gut da spielt Stress eine sehr große Rolle. Das kann auch einer der Gründe dafür sein das nicht auf die Beine gezielt wurde. Wenn Gefahr für mich oder einen Kameraden vorliegt, sprich der Angreifer ist sehr nah dran, ist der Schuss auf den Torso schon erste Wahl.
Es waren sogar 5 Schüsse von 4 getroffen haben.
Das wird allerdings die Justiz klären.
Das stimmt!
Etwas was nicht sein sollte und meiner Meinung auch nicht sein darf. Spätestens beim Griff zum Holster sollte jede Bodycam von Polizisten im Umkreis von 50m aktiviert werden.
Soll mir keiner sagen das wäre technisch nicht möglich.
Es gab sogar schon Fälle von sie extra vor dem Einsatz deaktiviert wurden. Aber das will ich hier nicht unterstellen.
Bodycams sollte wären der ganzen Dienstzeit an bleiben.
Oder zumindest vor jeden Einsatz. Das muss dann protokolliert werden.

Als erfahrener Schütze trifft man auf 25m mindestens 8 von 10 Schuss auf ein Augapfel großes Ziel.
Das glaube ich nicht. Dann wäre ja jeder erfahrene Schütze auch ein perfekter Schütze.

Ich habe selber früher im Schützenverein geschossen mit Luftgewehr auf 10m Entfernung. Das ist wesentlich einfacher und mit Zielfernrohr. Dort habe ich nicht mal volle Punktzahl erreicht obwohl ich einer der besten war.
Bei der Bundeswehr hatte ich mit größeren Kalibern geschossen. P1, G3, Uzi und MG.

Außerdem weiß man auch noch gar nicht aus welcher Entfernung der Polizist geschossen hat.
Kann weniger und kann auch mehr gewesen sein.
 
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