AW: Nvidia FCAT: Neue Messmethode für Spieleleistung - die Hintergründe
Hört sich recht kompliziert an, ich glaub ich muss es gleich nochmal lesen um es ganz nachvollziehen zu können.

Würde mich aber freuen wenn ihr euch das noch etwas ansehen würdet und eventuell in die Testmethoden aufnehmen würdet, sofern man eine Bevorteilung von Nvidia Karten hier ausschließen kann.
Kann man das ausschließen so darf man Nvidia für das Tool herzlichst danken.
Und das weißt du woher genau? Quellcode etwa schon eingesehen?
Ich finde es prinzipiell sehr gut, das sich PCGH der Thematik annimmt, denn das Thema FCAT ist schon ein SEHR diffizieles Thema, dessen sich die meisten Leute überhaupt nicht bewusst sind...
Es gibt gleich eine ganze Reihe von Problemen:
- Wie wird die Zeitmarke gesetzt?
- Wie wirkt sich dies auf die Leistung aus?
- Gibt es möglichkeiten eine Verzögerung/Eingriff des Treibers zu erkennen?
- usw usw
Wenn man sich an die "Cheatschlachten" der Vergangenheit zwischen ATI und nVidia anschaut, dann sollte man mit ALLER! größter Vorsicht solche Sachen betrachten!
Als erstes müsste man erstmal klären, was FCAT denn wirklich macht, und wo Sie das Bild manipulieren, wie Sie es machen, ob es irgendwelche Abhängigkeiten gibt usw usw. Also sprich, zumindest von FCAT MUSS! der Quellcode offengelegt werden. Davor brauchen wir gar nicht anfangen über die Ergebnisse zu reden. Wir wissen nämlich gar nicht, was wir da wirklich im Detail angezeigt bekommen, und wie man die Daten zu interpretieren hat! Wir bekommen halt IRGENDWELCHE Daten, mit denen man dann wilde Sachen macht, aber wir wissen eben die ganzen Randbedingungen eben noch nicht!
Und selbst wenn wir den Quellcode einsehen dürfen, dann dann gibt es dort noch immer den Treiber, der die wildesten Sachen machen kann... Von uns kann KEINER! ausschließen, dass die Farben nicht manipuliert werden, oder das Bilder eben künstlich verzögert werden, um ein scheinbar "flüssigeres" Spielerlebnis zu bekommen. Eventuell schmeist man auch im Treiber bewusst Bilder weg, wenn man erkennt, das Sie zu lange brauchen, oder zu früh kommen oder what ever. Kurz um, eigentlich müssten auch noch die Treiber offengelegt werden, und am Besten! noch von einem selbst compiliert werden, damit man wirklich sicher sein kann, dass da kein Schindluder getrieben wird... In der Vergangenheit haben einfach BEIDE schon viel zu krasse Sachen abgezogen, als das man ihnen da auch nur einen Millimeter über den Weg trauen dürfte...

Genau das wird aber NIEMALS passieren. Vor allem nicht bei nVidia. Da können wir warten, bis es nVidia nicht mehr gibt. Vorher bekommen wir niemals den Quellcode ihres Treibers zu sehen...
Und selbst WENN wir das alles schaffen würden, bleibt noch ein wesentlicher Punkt übrig. Es werden nur einzelne Drawcalls analysiert. Dabei wird die Ingamezeit allerdings völlig vernachlässigt, soweit ich das verstanden habe, da man eben reihum die Bilder in einem zyklus einfärbt. Es ist aber eben aprio nicht so, dass die Drawcalls immer nach der selben ingame Zeitspanne erfolgen. Da gibt es durchaus große Unterschiede. Allein wenn mal irgendwo im Hintergrund ein Interrupt oder was weiß ich was angeht, und damit eben die ingame Latenz zwischen zwei Bildern länger ist als normal, wird eben nicht berücksichtigt. Genau in so einem Fall müsste aber eben ein Bild nur teilweise angezeigt werden im Optimalfall, und nicht voll wie sonst....
Genau die Problematik, und ihre "Schlupflöcher", lässt in mir die Befürchtung aufkommen, das nVidia eben ihre Treiber darauf optimiert hat, die Bilder in gewissen Zeitintervallen auszugeben, und dabei verzögerungen bewusst in Kauf nimmt. Mit FCAT sieht man die Differenz zwischen Ingametime und Outputtime aber nicht.... Ergo gewinnt man dadurch scheinbar
Kurz um, so wie FCAT aktuell aufgebaut ist vom Konzept her, ist es einfach unbrauchbar, und zwar von vorne bis hinten.
Man kann damit einfach nichts wirklich anfangen....
Mir schwirrt da immer der Leitspruch eines Experimentalphysik Profs im Kopf rum: "Wer viel misst, misst meist Mist"
Damit ist gemeint, das man nicht einfach drauflos messen soll, sondern sich VORHER genau überlegen soll, was man da eigentlich macht, wo die Fehlerquellen sind, wie groß die Fehler sind usw usw usw.
Ich hoffe ihr habt bemerkt, WIE kompliziert die Sache ist, und da einem Tool, was sich mal einfach so in die Runtime reinhackt, auf gut Glück vertrauen ist einfach ziemlich fahrlässig in meinen Augen....