Sie haben damit exakt bis zur offiziellen Ankündigung des Prozessors gewartet. Es wäre Unsinn, so etwas ein Jahr im Vorfeld zu bestätigen oder zu verneinen.
Sie hatten das Wochen voher auf ihrer Internetseite indirekt in den Specs und keinerlei Stellung dazu bezogen. Robert Hallock wurde in einem Interview mit Hothardware in Große Verlegenheit gebracht, als er von einem Kollegen darauf angesprochen wurde.
AMD hat auch nicht mit den Erwartungen der potenziellen Kunden gespielt. Letztere dachten eben einfach nur, man könne den 5800X3D übertakten, weil das bei den anderen Ryzen-Prozessoren möglich ist.
Natürlich haben die Leute das gedacht und es ist enttäuschend, dass es von AMD gelockt wird. Das Verwunderliche ist ja, dass es möglich ist. Mit BCLK OC sind ja ordentliche Steigerungen möglich. Die strenge Spannungsgrenze reicht hierbar sogar völlig aus. Ich fühle mich von AMD ehrlich gesagt veräppelt.
Eigentlich kann man den X3D als "ehrlichste" CPU im ganzen AMD-Portfolio sehen: Der Käufer weiß genau, was er hier bekommt.
Einige wissen es eben nicht. Es ist zwar naheliegend, aber einigen ist halt nicht klar, dass große Caches RAM-OC neutralisieren.
Bei einem 12900(K) könnten noch zehn Prozent verborgen sein, wenn man sich mit RAM-OC auseinandersetzt. Es könnten noch weitere Prozente versteckt sein, wenn man das Powerlimit aufhebt. Und es gibt womöglich noch welche, wenn man auf eine potente CPU-Kühlung setzt. Intel ist ja selbst mit den Partnern wie Asus nicht im Reinen, die einfach OC für Prozessoren ermöglichen, die es eigentlich gar nicht können sollten. Das ist alles sehr schwammig beim Chipriesen. Wenn da angeblich so viel Potenzial vorhanden ist, warum nutzt Intel das dann nicht selbst und bewegt sich damit grundsätzlich 10 bis 15 Prozent vor AMD in sämtlichen, auch internationalen Benchmarks?
Warum macht AMD es nicht mit Ryzen 5000? Die haben doch auch 10% Optimierungspotential und mehr...
Ich persönlich sehe die geringe RAM-Skalierung beim X3D nicht als Schwäche an. Das liegt einfach nur am 3D-Cache. Der verringert massiv die Zugriffe auf den Arbeitsspeicher. Steht aber auch alles so im Test.
Es ist genau dann eine Schwäche, wenn es bei andere CPUs eine Stärke ist.
1) Stimmt, allerdings nicht allgemein für Ryzen 3D. Die dazugehörigen Server CPUs gibt es ja mit mehr Kernen.
2)Klingt eher nach Sonderfall
3)/4)Stimmt ist aber zwei Mal das Gleiche
5)Die höchste Singelcoreleistung überhaupt ist zu niedrig?
6)7)zur technischen Bewertung vollkommen irrelevant
1) Server SKUs sind für Consumer irrelevant.
2) Sicher? Könnte durchaus häufiger vorkommen. Die zusätzliche Siliziumschicht wirkt isolierend. Das Stacking ist vielleicht noch nicht so ausgreift.
3+4) Core und RAM OC sind unterschiedliche Dinge. Mit Core OC könnte man das geringe Tuningpotential steigern. Die Cores werden durch die hohe Hitrate ordentlich mit Daten versorgt, so dass der Takt gut skaliert.
5) Ein 12900K/KS auf 5.5GHz liegt so deutlich über einem 5800X3D, dass sogar deutliche Preisunterschiede bezogen auf die Plattform lohnenswert sein können.
6+7) Warum sollten nur technische Aspekte betrachtet werden?