AW: Nvidia G-Sync - Potenzial, die Spieleindustrie zu verändern?
Welche neue Technik? Variable Refreshrates sind nicht neu. Nur die Anwendung ist neu. Du kannst meines Wissens nach nicht Toaster patentieren lassen nur weil du herausgefunden hast dass man damit auch Türen aufhalten kann.
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G-Sync ist kurz gesagt die
Lösung eines spezifischen Problems. Gelöst wird es durch Methoden, angewandte Algorythmen usw.! Das Gesamtkonzept dürfte sich Nvidia patentieren können. Beispielsweise im Codec-Bereich ist es fast unmöglich für andere Institutionen neue Codecs auf den Markt zu bringen, weil die "MPEG LA" so gut wie alle wichtigen Implementationen patentiert hat (U-Boot-Patente). Daran hat Google mit ihrem VP8-Codec zu kämpfen.
Im Displaybereich gibt es immer noch weite nicht erschlossene Teile, die nicht patentrechtlich geschützt sind. G-Sync war in seiner jetztigen Form noch nie am Markt und ist deshalb
"neu". Bisher hatte noch niemand den Ansatz von Nvidia verfolgt, also dürfte es hierzu auch keine Patente geben.
Und das mit dem Reverse Engineering glaube ich hast du gerade erfunden. Oder kannst du 2-3 Jahre begründen? Außer durch Bauchgefühl versteht sich.
Hast du Schwierigkeiten mit dem Begriff? Hier!
Reverse Engineering
Die 2-3 Jahre sind in der Industrie so ein Durchschnittswert, der meistens in etwa hinkommt.
Um im Grafikbereich zu bleiben nehmen wir einfach einmal Multi-GPU. Nvidia bringt SLI in 2004
Crossfire kommt 2005 mit geänderter Technik um die Patente zu umgehen.
---Das ging so schnell, weil ATI damals schon eigene Ansätze hatte.---
Andere Beispiele wären aus Seiten von AMD "Eyefinity" auf jeder Karte möglich, wogegen das Nvidia nur "3D Vision Surround" unbedingt SLI-Konfigurationen benötigte. Das zieht sich durch sämtliche Bereiche. In der Regel ist der Nachahmer mit seiner Technik etwas im Rückstand, weil er noch "aufholen muss".
Für gewöhnlich dauert es einige Zeit bis man mit Reverse Engineering erst einmal das Prinzip vollständig verstanden hat. Dann macht man sich daran, die Implementierung so zu ändern, damit man rechtlich auf der relativ sicheren Seite ist. Es folgen Entwicklungen wie hier ein eigenes Modul. Die Geschichte muss natürlich noch auf Herz und Nieren getestet werden (
Prototyp).
Sind ann alle Tests erfolgreich oder zumindest zufriedenstellend ausgefallen, kann das Produkt dann dann zu einem Auftragshersteller gebracht werden, damit die Endfertigung beginnen kann.
Im Vorfeld hat die Firma dann entsprechende Kooperationen und Verträge mit Partnern (hier Displayhersteller) verhandelnt, die das Produktmodul in ihrer Hardware verbauen.
--> Wenn du darauf vorbereitet bist, schaffst du das innerhalb eines Jahres. G-Auf Sync war AMD aber wahrscheinlich nicht vorbereitet und muss jetzt quasi von Null beginnen. Zwei bis drei Jahre sind dafür realistisch! Von mir aus auch 1,5 Jahre ... das wäre reine Makelatur!
Die Refreshraten sind in DP laut Standard völlig beliebig. Es gibt nur einen Minimalwert der davon begrenzt wird wie lange es dauert ein Frame zu übertragen Bei Displayport 1.2 und Full-HD prinzipiell minimal etwa 3,5ms. Das gilt theoretisch, laut Standard, auch für DVI wobei Duallink-DVI hier nur etwa 7ms schaffen würde.
Schon richtig, nur müssen wir untescheiden was Displayport kann und was Displays können.
Wie die Kommunikation mit dem G-Sync Modul erfolgt ist unbekannt lässt sich aber schnell herausfinden. Die Kommunikation wird wohl eng an den DP Standard angelehnt sein.
Das vermutest du die ganze Zeit schon! Die Kommunikation wird gleich oder ähnlich ablaufen wie bisher, aber
der Abgleich ist komplett anders.
Das "Problem" ist das es wohl keine neue Technik ist. Man kann nichts patentieren was in einem existierenden Standard vorgesehen ist.
Der Displayportstandard ist durch seinen Aufbau in jeder Hinsicht extrem flexibel.[/QUOTE]
Auch wenn du es so siehst, Displayport hat nichts mit der aktuellen Lösung in Form von G-Sync zu tun. G-Sync basiert nur auf Displayport als Ausgangslage. Es wird quasi das gesamte Verhältnis zwischen Bildschirm und Grafikkarte herumgedreht. Anstatt dass der Monitor die Hertzzahlen vorschreibt und die Grafikkarte sich danach richtet (V-Sync on) hast du jetzt das umgekehrte Prinzip:
-Die Grafikkarte gibt mit den Framezahlen über das Modul an, welche Hertzzahlen zu fahren sind.
Das unterstützt Displayport in der aktuellen Version niemals nativ, weil die Steuerung und Kommunikation zwischen Grafikkarte und Display erfolgt sind. DP-Port ist da nur der "Postbote".
Das aktuelle Displays starre Timings und Refreshraten benötigen ist vermutlich nichts anderes als ein technologisches Artefakt- das wird gemacht weil es schon immer so war.
Es wird so gemacht, weil man ewig keine Lösung dafür gefunden hatte. Immer wenn eine Firma dann eine Lösung parat hat, wird von allen Seiten gemault, wie einfach das doch ist ...
Man hatte quasi zwei Welten: Eimal die Bildschirmseite und einmal die Grafikkartenseite. Beide haben sich unabhängig von einander weiterentwickelt und jeweils versucht die bekannten Probleme zu lösen. Der Knackpunkt war immer die Synchronisation zwischen diesen beiden Welten.
Nvidia ist da jetzt als Brücke aufgetaucht und die Displayhersteller für Gamingmonitore nehmen das gerne an.
-Jetzt ist es nur noch abhängig davon, ob die Kunden das fertige Produkt annehmen bzw. wie schnell die Hersteller die Preise für die Module/G-Sync-Monitore senken können.
Du glaubst wirklich das Xbox 360 und PS4 in einer 4k Revision erscheinen werden?
-Wahrscheinlich meinst du die Xbox "One"
Möglich wäre es!
Wenn 4k UHD auf einmal der Marktschreier wird oder Konkurenzprodukte mit 4k auf den Markt kämen, müssten Microsoft und Sony schnell reagieren oder Verluste einstecken. Einen neue AMD-APU oder ein Zusatzchip wären da sicherlich möglich!
Mini-DP ist DP mit einem anderen Stecker -ohne irgendwelche technischen Einschränkungen- die ursprünglich von Apple entwickelt wurde um DP Anschlüsse kompakter in Notebooks unterzubringen.
Displayport hat mich lange Zeit nicht interessiert, gerade weil es so häufig in Apple verbaut ist. In der Unterhaltungsindustrie ist HDMI noch der führende Anschluss. Erst die Bandbreitenproblematik mit 4K-UHD wird zum Problem. HDMI ist einfach noch eine Spur vorne weil man damit auch Audio übertragen kann.