Der Artikel widerspricht sich selbst:
Das Design mit 36 Compute Units (2.304 Shader) wurde von Polaris 10 (Radeon RX 480, RX 470) in die APU integriert, darüber hinaus aber mit neuen Funktionen erweitert. Neben einer Spiegelung der Shader-Engines plus Front- und Back-End wurde der Takt von 800 auf 911 MHz erhöht.
Was jetzt? Von Polaris übernommen oder von der PS4 gespiegelt? Man hat hier sicher Cernys Aussage wörtlich übersetzt und dieser Quark kam dabei heraus, denn er drückt sich gerne mal missverständlich aus. Die Hälfte der Artikel zum Checker Box Upscaling sind auch falsch, weil seine Aussagen fehlinterpretiert wurden.
Er führt jedenfalls weiter aus, dass die Pro eine gespiegelte (also doppelte) PS4 GPU hat, weil das nötig ist, damit keinerlei Kompatibilitätsprobleme mit den alten PS4 Spielen auftreten, denn die sind low level programmiert. Die GPU wird wenn ein PS4 Spiel eingelegt wird auf 800 MHz untertaktet und zur Hälfte abgeschaltet. Das Gleiche gilt synonym für die 2,1 GHz PS4 Pro CPU, die bis auf den Takt exakt der PS4 entspricht und beim Einlegen eines PS4 Spiels auf 1,6 GHz untertaktet wird.
Im Artikel werden ja ganze zwei Änderungen (halbe Genauigkeit, Work Distributor) genannt. Das nimmt Cerny wohl als Begründung um mit Polaris Technik werben zu können. Kennt man ja. Die PS4 hatte ja auch schon Hawaii Technik, weil die 8 ACEs wie bei Hawaii waren. Die anderen 98% des Chips waren aber Pitcairn.
Eine RX 470 hat 5 TFlops - und nun? Das sind mal eben 20% mehr als die PS4 Pro GPU. Wenn du einen doppelten 911 MHz @ 1152 Shader Pitcairn nimmst, kommst du auch auf die TFlops der PS4 Pro. Wenn du eine 470 untertaktest wahrscheinlich auch. Die TFlops sagen also garnichts aus, außer dass die PS4 Pro definitiv ein gutes Stück langsamer als eine RX 470 ist.
Unabhängig davon welche Architektur da nun drin steckt, ist die PS4 Pro näher an einer 380X als an einer 470. Das zeigen auch alle bisherigen Spiele.