@PCGH_Torsten waren halt Enthusiasten, aber nicht ansatzweise Mainstream Plattformen, so wie sie dann AMD mit der ersten Ryzen Gen. gebracht hat und das hätte Intel, wenn sie denn gewollt hätten, schon etliche Jahre vor AMD umsetzen können,
wie gesagt nen Q6600 gab es schon 2007 mit vier Kernen und fast 11 Jahre später kam dann erst der 8700K und auch nur auf Druck seitens AMD, so wie
@_Oskar_ in Beitrag
#33 schon richtig anmerkte
Also wenn ein
Zweihundert-Euro-X99-Mainboard für dich "Enthusiast" ist, als was zählst du dann das Groß der AM5-Angebote? Luxus? Halo? Dubai-Edition? Traumschloss-Vaporware?
Ein 5820K plus z.B. X99 SLI-Plus war deutlich billiger als zuvor der Q6600 alleine oder später ein X1800X plus AX370 Gaming 5, von einem (beliebten) Crosshair VII ganz zu schweigen. Klar konnten 2014er Sechskerner preislich nicht mit einer Einsteiger-Krücken-Kombination aus Ryzen 1600 und B350M-Pro4 konkurrieren. Dafür waren sie aber halt auch 15 Prozent schneller, drei Jahre früher verfügbar und boten die Ausstattung, die Interessenten an neuen High-End-CPUs erwarten.
Funfacts, weil ich die Preise nachschlagen musste, mal 1:1 aus der 07/2017, jeweils bestes (nicht teuerstes) Board im EKF:
5820K + X99 Taichi: 660 Euro, 86 Prozent Gaming-/65.8 Prozent Anwendungs-Leistung, 3.0 GPU + M.2 + sharing-freier ×8-Slot für mehr M.2.
X1800X + VII Hero: 740 Euro, 80,3 Prozent Gaming-/85,2 Prozent Anwendungs-Leistung, 3.0 GPU + M.2 + 2.0-Schrott.
AMD teurer, aus Spielersicht langsamer, schlechter ausgestattet und das selbst nach drei Jahren Entwicklungsvorsprung. (Zugegebenermaßen signifikant sparsamer. 4× 4 GiB DDR4 waren im EKF übrigens auch billiger als 2× 8 GiB mit gleichen Specs, von 4× 8 versus 2× 16 GiB unter Berücksichtigung des höheren Takts, denn AM4 für volle Leistung brauchte, ganz zu schweigen.)
2011-v3 war nicht ohne Grund eine Zeit lang die beliebteste Plattform von der Oberklasse an aufwärts. Wer das ignoriert hat, weil es ihm zu teuer war sollte nicht mit Q6600 oder i7-8700K ankommen. Erster hat alleine schon so viel gekostet, wie oben genannte CPU-Board-Kombinationen und letzterer lag immerhin auf Augenhöhe mit den kleinsten 2011-v3lern; Z370 versus X99 nahm sich auch wenig. Wenn man nach den besten CPUs fragt, hat man es eben einfach nicht mit Einsteiger-Hardware zu tun. Da verlief die Entwicklung vom Pentium E5000 über A10-APUs zu Ryzen 1000G und man müsste kritisieren, dass Intel 2017 immer noch Dual-Core-i3 verkauft hat. (Das die in Spielen dennoch schneller als 2016er AM4 waren, spricht aber halt Bände über "keine Entwicklung".)