Die letzten Informationen die ich habe sind, dass ein Chip GDDR6 (1GB) ungefähr bei $12 liegt also kannst du allein für den VRAM knapp $100 mehr rechnen. Plus sämtliche weiteren Sachen gehe ich von mindestens 150€ Aufpreis aus.
Du musst hier aber beachten, dass statt 8x 1GB, 8x 2GB verbaut werden. Ich weiß nicht wie hoch die Kostendifferenz zwischen den jeweiligen Chips liegt. Eventuell kommt man da tatsächlich noch günstiger weg.
In 2000er-Chargen mit 14 Gbps beim hiesigen Großhändler aufgerundet 11 €/BGA vor Steuern. Die extra für nVidia entwickelten, schnellen OC-BGAs (einen GDDR6X-Standard gibt es offiziell noch gar nicht) werden sicherlich ein wenig mehr kosten, zumal hier aktuell möglicherweise nur Micron der Zulieferer ist. Von bspw. Samsung ist derzeit bzgl. sehr schnellem GDDR6 (noch) nichts zu hören.
Darüber hininaus werden nach aktuellem Stand voraussichtlich nur 8 Gb-BGAs verbaut, d. h. für 24 GiB auch 24 BGAs (Igor erklärte bereits, dass einige Platinen für eine beidseitige Bestückung vorgesehen sind). Einerseits könnte das schon produktionstechnische Gründe haben, denn es ist unklar ob Micron überhaupt schon davon 16 Gb-BGAs fertigt. Zudem hat das voraussichtlich auch thermische Gründe, denn bspw. mit den vollen 24 GiB auf einer Seite des PCBs und dann noch dichter an der GPU dran, würde das ein extremer Hotspot werden. Igor gibt hier rd. 2,5 W für einen solchen 8 Gb-BGA an, während man normale 14/16 Gbps-BGAs mit etwa 2 W überschlagen kann. Zudem kommen auch noch die höheren Ströme im PCB hinzu, die dort auch noch einmal um die 10 W zusätzlich freisetzen werden.
Für die 20 GiB-Variante im Vergleich zur 10 GiB-Variante kann man also alleine bzgl. EK mit Blick auf den Speicher von gesichert über 100 € ausgehen. Zudem bleibt zu vermuten, dass nVidia den direkten Preis für das Speicherupgrade auch nicht ganz so offensichtlich darlegen wollen wird, d. h. man darf vermuten, dass das "größere" Modell vielleicht auch ein paar MHz mehr Takt haben wird. Man wird sehen ...
Nein, mein Verdacht ist dass Nvidia seine Marktstellung nutzt um möglichst tief in die Tasche der Kunden zu greifen, sprich maximaler Gewinn.
Zwischen dem und "hinterherschmeißen zum Selbstkostenpreis" gibt's auch noch sowas wie "faire" Gewinnspanne, nicht zu viel nicht zu wenig in die Tasche greifen. [...]
Einen "fairen" Preis gibt es nicht. Was du als fair bezeichnest, empfindet ein anderer als spottbillig und wieder jemand anderes als maßlos überteuert.
Und AMD wird versuchen seinen Kunden ebenso "in die Taschen zu greifen" wie auch nVidia. Da gibt es keinen Unterschied. Das einzige, was zu AMDs Leidwesen derzeit einen relevanten Unterschied für sie ausmacht und daher ihr Wachstum hemmt, ist, dass es deren Marktsituation ihnen aktuell nicht erlaubt derart tief zuzugreifen. Das hat aber rein gar nichts mit deren Gesinnung zu tun, sondern schlicht mit deren Status als "Underdog". Einen gleichen Preis für gleiche Leistung im Vergleich zum Marktführer gesteht ihnen der Markt derzeit noch schlicht nicht zu, insbesondere, da sie ihre Marktanteile ausbauen wollen.
Genieße es, solange es währt, denn mit einer fortschreitenden Etablierung werden auch bei AMD die Preise anziehen. Den Investoren hat L. Su so etwas schon mehrfach gegenüber bekräftig, zuletzt erst im März diesen Jahres.