Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

Leichenschändung FTW!

Mir wurde weiter vorne im Thread versichert, ich wuerde schon sehen. Das habe ich nicht, da schien mir eine Nachfrage angebracht.

Die exportorientierte deutsche Wirtschaft hat in letzter Zeit massiv vom gesunkenen Eurokurs profitiert und Rekordergebnisse eingefahren. Wir haben somit einen Aufschwung, danken musst du dafür aber Griechenland und Spanien - nicht Merkel.

Die sog. Euro-Krise begann 2009 mit der Bekanntgabe der tatsaechlichen Staatsverschuldung Griechenlands. Folge war u. a., dass die deutschen Exporte von 992,7 Mrd. im Jahr 2008 auf 803,2 Mrd. einbrachen - der niedrigste Wert seit 1950. 2012 wurden Waren im Wert von 1.097,4 Mrd. exportiert. Waeren nur Griechenland, Spanien & Co. hierfuer verantwortlich, erklaerte das weder den Wert von 2009 noch, warum die Zahlen von 2008 und 2012 so dicht aneinanderliegen. Deine Folgerung ist insoweit 1. themaverfehlend vereinfacht und wird 2. nicht von den Zahlen getragen.

Im Uebrigen war das auch nicht der Punkt. Der Punkt war, ob - wie eingangs behauptet - schwarz-gelb den Laden nun ruiniert hat oder nicht. Und das scheint mir eher nicht der Fall zu sein.

Iirc wurden zumindest im öffentlichen Dienst die Möglichkeiten für befristete Verträge erweitert und insgesamt mehr genutzt.

Die Moeglichkeiten im oeffentlichen Dienst sind ebenso wie die in der freien Wirtschaft durch Gesetzgebung und Rechtsprechung beschraenkt. Und da habe ich von einer Aushoehlung von Arbeitnehmerrechten unter schwarz-gelb keine Kenntnis. Die Tendenz in der Rechtsprechung geht eher dahin, sachgrundlose oder aufeinanderfolgende Befristungen zu erschweren.

Hast du so eine Statistik auch für das untere Quartil?
Dass die Spitzengehälter nicht gedumpt werden, ist klar, von den für Lohndumping anfälligen Jobs am unteren Ende des Gehaltsspektrums hat man dagegen wenig positives gehört. (Statistiken für 2012 habe ich aber noch keine gesehen)

Oder anders ausgedrueckt: Du hast keine Belege fuer Dein Bauchgefuehl, wovon Du es Dir aber trotzdem nicht vermiesen laesst.

Die IG Metall (die nicht eben im Verdacht steht, schwarz-gelbe Propaganda zu verbreiten) hat zwischen 1990 und 2010 ausdruecklich bei den ungelernten und gering qualifizierten Arbeitnehmern in den allermeisten Faellen einen Lohnanstieg nachgewiesen. Ohnehin ist Tarifpolitik - aus gutem Grund - nicht Sache der Politik und sind hier zuvorderst die Tarifpartner in der Pflicht.

Auch hier war die Frage eher, ob schwarz-gelb Lohndumping forciert hat. Und das waere mir neu.

Z.B. die nicht-Zahler von Energiesteuern, die nicht-Abführer von Mehrwertssteuern, die nicht-Pleite-gehenden Fehlwirtschafter, die ...

Was soll man auf solche Polemik antworten?

Getretener Quark wird breit, nicht stark.
 
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AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

Im Uebrigen war das auch nicht der Punkt. Der Punkt war, ob - wie eingangs behauptet - schwarz-gelb den Laden nun ruiniert hat oder nicht. Und das scheint mir eher nicht der Fall zu sein.

Schwarz Geld haben eigentlich gar nichts gemacht. Das ist aber nichts ungewöhnliches. So ist das eben bei einer konservativen Regierung. Die ist sehr bemüht dass sich nichts ändert und dass jede Veränderung die von außen in ihr System getragen wird ausgesitzt wird.
Ich kenne kein Unternehmen -- zumindest im Mittelständischen Bereich -- das noch auch positive Entscheidungen der Politik hofft. Schwarz gelb ist eine Marionette der Banken geworden bzw. war es immer.
Willst du als kleines Unternehmen im globalen Wirtschaftskampf überleben -- und meine Firma gehört als Automobilzulieferer dazu -- musst du selbst aktiv werden und selbst neue Kontakte knüpfen und selbst dafür sorgen dass du weiterhin am Markt interessant bleibst.
 
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

Die sog. Euro-Krise begann 2009 mit der Bekanntgabe der tatsaechlichen Staatsverschuldung Griechenlands. Folge war u. a., dass die deutschen Exporte von 992,7 Mrd. im Jahr 2008 auf 803,2 Mrd. einbrachen - der niedrigste Wert seit 1950. 2012 wurden Waren im Wert von 1.097,4 Mrd. exportiert. Waeren nur Griechenland, Spanien & Co. hierfuer verantwortlich, erklaerte das weder den Wert von 2009 noch, warum die Zahlen von 2008 und 2012 so dicht aneinanderliegen. Deine Folgerung ist insoweit 1. themaverfehlend vereinfacht und wird 2. nicht von den Zahlen getragen.

So eine Kleinigkeit wie eine Weltwirtschaftskrise im Zuge der amerikanischen Bankenkrise spielen hier natürlich gar keine Rolle... :rollen:

Im Uebrigen war das auch nicht der Punkt. Der Punkt war, ob - wie eingangs behauptet - schwarz-gelb den Laden nun ruiniert hat oder nicht. Und das scheint mir eher nicht der Fall zu sein.

Wurde so etwas eingangs behauptet? Ich sehe da eine vollkommen vorhersagen freie Frage, "wie es weitergeht". Der erste, der zu diesem Punkt ein qualitative Einschätzung abgegeben hat, warst du. Und die strotz weiterhin nur so vor Ingoranz gegenüber relevanter Zahlen, wovon du auch mit Unterstellungen gegenüber dem Threadstarter nicht ablenken kannst.

Oder anders ausgedrueckt: Du hast keine Belege fuer Dein Bauchgefuehl, wovon Du es Dir aber trotzdem nicht vermiesen laesst.

Was ja auch kein Problem für diese Diskussion ist, denn ich will hier ja nichts belegen. Sondern du - nämlich dass es unter schwarz-gelb zu keinen Nettolohnabsenkungen kam. Was, wohlgemerkt, eine recht weitreichende Behauptung ist, die sich nicht durch Betrachtung des Durchschnittsgehaltes oder IGM-Statistiken in "einzelnen, ausgewählten Branchen" beantworten lässt.
(zumal die Beschwerden über Mini-Löhne oft aus dem Dienstleistungssektor kommen und die IGM kümmert sich weder sonderlich um Friseure noch um Verkäufer noch um ...)

Was soll man auf solche Polemik antworten?

Es gibt drei Möglichkeiten auf Argumente zu reagieren:
1) zustimmen
2) wiederlegen
3) die Diskussion verlassen

Diffarmierende Gelaber über vorgebrachte Argumente zählt, insbesondere auch im Rahmen der Regeln dieser Diskussionsplattform, ausdrücklich nicht zu den Möglichkeiten.
 
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

So eine Kleinigkeit wie eine Weltwirtschaftskrise im Zuge der amerikanischen Bankenkrise spielen hier natürlich gar keine Rolle... :rollen:

Sind Griechenland und Spanien US-Bundesstaaten ... ? Denn bei denen sollte ich mich ja immerhin bedanken.

Wurde so etwas eingangs behauptet? Ich sehe da eine vollkommen vorhersagen freie Frage, "wie es weitergeht". Der erste, der zu diesem Punkt ein qualitative Einschätzung abgegeben hat, warst du. Und die strotz weiterhin nur so vor Ingoranz gegenüber relevanter Zahlen, wovon du auch mit Unterstellungen gegenüber dem Threadstarter nicht ablenken kannst.

Der Threadstarter selbst hat bereits auf Seite 2 das Wort Fragen nur noch in Anfuehrungszeichen gebraucht.

Relevante Zahlen im Sinne von nachpruefbare Zahlen mit Themenbezug kann ich keine finden. Und "Ablenkung" habe ich in Form von Arbeitslosenzahlen, Lohnentwicklung und Steuereinnahmen offeriert. Die zu Ignorieren dem Herrn Moderator aber natuerlich freigestellt ist.

Was ja auch kein Problem für diese Diskussion ist, denn ich will hier ja nichts belegen.

Dann solltest Du auch nicht in eitlem Oberlehrerton von Anderen

1) zustimmen
2) wiederlegen
3) die Diskussion verlassen

verlangen. Du koenntest naemlich an Deinen eigenen Anspruechen gemessen werden.

(zumal die Beschwerden über Mini-Löhne oft aus dem Dienstleistungssektor kommen und die IGM kümmert sich weder sonderlich um Friseure noch um Verkäufer noch um ...)

Doof nur, dass ebendiese Berufsgruppen in der Statisytik, die Du aber scheinbar nicht zu Lesen vorgezogen hast, beruecksichtigt werden.

Diffarmierende Gelaber über vorgebrachte Argumente zählt

zum Standardrepertoire diverser Diskutanten hier.
 
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