Das wird der Punkt sein. Er hat die Themen getroffen, die die Menschen bewegen. Clinton mit ihrer Sachlichkeit wirkt da auf die Amerikaner distanziert und elitär. Das hat sie wohl die Wahl gekostet.
Clinton hat einfach nicht den Weg zu den Wählern gefunden, wie seinerseits Obama.
Obama war neu und unverbraucht. Clinton steht für eine Politik, die vor allem von den ungebildeteten weißen abgelehnt wird, denn das war die Hauptwählergruppe von Trump.
Nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird. Man wird nicht Präsident ohne gewisse Qualitäten - nicht mal in den USA.
Welche Qualität hat er denn?
In Reden alle möglichen Leute beleidigen?
Er hat kein einziges durchdachtes Konzept. Nie hat er erzählt, wie er das alles umsetzen will, was er umsetzen möchte.
und welchen Einfluss die Militärs haben. Für Trump ist das alles jedenfalls Neuland, bleibt also spannend.
Das Militär hat keinen Einfluss. Wer Einfluss nehmen wird, sind die Rüstungskonzerne, denn die wollen nicht auf ihre fetten Gewinne verzichten.
Sorgen mache ich mir eher um Alaska. Trump wird sicher erlauben, dass auch in Umweltschutzgebieten gefrackt wird.
Ich habe gelesen, dass er die Unternehmenssteuer von 35 auf 15% senken will, um mehr Unternehmen nach Murica zu locken -> Mehr Arbeitsplätze. Das nennt sich Steuerwettbewerb und funktioniert auch in der Wirklichkeit.
Und wem gehören die Unternehmen?
Die Senkung der Steuer wird dafür sorgen, dass die Gewinne steigen und damit die Rendite der Aktionäre und damit deren Reichtum.
Bezahlen müssen das die armen Leute, denn deren Untersützung wird gestrichen, weil der Steuerausfall gegenfinanziert werden muss.
Was wiederum bedeutet, dass sich die Menschen noch weniger leisten können, was für den Binnenmarkt noch schädlicher ist, was am Ende dafür sorgen wird, dass die Unternehmen weniger verkaufen werden, denn wenn Trump Strafzölle auf ausländische Produkte erheben wird, werden die Länder das genauso mit amerikanischen Produkten machen.
Also schockiert und überrascht sein muss man nicht, denn damit musste man rechnen. Bei der Wahl um den zweitunbeliebtesten Präsidentschaftskandidaten aller Zeiten kann es am Ende nur Verlierer geben.
Ich finde das eher erschreckend, dass in einem Land, in dem rund 350 Millionen Menschen leben, keine besseren als diese beiden zur Wahl des Präsidenten zur Verfügung stehen.
Die Demokraten müssen sich auf jeden Fall was einfallen lassen, wenn sie in 4 Jahren erneut um das Weiße Haus kämpfen werden und erst mal müssen sie dafür Sorgen, dass sie in den beiden Kammern wieder die Mehrheit erlangen. Das hatten sie mal unter Bill Clinton und das ist lange her.
Die Folgen kann man denke ich absolut nicht absehen. Ich bezweifle, dass Trump selbst wirklich Politik machen will oder dies jemals wirklich vorhatte. Der wird sich wie immer nur mit den richtigen Leuten umgehen und bevor man weiß, wer die sein werden, ist Kaffeesatzleserei wohl sinnlos.
Da die republikanische Partei nicht mal hinter Trump stand, stellt sich nun die Frage, welche Leute er sich überhaupt ins Boot holt.

Wer kriegt welchen Posten? Welche Berater holt er?
Das sind ja nicht ein paar Leute, das sind einige Tausend, die er braucht.
Und wie kompetent werden die sein?
Ich denke das war vor allem ein Schlag ins Gesicht der Demokraten. Wer freiwillig auf den aussichtsreicheren Kandidaten verzichtet, nur um die zahlende Wirtschaft zu bedienen, ist irgendwie selbst Schuld. Sanders wäre ein Selbstläufer geworden, bei dem Gegner. Aber gut, die Republikaner sind genau so dämlich. Bei Kasich wäre es gar nicht erst so knapp geworden... so hatte man die Wahl zwischen zwei im höchsten Maße amoralischen, asozialen und egoistischen Kandidaten, die die Politik nur nutzen, um sich selbst zu bereichern.
Sanders ist einfach zu alt um das Ruder an sich reißen zu können.
Die Basis hatte einfach nicht den Mut gehabt, einen ganz anderen, frischen Kandidaten zu nominieren.
edit: Achja, wirklich Sorgen mache ich mir nur um die Umweltpolitik. Im Endeffekt ist es ja egal, aus welchen Gründen der nächste Präsident den Klimaschutz so gut es geht verhindert. Ob am Ende Clinton vor der Wirtschaft einknickt oder Trump Bemühungen komplett einstellt, weil es in seiner kranken Welt keinen Klimawandel gibt ist im Grunde egal. Trotzdem hoffe ich, dass die Schäden nicht allzu schlimm sind und dass ein möglicher, progressiver Nachfolger von Trump dann schnellstmöglich was in die Wege leitet.
In 4 Jahren kannst du eine Menge kaputt machen.
Ich glaube nicht, dass Sanders das Rennen gemacht hätte. Sozialistisch angehauchte Politik ist doch der Todfeind jedes Amerikaners.
Glaube ich auch nicht, aber er hat die Leute wach gerüttelt.
Blöd war nur, dass er sich viel zu lange mit seiner Niederlage beschäftigt hatte.
Clinton dürfte verloren haben weil sie mit den ganzen Spendengeldern die die Clintons und Demokratische Partei kassiert haben, der Begnadigung von Steuersündern nach umfangreichen Spenden und der Geschichte mit den e-mails (wo man sich einfach nicht dem Eindruck erwehren konnte das sie da den Umfang versucht hat zu verschleiern, oder wer löscht mal eben unzählige e-mails während gegen ihn ermittelt wird und kommt damit auch noch straffrei davon?) den Eindruck erweckt unter anderem zutiefst korrupt zu sein.
Trump hat ja gesagt, dass das FBI und Clinton unter einer Decke stecken.
Demzufolge müsste er also, wenn er am 20. Januar vereidigt wird, als erstes den FBI Direktor feuern und wieder gegen Clinton ermitteln lassen.
Interessant ist für mich auch, dass Trump bis heute keine einzige Steuererklärung veröffentlicht hat. Hat er was zu verbergen?
Den auch in den USA hat sich die Wohlstandsschere in den letzten 20 Jahren massiv geöffnet und die wirklich bittere Armut zugenommen, da scheint für viele ein "America first!" nur zu verlockend.
Es gibt auch in den USA eine Menge Verlierer der Obama Zeit.
Was hatte ich während der Wahl gehört? 10% der Menschen in den USa haben so wenig Geld, dass sie nicht mal regelmäßig essen können?
10% wären rund 35 Millionen Menschen. Das ist eine sehr erschreckende Zahl.