Wenn man sich markttypische Upgrade/date-Zyklen ansieht, ist die Spanne durchaus kurz und hier ist zudem zu beachten, dass das hautpsächliche Feature Raytracing von nVidia komplett alleine eingeführt wurde, was die Marktentwicklung durchaus ausbremste (zumal man ja auch bekanntermaßen der nVidia-Hardware nachsagt in den letzten beiden Gens unverhältnismäßig teuer geworden zu seinZwei Generationen bzw. knappe drei Jahre? Also, aus hardwaretechnischer Sicht finde ich diese Spanne nicht sonderlich kurz...
).*) Beispielsweise RDNA hat sich gemäß Steam nicht sonderlich etablieren können im Vergleich dazu. Deren Vertriebszeitspanne ist zwar etwas kürzer, aber als vielfach gepriesener Heilsbringer kamen die dann wohl doch nicht rüber, denn der Markt kauft dennoch weiterhin unbeirrt überwiegend nVidia. Die Steam-Mai-Statistik weist hier 16,56 % RTX-GPUs aus ggü. gerade mal 2,12 % RDNA/2-GPUs. Auf eine neuere RNDA/2-Karte kommen also acht RTX-Karten.
**) Die Prozentwerte beziehen sich auf den Anteil an allen gelisteten Systemen, also inkl. aller Notebooks. Betrachtet man nur Desktop-Karten, so erreichen die RTX-Karten hier bereits einen Anteil von knapp über 20 %, also bereits über 1/5 der Steam-Desktop-User scheint RTX-GPUs zu verwenden.
Die Frage ist, was du jetzt mit "Marktführer" konkret bezeichnest. In einer universellen Betrachtungsweise ist nVidia schon seit einer gefühlten Ewigkeit GPU-Marktführer und im letzten halben Jahr hat AMD gar noch Marktanteile an nVidia verloren. Aktuell bekommt AMD kaum aktuelle GPUs in dem Markt, während nVidia den PC-Desktop trotz der irrsinnigen Marktsituation weiter mit RTX-Karten füllt ("sättigt" kann man hier sicherlich nicht sagen, aber von einem derartigen Begriff könnte AMD gar nicht weiter entfernt sein).Nvidia ist Marktführer, für knapp 3 Jahre (in etwas über 2 Monaten ist es soweit) ist doch sehr wenig. Die Herausforderung von AMD ist es nun FFX möglichst schnell zu Durchbruch verhelfen, bevor die RTX Karten einen kritischen Marktanteil bekommen können. Da könnte es Nvidia auf die Füße fallen, dass sie ihre GeForce 1600er Karten DLSS verwehrt haben oder dass es nicht auf älteren GeForce Karten läuft, wie FFX.
Das Problem ist hier im Allgmeinen eher dieser kategorische Entweder/Oder-Anspruch, der künstlich herbeigeführt wird und irgendwie ein Spannungsfeld erzeugen soll. Aktuell hat man FSR als eine etwas modernisierte Upscaling-Technologie, die auf nahezu jedweder Hardware läuft und damit selbst RTX-Besitzer nutzen kann und wenn man Glück hat und eine RTX-Karte besitzt und der betreffende Titel DLSS unterstützt, hat man gar noch die Möglichkeit auf noch etwas mehr Qualität bei dennoch leicht erhöhter Performance. Eigentlich ein Win-Win. Zudem gibt es nach aktuellem Stand überhaupt keinen Grund anzunehmen, dass man hier schon einen Abgesang auf DLSS anstimmen könnte, denn dafür ist DLSS mittlerweile viel zu sehr verbreitet und die zugehörige Hardware-Basis wächst auf dem PC stetig und um ein Vielfaches stärker als das, was der Konkurrent in den Markt bringt.
*) Wie schon mal erklärt, hatte AMD hier überhaupt keine Wahl als eine freie, allgemein nutzbare Technologie anzubieten, denn als AMD-spezifisches (oder gar RDNA-spezifisches) Feature wäre die Technik auf dem PC quasi vollkommen irrelevant aufgrund der viel zu geringen Marktdurchdringung und wäre weitestgehend zu einem reinen Konsolenfeature verkommen.
Am Ende sollte man einfach froh sein, dass AMD hier was Brauchbares abgeliefert hat.
**) Ergänzend dazu stellte Herkelman schon spekulativ in Aussicht, dass es in Zukunft auch eine RDNA- oder gar RDNA3-spezifische FSR-Weiterentwicklung geben könnte, was nicht verwundert, denn die Weiterentwicklungsmöglichkeiten der aktuellen FSR-Implementation dürften sehr beschränkt sein.
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